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Polnische Identität

Zur polnischen Selbstwahrnehmung als Christus der Völker

Titel: Polnische Identität

Hausarbeit , 2009 , 9 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Peter Grabowitz (Autor:in)

Politik - Region: Osteuropa

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschreibt den Umstand und die Herkunft der in der polnischen Gesellschaft verbreiteten Wahrnehmung Polens als "Christus der Völker", einer von den Entwicklungen der Geschichte benachteiligten Nation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Fragestellung

II. Deutsche Geschichtswahrnehmung

1. Deutsche Täter – Deutsche Opfer

2. Polen in der deutschen Wahrnehmung

III. Polnische Geschichtswahrnehmung

1. Polnische Identität

2. Widerstand durch Geschichtsschreibung

3. Polnische Leiden – Fremde Leiden

IV. Der Fall Steinbach

V. Fazit

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der polnischen Ablehnung gegenüber dem Bund der Vertriebenen (BdV) und der Person Erika Steinbach im Kontext der Gedenkstätten-Debatte. Ziel ist es, die tieferliegenden, identitätsstiftenden Geschichtsbilder beider Nationen zu analysieren, um das Ausmaß der politischen und gesellschaftlichen Spannungen verständlich zu machen.

  • Analyse der nationalen Identitätsbildung in Polen und Deutschland nach 1945.
  • Untersuchung des "Christus der Völker"-Mythos im polnischen Selbstverständnis.
  • Reflexion über die unterschiedliche Wahrnehmung von Opferschaft und Täterrollen.
  • Bewertung des Konflikts um die Gedenkstätte "Zentrum gegen Vertreibungen".

Auszug aus dem Buch

III. Polnische Geschichtswahrnehmung

Als am 1.September 1939 der Überfall auf Polen begann, hatte dieses seine Unahängigkeit erst vor 20 Jahren wiedererlangt und bereits gegen die Sowjetunion in einem Krieg verteidigt. Zuvor, von 1795 an, war Polen als Nation von der Landkarte verschwunden, aufgeteilt zwischen Russland, Preussen und Österreich. In diesen über 100 Jahren wahrten die Polen dennoch eine nationale Identität mittels Sprache, Konfession, Kultur und historischer Erinnerung. Bis zur echten Unabhängigkeit mussten sie bis fast 200 Jahre nach der Auflösung des polnischen Staates warten. Dabei führte der lange Weg bis zum Jahr 1989 über zahlreiche blutige Schlachten im Rahmen von Kriegen oder Aufständen, Repressalien seitens der Schutzmacht Sowjetunion und insbesondere den deutschen Vernichtungskrieg gegen die polnische Bevölkerung. In dieser Zeit entwickelte sich das polnische Selbstverständnis von Polen als Christus der Völker. Ein regelrechter Martyriumskult entstand, auch verstärkt und genährt durch (schöngeistige) Literatur, innerhalb welcher schon einmal ein Held den Opfertod starb, um eine Schlacht zu gewinnen, auch wenn sein historisches Vorbild durchaus überlebt hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Fragestellung: Diese Einleitung skizziert den Konflikt um die Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen" und die Rolle Erika Steinbachs als Auslöser für eine Grundsatzdebatte.

II. Deutsche Geschichtswahrnehmung: Hier wird der deutsche Umgang mit der Schuld nach 1945 sowie die Wahrnehmung Polens innerhalb der deutschen Perspektive beleuchtet.

III. Polnische Geschichtswahrnehmung: Dieses Kapitel erläutert die historisch gewachsene Identität Polens als "Leidtragende" und die Bedeutung der Geschichtsschreibung als Widerstandsinstrument.

IV. Der Fall Steinbach: Der Abschnitt analysiert, warum Erika Steinbach und das Projekt des BdV in Polen eine derart massive ablehnende Reaktion hervorgerufen haben.

V. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass es im Kern nicht um eine Person geht, sondern um den grundlegenden Streit um Deutungshoheit über die Kriegsgeschichte.

VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Internetverweise.

Schlüsselwörter

Polen, Deutschland, Identität, Geschichtswahrnehmung, BdV, Erika Steinbach, Zentrum gegen Vertreibungen, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Opferrolle, Christus der Völker, Erinnerungskultur, Souveränität, Geschichtsrevisionismus, Martyriumskult.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der polnischen Ablehnung gegenüber dem Bund der Vertriebenen und dem Projekt einer Gedenkstätte für deutsche Vertriebene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die unterschiedlichen nationalen Geschichtsbilder in Polen und Deutschland sowie die daraus resultierenden emotionalen und politischen Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die polnische Ablehnung durch die Analyse tiefsitzender, identitätsstiftender Narrative und Geschichtsbilder verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur und medialen Quellen zur deutsch-polnischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Nachkriegsgeschichte beider Länder, das polnische Selbstverständnis als "Christus der Völker" und den konkreten Konflikt um Erika Steinbach.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identität, Geschichtswahrnehmung, Opferrollen, Souveränität und Erinnerungskultur.

Warum ist das polnische Selbstverständnis als "Christus der Völker" so bedeutsam für den Konflikt?

Dieser Mythos definiert Polen als moralisch Leidenden; eine Gleichsetzung mit deutschen Vertriebenen wird daher als Bedrohung der eigenen Identität wahrgenommen.

Inwieweit spielt Erika Steinbach eine Rolle für das polnische Geschichtsbild?

Sie fungiert in der polnischen Wahrnehmung als Symbol für einen befürchteten Geschichtsrevisionismus, der die Täter-Opfer-Relationen umkehren könnte.

Ist der Konflikt um die Gedenkstätte mittlerweile beigelegt?

Der Text kommt zu dem Schluss, dass die Debatte zwar vorerst abgeebbt scheint, die Grundsatzunterschiede in der Deutungshoheit über Geschichte jedoch bestehen bleiben.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Polnische Identität
Untertitel
Zur polnischen Selbstwahrnehmung als Christus der Völker
Hochschule
Universität zu Köln  (Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik)
Note
1,4
Autor
Peter Grabowitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V192954
ISBN (eBook)
9783656182221
ISBN (Buch)
9783656183518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polen Polnische Identität Erika Steinbach Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Grabowitz (Autor:in), 2009, Polnische Identität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192954
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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