„Sex and the City“: So der Name eines der größten TV-Phänomene der ausgehenden Neunziger bzw. Anfang der Zweitausender Jahre. Basierend auf der wöchentlichen Kolumne von Candance Bushnell, die im „New York Observer“ erschien und 1996 als Buch aufgelegt wurde, hatte die Serie rund um Bushnell´s Alter Ego Carrie Bradshaw ihre Anfänge 1998 und fand von Anfang an großen Anklang, gleichwohl wie sie polarisierte. Bis 2004 wurden sechs Staffeln der Serie abgedreht und ob der gewagten und zum heutigen Frauenbild passenden Themen, der sexuellen Offenheit („In-your-face-talk“ ) und nicht zuletzt der daraus resultierenden Komik erfreuten sich die Serie ebenso wie der nach Absetzung der Serie 2008 produzierte Film „Sex and the City“ gerade bei Frauen außergewöhnlicher Beliebtheit.
In der folgenden Arbeit gehe ich vorerst darauf ein, wie in der Serie Similaritäts- bzw. Kontiguitätselemente eingesetzt werden und wie daraus die für die Serie typische Continuity entsteht. Danach möchte ich aufzeigen, wo die Serie metaisierende bzw. selbstreferentielle Tendenzen aufweist und welche Wirkung daraus für den Zuschauer resultiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Popularität der Serie „Sex and the City“, Fragestellung und Ziel der Arbeit
2. Continuity in „Sex and the City”
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Similarität
2.2.1. In Thematik, Handlung und Aufbau
2.2.2. Die Figuren
2.2.3. Die Stadt
2.3. Kontiguität
2.3.1. Figurenentwicklung
3. Metaisierung und Selbstreferentialität in „Sex and the City”
3.1. Begriffsdefiniton
3.2. Mise en abyme.
3.3. Metalepsen
3.4. Illusionsfördernde vs. –brechende Wirkung
3.5. Metaphorische Selbstreferentialität
3.5.1. „Jules&Mimi“
3.5.2. Mode/Konsumgesellschaft
3.5.3. Frau in der Postmoderne/ „3rd Wave Feminism“
4. Zusammenfassung der Ergebnisse, Hinweise zur Forschungsliteratur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die erzählerischen Strukturen der Fernsehserie „Sex and the City“, wobei insbesondere der innere Zusammenhang zwischen den Episoden (Continuity) sowie die Verwendung von metaisierenden und selbstreferentiellen Elementen analysiert werden, um deren Wirkung auf den Zuschauer zu ergründen.
- Analyse der Continuity-Elemente (Similarität und Kontiguität)
- Untersuchung von Metaisierungstechniken wie Mise en abyme und Metalepsen
- Bewertung der illusionsfördernden und illusionsbrechenden Effekte beim Zuschauer
- Betrachtung der metaphorischen Selbstreferentialität durch Mode und Konsum
- Einordnung der Serie in den Kontext des Third Wave Feminism
Auszug aus dem Buch
Die Continuity einer Serie
Die Continuity einer Serie lässt sich definieren als der innere Zusammenhang, als die Summe der intertextuellen Bezüge zwischen den einzelnen Episoden. Besondere Beachtung finden bei der Untersuchung der Continuity zwischen den Episoden Vorverweise auf spätere, sowie der Wiederaufgriff früherer Folgen. Weiter unterscheidet Stephan Packard in seiner Arbeit über Continuity zwischen Similarität und Kontiguität, was ich im Folgenden zu „Sex and the City“ aufgreifen und darlegen möchte, da auch in dieser Serie beide Elemente aufzufinden sind.
Similarität bezieht sich dabei auf Ähnlichkeiten, die zwischen den einzelnen Episoden bestehen und es dem Zuschauer möglich machen, die Episode sofort der gesamten Serie zuzuordnen. Bei diesen Ähnlichkeiten kann es sich sowohl um immer wiederkehrende Protagonisten bzw. Schauspieler handeln als auch um ähnliche Handlungsverläufe oder auch um formale Ähnlichkeiten. Kontiguität dagegen bezeichnet die Verkettung der einzelnen Episoden untereinander. Diese setzt zwar eine Ähnlichkeit in den Episoden voraus, ihr unterliegt aber eine (Weiter-) Entwicklung der Figuren und ein regelmäßiges Zusehen vom Zuschauer ist erforderlich, um diese Entwicklungen nachzuvollziehen, was bei einigen Serien schon schnell sehr unübersichtlich werden kann. Meist existieren in einer Serie sowohl Similaritäts- als auch Kontiguitätsbeziehungen, dies ist auch in „Sex and the City“ der Fall.
Die einzelne Episode lässt sich zwar durch die vorhandenen Ähnlichkeiten sofort der Serie zuordnen, die Episoden verhalten sich aber nicht gleichgestellt zueinander, sondern sie müssen als Reihe betrachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Popularität der Serie „Sex and the City“, Fragestellung und Ziel der Arbeit: Einführung in das Phänomen der Serie sowie Darlegung der Zielsetzung und der untersuchten Fragestellungen.
2. Continuity in „Sex and the City”: Erläuterung der internen Kohärenz durch Similaritäts- und Kontiguitätselemente anhand der Entwicklung der Hauptfiguren.
3. Metaisierung und Selbstreferentialität in „Sex and the City”: Analyse narrativer Strategien wie Metalepsen und Mise en abyme sowie deren Wirkung auf die Illusion des Zuschauers.
4. Zusammenfassung der Ergebnisse, Hinweise zur Forschungsliteratur: Fazit der Untersuchung hinsichtlich der metaisierenden Verfahren und kritischer Blick auf die vorhandene Forschungsliteratur.
Schlüsselwörter
Sex and the City, Continuity, Similarität, Kontiguität, Metaisierung, Selbstreferentialität, Mise en abyme, Metalepse, narrative Illusion, Third Wave Feminism, Konsumgesellschaft, Frauenbild, Fernsehserie, Postmoderne, Medienanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die strukturellen und erzählerischen Besonderheiten der Fernsehserie „Sex and the City“ im Hinblick auf deren internen Zusammenhalt und selbstreferentielle Elemente.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Continuity (innere Struktur), verschiedenen Metaisierungsverfahren sowie der metaphorischen Bedeutung von Konsum und Mode für die Identität der Protagonistinnen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch spezifische Erzähltechniken eine für die Serie typische Continuity entsteht und welche metaisierenden Tendenzen dabei auf den Zuschauer wirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Es wird eine medienwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Begriffe wie Similarität und Kontiguität (nach Packard) sowie Metaisierung (nach Wolf) auf die Episodenstruktur der Serie anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Similaritäts- und Kontiguitätselementen sowie die detaillierte Analyse metaisierender Verfahren wie Metalepsen und metaphorischer Selbstreferenzialität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem Serientitel stehen Begriffe wie Continuity, Metaisierung, narrative Illusion, Third Wave Feminism und Postmoderne im Mittelpunkt der Untersuchung.
Wie beeinflusst die Kolumne von Carrie die narrative Struktur?
Die Kolumne dient als Ausgangspunkt für die Themen der Episoden und schafft durch die „Think-and-type“-Szenen eine Metaebene, die das Geschehen kommentiert und reflektiert.
Welche Rolle spielt der Third Wave Feminism in der Argumentation?
Er dient als theoretischer Rahmen, um die Selbstbestimmung, Berufswahl und den Umgang mit Sexualität der vier Protagonistinnen als Spiegelbild zeitgenössischer gesellschaftlicher Tendenzen zu deuten.
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- Monta Alaine (Author), 2010, Selbstreferenzialität und Serialität am Beispiel von "Sex and the City", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191559