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Persönlichkeitsstörungen – Was ist in der Beratung zu beachten?

Title: Persönlichkeitsstörungen   –  Was ist in der Beratung zu beachten?

Term Paper , 2012 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janina Grothe-Baierle (Author)

Psychology - Consulting and Therapy

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Summary Excerpt Details

In der beraterischen Praxis - wie auch im Leben - treffen wir auf verschiedene Menschen, die sich jeweils durch ihre „ganz eigene und unverwechselbare Art und Weise zu denken, zu fühlen,
wahrzunehmen und auf die Außenwelt zu reagieren“ auszeichnen. Die einzigartige Konstellationen von Emotionen, Gedanken und Reaktionen des Individuums bezeichnet man als Persönlichkeit. Eine gesunde Persönlichkeit hilft dem Individuum sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und dabei gestalterisch und selbstbestimmt auf neue Anforderungen zu reagieren. Unter bestimmten psychosozialen und genetischen Bedingungen können Persönlichkeitszüge jedoch starr und unflexibel werden und so zu subjektivem Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Lebensbereichen des Betroffenen führen. Es entstehen Persönlichkeitsstörungen.

Die folgende Ausarbeitung soll zunächst einen Überblick zu grundsätzlichen Kriterien zur Bestimmung und Diagnose von Persönlichkeitsstörungen geben, um dann auf die verschiedenen
Merkmale einzelner Persönlichkeitsstörungen genauer einzugehen.Verschiedene Modelle zur Beschreibung und Erfassung von Persönlichkeitsstörungen werden ebenso vorgestellt wie Erkenntnisse zu psychosozialen und biologischen Hintergründen sowie zur Komorbidität und Mortalität von Persönlichkeitsstörungen. Im Anschluss werden Grenzen und Möglichkeiten der Beratung von Klienten mit Persönlichkeitsstörungen dargestellt und es wird gezeigt, welche
Faktoren eine Rolle spielen damit Beratung - insbesondere mit dieser Zielgruppe - gelingen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Kriterien von Persönlichkeitsstörungen

3. Modelle zur Erfassung von Persönlichkeitsstörungen

3. 1 Klinische Erscheinungsbilder der spezifischen Persönlichkeitsstörungen nach der Klassifikation des DSM-IV

3.1.1 Persönlichkeitsstörungen des Clusters A

3.1.1.1 Paranoide Persönlichkeitsstörung

3.1.1.2 Schizoide Persönlichkeitsstörung

3.1.1.3 Schizotype Störung/ schizotypische Persönlichkeitsstörung

3.1.2 Persönlichkeitsstörungen des Clusters B

3.1.2.1 Dissoziale Persönlichkeitsstörung/ Anti-Soziale Persönlichkeitsstörung

3.1.2.2 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

3.1.2.3 Histrionische Persönlichkeitsstörung

3.1.2.4 Narzisstische Persönlichkeitsstörung

3.1.3 Persönlichkeitsstörungen des Clusters C

3.1.3.1 Anankastische Persönlichkeitsstörung/ Zwanghafte Persönlichkeitsstörung

3.1.3.2 Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung/ Ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung

3.1.3.3 Dependente beziehungsweise abhängige Persönlichkeitsstörung

3.1.3.4 Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung

3.2 Dimensionale Ansätze in der Persönlichkeitsforschung

4. Komorbidität/ "Gleichzeitigkeitsdiagnosen"

5. Mortalität

6. Ätiologie von Persönlichkeitsstörungen

6.1 Biologische Störungsmodelle

6.2 Psychosoziale Faktoren

6.3 Das Vulnerabilität-Stress-Modell

7. Bedeutung von Persönlichkeitsstörungen für die Beratung

7.1 Argumente für eine psychotherapeutische Behandlung

7.2 Möglichkeiten der Beratung

7.3 Wirkfaktoren gelingender Beratung in Verbindung mit Persönlichkeitsstörungen

8. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Persönlichkeitsstörungen im Kontext der psychosozialen Beratung. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das Erleben und Verhalten von Klienten mit Persönlichkeitsstörungen zu entwickeln, um daraus spezifische Anforderungen und Wirkfaktoren für eine gelingende Beratungspraxis abzuleiten und diese von psychotherapeutischen Interventionen abzugrenzen.

  • Grundlegende Kriterien und Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen (DSM-IV/ICD-10)
  • Biologische und psychosoziale Erklärungsmodelle (Vulnerabilität-Stress-Modell)
  • Komorbidität und Mortalitätsrisiken bei Persönlichkeitsstörungen
  • Abgrenzung und Schnittstellen zwischen psychosozialer Beratung und Psychotherapie
  • Wirkfaktoren und professionelle Beziehungsgestaltung in der Beratung

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Paranoide Persönlichkeitsstörung

Die paranoide Persönlichkeitsstörung zeichnet sich nach DSM-IV durch ein „tiefgreifendes Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen” aus, so dass deren Motive als feindselig ausgelegt werden. Gemäß der ICD-10 kann eine paranoide Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden, wenn mindestens vier der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind (vgl. AWMF 2011, S. 8):4

•Überempfindlichkeit bei Rückschlägen und Kritik oder Zurücksetzung,

•Weigerung Beleidigungen, Verletzungen oder Missachtung zu verzeihen und damit verbundener ständiger Groll,

•tiefgreifendes Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen, so dass neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich und verächtlich missdeutet werden,

•ständiger Streit mit anderen Menschen durch beharrliches Bestehen auf den eigenen Rechten,

•häufiges ungerechtfertigte Skepsis gegenüber der sexuellen Treue des Ehe- oder Sexualpartners,

•Neigung zu stark überhöhtem Selbstwertgefühl, welches sich in ständigem Egoismus zeigt,

•Erklärungen von Ereignissen im konkreten Umfeld und in der Welt durch ungerechtfertigte Verschwörungstheorien (vgl. Herpertz&Wenning 2003, S. 60, vgl. Margraf 2009, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Persönlichkeit und beschreibt, wie unter bestimmten Bedingungen Persönlichkeitszüge starr werden und zu Persönlichkeitsstörungen führen können, was die Relevanz einer differenzierten Beratung betont.

2. Allgemeine Kriterien von Persönlichkeitsstörungen: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien gemäß ICD-10, wobei Persönlichkeitsstörungen durch abweichende Erfahrungs- und Verhaltensmuster charakterisiert werden, die soziale und berufliche Beeinträchtigungen zur Folge haben.

3. Modelle zur Erfassung von Persönlichkeitsstörungen: Hier werden kategoriale Diagnosesysteme wie DSM-IV und ICD-10 sowie das Cluster-Modell und dimensionale Ansätze in der Persönlichkeitsforschung vorgestellt.

4. Komorbidität/ "Gleichzeitigkeitsdiagnosen": Das Kapitel thematisiert die Bedeutung von Mehrfachdiagnosen bei Patienten, insbesondere in Kliniken, und deren Einfluss auf den Verlauf von psychischen Störungen.

5. Mortalität: Es wird das erhöhte Suizidrisiko bei bestimmten Persönlichkeitsstörungen wie Borderline oder narzisstischen Störungen diskutiert sowie weitere begünstigende Faktoren analysiert.

6. Ätiologie von Persönlichkeitsstörungen: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Störungen aus biologischer und psychosozialer Sicht und stellt das Vulnerabilität-Stress-Modell als integratives Erklärungsmodell vor.

7. Bedeutung von Persönlichkeitsstörungen für die Beratung: Hier werden Argumente für die Psychotherapie sowie Beratungsmöglichkeiten, Grenzen und Wirkfaktoren gelingender Beratung bei dieser Zielgruppe erörtert.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine genaue Kenntnis über Persönlichkeitsstile und -störungen essenziell für die Beziehungsgestaltung und Problemlösung im Beratungsprozess ist.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsstörungen, Psychosoziale Beratung, DSM-IV, ICD-10, Cluster-Modell, Vulnerabilität-Stress-Modell, Komorbidität, Suizidalität, Ressourcenaktivierung, Beziehungsgestaltung, Affektivität, Impulskontrolle, Ätiologie, Klinische Psychologie, Persönlichkeitsstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Erscheinungsbildern, Ursachen und der diagnostischen Einordnung von Persönlichkeitsstörungen sowie den spezifischen Herausforderungen, die sich für die psychosoziale Beratung im Umgang mit betroffenen Klienten ergeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Klassifikation nach DSM-IV/ICD-10, ätiologische Modelle wie das Vulnerabilität-Stress-Modell, die Komorbidität mit anderen psychischen Erkrankungen sowie die Prinzipien professioneller Beratung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen und Wirkfaktoren für die Beratungspraxis, um Klienten mit Persönlichkeitsstörungen trotz ihrer komplexen Symptomatik professionell begleiten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung klinischer Diagnosesysteme und psychologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Persönlichkeitsstörungen nach Clustern, eine Analyse der biologischen und sozialen Entstehungsursachen sowie eine Erörterung der beraterischen Möglichkeiten und Wirkfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Persönlichkeitsstörungen, psychosoziale Beratung, Vulnerabilität, Komorbidität und Ressourcenorientierung.

Welche Bedeutung hat das Vulnerabilität-Stress-Modell in diesem Kontext?

Das Modell dient dazu, das komplexe Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und psychosozialen Belastungsfaktoren zu erklären, was Beratern hilft, die Hintergründe für krisenhafte Zuspitzungen besser zu verstehen.

Warum ist bei Sozialarbeitern Vorsicht bei der Verwendung der Diagnose „Persönlichkeitsstörung“ geboten?

Wie im Text ausgeführt, sollen Sozialarbeiter Stigmatisierung vermeiden. Daher wird in der Beratung empfohlen, bei Klienten, die die strengen klinischen Kriterien nicht voll erfüllen, eher von einem „markanten persönlichen Stil“ zu sprechen.

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Details

Title
Persönlichkeitsstörungen – Was ist in der Beratung zu beachten?
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Course
Biopsychosoziale Modelle menschlichen Erlebens und Verhaltens
Grade
1,3
Author
Janina Grothe-Baierle (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V193159
ISBN (eBook)
9783656186786
ISBN (Book)
9783656187165
Language
German
Tags
Persönlichkeitsstörung Beratung Soziale Arbeit Psychologie Persönlichkeit ICD10
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Grothe-Baierle (Author), 2012, Persönlichkeitsstörungen – Was ist in der Beratung zu beachten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193159
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