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Der Wandel des Menschenbildes in der Ökonomie

Title: Der Wandel des Menschenbildes in der Ökonomie

Seminar Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thorsten Günthert (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance

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Summary Excerpt Details

„Doch alle sind sie abgewichen, verkommen sind sie, alle miteinander, niemand ist da, der Gutes tut, nicht einmal einer!“
Dieses Zitat aus dem Alten Testament ist eine subjektive Darstellung eines Menschen-bildes. Seit jeher beschäftigen sich Wissenschaftler verschiedenster Fachgebiete mit den Fragen danach, ob der Mensch von Natur aus böse ist, bzw. was die Menschen moti-viert, so zu handeln, wie sie es tun? Um das Handeln und die Verhaltensweisen von Marktteilnehmern zu verstehen, ist es notwendig das reale Verhalten von Individuen zu erforschen und es zu beobachten. Nur dann besteht die Möglichkeit, bestimmte Verhal-tensweisen herauszustellen und Voraussagen zu treffen, wie sich ein Individuum in einer bestimmten Situation verhalten könnte. Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, sich dem Thema Menschenbilder in der Ökonomie zu nähern. Sie soll aufzeigen, wie sich die Ökonomie langsam von den alten rein rational entscheidenden Modellen trennt und einen Wandel zu einer auf verhaltensorientierten Grundsätzen basierenden Ökonomie durchlebt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen

2.1 Definition und Notwendigkeit von Menschenbildern

2.2 Optimistische Menschenbilder in der Ökonomie

2.2.1 Das Menschenbild von Locke

2.2.2 Das Menschenbild von Maslow und McGregor

2.3 Pessimistische Menschenbilder in der Ökonomie

2.3.1 Das Menschenbild von Machiavelli

2.3.2 Das Menschenbild von Smith

2.3.3 Das Menschenbild von Taylor

3 Der Wandel vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans

3.1 Historische Entwicklung des theoretischen Modells

3.2 Kritik am Modell des Homo Oeconomicus und Entwicklung zum Homo Reciprocans

4 Auswirkung des Wandels auf kleine und mittelständische Kreditinstitute

4.1 Der Homo Reciprocans als Grundlage für eine gute Kundenbeziehung

4.2 Homo Reciprocans versus Homo Oeconomicus in der Kreditvergabe

4.3 Bewertung

5 Schlussbetrachtung/Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Wandel ökonomischer Menschenbilder – weg von rein rationalen Modellen hin zu verhaltensorientierten Ansätzen – zu analysieren und deren Auswirkungen, insbesondere auf kleine und mittelständische Kreditinstitute, zu untersuchen.

  • Analyse der Definition und Bedeutung von Menschenbildern in der Ökonomie.
  • Gegenüberstellung optimistischer und pessimistischer Menschenbilder bedeutender Denker wie Locke, Maslow, Machiavelli und Smith.
  • Kritische Würdigung des klassischen Modells des Homo Oeconomicus.
  • Erforschung des Homo Reciprocans als Modell für modernes wirtschaftliches Handeln.
  • Beurteilung der Relevanz dieser Konzepte für eine nachhaltige Kundenbeziehung und die Kreditvergabe.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Das Menschenbild von Machiavelli

Niccolo Machiavelli war ein italienischer Schriftsteller, Staatsmann, Diplomat und Philosoph. Er war als Kanzler in Florenz tätig. Dieses Amt verlor er nach Rückkehr der Medici und dem Sturz der Republik. Machiavelli ging von einem pessimistischen Menschenbild aus. Er beschäftigte sich mit der Frage nach dem Verhältnis von Politik und Moral. Er widersprach der Wertvorstellung, nach denen Herrscher sich an christliche Tugenden halten sollen. Er sprach sich für eine von sittlichen Normen losgelöste Machtpolitik aus (Machiavellismus). In seinem Hauptwerk, „il Principe“ (Der Fürst) beschäftigt er sich mit dem Erhalt politischer Macht. Ein Fürst, der sich behaupten will, müsse auch in der Lage sein nicht gut zu handeln, sofern es notwendig ist.

„Ich wage zu behaupten, dass es sehr nachteilig ist, stets redlich zu sein: aber fromm, treu, menschlich, gottesfürchtig, redlich zu scheinen, ist sehr nützlich. Man muss sein Gemüt so bilden, dass man, wenn es notwendig ist, auch das Gegenteil davon vorbringen könne (…) er muss oft handeln, um seinen Platz zu behaupten, wider Treue, wider Menschenliebe, wider Menschlichkeit, wider Religion. Er muss also einen Geist besitzen, der geschickt ist, sich so, wie es die Winde und abwechselnden Glücksfälle fordern, zu wandeln, und zwar nicht den geraden Weg verlassen, solange man die Macht hat, wohl aber den krummen betreten, wenn es sein muss.“

Machiavelli wollte, dass man den Menschen sieht, wie er seiner Meinung nach ist, und nicht, wie er sein sollte. Er sieht den Menschen als ein im wesentlichen rationales, kalkulierendes und kluges Tier. Dies steht im Gegensatz zu dem in der Antike und im Mittelalter verbreiteten politischen Gemeinschaftsgedanken. Vielmehr entziehe sich der Mensch durch seine Rationalität der Gemeinschaft und verfolge egoistische Absichten. „Wie alle politischen Schriftsteller beweisen und zahlreiche geschichtliche Beispiele bezeugen, muß der Ordner eines Staatswesens und der Gesetzgeber davon ausgehen, daß alle Menschen böse sind und stets ihrer bösen Gemütsart folgen, sobald sie Gelegenheit dazu haben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Menschenbildern ein und legt die methodische Vorgehensweise zur Analyse des Wandels in der ökonomischen Theorie dar.

2 Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt sowie ein Überblick über verschiedene optimistische und pessimistische Menschenbilder von historischen und psychologischen Denkern gegeben.

3 Der Wandel vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der Modelle und arbeitet die Kritikpunkte am klassischen Homo Oeconomicus sowie die Merkmale des Homo Reciprocans heraus.

4 Auswirkung des Wandels auf kleine und mittelständische Kreditinstitute: Die Arbeit analysiert, wie sich die veränderten Menschenbilder auf die Kundenbeziehung und die Kreditvergabepraxis im Finanzsektor auswirken.

5 Schlussbetrachtung/Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass kein einzelnes Modell menschliches Verhalten vollständig erklären kann, der Wandel zu verhaltensorientierten Ansätzen jedoch für ein besseres Verständnis entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Menschenbild, Homo Oeconomicus, Homo Reciprocans, Ökonomie, Verhaltensorientierung, Kundenbeziehung, Kreditinstitute, rationale Entscheidung, Reziprozität, Taylorismus, Nutzenmaximierung, Wirtschaftsmodell, Ethik, Unternehmensführung, Motivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der ökonomischen Sichtweise auf den Menschen, speziell den Übergang vom theoretischen Konstrukt des rein rationalen Homo Oeconomicus hin zu stärker verhaltensorientierten Modellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Menschenbildern, die Gegenüberstellung klassischer Denker (Locke, Hobbes, Maslow, Smith, Taylor), die Kritik am Homo Oeconomicus und die praktische Anwendung auf Banken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Ökonomie von rein rationalen Modellen löst und wie dieser Wandel das Handeln von mittelständischen Kreditinstituten beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse, um die historische Entwicklung von Modellen darzustellen und deren Übertragbarkeit auf die moderne Unternehmenspraxis zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Menschenbilder analysiert, das Modell des Homo Oeconomicus kritisch hinterfragt, der Homo Reciprocans als Alternative vorgestellt und dessen Relevanz für Kundenbeziehungen und Kreditvergabe beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Homo Oeconomicus, Homo Reciprocans, Verhaltensorientierung, Kundenbeziehung, Kreditvergabe und ökonomisches Menschenbild.

Warum ist das Modell des Homo Oeconomicus laut Autor in der Praxis oft unzureichend?

Der Autor argumentiert, dass der Homo Oeconomicus nur auf vollkommener Information basiert und soziale sowie immaterielle Faktoren ignoriert, was in der Realität der Kreditvergabe oft zu Fehleinschätzungen führt.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht der Autor für Kreditinstitute?

Trotz der Bedeutung des Homo Reciprocans in Kundenbeziehungen betont der Autor, dass das Finanzsystem aufgrund methodischen Misstrauens weiterhin auf Sicherheiten angewiesen ist und reine Vertrauensmodelle risikoreich sind.

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Details

Title
Der Wandel des Menschenbildes in der Ökonomie
College
University of applied sciences Frankfurt a. M.
Grade
2,3
Author
Thorsten Günthert (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V192416
ISBN (eBook)
9783656173694
ISBN (Book)
9783656173809
Language
German
Tags
Definition Menschenbild Menschenbild Menschenbilder Locke Maslow McGregor Machiavelli Smith Taylor Homo Reciprocans Homo Oeconomicus KMU kleine mittelständische Unternehmen Kreditinstitut Kreditinstitute Kreditvergabe Homo Oeconomicus versus Homo Reciprocans pessimistische Menschenbilder optimistische Menschenbilder Büttner Greenwood Anreizsystem Heuser Humanomics Kastenholz Koslowski Discorsi Fürst Otremba Rolle Münkler Zimmerli Private Banking
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Günthert (Author), 2011, Der Wandel des Menschenbildes in der Ökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192416
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