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Die logische Einheit des Ich. Eine Untersuchung von Kants Konzeption personaler Identität

Title: Die logische Einheit des Ich. Eine Untersuchung von Kants Konzeption personaler Identität

Exegesis , 2010 , 11 Pages

Autor:in: Radka Tomeckova (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century

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Summary Excerpt Details

Das Selbstverständnis des Menschen als eine Person ist im Alltag unproblematisch. Bei Fragen der Art, wann man mit Recht annehmen darf, dass dieselbe Person bestraft wird, die Jahre zuvor eine Straftat begangen hat, oder, ob man einen Serienmörder für unschuldig erklären sollte, wenn er an einer Persönlichkeitsstörung leidet, muss dagegen zunächst geklärt werden, worin das Personsein des Menschen besteht. In der Theorie ist man also mit der Frage nach der transtemporalen personalen Identität (FPI) konfrontiert: (FPI) Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um von einem X zum Zeitpunkt t1 und von einem Y zum Zeitpunkt t2 sagen zu können, es handele sich um ein und dieselbe Person?
Die FPI ist dabei als eine Erweiterung der Suche nach den wesentlichen Merkmalen der Person zu verstehen – diese Merkmale müssen nämlich in dem Sinne wesentlich sein, dass allein ihr Bestehen über die Zeit hinweg die transtemporale Identität der Person gewährleistet. In der Dissertation möchte ich mich mit Kants Überlegungen auseinandersetzen, die zu der Beantwortung dieser Frage beitragen könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Frage nach der transtemporalen Identität von Personen

1. Die zeitgenössische philosophische Debatte zur personalen Identität

2. Die historischen Wurzeln der zeitgenössischen Debatte

3. Von Locke zu Kant: Die inhaltliche Stoßrichtung des Promotionsvorhabens

4. Die logische Einheit des Ich: Die Fragestellung der geplanten Dissertation

Zielsetzung & Themen

Die Dissertation untersucht die Konzeption personaler Identität bei Immanuel Kant, mit dem Ziel, diese als eine präzisierte, nicht-substantielle Alternative zu den klassischen Identitätstheorien (insbesondere Locke) zu etablieren. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern die Einheit des „logischen Ich“ durch die Synthesisaktivität eine Antwort auf die transtemporale Identität von Personen bietet und wie sich diese Kantianische Perspektive systematisch in die zeitgenössische analytische Debatte integrieren lässt.

  • Kritische Analyse zeitgenössischer Identitätskriterien (psychologisch vs. physisch).
  • Rekonstruktion einer Kantianischen Theorie personaler Identität (1K).
  • Differenzierung zwischen noumenalem, phaenomenalem und logischem Ich.
  • Die Rolle der Synthesisaktivität als Bedingung für die Kontinuität des Bewusstseins.
  • Vergleich und Einordnung von Kants Position im Kontext von John Lockes Identitätslehre.

Auszug aus dem Buch

Die zeitgenössische philosophische Debatte zur personalen Identität

Für die zeitgenössische Diskussion personaler Identität ist die Kontroverse zwischen dem psychologischen und physiologischen Ansatz am bedeutendsten. Laut dem psychologischen Kriterium (1) ist für das Personsein wesentlich, dass es gewisse Verknüpfungen zwischen einzelnen mentalen Zuständen des Individuums gibt: Ein X zum Zeitpunkt t1 und Y zum Zeitpunkt t2 sind genau dann ein und dieselbe Person, wenn es zwischen ihnen eine ununterbrochene Kette von mentalen Zuständen gibt.

Es wird dann weiter diskutiert, wie genau diese ununterbrochene Kette vorzustellen ist. In sog. memory theories wird (1) als Gedächtniskriterium (1*) spezifiziert, indem angenommen wird, dass die Verknüpfung mentaler Zustände auf der Fähigkeit des Sich-Erinnerns beruht: Ein X zum Zeitpunkt t1 und Y zum Zeitpunkt t2 sind genau dann ein und dieselbe Person, wenn es zwischen ihnen eine ununterbrochene Kette von mentalen Zuständen gibt, die darin besteht, dass sich Y an X bzw. Xs mentale Zustände (aus der Ersten-Person-Perspektive) erinnert.

(1*) löst jedoch eine starke Kritikwelle aus. Ins Spiel kommt das Problem des Vergessens: Sind X und Z zwei Personen, nur weil Z vergessen hat, was genau X morgens beim Frühstück gedacht hat? Als Verschärfung dieses Kritikansatzes wurde das Transitivitätsproblem von Berkeley oder Reid formuliert: „(...) a man may be, and at the same time not be, the person that did a particular action.“ (Reid II, S.115) Wenn ich (X) morgens beim Frühstück an mein Exposé dachte und mich (Y) daran nun beim Schreiben des Exposés erinnern kann, bin ich laut (1*) dieselbe Person (X=Y). Gegeben ich (Z) werde mich abends an das Schreiben erinnern, werde ich dann mit meinem jetzigen Ich als Person identisch sein (Y=Z). Habe ich jedoch inzwischen vergessen, woran ich morgens gedacht habe, bin ich (1*) zufolge nicht mehr dieselbe Person wie morgens (X≠Z), was im Widerspruch zur Transitivität der Identitätsbeziehung steht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Frage nach der transtemporalen Identität von Personen: Einführung in die Fragestellung nach der transtemporalen Identität von Personen (FPI) und Skizzierung der theoretischen Ausgangslage.

1. Die zeitgenössische philosophische Debatte zur personalen Identität: Darstellung der Kontroverse zwischen psychologischen und physiologischen Ansätzen sowie die Problematisierung des Gedächtniskriteriums.

2. Die historischen Wurzeln der zeitgenössischen Debatte: Historische Herleitung der Debatte ausgehend von John Lockes Identitätskapitel im Essay und der frühen Kritik durch Zeitgenossen.

3. Von Locke zu Kant: Die inhaltliche Stoßrichtung des Promotionsvorhabens: Begründung der Forschungslücke bezüglich Kants Beitrag zur personalen Identität und der Notwendigkeit einer Rekonstruktion (1K).

4. Die logische Einheit des Ich: Die Fragestellung der geplanten Dissertation: Konkretisierung der zentralen These, dass die Kantianische Person als logisches Ich zu verstehen ist, und Formulierung der detaillierten Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Personale Identität, Kant, Locke, Logisches Ich, Synthesisaktivität, Psychological Continuity, Bewusstsein, Transtemporale Identität, Noumenon, Phaenomenon, Transzendentale Deduktion, Paralogismen, Selbstkonzeption, Identitätsbewusstsein, Analytische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Frage nach der transtemporalen Identität von Personen, also den Bedingungen, unter denen ein Individuum über Zeit hinweg als ein und dieselbe Person identifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die kritische Auseinandersetzung mit modernen Kriterien personaler Identität, die historische Wurzel bei John Locke sowie die Rekonstruktion einer Kantianischen Theorie personaler Identität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Kant eine präzise und philosophisch anspruchsvolle Konzeption personaler Identität besitzt, die auf der Synthesisaktivität des logischen Ich basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die historische Textanalyse von Kants Hauptwerken (insbesondere der Kritik der reinen Vernunft) in Verbindung mit systematischer Philosophie, um eine neue Rekonstruktion (1K) zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Dissertation behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Interpretation des „logischen Ich“, der Abgrenzung zu noumenalen und phaenomenalen Ich-Begriffen sowie dem Vergleich mit Lockes psychologischem Identitätskriterium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie personale Identität, Synthesisaktivität, logisches Ich, transzendentaler Idealismus und Bewusstseinskontinuität charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen logischem und noumenalem Ich für die Arbeit so wichtig?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da die Autorin argumentiert, dass eine Antwort auf die Identitätsfrage nur möglich ist, wenn man die Person nicht als reales, unerkennbares noumenales Subjekt, sondern als logisches Ich begreift.

Inwiefern unterscheidet sich die hier vorgeschlagene Kant-Interpretation von bisherigen Ansichten?

Bisherige Interpretationen ordnen Kant oft als Vertreter einer physischen Identitätstheorie ein oder sehen in der Debatte eine Sackgasse; die Autorin hingegen schlägt vor, Kant als „Lockeaner“ zu lesen, der Lockes Ansatz durch das Modell der Synthesis präzisiert.

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Details

Title
Die logische Einheit des Ich. Eine Untersuchung von Kants Konzeption personaler Identität
College
Humboldt-University of Berlin
Author
Radka Tomeckova (Author)
Publication Year
2010
Pages
11
Catalog Number
V192332
ISBN (eBook)
9783656172512
ISBN (Book)
9783656632962
Language
German
Tags
einheit eine untersuchung kants konzeption identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Radka Tomeckova (Author), 2010, Die logische Einheit des Ich. Eine Untersuchung von Kants Konzeption personaler Identität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192332
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