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"Mich rewet Margaretha": Das Schlussgebet des "Ackermann"

Title: "Mich rewet Margaretha": Das Schlussgebet des "Ackermann"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M. A. Stefan Krause (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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„Darvmb clager, hab ere, Tot, syge!“, so lautet das ausgleichende Urteil Gottes, mit dem er dem Streitgespräch ein Ende setzt. Über 32 Kapitel hinweg hat der Kläger, den der Leser bisher nur als „ackerman“ kennen gelernt hat, seinen Widersacher wegen des Dahinscheidens seiner geliebten Frau angegriffen, während sein Gegner, der Tod selbst, jede Schuld von sich wies. Es erscheint nur konsequent, dass nun, nach dem Urteil der höchsten Macht, der Ackermann, der den Disput begann, abschließend eine Möglichkeit zu einer Reaktion erhält. Es ist kein Widerspruch, den der bisher so entschieden argumentierende Witwer äußert, sondern ein Gebet für die Verblichene. So endet das schmale Werk des Johannes von Tepl, „diese[s] eigenartige[…] und einzigartige[…] Werk“, das im Laufe der Zeit und bis in die Gegenwart eine geradezu verblüffend umfangreiche und vielseitige Rezeption und Erforschung erfahren hat.
Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, jenes besondere 34. Kapitel, das Schlussgebet, welches Kiening das „von der Forschung bisher am stärksten vernachlässigte[…] Stück[…] der ‚Ackermann’-Prosa“ genannt hat, einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen, um es in seiner Bedeutung für das Gesamtwerk besser einschätzen und würdigen zu können. Dabei sollen Fragen der Überlieferung ebenso Beachtung finden wie die formale und inhaltliche Gestaltung und letztlich die Einordnung in das Gesamtwerk.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anmerkungen zur Textüberlieferung

3. Aufbau und Inhalt

3.1. Die Überschrift

3.2. Das Akrostichon

3.2.1. Überlieferungsprobleme und Unklarheiten: Das Akrostichon in A und in anderen Textzeugen

3.2.2. Das Akrostichon als Gliederungsmittel: Die zehngliedrige Struktur nach Bertau

3.3. Die Gottesinvokationen

3.3.1. Die Gottesinvokationen als ‚Absolutive’?

3.3.2. Inhaltliche Strukturierung?

3.4. Religiöse Aspekte und die Schwierigkeiten der Interpretation

4. Exkurs: Quellen und Zitate

4.1. Quellentheorien

4.2. Johannes von Tepl und Johann von Neumarkt

5. Das Schlussgebet im Gesamttext

5.1. Wiederaufnahmen

5.2. Das Gebet als Höhepunkt und Abschluss

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 34. Kapitel des „Ackermann“, das Schlussgebet, um dessen formale Gestaltung, inhaltliche Bedeutung und Einordnung in das Gesamtwerk zu klären, wobei insbesondere die Überlieferungsgeschichte sowie der Einfluss von Quellen und zeitgenössischem Umfeld beleuchtet werden.

  • Analyse der Überlieferungsprobleme und des Akrostichons
  • Strukturelle Untersuchung des Schlussgebetes
  • Auseinandersetzung mit Gottesinvokationen und deren Quellen
  • Einordnung des Schlussgebetes als Höhepunkt des Gesamtwerkes

Auszug aus dem Buch

3.2. Das Akrostichon

Anders als der Tod kommt der Ackermann abschließend noch einmal zu Wort. Darüber hinaus werden die bisher verborgenen Namen des Mannes und seiner Frau enthüllt: der Namen des Klägers versteckt sich kunstvoll in dem Akrostichon JOHANNES; den Namen seiner Frau, Margaretha, verrät der Ackermann Gott. Mit diesem Versteckspiel werden die Namen der „zweiten Bedeutungsebene“ zugeordnet, auf der der Autor scheinbare oder wirkliche biografische Angaben verschlüsselt: die Namen, Ort und Zeit des angeblichen oder tatsächlichen Todes, die Tätigkeit des Ackermannes als Dichter. Allerdings war zumindest für die Klärung des Namens des Ackermannes ein geradezu detektivisches Gespür der Forschung nötig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk des Johannes von Tepl ein und definiert das 34. Kapitel als zentrales Forschungsobjekt, dessen Bedeutung für das Gesamtwerk untersucht werden soll.

2. Anmerkungen zur Textüberlieferung: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen der Textkritik und Edition des „Ackermann“ aufgrund der unvollständigen Überlieferungslage.

3. Aufbau und Inhalt: Hier werden die formalen und inhaltlichen Besonderheiten des 34. Kapitels analysiert, inklusive des Akrostichons, der Gottesinvokationen und der religiösen Interpretationsschwierigkeiten.

4. Exkurs: Quellen und Zitate: Dieser Abschnitt diskutiert die möglichen theologischen und literarischen Quellen, die das Schlussgebet beeinflusst haben könnten, sowie die Rolle von Johann von Neumarkt.

5. Das Schlussgebet im Gesamttext: Das Kapitel untersucht die Vernetzung des Schlussgebetes mit dem restlichen Dialog durch Wiederaufnahmen und begründet, warum das Gebet als Höhepunkt und Abschluss fungiert.

6. Schluss: Das abschließende Kapitel resümiert die Untersuchungsergebnisse und betont die Bedeutung des Schlussgebetes als intentionales Kunstwerk.

Schlüsselwörter

Ackermann aus Böhmen, Johannes von Tepl, Schlussgebet, 34. Kapitel, Akrostichon, Gottesinvokationen, Überlieferungsgeschichte, Textkritik, Johann von Neumarkt, mittelalterliche Literatur, Streitgespräch, Litanei, Autorschaft, Jenseits, religiöse Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Analyse des 34. Kapitels von Johannes von Tepls Werk „Der Ackermann“, dem sogenannten Schlussgebet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit untersucht formale Strukturen wie das Akrostichon, die theologischen und literarischen Quellen der Gottesinvokationen sowie die Einordnung des Schlussgebetes in den Kontext des gesamten Dialogs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das von der Forschung bisher stärker vernachlässigte 34. Kapitel in seiner Bedeutung für das Gesamtwerk zu würdigen und die formale sowie inhaltliche Gestaltung besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Analyse, die sich mit Textzeugen, editorischen Problemen, dem Vergleich mit zeitgenössischen Quellen und der Interpretation rhetorischer Mittel auseinandersetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Überlieferungssituation, die zehngliedrige Struktur nach Bertau, die Funktion der Gottesanrufungen sowie die Frage, ob das Werk eine inhaltliche Einheit bildet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ackermann aus Böhmen, Johannes von Tepl, Akrostichon, Schlussgebet, Textüberlieferung und mittelalterliche Literaturtradition.

Welche Rolle spielt das Akrostichon im 34. Kapitel?

Das Akrostichon dient zur Enthüllung der Namen des Klägers („JOHANNES“) und seiner Frau („Margaretha“) und fungiert zugleich als Gliederungsmittel für das Gebet.

Warum wird das Schlussgebet als Höhepunkt betrachtet?

Es wird als Höhepunkt gesehen, weil der Witwer hier den irdischen Verlust akzeptiert, seinen Frieden mit Gott schließt und die Seele seiner Frau in Gottes Obhut empfiehlt.

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Details

Title
"Mich rewet Margaretha": Das Schlussgebet des "Ackermann"
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft)
Course
Hauptseminar "Johannes von Tepl: Der Ackermann"
Grade
1,0
Author
M. A. Stefan Krause (Author)
Publication Year
2009
Pages
28
Catalog Number
V193558
ISBN (eBook)
9783656190127
ISBN (Book)
9783656191384
Language
German
Tags
Johannes von Tepl Johannes von Saaz Johann von Neumarkt Tod Prag Sudetenland Streitgespräch Frühneuhochdeutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Stefan Krause (Author), 2009, "Mich rewet Margaretha": Das Schlussgebet des "Ackermann", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193558
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