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Die nationalsozialistische Ideologie im Deutschunterricht der Volksschulunterstufe

Title: Die nationalsozialistische Ideologie im Deutschunterricht der Volksschulunterstufe

Thesis (M.A.) , 2012 , 116 Pages

Autor:in: Alexander Hochgräfe (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

Um die Zukunft und Weiterentwicklung der nationalsozialistischen Bewegung sicherzustellen, handelte auch die Pädagogik ab 1933 nach den Vorgaben des Regimes. Die Jugendlichen wurden in verschiedenen Schultypen NS-konform erzogen und ausgebildet und die Machthaber schickten sie frühzeitig an die Front oder zu militärischen Einsätzen im Reich. Der Möglichkeit zur freien Selbstentfaltung beraubt, verloren sie nach 1945 den oftmals tief verinnerlichten Glauben an eine Welt aus kollektivistischen Werten, kritikloser Gefolgschaft und rassenideologischen Zielvorstellungen. Die Pläne der Alliierten sahen vor, dass sie radikal umerzogen werden sollten, um den demokratischen Neubeginn zu garantieren. Die Sozialisation der ca. 18-Jährigen war somit geprägt vom Bezugsrahmen der NS-Ideologie und vom biografischen Bruch nach Kriegsende.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach der Ideologisierung von Erziehung und Pädagogik im Dritten Reich nach. Anhand von 16 nationalsozialistischen Fibeln soll ermittelt werden, inwiefern die ideologischen Leitgedanken auch Teil der Grundschul-arbeit waren. Das Untersuchungsmaterial stammt aus dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig. Anhand dieses Samples wird untersucht, ob die ersten Lesebücher der ca. siebenjährigen Schüler die konkreten politisch-ideologischen Intentionen des Regimes widerspiegeln. Zudem werden sie auf Manipulationstechniken hin analysiert, die das Erreichen der Erziehungsziele unterstützen sollten. Auf diese Weise soll die Frage beantwortet werden, ob die Fibeln als ein Medium der totalen Ideologisierung und Indoktrination dienen konnten. Das Quellenmaterial stammt aus dem Zeitraum 1933 bis 1943 und wurde von den beiden Schulbuchverlagen Westermann und Diesterweg veröffentlicht. Neben der qualitativen Analyse der ideologischen Elemente in den kurzen Textpassagen und Illustrationen wird ein erster Vergleich zwischen den in Konkurrenz stehenden Verlagen angestrebt. Nicht untersucht wird der ideologische Einfluss auf den real stattfindenden Unterricht, sondern ausschließlich die offiziellen Verordnungen und die Fibelinhalte.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Thematische Einführung

1.1 Zielsetzung und zentrale Fragestellung

1.2 Forschungsstand, Quellen, Methodik

2. Vorgeschichte

2.1 Die Volksschule im Kaiserreich

2.2 Das Schulsystem in der Weimarer Republik

3. Leitgedanken nationalsozialistischer Ideologie

4. Erziehungstheorien im Nationalsozialismus

4.1 Hitlers Ideale

4.2 Ernst Krieck

4.3 Alfred Baeumler

4.4 Vergleichende Zusammenfassung

5. Machtergreifung und Zugriff auf die Volksschule

5.1 Veränderungen des Schulsystems

5.2 Lehrerbildung

5.3 Richtlinien, Lehr- und Stundenpläne 1933–1937

5.4 Die Reichsrichtlinien für die unteren vier Jahrgänge der Volksschule

Exkurs: Herrschaftsstruktur im NS – eine Debatte

6. Fibeln im Dritten Reich

6.1 Funktionen und Merkmale

6.2 Fibelbearbeitung ab 1933

6.3 Merkmale der untersuchten Fibeln

7. Fibelanalyse

7.1 Hermeneutik

7.2 Das Führerbild

7.2.1 Motive des Führerbildes in der NS-Propaganda

7.2.2 Die Vermittlung des Führerbildes

7.2.3 Zusammenfassung

7.3 Das Führungsprinzip

7.3.1 Die Vermittlung des Führungsprinzips

7.3.2 Zusammenfassung

7.4 Die Volksgemeinschaft

7.4.1 Die Vermittlung der Volksgemeinschaft

7.4.2 Zusammenfassung

7.5 Die Rassenideologie

7.5.1 Die Vermittlung der Rassenideologie

7.5.2 Zusammenfassung

7.6 Lebensraumideologie

8. Schlussbetrachtung

8.1 Ergebnisse

8.2 Wiederbeginn

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von 16 nationalsozialistischen Fibeln, inwieweit ideologische Leitgedanken des Regimes in den Grundschulunterricht integriert wurden und ob diese Lehrmittel als Medium zur systematischen Indoktrination dienen konnten. Dabei wird analysiert, ob politisch-ideologische Absichten und spezifische Manipulationstechniken in den Lesebüchern nachweisbar sind.

  • Analyse der Ideologisierung von Erziehung und Pädagogik im Dritten Reich
  • Untersuchung der Darstellung des "Führerbildes" und des Führungsprinzips
  • Erforschung der Vermittlung der "Volksgemeinschaft" und rassenideologischer Elemente
  • Vergleich der Umgestaltung des Schulwesens in den Verlagen Westermann und Diesterweg
  • Kritische Reflexion der "Totalitäts-These" gegenüber dem tatsächlichen Indoktrinationsausmaß

Auszug aus dem Buch

Die Vermittlung des Führerbildes

Zunächst wurde das gesamte Sample auf Hitlerdarstellungen in Text und Bild untersucht. Dabei zeigt sich, dass Hitler in den Jahren 1934 bis 1943 in jeder Fibel thematisiert wird. Einige Texte entfalten überdies eine sehr eindringliche Wirkung. Mit Hilfe von Suggestivfragen sollen Wünsche geweckt werden; die häufige Beschreibung von Gruppendynamik entwickelt eine Sogwirkung und ein Gefühl des Dazugehören-Wollens seitens des Rezipienten. Die recht facettenreiche Darstellung Hitlers lässt sich jedoch nicht in jeder Fibel finden.

Folgende qualitative Charakteristika des Führerbildes finden sich in den untersuchten Fibeln: Hitler wird in mehreren Fibeln als Freund der Kinder dargestellt. Auf den Illustrationen beugt er sich zu den Kindern hinunter, berührt sie und nimmt Blumen entgegen. Dieses Motiv tritt wiederholt auf und wird nach relativ simpler Darstellung in den ersten Fibeln 1934 zunehmend verfeinert, mit einem Hintergrund versehen und schließlich 1938 als Fotografie eingebunden. Den Kindern wird hierbei Nähe und persönlicher Kontakt zu Hitler demonstriert. Dieses freundschaftliche Verhalten soll darüber hinaus Interesse und einen bestimmten Intimitätsgrad zwischen den Personen zeigen.

Sozialpsychologische Untersuchungen bestätigen, dass unterschiedliche Distanzen im Sozialkontakt auf verschieden ausgeprägte Beziehungen schließen lassen. In den Darstellungen (Abb. 1) fällt der sogenannte Personalraum zwischen Hitler und den Kindern in den Bereich der Intimdistanz. In einem Abstand von 0 bis 45 cm kommt es zu zärtlichem oder aggressivem Körperkontakt. Hitlers Blickkontakt und die direkte Orientierung auf die Kinder sind weitere positive Signale einer freundlichen Begegnung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thematische Einführung: Einführung in die Fragestellung nach der Ideologisierung des Schulwesens unter Berücksichtigung des Forschungsstandes.

2. Vorgeschichte: Historischer Rückblick auf das Volksschulwesen im Kaiserreich und die Reformen der Weimarer Republik.

3. Leitgedanken nationalsozialistischer Ideologie: Darstellung der Kernpunkte der NS-Ideologie, insbesondere Rassenlehre, Volksgemeinschaft und Lebensraum.

4. Erziehungstheorien im Nationalsozialismus: Analyse der erziehungstheoretischen Ansätze von Hitler, Krieck und Baeumler im Kontext des Regimes.

5. Machtergreifung und Zugriff auf die Volksschule: Untersuchung der institutionellen Veränderungen und der Gleichschaltung von Lehrerschaft und Schulalltag.

6. Fibeln im Dritten Reich: Überblick über Funktion, Merkmale und Bearbeitungsprozess der Fibeln ab 1933 sowie Vorstellung des untersuchten Samples.

7. Fibelanalyse: Detaillierte hermeneutische Auswertung der Fibeln hinsichtlich Führerbild, Führungsprinzip, Volksgemeinschaft und Rassenideologie.

8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der Indoktrinationswirksamkeit.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Volksschule, Fibelanalyse, NS-Ideologie, Indoktrination, Führerbild, Volksgemeinschaft, Rassenideologie, Erziehungswissenschaft, Schulbuchforschung, Drittes Reich, Hermeneutik, Lehrerbildung, Gleichschaltung, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ideologisierung des Deutschunterrichts in der Volksschulunterstufe im Dritten Reich mittels einer qualitativen Analyse von 16 Fibeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die pädagogischen Konzepte des Nationalsozialismus sowie deren Umsetzung in den Lesebüchern, insbesondere in Bezug auf das Führerbild, die Volksgemeinschaft und die Rassenlehre.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Fragestellung?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die untersuchten Fibeln als Medien der totalen Ideologisierung und Indoktrination dienten und ob sich ein einheitliches Propagandabild nachweisen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Der Autor nutzt die hermeneutische Methode zur Analyse von Texten und Illustrationen in Verbindung mit einem interdisziplinären Ansatz aus Erziehungswissenschaft, Geschichte und Sozialpsychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der NS-Erziehungstheorien (Krieck, Baeumler), die institutionellen Eingriffe in das Schulwesen und die konkrete Fibelanalyse anhand inhaltlicher Kategorien.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind NS-Ideologie, Indoktrination, Fibeln, Volksschule, Führer-Mythos und Volksgemeinschaft.

Findet sich in den Fibeln ein explizites antisemitisches Feindbild?

Überraschenderweise lässt sich im untersuchten Quellenmaterial kein explizites antisemitisches Feindbild nachweisen; Begriffe wie "Jude" tauchen in den Fibeln nicht auf.

Was ist das Hauptergebnis der Analyse zum "Führerbild"?

Das Führerbild in den Fibeln ist uneinheitlich und facettenreich; Hitler wird mal als gütiger Kinderfreund, mal als strenger Feldherr dargestellt, um emotional an die Kinder zu appellieren.

War die Indoktrination in den Grundschulen systematisch und vollständig?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass keine systematische und vollständige Indoktrination durch die Fibeln stattfand, sondern eine eher partielle und uneinheitliche Umsetzung der Ideologie erfolgte.

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Details

Title
Die nationalsozialistische Ideologie im Deutschunterricht der Volksschulunterstufe
College
University of Hamburg
Author
Alexander Hochgräfe (Author)
Publication Year
2012
Pages
116
Catalog Number
V194240
ISBN (eBook)
9783656198635
ISBN (Book)
9783656200031
Language
German
Tags
Nationalsozialismus NS Schule im NS Volksschule Grundschule Ideologie 1933 1945
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Hochgräfe (Author), 2012, Die nationalsozialistische Ideologie im Deutschunterricht der Volksschulunterstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194240
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