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Die Schaffung des Europäischen Währungssystems EWS in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Schmidt und Giscard

Title: Die Schaffung des Europäischen Währungssystems EWS in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Schmidt und Giscard

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Michel Stark (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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Summary Excerpt Details

„Nach endlosen Jahrhunderten innereuropäischer Kriege ist der am Ende des 20. Jahrhunderts erreichte Stand der europäischen Integration ein in der Weltgeschichte einmaliger Erfolg.“ In diesem Zitat kennzeichnet der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt den im 20. Jahrhundert beschrittenen Weg der einzelnen europäischen Staaten zu einem einheitlichen europäischen Staatenverbund – gipfelnd in der Schaffung der Europäischen Union mit einer einheitlichen Währung – als einmalig und als einen Erfolg in der Weltgeschichte. Tatsächlich kann die europäische Integration als eine Art Höhepunkt der Emanzipation Europas in der neuesten Geschichte betrachtet werden. Eines der wichtigsten und revolutionärsten Elemente jener Integration ist dabei die einheitliche europäische Währung, die mit dem Euro im Rahmen der europäischen Währungs- und Wirtschaftsunion geschaffen wurde. Die Einführung des Euro konnte jedoch auch nur erfolgen, da die entsprechenden notwendigen Voraussetzungen dafür zuvor geschaffen wurden. Eine solche Voraussetzung war ein stabiles Währungssystem, das Europa relativ unabhängig von außereuropäischen Leitwährungen machen konnte. Die Schaffung des Europäischen Währungssystems (EWS) in den 70er Jahren konnte dies gewährleisten und steht daher im Mittelpunkt dieser Arbeit. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung vom internationalen Währungssystem von Bretton Woods bis hin zum Europäischen Währungssystem zu skizzieren, um die Schwierigkeiten und Einflussfaktoren zu charakterisieren, welche bei der währungspolitischen Zusammenarbeit in Europa auftraten. Dabei sollen die Besonderheiten sowie die Funktionsweise desEWSherausgestellt und zugleich ergründet werden, ob und warum das EWS beispielsweise im Gegensatz zu dem Europäischen Wechselkursverband so erfolgreich war. In diesem Zusammenhang wird zudem die Frage untersucht, welchen Einfluss das deutsch-französische Verhältnis sowie das persönliche Verhältnis zwischen den Staatschefs Helmut Schmidt und Valéry Giscard d‘ Estaing auf den Schaffensprozess und die Aufrechterhaltung des Systems gehabt haben. In der historischen Forschung führt das EWS eher eine Randexistenz. Häufig wird das EWS in Überblickswerken und Chroniken wie von Peter Krüger oder Rudolf Steiniger in einem kurzen Teilabschnitt zu den schwierigen 70er Jahren oder im Kontext der Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion näher betrachtet. Spezielle Forschungsliteratur, die sich auf das EWS konzentrierte [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bretton-Woods-System

2.1 Grundlagen des Systems

2.2 Ursachen für den Zusammenbruch des Weltwährungssystems von Bretton Woods

3. Ursachen für die Währungskrise in Europa in den 70er Jahren

4. Maßnahmen für die Errichtung eines Währungssystems innerhalb der Europäischen Gemeinschaften

4.1 Der Werner-Plan

4.2 Der europäische Wechselkursverbund – „Die Währungsschlange“

5. Die Schaffung des EWS

5.1 Voraussetzungen für die Schaffung des EWS

5.2 Die Funktion des EWS

5.3 Der Aufbau und die Struktur des EWS

6. Beurteilung des EWS als politische Maßnahme im Kontext der deutsch-französischen Beziehungen

6.1 Bewertung des EWS aus historischer Perspektive

6.2 Das Verhältnis von Schmidt zu Giscard

6.3 Der Einfluss der deutsch-französischen Beziehungen auf die Schaffung des EWS

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit skizziert die Entwicklung vom internationalen Währungssystem von Bretton Woods bis hin zum Europäischen Währungssystem (EWS), um die Schwierigkeiten und Einflussfaktoren der währungspolitischen Zusammenarbeit in Europa zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das deutsch-französische Verhältnis sowie die persönliche Zusammenarbeit zwischen Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing den Schaffensprozess und die Stabilität des Systems beeinflusst haben.

  • Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems und die Folgen für Europa
  • Währungskrisen der 1970er Jahre und deren Auswirkungen auf die EG
  • Evolutionsgeschichte von Werner-Plan über Währungsschlange zum EWS
  • Struktur, Funktion und Zielsetzung des Europäischen Währungssystems
  • Die Rolle der deutsch-französischen Gipfeldiplomatie als Integrationsmotor

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundlagen des Systems

Nachdem der Goldstandard, welcher bis zum Ersten Weltkrieg als internationales Währungssystem fungierte, in der Folge der Sterlingkrise von 1931 endgültig seine Funktion als ein globales monetäres System verlor, suchte man noch während des Zweiten Weltkrieges nach einem alternativen globalen Währungssystem. In einer Konferenz im US-amerikanischen Bretton Woods, an der Vertreter aus 44 Nationen beteiligt waren, wurden am 22.7.1944 die Grundlagen für ein solches neues Weltwährungssystem gelegt, welches den Goldstandard ersetzen sollte. Als Alternative sollte eine Gold-Devisen-Basis aus dem neu geschaffenen internationalen Währungsfond dienen. Der internationale Währungsfond sollte zudem für notleidende Währungen zur Verfügung stehen und etwaige entstehende Ungleichgewichte zwischen den verschiedenen Währungen ausgleichen. Als Leitwährung wurde der US-Dollar gewählt, das heißt, dass die Währungen der übrigen Mitgliedsstaaten an den US-Dollar gekoppelt wurden. Die Zentralbank der Vereinigten Staaten verpflichtete sich innerhalb des Abkommens, die US-Dollarbestände der Mitgliedsstaaten jederzeit in Gold für 35 Dollar je Feinunze umzutauschen. Diese Konvertibilität war im vorherigen Goldstandard automatisch gewährleistet, wenn die beteiligten Währungen Goldumlaufswährungen waren.

Das Abkommen von Bretton Woods beinhaltete die Articles of Agreement. Diese stellten einen Kompromiss zwischen den Vorschlägen der Briten und denen der US-Amerikaner dar. Die Vorteile des Goldstandards, welche in einer Stabilität der Wechselkurse und einem gewissen Schutz vor einer Inflation bestanden, sollten in dem neuen System mit den Vorteilen flexibler Wechselkurse, die sich wiederum in der Existenz einer eigenständigen nationalen Wirtschaftspolitik und dem Schutz vor internationalen Konjunkturschwankungen zeigten, verknüpft werden. Ein weiteres Novum war die Schaffung der Weltbank (internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), die vor allem für den Wiederaufbau Europas nach dem Ende des Krieges genutzt werden sollte. Das Abkommen von Bretton Woods trat nach der Konferenz 1944 in Kraft und definierte eine globale Währungsordnung, die bis zu ihrem Zusammenbruch 1971 fortwährend und ohne besondere Erschütterungen bestand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der europäischen Währungsintegration und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich des EWS.

2. Das Bretton-Woods-System: Darstellung der historischen Grundlagen des globalen Finanzsystems und der systeminternen Ursachen für dessen Zusammenbruch.

3. Ursachen für die Währungskrise in Europa in den 70er Jahren: Analyse der globalen wirtschaftlichen Belastungen, wie der Ölkrisen, die Europa zu einer neuen währungspolitischen Orientierung zwangen.

4. Maßnahmen für die Errichtung eines Währungssystems innerhalb der Europäischen Gemeinschaften: Untersuchung früherer Lösungsansätze wie dem Werner-Plan und der Währungsschlange als Vorläufer des EWS.

5. Die Schaffung des EWS: Erörterung der Voraussetzungen, Funktionen und der spezifischen Struktur des neu geschaffenen Europäischen Währungssystems.

6. Beurteilung des EWS als politische Maßnahme im Kontext der deutsch-französischen Beziehungen: Historische Einordnung des EWS und Analyse des Einflusses der persönlichen Zusammenarbeit zwischen Schmidt und Giscard.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des EWS als Stützpfeiler der europäischen Integration und der Bedeutung der deutsch-französischen Achse.

Schlüsselwörter

Europäisches Währungssystem, EWS, Bretton-Woods-System, Helmut Schmidt, Valéry Giscard d’Estaing, Währungsschlange, Werner-Plan, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Wechselkurse, deutsch-französische Beziehungen, Stabilität, Währungsintegration, ECU, Ölkrise, Goldstandard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung des Europäischen Währungssystems (EWS) in den 1970er Jahren und dessen Bedeutung als Vorläufer für eine stabile europäische Währungspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Krise des Bretton-Woods-Systems, die europäische Suche nach Währungsstabilität durch den Werner-Plan und die Währungsschlange sowie der Einfluss der politischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der währungspolitischen Zusammenarbeit in Europa aufzuzeigen und zu untersuchen, inwiefern das deutsch-französische Tandem aus Schmidt und Giscard maßgeblich zur Etablierung des EWS beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Quellen, Fachliteratur und Zeitzeugenberichten (insbesondere den Bilanzen von Helmut Schmidt), um den politischen Schaffensprozess des EWS nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Bretton-Woods-Systems, die verschiedenen europäischen Versuche zur Währungsstabilisierung, die spezifischen Voraussetzungen und Strukturen des EWS sowie eine Bewertung im Kontext der deutsch-französischen Beziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Währungsintegration, Stabilitätsbewusstsein, Gipfeldiplomatie, ökonomische Konvergenz und die deutsch-französische Schicksalsgemeinschaft.

Warum konnte der Werner-Plan nicht erfolgreich umgesetzt werden?

Der Werner-Plan scheiterte primär an den destabilisierenden Einflüssen der globalen Wirtschaftskrisen, insbesondere dem Zusammenbruch von Bretton Woods und dem gestiegenen Inflationsdruck sowie den unterschiedlichen ökonomischen Ansätzen der EG-Staaten.

Welche Rolle spielte die persönliche Freundschaft zwischen Schmidt und Giscard?

Sie gilt als entscheidender Katalysator ("Motor"), da sie durch regelmäßige Gipfeldiplomatie und ein hohes Vertrauensverhältnis auch bei internen Widerständen in beiden Ländern eine gemeinsame, konsensuale währungspolitische Linie durchsetzen konnten.

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Details

Title
Die Schaffung des Europäischen Währungssystems EWS in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Schmidt und Giscard
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Grade
1,5
Author
Michel Stark (Author)
Publication Year
2009
Pages
25
Catalog Number
V194195
ISBN (eBook)
9783656195979
ISBN (Book)
9783656198147
Language
German
Tags
Helmut Schmidt Giscard Europa EWS Europäisches Währungssystem Vorläufer Euro
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michel Stark (Author), 2009, Die Schaffung des Europäischen Währungssystems EWS in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Schmidt und Giscard, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194195
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