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Das Konfliktpotenzial zwischen Minna und Tellheim

Unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten in Gotthold Ephraim Lessings Lustspiel „Minna von Barnhelm, oder Das Soldatenglück“

Title: Das Konfliktpotenzial zwischen Minna und Tellheim

Term Paper , 2012 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Bonk (Author)

Literature - General

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Summary Excerpt Details

Das Lustspiel „Minna von Barnhelm, oder Das Soldatenglück“ des deutschen Dramatikers und Dichters Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahre 1767 war seinerzeit ein äußerst populäres Drama und zählt auch heute noch zum festen Repertoire europäischer Theaterhäuser. Somit handelt es sich hierbei um das älteste deutschsprachige Stück, das noch auf den Bühnen gespielt wird.1 Der Grund für diese erstaunliche Tatsache liegt scheinbar darin, dass sich nicht nur frühere Zuschauer mit den Protagonisten der Komödie identifizieren konnten, sondern auch in unserer modernen, schnelllebigen, globalisierten Welt noch Berührungspunkte mit dem dargestellten Geschehen vorhanden sind. Daher habe ich dieses bedeutende, häufig „als das beste deutsche Lustspiel“2 titulierte Drama ausgewählt. In meiner Hausarbeit möchte ich mich eingehender mit dem Dramentext befassen und dabei vor allem untersuchen, wie die zwischen der Sächsin Minna und ihrem Verlobten, dem Major Tellheim, ausgetragenen Kontroversen aufgebaut sind und wie sich diese erklären lassen. So ist vornehmlich herauszufinden, weshalb sich der männliche Protagonist zunächst vehement gegen eine Vermählung sperrt, obgleich das Fräulein leidenschaftlich darum wirbt, während es sich im zweiten
Teil des Stückes genau andersherum verhält. Nach einer theoretischen Einführung, in der ich skizzenhaft auf das deutsche Lustspiel, wie es von Lessing modifiziert wurde, wie auf die Verbindungen der Komödie zur Aufklärung eingehe, werde ich das Konfliktpotenzial zwischen den Protagonisten sowie das häufig als „Intrige“ bezeichnete Verwirrspiel Minnas um ihre angebliche Enterbung und die Vertauschung der Verlobungsringe näher beleuchten. Schließlich möchte ich analysieren, aus welchen Gründen das Fräulein ihr Spiel nach Einlenken Tellheims nicht abbricht und wie die
Auseinandersetzung des Paares beigelegt wird, bevor sich das Drama zu einem Trauerspiel entwickeln kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Lessingsche Lustspiel

3 Wie die Aufklärung (nicht) in das Lustspiel hineinwirkt

3.1 Der moderne Gedanke der Ehe als Verbindung zweier Liebender

3.2 Die Vernachlässigung des familiären Aspektes in „Minna von Barnhelm“

4 Der Konflikt zwischen den Verlobten und das Verwirrspiel Minnas

4.1 Einseitige Aufhebung der Verlobung

4.2 Kommunikationsverhalten und unterschiedliche Werte

4.3 Minnas „Intrige“: Gründe, Ablauf und Behandlung der Frage, warum sie das Spiel nicht abbricht

4.4 Lösung des Konflikts

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Konfliktpotenzial zwischen Minna von Barnhelm und Major Tellheim in Gotthold Ephraim Lessings Lustspiel. Dabei steht die Analyse im Vordergrund, wie unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten bezüglich Ehe, Ehre und sozialer Verantwortung die Kommunikation der Protagonisten stören und welche zentrale Funktion Minnas Rollenfiktion innerhalb dieser Auseinandersetzung einnimmt.

  • Analyse der aufklärerischen Komödientheorie in Bezug auf „Minna von Barnhelm“.
  • Untersuchung der Differenzen zwischen privater Liebesauffassung und gesellschaftlicher Rechtsinstitution der Ehe.
  • Deutung der „Intrige“ Minnas als Mittel zur Beweisführung ihrer Einzigartigkeit und zur notwendigen Loslösung Tellheims von starren Ehrbegriffen.
  • Kritische Würdigung der Rollenbilder und des Kommunikationsverhaltens beider Protagonisten.

Auszug aus dem Buch

4.3 Minnas „Intrige“: Gründe, Ablauf und Behandlung der Frage, warum sie das Spiel nicht abbricht

Tellheims Brief, den dieser nach dem ersten persönlichen Gespräch an das Fräulein richtet, weil er sich nicht gegen sie durchsetzen konnte und nicht in der Lage war, ihr seine Situation zu schildern, wird von ihr als Liebesbrief interpretiert. Der darin zum Ausdruck kommende, ihrer Meinung nach unnötige Stolz des Soldaten ärgert sie so sehr, dass sie sich zu einer List entschließt, um ihn „ein wenig zu martern“ [III,12] und ihm eine „Lection“ [IV,1] zu erteilen. Rachegelüste spielen hier also durchaus eine Rolle. Doch Minna muss auch zugeben, dass der Gedanke daran, von ihrem Liebsten aufgrund ihres vermeintlichen Unglücks umworben zu werden, ihrer „Eigenliebe“ [ebd.] schmeichelt. Der eigentliche Hauptgrund für ihren Rollentausch scheint jedoch der zu sein, dass die junge Frau versuchen möchte, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und den geliebten Mann von der Richtigkeit ihrer Verbindung zu überzeugen. Auch kann sie, durch das bevormundende Verhalten Tellheims entindividualisiert, durch die vehemente Absage an eine Ehe verdeutlichen, dass sie sehr wohl ihren eigenen Kopf hat und ihr Verlobter ihre Meinung akzeptieren muss. Er soll Minna so lieben, wie sie ist, in all ihrer Einzigartigkeit, und sie nicht bloß auf ihre soziale Komponente reduzieren, was in seinem Verständnis der Ehe begründet ist. Sie möchte ihre Unabhängigkeit beweisen und dem Major vor Augen führen, wie er ihr gegenüber aufgetreten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Lustspiel in den historischen Kontext und definiert die Forschungsfrage, die sich auf das Konfliktpotenzial und die Kommunikationsbarrieren zwischen Minna und Tellheim konzentriert.

2 Das Lessingsche Lustspiel: Dieses Kapitel erläutert Lessings theoretische Abgrenzung zur Typenkomödie Gottscheds und seine Etablierung gemischter Charaktere innerhalb des aufklärerischen Dramas.

3 Wie die Aufklärung (nicht) in das Lustspiel hineinwirkt: Das Kapitel diskutiert den Wandel der Ehe von einer zweckgebundenen Institution zu einer auf Liebe basierenden Verbindung und analysiert, warum die Familie im Stück eine untergeordnete Rolle spielt.

4 Der Konflikt zwischen den Verlobten und das Verwirrspiel Minnas: Dieser Hauptteil seziert die einseitige Auflösung der Verlobung durch Tellheim, die gegensätzlichen Kommunikationsmuster, Minnas listiges Gegenmanöver und die schließliche Auflösung der Spannungen.

5 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass kein eindeutiges "Richtig" oder "Falsch" vorliegt, da beide Charaktere aus subjektiv nachvollziehbaren Motiven handeln, und bewertet die Wirkung von Minnas Rollenfiktion kritisch.

Schlüsselwörter

Minna von Barnhelm, Gotthold Ephraim Lessing, Aufklärung, Lustspiel, Eheverständnis, Ehre, Konfliktpotenzial, Rollenfiktion, Kommunikation, Tellheim, Geschlechterverhältnisse, Dramentheorie, Liebesbeziehung, Sozialkritik, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die inneren und äußeren Konflikte der Protagonisten Minna von Barnhelm und Major Tellheim in Lessings gleichnamigem Lustspiel und untersucht deren unterschiedliche Wertevorstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die aufklärerische Dramentheorie, den Wandel vom Standesdenken zur Liebesheirat sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Wahrnehmung von Ehe und sozialem Ansehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe für das Handeln der Charaktere zu verstehen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Auffassungen von Ehre und Liebe zu den massiven Kommunikationsstörungen im Stück führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse des Dramentextes unter Einbeziehung zahlreicher Sekundärquellen und Interpretationen zur Lessing-Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der einseitigen Verlobungsaufhebung durch Tellheim, das fehlerhafte Kommunikationsverhalten beider Figuren sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Minnas „Intrige“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Minna von Barnhelm, Aufklärung, Ehre, Liebesheirat, Rollenfiktion und Kommunikationsanalyse.

Warum entscheidet sich Minna dazu, Tellheim durch eine „Intrige“ zu täuschen?

Minna möchte Tellheim dazu zwingen, sie nicht mehr als untergeordnetes Objekt seiner Fürsorge oder als bloßen Statusfaktor zu sehen, sondern als eigenständiges, geliebtes Individuum anzuerkennen.

Findet laut der Autorin tatsächlich eine charakterliche Wandlung bei Major Tellheim statt?

Nein, die Autorin argumentiert, dass keine echte Umerziehung stattfindet, sondern dass sich lediglich Tellheims Reaktionsweisen durch die veränderten äußeren Umstände und Minnas Verhalten anpassen, ohne seine tief verwurzelten Prinzipien aufzugeben.

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Details

Title
Das Konfliktpotenzial zwischen Minna und Tellheim
Subtitle
Unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten in Gotthold Ephraim Lessings Lustspiel „Minna von Barnhelm, oder Das Soldatenglück“
College
University of Hagen
Grade
1,3
Author
Stefanie Bonk (Author)
Publication Year
2012
Pages
24
Catalog Number
V192197
ISBN (eBook)
9783656170389
Language
German
Tags
Hausarbeit Lessing Literaturwissenschaft Minna von Barnhelm Konflikt Tellheim Lustspiel Komödie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Bonk (Author), 2012, Das Konfliktpotenzial zwischen Minna und Tellheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192197
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