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Das neue Recht der Existenzvernichtungshaftung

Rechtsdogmatische und ökonomische Analyse von BGHZ 173, 246 – Trihotel

Title: Das neue Recht der Existenzvernichtungshaftung

Seminar Paper , 2010 , 37 Pages , Grade: 16 Punkte (sehr gut)

Autor:in: Philipp Scholz (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law

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Summary Excerpt Details

Am 16. 7. 2007 hat der Bundesgerichtshof (erneut) eine dogmatische Kehrtwendung in der Frage des Gläubigerschutzes in der GmbH infolge rechtsmissbräuchlicher Insolvenzverursachung durch einvernehmlich handelnde oder Alleingesellschafter vollführt. Die nur knapp sechs Jahre zuvor etablierte Durchgriffshaftung wegen existenzvernichtenden Eingriffs wurde mit der „Trihotel“-Entscheidung zur Fallgruppe des § 826 BGB als Haftung gegenüber der GmbH umfunktioniert. Die vorliegende Arbeit legt die normative Begründung für eine außerpositive Gesellschafterhaftung wegen existenzvernichtender Eingriffe dar, analysiert die „Trihotel“-Konzeption zur Existenzvernichtungshaftung tatbestandlich, untersucht sie auf ihre dogmatische Stringenz hin und arbeitet die praktischen Implikationen der Rechtsprechungsänderung heraus. Endlich wird das neue Haftungskonzept im Hinblick auf seine ökonomischen Folgen analysiert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht damit allein die neue Haftungskonzeption des BGH; auf die zahlreichen im Schrifttum entwickelten Ansätze wird in diesem Sinne nur in gebotener Kürze und soweit es für die Betrachtung der neuen Existenzvernichtungshaftung vonnöten ist, eingegangen.

Excerpt


Gliederung

I. Die Haftung für existenzvernichtende Eingriffe

1. Begriff und Begründung

a) Begriff

b) Begründung

2. Die Entwicklung von „Bremer Vulkan“ bis „Trihotel“

II. Das neue Recht: das Haftungsmodell „Trihotel“

1. Tatbestandsvoraussetzungen

a) Existenzvernichtender Eingriff

b) Sittenwidrigkeit

c) Vorsatz

d) Schaden der Gesellschaft

2. Rechtsfolgen

a) Keine Subsidiarität zu §§ 30, 31 GmbHG

b) Schadensersatzanspruch der GmbH

c) Schuldner der Existenzvernichtungshaftung

III. Dogmatischer Rückhalt und Folgen für die Praxis

1. Dogmatischer Rückhalt

a) Allgemeine Bedenken gegen § 826 BGB als Anspruchsgrundlage der Existenzvernichtungshaftung

b) Allgemeine Bedenken gegen eine Konzeption als Innenhaftung auf Schadensersatz

aa) Eigeninteresse der Gesellschaft

bb) Begrenzung des auszugleichenden Vermögensschadens

c) § 826 BGB als alleinige Grundlage einer Innenhaftung

aa) Ausschluss einer Haftung aus § 280 I 1 BGB

bb) Ausschluss einer direkten Außenhaftung aus § 826 BGB

2. Implikationen für die Praxis

a) Haftungsdurchsetzung innerhalb des Insolvenzverfahrens

b) Haftungsdurchsetzung in der masselosen Insolvenz

c) Beweislastproblematik

d) Auswirkungen auf die Geschäftsführerhaftung

e) Behandlung europäischer Scheinauslandsgesellschaften

IV. Diskussion

1. Dogmatik contra Pragmatismus

2. Telos statt Rechtspolitik

3. Telos des § 13 II GmbHG: volkswirtschaftliche Effizienz

4. Ökonomische Analyse der Existenzvernichtungshaftung

a) Ausgangspunkt – Effizienz der Haftungstrennung

b) Rechtfertigung einer Aufhebung der Haftungstrennung

c) Umfang der Aufhebung der Haftungstrennung

d) Begriff des Haftungsdurchgriffs

e) Implikationen für die Beurteilung der Rechtsprechungsänderung zur Existenzvernichtungshaftung – Folgenanalyse

5) Abschließende Beurteilung des „Trihotel“-Konzepts

6) Effizienz und dogmatische Stringenz alternativer Haftungsmodelle

V. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die durch die „Trihotel“-Entscheidung des Bundesgerichtshofs eingeleitete dogmatische Neuausrichtung der Existenzvernichtungshaftung hin zu einer schadensersatzrechtlichen Innenhaftung gemäß § 826 BGB. Ziel ist es, die normative Begründung, die dogmatische Stringenz sowie die ökonomischen Folgen und praktischen Implikationen dieser Rechtsprechungsänderung kritisch zu bewerten.

  • Normative Begründung und dogmatische Einordnung der Haftung gemäß § 826 BGB
  • Analyse der Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen des „Trihotel“-Modells
  • Implikationen der Rechtsprechungsänderung für die Praxis der Haftungsdurchsetzung
  • Ökonomische Folgenanalyse des neuen Haftungskonzepts im Hinblick auf Effizienzkriterien
  • Behandlung europäischer Scheinauslandsgesellschaften im Kontext der neuen Rechtsprechung

Auszug aus dem Buch

3. Die Entwicklung von „Bremer Vulkan“ bis „Trihotel“

Mit der „Bremer Vulkan“-Entscheidung des II. Zivilsenats des BGH wurde die Existenzvernichtungshaftung als eigenständiges Haftungsinstitut Rechtswirklichkeit. Dogmatisch fundiert durch die „KBV“-Entscheidung war dieses Konzept unter teleologischer Reduktion des § 13 II GmbHG wegen Rechtsformmissbrauch als Durchgriffshaftung analog §§ 128, 129 HGB ausgestaltet; dabei aber gegenüber §§ 30, 31 GmbHG subsidiär und mit dem möglichen Einwand rechtmäßigen Alternativverhaltens ausgestattet.

Dieses Haftungskonzept ist in weiten Teilen des Schrifttums auf positive Resonanz gestoßen. Dennoch wurden in der Literatur – im Ergebnis – drei Gegenmodelle herausgearbeitet: (1) eine Haftung als faktischer Geschäftsführer analog § 43 II GmbHG gegenüber der Gesellschaft, (2) eine Haftung nach § 280 I 1 BGB auf Grund einer Pflichtverletzung der Gesellschafter im Innenverhältnis zur GmbH und (3) die Einordnung der Haftung gegenüber den Gläubigern als Fallgruppe des § 826 BGB.

Letztlich hat der II. Zivilsenat mit der „Trihotel“-Entscheidung zwar das Durchgriffskonzept aufgegeben, jedoch einen vierten Weg beschritten: den einer schadensersatzrechtlichen Innenhaftung gegenüber der Gesellschaft gemäß § 826 BGB.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Haftung für existenzvernichtende Eingriffe: Das Kapitel definiert den Begriff der Existenzvernichtungshaftung als Haftung für missbräuchliche Eingriffe in das Gesellschaftsvermögen und erläutert die dogmatische Begründung vor dem Hintergrund des Gläubigerschutzes.

II. Das neue Recht: das Haftungsmodell „Trihotel“: Hier werden die durch die neue Rechtsprechung verankerten Tatbestandsvoraussetzungen (Existenzvernichtung, Sittenwidrigkeit, Vorsatz, Schaden) sowie die entsprechenden Rechtsfolgen einer Innenhaftung analysiert.

III. Dogmatischer Rückhalt und Folgen für die Praxis: Dieser Abschnitt untersucht kritisch die dogmatische Konsistenz der Verortung in § 826 BGB und beleuchtet die praktischen Auswirkungen auf die Haftungsdurchsetzung sowie die Geschäftsführerhaftung.

IV. Diskussion: Das Kapitel bietet eine Diskussion über das Verhältnis von Dogmatik und Pragmatismus, eine ökonomische Analyse des Haftungskonzepts sowie eine Bewertung alternativer Haftungsmodelle hinsichtlich ihrer Effizienz.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Neukonzeption dogmatisch und ergebnisorientiert abzulehnen ist, was den Gesetzgeber zum Handeln auffordert.

Schlüsselwörter

Existenzvernichtungshaftung, Trihotel, GmbH-Recht, Gläubigerschutz, § 826 BGB, Innenhaftung, Durchgriffshaftung, MoMiG, Geschäftsführerhaftung, Insolvenzverursachung, ökonomische Analyse, Schadensersatz, Gesellschaftsvermögen, Rechtsfortbildung, Kapitalerhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der durch den BGH in der „Trihotel“-Entscheidung etablierten Neuausrichtung der Existenzvernichtungshaftung, welche nun als schadensersatzrechtliche Innenhaftung gemäß § 826 BGB ausgestaltet ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentral sind die normative Begründung der Haftung, die dogmatische Stringenz der neuen Konzeption, die Auswirkungen auf die Prozesspraxis sowie die ökonomische Effizienz der Haftungsregeln im GmbH-Recht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu prüfen, ob die neue „Trihotel“-Konzeption dogmatisch überzeugt und ob sie als effizientes Instrument zur Rechtfertigung der beschränkten Haftung der Gesellschafter gegenüber Gläubigern dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die durch eine rechtsökonomische Folgenbetrachtung ergänzt wird, um die Auswirkungen der Rechtsprechungsänderung zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Tatbestandsvoraussetzungen der neuen Haftung, die dogmatische Kritik an der Verortung in § 826 BGB sowie die praktischen Implikationen für Insolvenzverwalter und Gläubiger.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Existenzvernichtungshaftung, Trihotel-Doktrin, Gläubigerschutz, Innenhaftung und ökonomische Analyse des Rechts geprägt.

Warum lehnt der Autor die „Trihotel“-Entscheidung weitgehend ab?

Der Autor kritisiert, dass das neue Modell dogmatisch auf „hölzernen Beinen“ steht und im Ergebnis untauglich ist, eine effiziente Haftungsausgestaltung zu rechtfertigen, da durch das Vorsatzerfordernis die verhaltenssteuernde Wirkung der Haftung entfällt.

Welche Rolle spielt die Insolvenzproblematik für die Argumentation?

Die Arbeit beleuchtet kritisch, dass Gläubiger außerhalb des Insolvenzverfahrens durch den vom BGH verordneten Umweg über Pfändungsbeschlüsse benachteiligt werden, besonders in Fällen masseloser Insolvenzen.

Wie steht der Autor zur Geschäftsführerhaftung im Kontext der neuen Rechtsprechung?

Der Autor merkt an, dass die parallele Entwicklung der Geschäftsführerhaftung gemäß § 64 S. 3 GmbHG zu Wertungswidersprüchen führt und die „Trihotel“-Haftung in ein schwieriges Verhältnis zur Gehilfenhaftung des Geschäftsführers bringt.

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Details

Title
Das neue Recht der Existenzvernichtungshaftung
Subtitle
Rechtsdogmatische und ökonomische Analyse von BGHZ 173, 246 – Trihotel
College
http://www.uni-jena.de/  (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
Course
Seminar zum GmbH-Recht im Wintersemester 2009/2010
Grade
16 Punkte (sehr gut)
Author
Philipp Scholz (Author)
Publication Year
2010
Pages
37
Catalog Number
V192141
ISBN (eBook)
9783656170952
Language
German
Tags
Existenzvernichtungshaftung Trihotel Walter Bayer Jan Lieder ökonomische Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Scholz (Author), 2010, Das neue Recht der Existenzvernichtungshaftung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192141
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