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Open your eyes... - für Kultur jenseits des Mainstream!

Title: Open your eyes... - für Kultur jenseits des Mainstream!

Internship Report , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Seehuber (Author)

Communications - Media History

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Summary Excerpt Details

Bereits zu Beginn meines medienwissenschaftlichen Studiums wurde ich durch eine Tutorin
auf das Café Trauma aufmerksam gemacht. Mit soziokulturellen Zentren hatte ich bis dahin
zwar keine Erfahrungen gemacht, dennoch keimten in mir zunächst negative Assoziationen
auf, wobei ich solche Institutionen im Wesentlichen als 'Auffangort' für gesellschaftliche
Randgruppen einstufte. Doch um mein Filmwissen auszubauen, besuchte ich regelmäßig
Vorführungen des Traumakinos, zumal ich mich dafür interessierte, Filmkulturen zu erleben,
die im Mainstream-Programm größerer Kinos ausgeblendet werden. Ich war zunächst über
die organisatorischen Strukturen verwundert, die gemäß des Selbstverständnisses von
soziokulturellen Zentren durch Selbstverwaltung und fehlende Hierarchien geprägt sind. Da
jedem Mitarbeiter - unabhängig von Talent und Vorerfahrung - die Möglichkeit gegeben
wird, seine Vorstellungen von Kultur umzusetzen, konnte ich mir kaum vorstellen, dass
dieses Prinzip erfolgreich praktiziert werden kann. Doch als ich mich während des zweiten
Semesters im Rahmen des Seminars Kulturarbeit und Erwachsenenbildung im Sektor „Film“
u.a. an der Organisation eines im Café Trauma stattfindenden Filmfestivals beteiligte,
verflüchtigten sich meine Bedenken. So wurden in Vorträgen die Funktionsweisen und
Tätigkeitsfelder von (sozio)kultureller Arbeit erläutert; zudem lernte ich die institutionellen
Abläufe des Café Trauma näher kennen und konnte mich davon überzeugen, dass das nichthierarchische
Prinzip größtenteils erfolgreich Anwendung findet.
Trotz des positiven Eindrucks kam es für mich zunächst nicht in Frage, mein
Pflichtpraktikum beim Café Trauma zu absolvieren. Dieses wollte ich vielmehr bei einem
hochkarätigen Unternehmen machen, um meinen Lebenslauf aufzuwerten. Da ich mich seit
jeher für Radio und Fernsehen interessiere, bewarb ich mich bei größeren Sendern und erhielt
von Hit Radio FFH eine Zusage. Doch in der Folgezeit wurde mir von ehemaligen
Praktikanten vermittelt, dass die Arbeitsbedingungen dort nicht zufriedenstellend seien und
hierarchische Strukturen oftmals zur Ausgrenzung von Praktikanten führen. So entwickelte
ich die Idee, mich beim hierarchiefreien Café Trauma zu bewerben, um meine fachlichen und
überfachlichen Qualifikationen in einem weit gefächerten Arbeitsfeld, das die Organisation
von Kino- und Tanzveranstaltungen sowie Konzerten und Vorträgen beinhaltet, adäquat
einsetzen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Einleitung

Kapitel 2: Hauptteil

2.1 Die Praktikumseinrichtung

2.1.1 Das Café Trauma

2.1.2 Das OpenEyes Filmfest

2.2 Tätigkeitsbereiche während des Praktikums

2.2.1 Festivalplanung und -Durchführung

2.2.2 Filmjury und Programmheft

2.2.3 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

2.2.4 Filmverwaltung

2.3 Studium und Praxis: Jenseits des Mainstream

Kapitel 3: Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein medienwissenschaftliches Praktikum im Café Trauma und analysiert die Rolle von soziokulturellen Zentren sowie Filmfestivals als kulturelle Nischen gegenüber einem kommerziell geprägten Mainstream. Dabei wird untersucht, wie theoretische Ansätze der British Cultural Studies in der praktischen Organisation und gesellschaftlichen Verortung solcher alternativen Kultureinrichtungen Anwendung finden und welche Herausforderungen für deren zukünftige Stabilität bestehen.

  • Praktische Abläufe in der Organisation des OpenEyes Filmfests
  • Strukturen und Arbeitsweisen eines soziokulturellen Zentrums
  • Anwendung der British Cultural Studies auf kulturelle Nischen
  • Gesellschaftliche Bedeutung von Filmfestivals
  • Herausforderungen durch wirtschaftlichen Druck auf alternative Kulturformen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das Café Trauma

Das politisch links ausgerichtete soziokulturelle Zentrum Café Trauma wurde 1987 gegründet und war bis 2005 in einem alten Strahlenbunker in der Marburger Robert-Koch-Straße beheimatet, ehe es 2005 in die modernisierten Räumlichkeiten des ehemaligen Gaswerks am Marburger Afföller umzog. Seitdem ist das Café Trauma ein Teil des Kulturzentrums G-Werk, in dem sich noch die künstlerische Produktionsgemeinschaft german stage service und die Kneipe Baari Bar befindet, wobei Letztere vorrangig vom Café Trauma genutzt wird. Hier finden des Öfteren Diskussionsrunden, Fotovorträge und Ausstellungen statt, die meist ergänzend zum regelmäßigen Kulturangebot, das heute Kinoveranstaltungen, das jährlich stattfindende OpenEyes Filmfest (mehr dazu in Kapitel 2.1.2) sowie Lesungen, Konzerte und Tanzveranstaltungen umfasst, angeboten werden.

Letztere dienen dazu, gerade jüngeren Menschen eine Möglichkeit zu geben, ihr Bedürfnis nach Kommunikation und Tanz auszuleben. Die Konzertveranstaltungen fokussieren sich indes nicht auf spezielle Richtungen, vielmehr finden sich im Programm verschiedene musikalische Stile wie Punk und Chanson, Indie, Pop oder Electro. Durch diese breite Ausrichtung erhalten viele Nachwuchsmusiker die Möglichkeit, ihre Stücke einem größeren Publikum vorzustellen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Café Trauma fest in der Marburger Kulturlandschaft, die mit dem KFZ und der Waggonhalle noch zwei weitere soziokulturelle Zentren anbietet, etabliert und prägt mit jährlich mehr als 300 Veranstaltungen sowie etwa 30.000 Besuchern maßgeblich das kulturelle Leben in der Universitätsstadt.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung: Der Autor schildert seine Motivation für das Praktikum im Café Trauma und reflektiert über seine anfänglichen Vorurteile gegenüber soziokulturellen Zentren sowie seine Entwicklung hin zu einer positiven Einschätzung des basisdemokratischen Arbeitsprinzips.

Kapitel 2: Hauptteil: Dieses Kapitel beschreibt detailliert das Café Trauma, das OpenEyes Filmfest und die praktischen Aufgabenbereiche während des Praktikums, wobei die Entwicklung dieser Institutionen in den Kontext der British Cultural Studies gestellt wird.

Kapitel 3: Bilanz: Der Autor zieht ein positives Fazit über die gesammelten Erfahrungen, betont den Mehrwert für seine fachlichen Qualifikationen und diskutiert kritisch die unsichere Zukunft von soziokulturellen Zentren angesichts ökonomischer Zwänge.

Schlüsselwörter

Café Trauma, OpenEyes Filmfest, soziokulturelle Zentren, British Cultural Studies, Medienwissenschaft, Filmfestival, Selbstverwaltung, kulturelle Nische, Kulturpolitik, Marburg, Filmanalyse, Praktikumsbericht, Nachwuchsförderung, Mainstream, alternative Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert ein absolviertes Praktikum im soziokulturellen Zentrum „Café Trauma“ und bettet die Erfahrungen in eine medienwissenschaftliche Analyse der Bedeutung von kulturellen Nischen ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Organisation eines Filmfestivals, das soziokulturelle Engagement im Café Trauma und die theoretische Fundierung durch die British Cultural Studies.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die praktische Arbeit in einer basisdemokratischen Einrichtung darzustellen und diese im Kontext gesellschaftlicher Bedeutung und ökonomischer Überlebensstrategien von Alternativkultur zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor verknüpft seine empirischen Praktikumserfahrungen mit kulturwissenschaftlichen Theorien, insbesondere den British Cultural Studies, um das Spannungsfeld zwischen Mainstream-Kultur und kulturellen Nischen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Café Trauma, das OpenEyes Filmfest und die spezifischen Tätigkeiten des Autors in den Bereichen Festivalplanung, Filmjury, Pressearbeit und Filmverwaltung beschrieben sowie theoretisch kontextualisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Café Trauma, OpenEyes Filmfest, soziokulturelle Zentren, British Cultural Studies und kulturelle Nische.

Welche Herausforderungen bei der Festivalplanung werden konkret genannt?

Der Autor benennt unter anderem die schwierige Sponsorenakquise, die Qualitätssicherung der Filmbeiträge sowie die Herausforderung, als Praktikant trotz fehlender Vorerfahrung Verantwortung in verschiedenen Ressorts zu übernehmen.

Warum sieht der Autor eine „schwierige Zukunft“ für Filmfestivals?

Aufgrund steigender Kosten, sinkender öffentlicher Fördermittel und eines zunehmenden wirtschaftlichen Drucks befürchtet der Autor eine notwendige inhaltliche Anpassung an sponsorentaugliche und damit mainstream-orientierte Formate.

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Details

Title
Open your eyes... - für Kultur jenseits des Mainstream!
College
University of Marburg  (Institut für Medienwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Daniel Seehuber (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V191888
ISBN (Book)
9783656167549
ISBN (eBook)
9783656167693
Language
German
Tags
open kultur mainstream
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Seehuber (Author), 2010, Open your eyes... - für Kultur jenseits des Mainstream!, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191888
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