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"Wir sind Talentsucher und keine Müllsortierer!"

Eine kritische Untersuchung zum Einfluss von Castings-Shows auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Title: "Wir sind Talentsucher und keine Müllsortierer!"

Master's Thesis , 2012 , 131 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Schmees (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

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Summary Excerpt Details

Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar oder Germany‘s next Topmodel haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Dabei wird nicht nur nach Menschen gesucht, die die verheißungsvollen Titel ,Superstars‘, ,Topmodels‘ oder ,Popstars‘ tragen dürfen, sondern ebenso Schauspieler, Magier, Musical-Darsteller, Fußballer, Tänzer, potentielle Kanzler-Kandidaten, Friseure, Mitbewohner sowie Handwerker werden mehr oder weniger regelmäßig öffentlich im Fernsehen gecastet. Casting ist fest verankert im Leben einer ganzen Generation und findet heute sogar auch in Berufswahlverfahren anstelle von Bewerbungsgesprächen statt. Selbstpräsentation scheint alles geworden zu sein. Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit damit Castingshows zu sehen und darüber mit ihren Freunden1 zu diskutieren. Wer hat am Samstag die beste ,Performance‘ abgelegt, welches Möchtegern-Model hat den Catwalk am elegantesten abgeschritten oder welcher der vermeintlichen Sangeskünstler ist denn wohl der niedlichste und welche Sängerin sieht am heißesten aus.
[...]
1 Für eine bessere Lesbarkeit wird in dieser Arbeit vornehmlich das generische Maskulinum verwendet. Wenn es nicht ausdrücklich anders erwähnt wird, sind aber sowohl weibliche als auch männliche Personen gemeint.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

A. Theoretischer Teil

II. Jugend und das Medium Fernsehen

II.1 Jugend und Identitätsbildung

II.2 Der Einfluss von Medien auf Identitätskonstruktion und Selbstbild

II.3 Die Kultivierungshypothese

III. Casting-Shows

III.1 DSDS und GnTm

III.1.1 DSDS

III.1.2 GnTm

III.2 Casting-Shows als Hybridgenre

III.3 Faszination Casting-Show

III.4 Rezeption von Casting-Shows von Kindern und Jugendlichen - Was Heranwachsende aus Casting-Shows lernen.

IV. Star-Kult und Schönheitswahn

IV.1 Die Bedeutung von Stars in der Lebenswelt von Jugendlichen

IV.2 Jugend und Körper, Jugend und Schönheit

V. Zwischenfazit

B. Empirischer Teil

VI. Casting-Show-Rezeption und ihr Einfluss auf Jugendliche. Eine Studie mit Osnabrücker Jugendlichen.

V.1 Methodenwahl

V.2 Beschreibung des Fragebogens

V.3 Ergebnisdarstellung

V.3.1 Soziodemographische Daten der Osnabrücker Jugendlichen

V.3.2 Allgemeine Daten zum Fernsehverhalten der Osnabrücker Jugendlichen

V.3.3 Rezeptionsgrund und Jury-Wahrnehmung

V.3.4 Berufswahl

V.3.5 Schönheitsempfinden

V.3.6 Einschätzung des Realitätsgehaltes von Castingshows

V.4 Interpretation der Ergebnisse

VII. Fazit

C. Anhang

a. Fragebogen

b. Ergebnisse der Umfrage

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht kritisch den Einfluss von Castingshows auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, was die Faszination dieser Formate ausmacht und wie Jugendliche mit den dargestellten Inhalten sowie Rollenvorbildern umgehen.

  • Identitätsbildung und Medienrezeption im Jugendalter
  • Analyse der Formate DSDS und Germany's next Topmodel
  • Starkult, Schönheitsideale und Körperwahrnehmung bei Heranwachsenden
  • Empirische Untersuchung zum Rezeptionsverhalten Osnabrücker Jugendlicher
  • Mediensozialisation und die Wirkung von Fernsehinhalten

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar oder Germany‘s next Topmodel haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Dabei wird nicht nur nach Menschen gesucht, die die verheißungsvollen Titel ,Superstars‘, ,Topmodels‘ oder ,Popstars‘ tragen dürfen, sondern ebenso Schauspieler, Magier, Musical-Darsteller, Fußballer, Tänzer, potentielle Kanzler-Kandidaten, Friseure, Mitbewohner sowie Handwerker werden mehr oder weniger regelmäßig öffentlich im Fernsehen gecastet. Casting ist fest verankert im Leben einer ganzen Generation und findet heute sogar auch in Berufswahlverfahren anstelle von Bewerbungsgesprächen statt. Selbstpräsentation scheint alles geworden zu sein. Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit damit Castingshows zu sehen und darüber mit ihren Freunden zu diskutieren. Wer hat am Samstag die beste ,Performance‘ abgelegt, welches Möchtegern-Model hat den Catwalk am elegantesten abgeschritten oder welcher der vermeintlichen Sangeskünstler ist denn wohl der niedlichste und welche Sängerin sieht am heißesten aus.

Dieter Bohlen und Heidi Klum sind nicht nur Juroren, sondern geben der jeweilige Castingshow durch ihre Jurorentätigkeit ein Gesicht. Hört man Deutschland sucht den Superstar assoziieren viele den Namen Dieter Bohlen, Germany‘s next Topmodel trägt sogar den Zusatz by Heidi Klum. Die Shows kommen somit generell nicht ohne Leit- und Schlüsselfiguren aus, welche als Vorbilder für Kinder und Jugendliche dienen können. Klum und Bohlen stehen allerdings regelmäßig in der Kritik mit ihren Äußerungen im TV schlechten Einfluss auf ihre Zuschauer auszuüben. Insbesondere Dieter Bohlen ist wegen seiner beleidigenden und herablassenden Bewertungen der Kandidaten bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz und Allgegenwärtigkeit von Castingshows ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.

II. Jugend und das Medium Fernsehen: Hier werden theoretische Grundlagen zur Identitätsbildung, die Rolle von Medien und die Kultivierungshypothese im Kontext des jugendlichen Medienkonsums dargelegt.

III. Casting-Shows: Dieses Kapitel analysiert das Format Castingshow als Hybridgenre, beleuchtet die Mechanismen der Inszenierung und diskutiert die Anziehungskraft auf junge Rezipienten.

IV. Star-Kult und Schönheitswahn: Hier wird die Bedeutung von medialen Stars und Schönheitsidealen für die Lebenswelt und das Selbstbild von Jugendlichen erörtert.

V. Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und bereitet den Übergang zum empirischen Teil vor.

VI. Casting-Show-Rezeption und ihr Einfluss auf Jugendliche. Eine Studie mit Osnabrücker Jugendlichen.: Der empirische Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Ergebnisse der Online-Umfrage und deren Interpretation im Vergleich zu bestehenden Studien.

VII. Fazit: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über den Einfluss von Castingshows auf Jugendliche und ordnet diese in den gesellschaftlichen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Castingshows, Identitätsbildung, Medienrezeption, Jugend, Fernsehkonsum, DSDS, Germany's next Topmodel, Körperwahrnehmung, Schönheitsideal, Sozialisation, Vorbilder, Stars, Inszenierung, Realitätsgehalt, Mediensozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch den Einfluss von TV-Castingshows auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Mediennutzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Identitätsentwicklung, Medienrezeption, dem Star-Kult und dem Einfluss von Castingshows auf Schönheitsideale und Körperwahrnehmung.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, was die Faszination an Castingshows ausmacht und inwiefern sich die dort vermittelten Werte und Rollenbilder auf die Rezipienten auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer umfangreichen Theorieanalyse führt die Autorin eine quantitative empirische Studie mittels Online-Fragebogen bei Osnabrücker Jugendlichen durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Mediensozialisation und einen empirischen Teil, der die Rezeptionsgründe und Wirkungen auf das Selbstbild der Befragten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Castingshows, Identitätsbildung, Medienrezeption, Sozialisation, Körperwahrnehmung und Schönheitsideale.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Heidi Klum von der von Dieter Bohlen bei den Jugendlichen?

Während beide Juroren polarisieren, wird Heidi Klum von vielen Jugendlichen eher als Coach und erfolgreiche Geschäftsfrau wahrgenommen, während Dieter Bohlen ambivalent als Unterhalter und Experte, aber auch als herablassend und beleidigend eingeschätzt wird.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Einflusses der Sendungen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein Einfluss von Castingshows auf die Jugendlichen deutlich vorhanden ist, insbesondere bei der Orientierung an Vorbildern, der Leistungsbereitschaft und der teils kritischen Körperwahrnehmung.

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Details

Title
"Wir sind Talentsucher und keine Müllsortierer!"
Subtitle
Eine kritische Untersuchung zum Einfluss von Castings-Shows auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
College
University of Osnabrück  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Nadine Schmees (Author)
Publication Year
2012
Pages
131
Catalog Number
V193602
ISBN (eBook)
9783656185840
ISBN (Book)
9783656303794
Language
German
Tags
talentsucher müllsortierer eine untersuchung einfluss castings-shows entwicklung kindern jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Schmees (Author), 2012, "Wir sind Talentsucher und keine Müllsortierer!", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193602
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