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Der Handel mit Sklaven in Afrika im Zuge des Transatlantischen Dreieckshandels

Ausgangsbedingungen – Ablauf – Auswirkungen

Title: Der Handel mit Sklaven in Afrika im Zuge des Transatlantischen Dreieckshandels

Seminar Paper , 2011 , 17 Pages

Autor:in: Andreas Staggl (Author)

Business economics - Economic and Social History

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Summary Excerpt Details

Die europäische Eroberung und Kolonialisierung des amerikanischen Doppelkontinents hatte
auch immense Auswirkungen auf einen anderen Erdteil, nämlich auf Afrika. Durch die sich
etablierende Wirtschaftsform der Plantage mit einem hohen Arbeiterpotential und dem
Aussterben großer Teile der indigenen amerikanischen Bevölkerung wurden über
Jahrhunderte Millionen von Schwarzafrikanern nach Amerika verschifft und dort als Sklaven
ausgebeutet. In Folge entwickelte sich der so genannte Transatlantische Dreieckshandel, bei
welchem Waren von Europa nach Afrika, von Afrika nach Amerika und schließlich von
Amerika wieder nach Europa verschifft wurden. Die Schiffe waren dabei nie leer, tauschten
eine Ware gegen die andere und kamen schließlich mit Waren aus Amerika in Europa an und
verkauften diese dort für einen großen Gewinn. Abbildung 1 im Anhang (ist in Downloaddatei enthalten) verdeutlicht das
System des Dreieckshandels.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Station Afrika dieses transatlantischen
Wirtschaftssystems. Insgesamt kamen Schätzungen zu Folge mindestens 10 Millionen
Schwarzafrikaner an der Westküste im Zeitraum zwischen 1451 und 1870 versklavt. Die
europäischen Händler führten aber nur in einigen Fällen selbst Vorstöße in das Landesinnere,
sondern blieben an der Küste. Das Fangen der zukünftigen Sklaven wurde nicht von ihnen
selbst, sondern von afrikanischen Mittelsmännern durchgeführt. Diese erhielten im Austausch
für die Sklaven Waren aus Europa, insbesondere Waffen, Tabak, Schnaps oder Schmuck.
Afrikaner selbst waren also durchaus in den Transatlantischen Sklavenhandel involviert.
Die zentrale Frage dieser Arbeit wird deswegen sein, wie dieser Handel mit afrikanischen
Mittelsmännern zustande kam, wie er ablief und welche Auswirkungen er für die betroffenen
Gebiete hatte. Dabei soll zunächst die afrikanischen Staats- und Machtstrukturen vor dem
Transatlantischen Handel beschrieben werden. Anschließend wird auf das eigentliche
Tauschgeschäft eingegangen. Da sämtliche schriftliche Quellen von Europäern verfasst
wurden, bleibt abzuwarten, wie sehr die Motive der afrikanischen Handelspartner zu eruieren
ist. Genauer kann man jedoch über die Tauschwaren an und für sich sagen. Ebenso lässt sich
über die Auswirkungen des Handels auf die afrikanische Gesellschaft, insbesondere auf die machtpolitischen Gegebenheiten feststellen. Dies sollte auch der letzte Punkt dieser Arbeit
vor einem abrundenden Fazit sein.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Afrika vor dem Sklavenhandel

2.1 Inner-afrikanische Sklaverei

2.2 Politische Bildungen

3. Die Mitwirkung von Afrikanern am Transatlantischen Handel

3.1 Allgemeines

3.2 Ablauf des Sklavenhandels in Afrika

4. Auswirkungen des Sklavenhandels

4.1 Allgemeine Auswirkungen

4.2 Politische Auswirkungen

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Rolle afrikanischer Akteure innerhalb des Transatlantischen Dreieckshandels, um die Mechanismen des Sklavenhandels in Afrika sowie dessen soziopolitische Konsequenzen für die betroffenen Regionen zu beleuchten.

  • Die Rolle lokaler afrikanischer Akteure als Mittelsmänner im Sklavenhandel.
  • Untersuchung der bereits existierenden inner-afrikanischen Sklavensysteme.
  • Analyse der demografischen und machtpolitischen Folgen für westafrikanische Staaten.
  • Dokumentation des Einflusses des europäischen Handels auf regionale Machtverschiebungen.
  • Erörterung der wirtschaftlichen Motive afrikanischer Eliten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Ablauf des Sklavenhandels in Afrika

Wie aus dem vorigen Kapitel klar wurde, war der Schwerpunkt des Sklavenhandels in West-Zentralafrika und damit auf dem Gebiet des ehemaligen Königreichs Kongo. Dieses Königreich machte schon sehr früh Kontakt mit europäischen, nämlich portugiesischen Händlern. Portugal hatte großen Einfluss auf den dortigen König, welcher sich sogar taufen ließ und den Namen Alfonso I. annahm. Der Handel, auch mit Sklaven, setzte ein und hatte alsbald gravierende Auswirkungen, wie Alfonso I. in einer Protestnote an den portugiesischen König ausführt:

“Each day the traders are kidnapping our people - children of this country, sons of our nobles and vassals, even people of our own family. This corruption and depravity are so widespread that our land is entirely depopulated”

Bereits bei dieser Darstellung werden die Folgen des Sklavenhandels für die Bevölkerungen deutlich, indem ganze Landstriche entvölkert sind. Die Rolle der afrikanischen Mittelsmänner fehlt jedoch. Wie Herbert S. Klein in seinen Ausführungen klarstellt, waren die europäischen Händler nämlich „totally dependent on African sellers for the delivery of slaves.“ Im Folgenden sollen zeitgenössische Darstellungen das Mitwirken dieser afrikanischen Mittelsmänner verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Transatlantischen Dreieckshandel und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Rolle afrikanischer Mittelsmänner.

2. Afrika vor dem Sklavenhandel: Untersuchung der vorkolonialen afrikanischen Gesellschaftsstruktur, insbesondere der Existenz inner-afrikanischer Sklaverei und politischer Machtgebilde.

3. Die Mitwirkung von Afrikanern am Transatlantischen Handel: Analyse der Mechanismen, durch die afrikanische Eliten und Mittelsmänner den Handel mit den Europäern organisierten und beeinflussten.

4. Auswirkungen des Sklavenhandels: Erörterung der verheerenden demografischen Folgen sowie der politischen Destabilisierung und Machtverschiebung in afrikanischen Regionen.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Kooperation zwischen europäischen Händlern und afrikanischen Eliten sowie die langfristigen Folgen für den Kontinent.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Dreieckshandel, Sklavenhandel, Afrika, Westafrika, Königreich Kongo, afrikanische Mittelsmänner, Kolonialismus, Bevölkerungsentwicklung, politische Machtverschiebungen, Subsistenzwirtschaft, Sklaverei, Ashanti-Reich, Demografie, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die aktive Rolle afrikanischer Akteure im Transatlantischen Dreieckshandel und beleuchtet die Interaktion zwischen europäischen Händlern und afrikanischen Mittelsmännern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die vorkoloniale Gesellschaftsstruktur in Afrika, die Logistik des Sklavenhandels vor Ort sowie die daraus resultierenden sozialen und politischen Folgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Sklavenhandel kein rein europäisches Unterfangen war, sondern dass afrikanische Eliten maßgeblich am Handel beteiligt waren und daraus politischen Nutzen zogen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Sekundärliteratur und zeitgenössischen Primärquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Status quo vor der Ankunft der Europäer, die Analyse der Handelsabläufe und die detaillierte Darstellung der politischen sowie demografischen Auswirkungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sklavenhandel, transatlantische Handelsbeziehungen, afrikanische Mittelsmänner, machtpolitische Expansion und die soziokulturellen Folgen der Versklavung.

Wie reagierten afrikanische Herrscher wie Alfonso I. auf den Sklavenhandel?

Der König des Kongos, Alfonso I., protestierte in seinen Schriften gegen die Praxis, da sie zu Entvölkerung und dem Zusammenbruch der sozialen Ordnung in seinem Reich führte.

Welche Rolle spielte das Ashanti-Reich in diesem Kontext?

Das Ashanti-Reich nutzte den Sklavenhandel und den Austausch gegen europäische Waffen zur massiven eigenen Machtausweitung und Zentralisierung in der Region des heutigen Ghana.

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Details

Title
Der Handel mit Sklaven in Afrika im Zuge des Transatlantischen Dreieckshandels
Subtitle
Ausgangsbedingungen – Ablauf – Auswirkungen
College
University of Innsbruck
Author
Andreas Staggl (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V191542
ISBN (eBook)
9783656164302
ISBN (Book)
9783656164487
Language
German
Tags
Afrika Sklavenhandel Ashanti Ghana Westafrika Dreieckshandel Kolonialismus Kolonien Neuzeit Unmenschlichkeit Mord
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Staggl (Author), 2011, Der Handel mit Sklaven in Afrika im Zuge des Transatlantischen Dreieckshandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191542
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