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Ettal 1330: Gemeinschaft zwischen Benediktinern und Rittern

Title: Ettal 1330: Gemeinschaft zwischen Benediktinern und  Rittern

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 17 Pages , Grade: 3

Autor:in: Burkhard Werner (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Kaiser Ludwig IV. „der Bayer“ wird in den Geschichtsbüchern der Gegenwart immer als eine der bedeutendsten Figuren des Spätmittelalters gesehen. Er regierte das Heilige Römische Reich, obwohl er durch den Papst mehrmals exkommuniziert wurde. Allerdings ist er hauptsächlich wegen seiner Heirats- und Landge-winnungspolitik für das Haus der Wittelsbacher bekannt. Die Klöster waren für Ludwig sehr wichtig. Dies hatte zwei Gründe. Der eine war die geistige Bedeu-tung. Aufgrund seines Streits mit dem Papst versuchte Ludwig die Klöster auf seine Seite zu ziehen. Ludwig hatte erkannt, dass dies nicht nur für die Geistlichen an sich, sondern auch für die ganze Bevölkerung eine große Wirkung hatte/Rolle spielte. Zum anderen hatten die Klöster auch eine materielle Bedeutung. Ludwig versuchte genau so wie seine Vorgänger die Klöster an den Landesherrn zu binden und sie so landsässig zu machen. Durch diese Maßnahmen konnte er Zugriff auf die Klöster erreichen und so seinen Herrschaftsbereich erweitern und seine Einnahmen vergrößern. Diese benötigte er dringend, da Ludwig meist unter akutem Geldmangel litt. Das Kloster Ettal hat hier eine besondere Bedeutung, da es eine Gemeinschaft von Benediktinermönchen und Rittern, was im Mittelalter die Seltenheit war. In dieser Arbeit sollen die Gründe für die Entstehung des Klosters gezeigt werden, sowie Gemeinschaft der Benediktiner und Ritter dargestellt werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Betrachtung der Quelle der Ritterregel von 1332 genauer betrachtet werden. Ebenso soll die Ettaler Ritterregel mit Ritter-regeln anderer Orden verglichen und die Ursachen für die Gründung des Klosters näher beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Gründungsmythos Ettals

3. Die Gründungsurkunde vom 17. August 1332

4. Die Ursprünge der Ritterregel

5. Die Ursachen für die Gründung des Klosters Ettal

6. Die militärpolitische Absicht der Gründung Ettals

7. Die handelspolitische Absicht der Gründung Ettals

8. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Beweggründe von Kaiser Ludwig dem Bayern für die Gründung des Klosters Ettal im Jahr 1330. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der außergewöhnlichen Symbiose aus einem Benediktinerkloster und einem Ritterstift sowie der Analyse der sogenannten Ritterregel von 1332, um das Machtkalkül hinter diesem kirchen- und machtpolitischen Unterfangen zu beleuchten.

  • Historische Analyse des Gründungsmythos und der Ritterregel von 1332.
  • Untersuchung der Beweggründe für die Einsetzung der Benediktinermönche.
  • Darstellung der militärpolitischen Bedeutung zur Sicherung der Alpengrenze.
  • Betrachtung der handelspolitischen Strategien und der Stärkung der regionalen Verwaltung.
  • Vergleich der Ettaler Ritterregel mit anderen Ritterorden des Mittelalters.

Auszug aus dem Buch

3.Die Gründungsurkunde vom 17. August 1332

Die Gründungsurkunde Ettals von 1332, die auch als Ettaler Ritterregel bekannt ist, regelt das Zusammenleben der Ritter im Ritterstift Ettal. Die eigentliche Gründungsurkunde von 1330 ist allerdings verschollen. Es gilt aber als sicher, dass es sie existierte. Nach Friedrich Bock bestand das Kloster allerdings schon bevor die Ritterregel verfasst wurde, da der Ausdruck „Haben wir [...] dise Ordenung ze unser Frawen ze Etal gestifftet“ darauf hinweist. Auch wird in der Ritterregel nichts von einem Bau erwähnt. Ebenso gibt sie keine Auskunft über die Ausstattung des Klosters. Also kann man wirklich annehmen, dass es das Kloster schon vorher gab, da diese Bestandteile in so gut wie jeder Gründungsurkunde vorhanden waren.

Man kann sogar sagen, dass die Ritterregel erst 1340 entstanden ist. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist der Schreiber, der die Ritterregel verfasste, der Schreiber Wernher von Neunburg, erst im Jahr 1340 als Notar in den kaiserlichen Dienst getreten. Auch muss man bezweifeln, dass das Kloster schon nach zwei Jahren Bauzeit schon so weit ausgebaut war um zusätzlich ein aufzunehmen. Ein weiterer Grund ist auch das Datum und der Ausstellungsort der Urkunde. Es „passt nicht zum damaligen Aufenthaltsort des Kaisers Ludwig. So muß vorausgesetzt werden, daß die Urkunde erst später entstand und dabei aus unbekannten Gründen zurückdatiert wurde.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung Kaiser Ludwigs IV. und die Zielsetzung der Arbeit, das Kloster Ettal als seltene Gemeinschaft aus Benediktinermönchen und Rittern zu analysieren.

2. Der Gründungsmythos Ettals: Untersuchung der legendenhaften Entstehungsgeschichte, die den Kaiser mit einer göttlichen Vision und einem wunderwirkenden Pferd in Verbindung bringt.

3. Die Gründungsurkunde vom 17. August 1332: Analyse der Ritterregel als zentrales Dokument, das die Ordnung, soziale Struktur und die Lebensbedingungen innerhalb des Stifts festlegt.

4. Die Ursprünge der Ritterregel: Vergleich der Ettaler Regel mit den Strukturen des Templerordens und des Deutschen Ordens zur Bestimmung möglicher Vorbilder.

5. Die Ursachen für die Gründung des Klosters Ettal: Erörterung der politischen und persönlichen Gründe Ludwigs, einschließlich seiner bewussten Wahl der Benediktiner als loyale Stütze.

6. Die militärpolitische Absicht der Gründung Ettals: Beschreibung der strategischen Funktion des Klosters zur Absicherung des wichtigen Weges nach Norditalien.

7. Die handelspolitische Absicht der Gründung Ettals: Analyse der Maßnahmen zur Förderung von Handel und Sicherheit im Ammertal durch Privilegien und die Präsenz der Ritter.

8. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über Ettal als kaiserliches Machtinstrument und seine Entwicklung nach dem Tod des Gründers.

Schlüsselwörter

Ludwig der Bayer, Kloster Ettal, Ritterregel, Benediktiner, Ritterstift, Gründungsmythos, Mittelalter, Politik, Wirtschaft, Sicherheit, Ammertal, Ordensstruktur, Herrschaft, Landeskirche, Verwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Seminararbeit behandelt die Gründung des Klosters Ettal durch Kaiser Ludwig den Bayern im 14. Jahrhundert und untersucht, warum eine solch ungewöhnliche Gemeinschaft aus Mönchen und Rittern geschaffen wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gründungsgeschichte, der Analyse der Ritterregel, der strategischen militärpolitischen Bedeutung sowie den handelspolitischen Absichten des Kaisers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe Ludwigs des Bayern aufzuzeigen, indem die Verbindung von Frömmigkeit, Machtausbau und territorialer Sicherung im Kontext des Klosters Ettal analysiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Methode, indem er die Gründungsurkunde und zeitgenössische Berichte, wie die von Johann von Victring, analysiert und in einen historischen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Ritterregel als Rechtsquelle, der Vergleich mit anderen Ritterorden, die militärische Sicherung der Alpenübergänge und die wirtschaftliche Aufwertung des Ammertals detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Zentrale Begriffe sind Ludwig der Bayer, Ritterstift, Benediktinerregel, territoriale Herrschaft und mittelalterliche Klosterpolitik.

Warum wählte Ludwig der Bayer gerade Benediktinermönche für Ettal aus?

Die Wahl fiel auf die Benediktiner aufgrund ihrer Treue zum Kaiser, ihrer hohen Ausbildung und der autonomen Ordensstruktur, die Ludwig im Konflikt mit dem Papst vorteilhaft erschien.

Welche Rolle spielten die im Stift lebenden Ritter?

Die Ritter dienten nicht nur als Schutz für die Handelswege und die Alpengrenze, sondern ihre Anwesenheit sollte auch der Abschreckung von Räubern dienen und für eine stabile kaiserliche Verwaltung sorgen.

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Details

Title
Ettal 1330: Gemeinschaft zwischen Benediktinern und Rittern
College
University of Würzburg  (Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte)
Course
Hauptseminar zur mittelalterlichen Geschichte: Ludwig der Bayer – Regieren zwischen Herzogs- und Königswürde
Grade
3
Author
Burkhard Werner (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V191696
ISBN (eBook)
9783656166375
ISBN (Book)
9783656166689
Language
German
Tags
ettal gemeinschaft benediktinern rittern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Burkhard Werner (Author), 2004, Ettal 1330: Gemeinschaft zwischen Benediktinern und Rittern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191696
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