Tag ein Tag aus sorgt die Internetplattform Wikileaks für Schlagzeilen. Ent-weder generiert sie das Interesse selbst durch etwaige interne Konflikte oder die Betreiber künden die nächste Informationsflut an geheimen und brisanten Daten an. So oder so. Die Website ist gut besucht. Mehr als nur das. Täglich treiben sich tausende auf ihr herum und haben Teil an nahezu unverständlichen geheimen Botschaften, die in Militärsprache ungefiltert veröffentlicht werden.
Auf die wehenden Fahnen haben sich die Betreiber der wohl bekanntesten Whistleblowerplattform, dass sie Transparenz schaffen möchten. Durchsich-tigkeit in allen Bereichen, innenpolitisch und außenpolitisch, national und international, wirtschaftlich und kulturell.
Auf welche Art und Weise das Julian Assange, Sprecher von Wikileaks und eine Anhänger tun und wieso sich diese Menschen zu jeder erdenklichen Gelegenheit der Presse zuwenden soll nachfolgend geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärungen
2.1 Journalismus
2.2 Pressekodex
2.3 Moral
2.4 Ethik
2.5 Wikileaks
2.6 Whisteblower
3 Was ist Journalismus?
3.1 Hintergründe
3.2 Die Arbeit
3.2.1 Der Zeitdruck
3.2.2 Die Informationsflut
3.3 Ethik und Moral – Der Pressekodex
4 Wikileaks
4.1 Wikileaks und Journalismus
4.1.1 Informationsbeschaffung
4.1.2 Die Verifizierung bei Wikileaks
4.2 Kritik an der Arbeit
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken der Internetplattform Wikileaks im Kontext des modernen Enthüllungsjournalismus, analysiert die angewandten Methoden der Informationsbeschaffung und vergleicht diese kritisch mit journalistischen Standards und ethischen Richtlinien.
- Grundlagen des modernen Journalismus und der journalistischen Ethik
- Die Rolle von Wikileaks als Whistleblower-Plattform
- Herausforderungen durch Zeitdruck und Informationsflut in Redaktionen
- Kritische Analyse der Verifizierungsprozesse bei Wikileaks
- Vergleich zwischen traditionellen Medienhäusern und neuen digitalen Enthüllungsformaten
Auszug aus dem Buch
4 Wikileaks
Wikileaks hat sich zu Aufgabe gemacht, geheime Informationen zu veröffentlichen und Plattform für diejenigen zu sein, die diese ans Tageslicht bringen möchten. Vollständige informelle Transparenz sei das höchste gut und absolut erstrebenswert, erklärt Wikileaksinsider Gavin MacFadyen und enger Freund von Julian Assange dem, Kopf und Sprecher von Wikileaks. Auf die Frage, „ob er durch seine radikalen Veröffentlichungen nicht irgendwann Blut an den Händen haben wird und ob er mit 1000 geheimen Berichten nicht auch Terroristen wie den Taliban in die Hände spielt?“ antwortet Assange, glücklich sei er über einen solchen Verlauf der Dinge selbstverständlich nicht, wenn man so etwas vermeiden könnte. Wenn es jedoch darum ginge, eine sehr wertvolle Information ungeprüft zu veröffentlichen oder die Alternative wäre das nicht zu tun, würde er sich klar für die Veröffentlichung entscheiden. Schließlich könnten mit der Veröffentlichung 10.000e Menschenleben gerettet werden und laut Pentagon sei bisher noch niemand durch die Veröffentlichungen getötet worden. Transparenz sei Assange scheinbar das wichtigste fährt der Sprecher daraufhin fort.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die mediale Relevanz von Wikileaks als Whistleblower-Plattform und formuliert die grundlegenden Fragestellungen zur Transparenzbestrebung und Arbeitsweise der Akteure.
2 Begriffserklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Journalismus, Pressekodex, Moral, Ethik, Wikileaks und Whistleblower, um eine gemeinsame begriffliche Basis für die Analyse zu schaffen.
3 Was ist Journalismus?: Beleuchtung der Arbeitsweise von Journalisten unter dem Druck von knappen Zeitressourcen und Informationsüberflutung sowie die Einordnung ethischer Standards wie dem Pressekodex.
4 Wikileaks: Analyse der Plattform hinsichtlich ihrer Informationsbeschaffung, der internen Verifizierungsmethoden und der Kritik an der "Bulldozer-Politik" des unselektierten Publizierens.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Wikileaks zwar erfolgreich Themen platziert, aber aufgrund fehlender journalistischer Ressourcen und systematischer Grundsätze weiterhin eine ergänzende Rolle gegenüber klassischen Medien einnimmt.
Schlüsselwörter
Wikileaks, Journalismus, Whistleblower, Pressekodex, Transparenz, Informationsflut, Recherche, Ethik, Enthüllungsjournalismus, Julian Assange, Zeitdruck, Verifizierung, Medienmanagement, digitale Medien, Informationsbeschaffung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Rolle von Wikileaks innerhalb des digitalen Enthüllungsjournalismus und analysiert, inwieweit die Plattform journalistische Standards bei der Informationsbeschaffung und Verifizierung einhält.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition journalistischer Ethik und Moral, die Auswirkungen von Zeitdruck und Informationsmassen auf die Medienarbeit sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise von Wikileaks.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich Wikileaks als Transparenz-Plattform in den Journalismus einordnet und ob das Handeln der Betreiber mit journalistischen Grundsätzen vereinbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich um eine Literatur- und Quellenanalyse, die durch den Vergleich von journalistischen Leitlinien mit den tatsächlichen Veröffentlichungspraktiken von Wikileaks vorgenommen wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?
Der Hauptteil analysiert die Definitionen grundlegender Begriffe, die alltäglichen Belastungen im Journalismus und die spezifischen Prozesse bei Wikileaks, wie etwa die anonyme Beschaffung und die Verifizierung sensibler Dokumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?
Die zentralen Begriffe sind Wikileaks, Enthüllungsjournalismus, Whistleblowing, journalistische Ethik, Transparenz und Medienmanagement.
Wie bewertet der Autor die Verifizierungsmethoden bei Wikileaks?
Der Autor stellt fest, dass die Überprüfung oft nur auf faktischer Ebene stattfindet, während ethische Folgen einer Veröffentlichung für Betroffene aufgrund knapper Ressourcen häufig außer Acht gelassen werden.
Welche Kritik äußert die Arbeit an der Transparenz-Strategie von Wikileaks?
Kritisiert wird insbesondere die "Bulldozer-Politik" von Julian Assange, die das ungefilterte Veröffentlichen aller Daten als Selbstzweck verfolgt, sowie die zunehmende Intransparenz der Plattform bei der Auswahl ihrer Medienpartner.
Warum spielt Wikileaks laut Fazit des Autors nur eine "zweite Geige"?
Aufgrund mangelnder Ressourcen zur professionellen Aufbereitung und fehlender Einhaltung journalistischer Standards fungiert Wikileaks primär als Informationsquelle, die den klassischen Medien zuarbeitet, anstatt diese zu ersetzen.
Wie steht die Arbeit zum Thema Pressekodex in Bezug auf Wikileaks?
Die Arbeit betont, dass exklusive Partnerschaften und der Umgang mit sensiblen Daten bei Wikileaks in Konflikt mit den Richtlinien des Pressekodex stehen, was zu Beschwerden beim Deutschen Presserat geführt hat.
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- Luca Leicht (Author), 2011, Wikileaks - Hintergründe im digitalen Enthüllungsjournalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194188