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Praxisbericht - Jugendamt (ASD)

Title: Praxisbericht - Jugendamt (ASD)

Internship Report , 2012 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Bärwald (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Als Student der Fachhochschule Nordhausen und des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Sozialwesen ist im 5. Studiensemester ein 22-wöchiges berufsorientierendes Praktikum vorgesehen, welches ich vom 05.09.2011 bis 03.02.2012 im Jugendamt des Landkreises XXX in der Außenstelle XXX absolvierte.
„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ (§ 1 Abs. 1 SGB VIII)
Dieser erste Satz im SGB VIII garantiert jungen Menschen ihr Recht auf Erziehung. Wie dieser Rechtsanspruch in der Praxis umgesetzt wird, war ich gewillt herauszufinden.
Mein persönliches Interesse an das Praktikum war es, mir möglichst viel neues Wissen anzueignen, mir hilfreiche Praktiken meiner Anleiterin für meine spätere berufliche Praxis abzuschauen und einen breitgefächerten Einblick in verschiedene Arbeitsfelder, Institutionen und Methoden der Sozialen Arbeit zu erhalten. Da das Jugendamt mit vielen verschiedenen Einrichtungen, Trägern und Professionen kooperieren muss und auch soziale, einzelfallbezogene Netzwerkarbeit leistet, so war ich sehr zuversichtlich und gespannt, dass das Praktikum sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich werden wird. Primär war ich im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) tätig, in dem meine sehr erfahrene und kompetente Anleiterin seit über 20 Jahren arbeitet. Ebenfalls sehr bedeutend für mich war es, möglichst viele verschiedene und vielschichtige Fälle und Problemlagen des Klientel kennenzulernen, um in der eigenen beruflichen Praxis etwas vorbereiteter zu sein, das Kernproblem auf Grund bereits gemachter Erfahrungen schneller identifizieren zu können, dadurch schneller und effektiver zu intervenieren, um die richtige Hilfe und einen individuellen Hilfeplan anbieten zu können.
Mich interessierte auch das Spannungsfeld zwischen Mensch und Bürokratie. So wollte ich herausfinden, ob durch den hohen bürokratisch-dokumentativen Arbeitsaufwand eines Jugendamtes, der hilfebedürftige Mensch in seiner Ohnmacht wirklich im Fokus der Arbeit steht, oder ob er mit seinen oft multiplen Problemen einfach „abgefertigt“ wird, wie am Mc Drive bei Mc Donalds, da viele Ämter mit diesem Klischee behaftet sind.
Ein weiterer interessanter Punkt war es zu erleben, ob, und wenn ja, wie groß die Kluft zwischen Theorie und Praxis wirklich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Institutionsbeschreibung

2.1 Strukturen des Jugendamtes

2.2 Aufgabenstruktur und Zielsetzung des Jugendamtes

2.3 MitarbeiterInnenstruktur

2.4 Adressaten des Jugendamtes

2.5 Rechtliche Grundlagen und Finanzierung

3. Arbeitsfeld

3.1 Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD)

3.2 Methoden, Instrumente und Arbeitsprinzipien

3.2.1 Das Verfahren der Hilfeplanung

4. Beschreibung der Tätigkeiten

5. Reflexion

5.1 Fallbeschreibung

5.2 Reflexion des Fallbeispiels

5.3 Kompetenzerwerb

5.4 Schwierige Situationen

5.5 Wahrnehmung von Theorie und Praxis

5.6 Kritik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit dokumentiert die Erfahrungen eines 22-wöchigen berufsorientierenden Praktikums im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) eines Jugendamtes. Ziel ist es, den Rechtsanspruch auf Förderung junger Menschen in der praktischen Anwendung zu untersuchen, das Spannungsfeld zwischen bürokratischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Klienten zu reflektieren und die Wirksamkeit theoretischer Konzepte in der komplexen Alltagspraxis zu hinterfragen.

  • Aufgaben und Strukturen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD)
  • Methoden und Instrumente der Fallarbeit und Hilfeplanung
  • Reflexion eines exemplarischen Fallbeispiels mit besonderem Fokus auf Familiendynamiken
  • Analyse der Schnittstellen zwischen Theorie und beruflicher Praxis
  • Kritische Auseinandersetzung mit Fallbelastung und Ressourcenorientierung

Auszug aus dem Buch

5.2 Reflexion des Fallbeispiels

Maik äußerte als Grund für sein Fehlen in der Schule, dass er Angst habe, seine Mutter zu Hause allein zu lassen und das ihr, auf Grund ihrer eigenen Hilfebedürftigkeit, etwas zustößt, da sie schon mehrmals gestürzt sei, als Maik in der Schule war. Maik schien immer sehr bedrückt, in sich gekehrt und wollte von seiner Krankheit nichts mehr wissen, geschweige denn darüber reden. Er wirkte auf mich emotional sehr beladen. Auf der anderen Seite hat Maik, meiner Wahrnehmung nach, mittlerweile auch gelernt, seiner negativ empfundenen Krankheit wenigstens eine positive Sache abzugewinnen. Nämlich, dass er es ganz leicht einrichten kann, nicht zur Schule zu gehen, in dem er seine Krankheit als sogenannten „Freifahrtschein“ benutzt. Durch sein vermehrtes Schwänzen schien er in eine Art festen Trott gekommen zu sein, der ihn antriebslos machte. Im späteren Verlauf des Falles stand auch Mobbingverdacht im Raum, was er aber in unserem vorher geführten Schulgespräch verneinte.

Der Hund wurde in Maiks schwieriger Krankheitsphase aus dem Tierheim geholt. Er hatte, meiner Meinung nach, die Funktion Maik von seiner Krankheit abzulenken, ihm Trost zu spenden und als tierischer Freund zu fungieren. Maik ist auch heute noch sehr auf den Hund fixiert und würde ihn nie weggeben wollen.

In seiner Krankheitsphase entwickelte sich bei Maik ein starkes Lesen von Fantasy-Büchern (z.B. Harry Potter), die er heute noch immer gern liest. Ich denke, dass Maik das Lesen von Fantasy-Büchern in seiner Krankheitsphase wählte, da sie einen an einer eigenen, in sich geschlossenen Welt voller Wunder und Magie teilhaben lassen. So konnte er bis zu einem gewissen Grad aus der Realität flüchten und seine Krankheit für einen Augenblick vergessen, da sie nicht an erster Stelle stand. Ich denke, dass diese Bücher eine sehr wichtige Ressource in Maiks Krankheitsphase waren, ihm Kraft und Halt gaben und das viele Lesen ihn auf den Berufswunsch des Bibliothekars gebracht hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Praktikumssituation sowie der Motivation, den gesetzlichen Auftrag der Jugendhilfe und das Spannungsfeld zwischen Bürokratie und Menschlichkeit zu erkunden.

2. Institutionsbeschreibung: Übersicht über die organisatorische Struktur des Jugendamtes, das Aufgabenspektrum, die personelle Besetzung sowie die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.

3. Arbeitsfeld: Detaillierte Erläuterung des ASD als zentrales Handlungsfeld, der theoretischen Methoden und der spezifischen Anwendung des Hilfeplanverfahrens.

4. Beschreibung der Tätigkeiten: Einblick in den Arbeitsalltag, die hospitierten Aufgabenbereiche und die eigenständige Bearbeitung von Klientenanliegen.

5. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel, dem eigenen Kompetenzerwerb, schwierigen Situationen im Dienst sowie dem Vergleich von erlernter Theorie und erlebter Praxis.

6 Fazit: Resümee über die Zeit im Jugendamt, die Bestätigung der persönlichen Erwartungen und der Ausblick auf die zukünftige berufliche Professionalisierung.

Schlüsselwörter

Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst, ASD, Hilfeplanung, SGB VIII, Kindeswohlgefährdung, Sozialarbeit, Fallreflexion, Familiendynamik, Praxisbericht, Soziale Arbeit, Hilfe zur Erziehung, Kinderschutz, Interventionsmethoden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Bericht?

Der Bericht dokumentiert die berufspraktischen Erfahrungen eines Studierenden der Sozialen Arbeit während eines 22-wöchigen Praktikums im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) eines Jugendamtes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Strukturen der Jugendhilfe, das Verfahren der Hilfeplanung nach SGB VIII, die Arbeit mit Familien in Krisensituationen sowie die Reflexion der eigenen Rolle und professionellen Handlungsmöglichkeiten.

Was war das Ziel des Praktikums?

Ziel war es, zu erfahren, wie der gesetzliche Auftrag der Jugendhilfe in der Praxis umgesetzt wird und wie das Spannungsfeld zwischen bürokratischen Anforderungen und der individuellen Hilfe für Klienten in der Realität bewältigt wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden erwähnt?

Der Autor bezieht sich auf verschiedene theoretische Konzepte, insbesondere den lebensweltorientierten Ansatz, systemtheoretische Techniken wie zirkuläres Fragen und die Anwendung von Interventionsmethoden der Krisenintervention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die institutionellen Rahmenbedingungen, die spezifischen Arbeitsweisen im ASD, die täglichen Aufgabenbereiche des Praktikanten sowie die ausführliche Reflexion eines begleiteten Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Hilfeplanung, Kinderschutz, Soziale Arbeit und Fallreflexion definieren.

Wie geht der Autor mit der Komplexität eines Fallbeispiels um?

Der Autor wählt ein spezifisches Fallbeispiel aus, um die Komplexität und die verworrenen Problemlagen einer Familie aufzuzeigen, und reflektiert dabei die Dynamik zwischen Mutter und Sohn sowie die Schwierigkeiten der Intervention.

Was ist das Ergebnis der kritischen Auseinandersetzung mit dem Jugendamt?

Der Autor kritisiert die hohe Fallbelastung und die oft defizitorientierte Herangehensweise des Systems, plädiert jedoch gleichzeitig für einen stärkeren Fokus auf Ressourcenorientierung und präventive Hilfsangebote.

Welche Bedeutung hat das Hilfeplanverfahren?

Die Hilfeplanung wird als Schlüsselprozess in der Jugendhilfe hervorgehoben, da sie die fachliche Grundlage für Hilfegewährungen bildet und weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen hat.

Warum spielt die Dokumentation eine so große Rolle?

Die Dokumentation ist für die Arbeit im Jugendamt essenziell, um Entscheidungen nachvollziehbar zu gestalten, rechtliche Vorgaben einzuhalten und den Hilfeverlauf bei einer hohen Klientendichte zu steuern.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Praxisbericht - Jugendamt (ASD)
College
University of Applied Sciences Nordhausen
Grade
1,7
Author
Christoph Bärwald (Author)
Publication Year
2012
Pages
28
Catalog Number
V193877
ISBN (eBook)
9783656213369
ISBN (Book)
9783656213666
Language
German
Tags
Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst KSD Allgemeiner Sozialdienst Bezirksarbeit Praxis Praxisbericht Sozialarbeit Sozialpädagogik Reflexion Hilfeplanung Praktikumsbericht Praktikum ASD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Bärwald (Author), 2012, Praxisbericht - Jugendamt (ASD), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193877
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