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Die Herausbildung doppelter Perfektbildungen im Deutschen in diachroner Perspektive

Ein Ansatz zur Klärung der Entstehung und Entwicklung von Doppelperfekt und Doppelplusquamperfekt im Indikativ

Title: Die Herausbildung doppelter Perfektbildungen im Deutschen in diachroner Perspektive

Thesis (M.A.) , 2010 , 131 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Cand. M. A. Christine Porath (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Die Beschäftigung mit den doppelten Perfektformen im Deutschen hat in den letzten Jahren in der linguistischen Forschung immer mehr an Interesse gewonnen. Vorrangig ist das Hauptanliegen hier jedoch die synchrone Bedeutung und Funktion von Doppelperfekt und Doppelplusquamperfekt. Eher nebenbei wird auch die Entstehung dieser Formen thematisiert, wobei in vielen Fällen die Bildung auf synchroner Ebene als Grundlage dazu dient. Nur wenige Arbeiten bearbeiten diese Problemstellung tatsächlich aus diachroner Perspektive, noch seltener geschieht dies anhand von historischen Belegen. Erwähnenswert sind hier vor allem die Arbeiten von Buchwald-Wargenau (2010) und Şandor (2008).
Zur Diskussion stehen gerade auch in diesen Untersuchungen hauptsächlich zwei Thesen zur Herausbildung doppelter Perfektformen, die in der Forschung vielfach vertreten wurden: Bezeichnet werde können diese als Präteritumschwundhypothese und Aspekthypothese (Buchwald-Wargenau 2010, 223). Während erstere Hypothese davon ausgeht, dass der Schwund des Präteritums (und im Zuge dessen des Plusquamperfekts) im Oberdeutschen die Ursache dafür war, dass das Doppelperfekt (nicht jedoch das Doppelplusquamperfekt) als Ersatz des einfachen Plusquamperfekts zum Ausdruck von Vorvergangenheit entstanden ist, sieht die Aspekthypothese als Grund die abgeschwächte bzw. geschwundene resultative Aspektkomponente des einfachen grammatikalisierten Perfekts, die dazu geführt hat, dass sich die doppelten Perfektformen herausgebildet haben, um eben diese resultative Aspektualität wieder ausdrücken zu können.
In der Untersuchung von Buchwald-Wargenau (2010, 224ff.) wird jedoch vor allem die Gültigkeit der Präteritumschwundhypothese anhand von historischen Beispielsätzen stark in Zweifel gezogen. Aber auch für die Richtigkeit der Aspekthypothese konnten keine eindeutigen und überzeugenden Belege gefunden werden. Dies macht besonders deutlich, dass eine genauere Untersuchung historischer Belege und ein ausgereifter Theorierahmen zur Beschreibung der Herausbildung der doppelten Perfektbildungen im Deutschen notwendig ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

3 Vorgehensweise

4 Das Doppelperfekt

4.1 Die Funktion des Doppelperfekts Indikativ in der Gegenwartssprache

4.1.1 Das Doppelperfekt als Plusquamperfektersatz

4.1.2 Die Bedeutung ‚abgebrochener Zustand’

4.1.3 Die aspektuelle Bedeutung und die ‚weiter geltende Resultativität’

4.1.4 DPf zur Bezeichnung der „einfachen Vergangenheit“

4.2 Systeminterne Voraussetzung für das DPf: Das einfache Perfekt

4.3 Perfekt, Präteritum und Präteritumschwund

4.4 Analyse der historischen Doppelperfekt-Belege

4.5 Zusammenfassung zum Doppelperfekt

5 Das Doppelplusquamperfekt

5.1 Die Funktion des Doppelplusquamperfekts in der Gegenwartssprache

5.1.1 Die Bedeutung ‚Vor-Vorvergangenheit’

5.1.2 Die Funktion „einfache Vorzeitigkeit“

5.1.3 Die Bedingung „versetzter Referenzpunkt“

5.1.4 „Abgebrochener Zustand“ oder „abgebrochene Vollendung“

5.2 Systeminterne Voraussetzung: Das einfache Plusquamperfekt

5.3 Analyse der historischen Doppelplusquamperfekt-Belege

5.4 Zusammenfassung zum Doppelplusquamperfekt

6 Afinite Doppelformen

6.1 Allgemeines zum Vorkommen afiniter Konstruktionen

6.2 Afinite Doppelformen in der linguistischen Forschung

6.3 Analyse der historischen afiniten Doppelformen

6.4 Zusammenfassung zur afiniten Doppelform

7 Schlussfolgerung

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Entstehung, Entwicklung sowie die synchrone Bedeutung und Funktion von Doppelperfekt- und Doppelplusquamperfektbildungen im Deutschen diachron zu untersuchen und zu erklären. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Ursachen für das Auftreten dieser komplexen Perfektformen, insbesondere im Kontext von Sprachwandelprozessen wie dem Präteritumschwund.

  • Diachrone Untersuchung des Doppelperfekts und Doppelplusquamperfekts
  • Analyse historischer Belege aus dem 15. bis 19. Jahrhundert
  • Überprüfung der Präteritumschwund- und Aspekthypothese
  • Synchroner Vergleich mit der Bedeutung in der Gegenwartssprache
  • Untersuchung von afiniten Doppelformen und deren syntaktischer Funktion

Auszug aus dem Buch

4.4 Analyse der historischen Doppelperfekt-Belege

Insgesamt konnten anhand des Korpus 28 Doppelperfekte (von 38 finiten Doppelformen) mit sein und haben ermittelt werden. Die diachrone Verteilung stellt sich folgendermaßen dar:

Der früheste Beleg stammt demnach aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts:

(13) Item in desem Sexterne sall men vynden die geschychte ind verhandelunge, die van den ghenen, die sych noement van den geslechten, bynnen Coelne vurtzijtz verhandelt haint, darumb dat vplouffe ind mancherleye vngelucke bynnen der Stat van Coelne vntstanden gewest synt. [16]

Es handelt sich hier um ein sein-DPf aus dem Ripuarischen (Wmd.), also gerade nicht aus dem favorisierten Obd. Das doppelte Perfekt steht in einem Nebensatz und ist von einem terminativen bzw. ingressiven Verb gebildet. Aus der beschriebenen Handlungsfolge und den verwendeten Verbformen ergibt sich folgende Zeitstruktur:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der doppelten Perfektbildungen und Zielsetzung der Arbeit.

2 Forschungsstand: Überblick über bisherige linguistische Ansätze und Theorien zur Entstehung und Funktion der untersuchten Formen.

3 Vorgehensweise: Beschreibung der Erstellung der diachronen Belegsammlung und der methodischen Herangehensweise.

4 Das Doppelperfekt: Detaillierte Analyse der Funktion, der systeminternen Voraussetzungen und der historischen Belege für das Doppelperfekt.

5 Das Doppelplusquamperfekt: Untersuchung der Funktionen und der historischen Beleglage speziell für das Doppelplusquamperfekt.

6 Afinite Doppelformen: Analyse der seltener behandelten afiniten Doppelformen und ihres Vorkommens in historischen Texten.

7 Schlussfolgerung: Zusammenführung der Ergebnisse und Einordnung in den theoretischen Kontext des Sprachwandels.

8 Ausblick: Vorschläge für zukünftige Forschungsarbeiten und noch offene Fragen.

Schlüsselwörter

Doppelperfekt, Doppelplusquamperfekt, Sprachwandel, Diachronie, Präteritumschwund, Aspekthypothese, Resultativität, Verbalkomplex, Tempussystem, Partizip II, Grammatikalisierung, Historische Linguistik, afinite Doppelformen, Resultativkonstruktion, Vorzeitigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Magisterarbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der sogenannten doppelten Perfektbildungen (Doppelperfekt und Doppelplusquamperfekt) im Deutschen aus einer diachronen, also historisch-sprachwissenschaftlichen, Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die synchrone Bedeutung und Funktion dieser Formen, deren diachrone Herausbildung sowie der Einfluss von Faktoren wie dem Präteritumschwund und verschiedenen Aktionsarten von Verben auf deren Gebrauch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, warum und wie sich diese doppelten Perfektformen entwickelt haben und welche semantischen oder funktionalen Lücken sie im Tempussystem des Deutschen schließen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse einer selbst erstellten diachronen Belegsammlung, die durch die Durchsicht historischer Korpora (wie dem BFnhdC und GerManC) gewonnen wurde, ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit existierenden Forschungshypothesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Doppelperfekt, das Doppelplusquamperfekt sowie die afiniten Doppelformen in separaten Kapiteln analysiert, unterteilt in ihre synchrone Bedeutung, systeminterne Voraussetzungen und die Analyse historischer Belege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Doppelperfekt, Sprachwandel, Diachronie, Präteritumschwund, Resultativität und Grammatikalisierung aus.

Warum spielt die Aktionsart der Verben eine so wichtige Rolle für diese Arbeit?

Die Analyse zeigt, dass die Bedeutung der Doppelformen oft eng mit der Aktionsart der verwendeten Verben (terminativ vs. durativ) verknüpft ist, was für die Unterscheidung von Zustands- und Vorgangslesarten entscheidend ist.

Welche Bedeutung haben die sogenannten afiniten Doppelformen?

Afinite Doppelformen – bei denen das finite Hilfsverb fehlt – machen einen bedeutenden Teil der Belegsammlung aus. Die Arbeit ordnet sie als elliptische Formen ein, die oft pragmatisch motiviert sind oder der stilistischen Bewahrung der Afinitheit im Nebensatz dienen.

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Details

Title
Die Herausbildung doppelter Perfektbildungen im Deutschen in diachroner Perspektive
Subtitle
Ein Ansatz zur Klärung der Entstehung und Entwicklung von Doppelperfekt und Doppelplusquamperfekt im Indikativ
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Grade
1,1
Author
Cand. M. A. Christine Porath (Author)
Publication Year
2010
Pages
131
Catalog Number
V191930
ISBN (eBook)
9783656167976
ISBN (Book)
9783656168287
Language
German
Tags
Doppelperfekt Perfekt Sprachgeschichte Grammatik Sprachwandel Plusquamperfekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cand. M. A. Christine Porath (Author), 2010, Die Herausbildung doppelter Perfektbildungen im Deutschen in diachroner Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191930
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