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Einflussfaktor „Rating“ auf die Unternehmensbewertung nach der Discounted Cash Flow Methode (DCF) im Entity WACC Approach

Rating - Unternehmensbewertung

Title: Einflussfaktor „Rating“ auf die Unternehmensbewertung nach der Discounted Cash Flow Methode (DCF) im Entity WACC Approach

Bachelor Thesis , 2011 , 71 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Andreas Haug (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

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Summary Excerpt Details

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird aus der Sicht des Bewerters der Einflussdes Bond Ratings auf die Unternehmensbewertung nach dem Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF) dargestellt, analysiert und bewertet. Es wird großen Wert auf eine Darstellung gelegt, die auch der Praxis entspricht. Dabei wird der Fokus ausschließlich auf die DCF Methode im Entity-Ansatz (Bruttoverfahren) gerichtet. Bei dieser Methode werden Zahlungsüberschüsse, die allen Kapitalgebern zur Verfügung stehen, mit einem gewichteten Mischzinssatz, der sich aus Fremd- und Eigenkapitalkosten ermittelt, auf den Bewertungstag abgezinst. Das Ergebnis ist der Enterprise Value zum Stichtag. Zieht man hiervon den Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals ab, gelangt man zum Wert des Eigenkapitals.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Ratings und Ratingänderungen innerhalb des Investment Grades. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass Unternehmen, deren Bonds innerhalb des Junk-Bond Bereichs geratet“ sind, als stark ausfallgefährdete Unternehmen gelten, die nicht mit der üblichen DCF Methode zu bewerten sind, sondern eher mit einem Liquidationswert angesetzt werden sollten.

Bei dem im Zweiten Kapitel vorgenommenen Exkurs zum Thema Rating wird auf die wesentlichen Faktoren eines Ratings und dessen Aussagekraft eingegangen. Dies soll als Grundlage für weitergehende Ausführungen in Kapitel drei dienen, das sich im Detail mit dem DCF Modell im WACC Ansatz auseinandersetzt. Neben der Ermittlung der Kapitalkosten nach dem Capital Asset Pricing Model und dem Weighted Average Cost of Capital Ansatz soll die Berechnung des Enterprise- und Equity Values erfolgen. Mit großer Sorgfalt wird dabei jeder einzelne Bestandteil auf seine Abhängigkeit zum Unternehmensrating hin untersucht. Nach
dieser Darstellung werden in einer praxisnahen Fallstudie die Folgen einer Ratingabstufung auf ein konkretes Bewertungsobjekt simuliert. Zum Ende wird in Kapitel fünf eine abschließende Bewertung abgegeben sowie eine Reihe von Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Betrachtung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

1.3 Relevanz der Discounted Cash Flow Methode in der Praxis

2 Exkurs zu Rating

2.1 Grundlagen

2.2 Ratingkriterien nach Standard & Poor´s (S&P)

2.3 Ratingklassen nach S&P

2.4 Ausfallwahrscheinlichkeiten (Default Rates) nach S&P

2.5 Wahrscheinlichkeit der Ratingänderung (Corporate Transition Rates) nach S&P

2.6 Relevanz des Ratings für die DCF Methode

3 Die Discounted Cash Flow Methode im Entity WACC Approach

3.1 Grundlagen

3.2 Bestimmung der Kapitalkosten

3.2.1 Das Capital Asset Pricing Modell (CAPM)

3.2.1.1 Der risikolose Basiszinssatz

3.2.1.2 Die Marktrisikoprämie

3.2.1.3 Der Betafaktor

3.2.2 Der Weighted Average Cost of Capital (WACC) Ansatz

3.2.2.1 Die Eigenkapitalkosten

3.2.2.2 Die Fremdkapitalkosten

3.2.2.3 Das Tax Shield

3.2.2.4 Die Kapitalstruktur

3.3 Ermittlung des Enterprise Values

3.3.1 Die Free Cash Flow to the Firm (FCFF)

3.3.2 Der Terminal Value

3.4 Ermittlung des Equity Values

3.5 Bestimmung des rechnerischen Aktienpreises

4 Bewertung der Henkel AG & Co. KGaA

4.1 Ausgangspunkt der Bewertung

4.2 Das Bewertungsmodell

4.3 Ergebnis der Bewetung

5 Abschließende Bewertung und Handlungsempfehlungen

5.1 Zusammenfassung

5.2 Erweiterte Unternehmensanalyse

5.3 Kritische Würdigung des „Ratings“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Bonitätsratings auf die Unternehmensbewertung mittels der Discounted Cash Flow (DCF) Methode unter Anwendung des Entity WACC Approach. Ziel ist es, die systematischen Auswirkungen von Ratingveränderungen auf die Kapitalkosten, den Enterprise Value und den resultierenden Aktienpreis anhand einer praxisnahen Fallstudie zu simulieren und zu bewerten.

  • Grundlagen der Ratingmethodik nach Standard & Poor's.
  • Methodik der Unternehmensbewertung im Entity WACC Approach.
  • Einfluss der Bonität auf Eigen- und Fremdkapitalkosten sowie das Tax Shield.
  • Quantifizierung von Ausfallrisiken und deren Berücksichtigung im Terminal Value.
  • Fallstudie zur Bewertung der Henkel AG & Co. KGaA bei unterschiedlichen Ratingszenarien.

Auszug aus dem Buch

2.2 Ratingkriterien nach Standard & Poor´s (S&P)

Die Ratingagentur Standard & Poor´s definiert ihre Kreditratings folgendermaßen:

„Standard & Poor´s credit ratings are designed primarily to provide relative rankings among issuers and obligations of overall creditworthiness; the ratings are not measures of absolute default probability. Creditworthiness encompasses likelihood of default, and also includes (i) payment priority, (ii) recovery, and (iii) credit stability.”12

Weiter werden die Bonitätsnoten als “forward-looking opinions about the creditworthiness” bezeichnet. Die Ratingvergabe erfolgt nach einer relativen Skala, die lediglich Aussagen über eine höhere oder schlechtere Bonität zulassen, jedoch keine absoluten Aussagen. Mit „creditworthiness“ wird die vertragsgerechte Abbezahlung definiert. Im Mittelpunkt der Bonitätsprüfung steht die Frage des „likelihood of default“, das die Bereitschaft (zeitlich) und die vollständige Zahlung (in voller Höhe) untersucht. Schlussfolgerung ist, dass Emittenten mit höherem Rating seltener ausfallen, als welche mit niedrigerem. Zur Klassifizierung werden dabei auch hypothetische Stressszenarien je Ratingklasse durchgespielt, denen die Emittenten widerstehen müssen.

Faktoren zweiter Güte: (i) payment priority (Vorrang- und Nachrangkapital), (ii) recovery stability (prognostizierte anteilige Rückzahlung bei Ausfall), (iii) credit stability (Kreditstabilität auf eine veränderte Ausgangslage).13

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die aktuelle Relevanz von Ratings vor dem Hintergrund globaler Schuldenkrisen und Definition der Zielsetzung der Arbeit unter Fokus auf den DCF-Entity-Ansatz.

2 Exkurs zu Rating: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Ratingagenturen, der Bedeutung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und der methodischen Herleitung von Ratingänderungen.

3 Die Discounted Cash Flow Methode im Entity WACC Approach: Wissenschaftliche Herleitung der Bewertungssystematik, inklusive der Ermittlung von Kapitalkosten (CAPM, WACC), Unternehmenswerten und der Berücksichtigung von Fremdkapitalrisiken.

4 Bewertung der Henkel AG & Co. KGaA: Praktische Anwendung des Bewertungsmodells auf die Henkel AG & Co. KGaA zur Simulation der Auswirkungen eines Rating-Downgrades auf den Unternehmenswert.

5 Abschließende Bewertung und Handlungsempfehlungen: Zusammenfassende kritische Würdigung der Ergebnisse sowie Diskussion der Grenzen des Ratingeinflusses und der Unternehmensanalyse.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Discounted Cash Flow, WACC Ansatz, Bonitätsrating, Ausfallwahrscheinlichkeit, Fremdkapitalkosten, Kapitalkosten, Enterprise Value, Equity Value, Credit Spread, Henkel AG & Co. KGaA, Finanzmarktkrise, Unternehmensanalyse, Kapitalstruktur, Terminal Value.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Quantifizierung des Einflusses von externen Bonitätsratings auf die Bewertung von Unternehmen mittels der Discounted Cash Flow Methode im WACC-Ansatz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ratingmethodik der Agentur Standard & Poor's, die Bestimmung der Kapitalkosten unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken sowie die Überleitung vom Unternehmenswert zum Aktienwert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss einer Ratingabstufung auf den rechnerischen Aktienpreis zu isolieren und methodisch korrekt in einem DCF-Modell abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das DCF-Verfahren im Entity-Ansatz (Bruttoverfahren) verwendet, wobei der WACC-Ansatz zur Diskontierung der Cash Flows herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Exkursion zu Rating-Systematiken und eine detaillierte technische Darstellung der Bewertungsformeln, gefolgt von einer konkreten Fallstudie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Unternehmensbewertung, WACC, Bonitätsrating, Ausfallwahrscheinlichkeit und Enterprise Value.

Warum ist das Rating für den WACC-Ansatz so entscheidend?

Das Rating determiniert maßgeblich den Credit Spread, der auf den risikofreien Zins aufgeschlagen wird, und beeinflusst damit die Gesamtkapitalkosten sowie das Risiko-Rendite-Profil des Unternehmens.

Welche Rolle spielt die Henkel AG & Co. KGaA in diesem Dokument?

Sie dient als konkretes, praxisnahes Fallbeispiel, an dem die Auswirkungen eines theoretischen Rating-Downgrades von A auf BBB auf den Unternehmenswert simuliert werden.

Warum ist die Berücksichtigung von Ausfallrisiken im Terminal Value wichtig?

Da der Terminal Value den größten Teil des Unternehmenswerts ausmacht, führen schon geringe Anpassungen durch das Ausfallrisiko zu signifikanten Änderungen des Gesamtwerts.

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Details

Title
Einflussfaktor „Rating“ auf die Unternehmensbewertung nach der Discounted Cash Flow Methode (DCF) im Entity WACC Approach
Subtitle
Rating - Unternehmensbewertung
College
Pforzheim University
Course
keine
Grade
1,8
Author
Andreas Haug (Author)
Publication Year
2011
Pages
71
Catalog Number
V190810
ISBN (eBook)
9783656157700
ISBN (Book)
9783656157915
Language
German
Tags
Rating Unternehmensbewertung Discounted Cash Flow Methode DCF Entity Approach WACC Approach Mergers & Acquisitions M&A Valuation Capital Asset Pricing Modell CAPM Weighted Average Cost of Capital Enterprise Value Equity Value Fremdkapitalkosten Bewertungsmodell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Haug (Author), 2011, Einflussfaktor „Rating“ auf die Unternehmensbewertung nach der Discounted Cash Flow Methode (DCF) im Entity WACC Approach, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190810
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