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Vermittlung von Dynamik im Musikunterricht

Konzeptionen im Vergleich

Title: Vermittlung von Dynamik im Musikunterricht

Presentation (Elaboration) , 2011 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Schmidt (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Dynamik spielt in der Musik eine entscheidende Schlüsselrolle. Sie bildet und verstärkt den emotionalen Gehalt eines Stückes. Dieses wird durch die Dynamik vom Hörer anders wahrgenommen als ohne jegliche dynamische Veränderung, doch muss diese auch durch eine Notenschrift vom Komponisten festgehalten und - für den ausführenden Musiker eindeutig - transkribiert werden. Um ein Werk zu interpretieren und korrekt wiederzugeben, muss der Interpret die Dynamik-Zeichen kennen und ahnen können, was der Komponist mit diesen bezwecken wollte. Zeichen wie crescendo und forte bezeichnen dennoch mit Worten nicht exakt festhaltbare Eigenschaften. Gerade aus diesem Grund ist möglicherweise die graphische Form der Notation von Dynamik für Kinder und Anfänger erfahrungsgemäß leichter zu verstehen.

Allerdings könnte es leicht zu Verständnisfragen kommen, wie: „Warum wird eine laute Note nicht dicker geschrieben, als die leisere?“. Wie vermittelt man also gegebene Formen für die Ausdrucksweise von Musik, die von jedem möglicherweise auf eine andere Art und Weise grafisch dargestellt werden würde?
Es gibt verschiedene Ansätze Musiktheorie wie Dynamik zu vermitteln. Ernst Klusen beschreibt, dass Schüler bis zur fünften und sechsten Klasse meist über nicht ausreichende Grundkenntnisse im Fach Musik verfügen. Der Lehrer versuche daher das Verpasste nachzuholen und sei überfordert. Viele Lehrer weichen, laut Klusen an dieser Stelle zum Singen aus, was „allein […] keine Lösung sein [könne].“ (Klusen 1975 : 3). Hierbei könne es sich nur um ein Nachsingen handeln, was unaufhaltsam zu Langeweile bei den Schülern führe. Es ist erschreckend, dass viele Menschen genau diese Erfahrung auch heute noch – 36 Jahre nach Klusens Veröffentlichung – schildern. Offensichtlich fehlt oft die Methodik, mit der Situation umzugehen.

Die körperliche und die Sinneserfahrung sind beim Erlernen von Musiktheorie eine Herangehensweise, die die Schüler mit der Musik in Berührung bringt und in ein langfristiges Verständnis der fühlbaren musikalischen Parameter, wie Rhythmus, resultiert. Neben der Erfahrung der Parameter muss allerdings auch das Verständnis der Zeichen gewährleistet werden, was einen Transfer von real gehörtem zum Papier voraussetzt und vom Lehrer angeleitet werden muss.
Zwei verschiedene Methoden der Vermittlung von Dynamik werden im Folgenden erläutert und auf ihre Durchführbar- und Nachhaltigkeit hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund der Vermittlung von Dynamik

3. Gegenüberstellung der Methoden

3.1 Hören und diskutieren

3.2 Graphische Notation

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene fachdidaktische Konzepte zur Vermittlung musikalischer Dynamik im Unterricht. Ziel ist es, die Effektivität und Nachhaltigkeit von Ansätzen zu vergleichen, die entweder auf diskursivem Hören oder auf der Verwendung graphischer Notation basieren, um Schülern einen Zugang zu musikalischen Parametern zu ermöglichen.

  • Vermittlung musikalischer Dynamik in der Schule
  • Vergleich zwischen praktischen Höranalysen und graphischer Notation
  • Rolle des Lehrers bei der Vermittlung von Musiktheorie
  • Interkulturelle Perspektiven und individuelle Hörerfahrung
  • Didaktische Herausforderungen bei heterogenen Vorkenntnissen

Auszug aus dem Buch

3.1 Hören und diskutieren

Heinz-Christian Schaper verfolgt einen praktischen Ansatz, die musikalische Dynamik an Schüler der Sekundarstufe I zu vermitteln. Diese Methode bildet die erste der vergleichenden Herangehensweisen. Er setzt bei seiner Methode lediglich ein „Grundwissen im Bereich der Notation“ (Schaper 2006 : 180) voraus und betrachtet erfahrbare, fühlbare Ereignisse in der Musik als Energien, die von jedem Subjektiv anders wahrgenommen werden. Der Zusammenhang von Programm und Stück würden verdeutlicht sowie „Spannung schaffende Gegensätze“ (Schaper 2006 : 211) durch die Dynamik verstärkt.

Die Schüler sollen sich zu der gehörten Musik verbal äußern und dabei bewusst Bewertungen anstellen, sowie Abstufungen der Dynamik vergleichen und umschreiben. Schaper schlägt vor, kleine Kompositionen anfertigen zu lassen (mit Fokus auf die Dynamik) und diese anschließend auf ihre Aufführbarkeit und mögliche Interpretation in der Gruppe zu diskutieren. Das Ziel der Methode ist, „sich das Kraftfeld bewu[ss]t zu machen“ (Schaper 2006 : 211), wie Schaper sagt, und kritisch mit den Erfahrungen des Einzelnen umzugehen. Ein Fragenkatalog enthält hierzu Fragestellungen, die zum Nachdenken über das Erfahrene und zur kritischen Betrachtung führen. Dieser soll von den Schülern erarbeitet werden und steht ebenfalls zur Diskussion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der musikalischen Dynamik und stellt die Problematik der didaktischen Vermittlung sowie die Kluft zwischen theoretischem Wissen und praktischer Sinneserfahrung dar.

2. Hintergrund der Vermittlung von Dynamik: Dieses Kapitel erörtert die Notwendigkeit musiktheoretischer Grundlagen für das Verständnis von Kompositionen und diskutiert die Herausforderungen, mit denen sich Lehrkräfte aufgrund heterogener kultureller Hintergründe und Hörgewohnheiten konfrontiert sehen.

3. Gegenüberstellung der Methoden: Das Hauptkapitel vergleicht zwei methodische Ansätze: den diskursiven, praxisorientierten Ansatz nach Schaper sowie den auf graphischer Notation basierenden Ansatz nach Kraemer.

3.1 Hören und diskutieren: Dieser Abschnitt beschreibt den Ansatz von Schaper, bei dem Schüler durch verbale Reflexion und eigene kleine Kompositionen ein tieferes Verständnis für musikalische Energien und Dynamik entwickeln sollen.

3.2 Graphische Notation: Dieser Abschnitt widmet sich Kraemers Methode, bei der durch die visuelle Fixierung von Gehörtem mittels graphischer Symbole ein Verständnis für musikalische Abläufe geschaffen wird, ohne zwingend auf traditionelle Notenschrift angewiesen zu sein.

4. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert, dass beide Ansätze wertvoll sind und eine Kombination aus subjektiver Empfindung und systematischer Auseinandersetzung das Verständnis für Musik am effektivsten fördert.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen und fachdidaktischen Schriften auf.

Schlüsselwörter

Musikunterricht, Dynamik, Graphische Notation, Musiktheorie, Schaper, Kraemer, Fachdidaktik, Hören, Interpretation, Sekundarstufe I, Musikvermittlung, Komposition, Kulturerbe, Interkulturelle Erziehung, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung des musikalischen Parameters „Dynamik“ im schulischen Musikunterricht und vergleicht dazu verschiedene methodische Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die didaktische Aufbereitung von Musiktheorie, die Bedeutung individueller Hörerfahrungen sowie die Rolle der Notation als Mittel zur Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, wie Schüler durch unterschiedliche methodische Ansätze – von der verbalen Diskussion bis zur graphischen Notation – zu einem besseren Verständnis für musikalische Dynamik gelangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, in der fachdidaktische Ansätze von Autoren wie Schaper, Kraemer und Gruhn einander gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung des Problems und eine detaillierte Gegenüberstellung der Methoden „Hören und diskutieren“ sowie „Graphische Notation“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Musikdidaktik, Dynamik, Notation, Schülerorientierung und interkulturelle Perspektiven geprägt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Primar- und Sekundarstufe eine Rolle?

Die Arbeit greift Diskussionen (etwa von Weber) auf, die darauf hinweisen, dass die Vorkenntnisse und die methodische Herangehensweise je nach Altersstufe und Schulform variieren müssen, um Überforderungen zu vermeiden.

Wie unterscheidet sich Kraemers Methode von traditionellen Ansätzen?

Kraemers Methode vermeidet bewusst die komplizierte traditionelle Musiktheorie und konzentriert sich stattdessen auf die Fähigkeit der Schüler, Gehörtes durch eigene graphische Symbole sinnvoll zu reproduzieren.

Welche Rolle spielt der Lehrer bei diesen Methoden?

Der Lehrer agiert als Vermittler, der insbesondere bei der graphischen Notation moderierend eingreift, um den Transfer zwischen der subjektiven Wahrnehmung der Schüler und der professionellen musikalischen Notation zu begleiten.

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Details

Title
Vermittlung von Dynamik im Musikunterricht
Subtitle
Konzeptionen im Vergleich
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Musikwissenschaft und Musikpädagogik)
Course
Fachdidaktische Konzeptionen: Notation von Musik
Grade
1,7
Author
Daniel Schmidt (Author)
Publication Year
2011
Pages
11
Catalog Number
V190459
ISBN (eBook)
9783656148470
ISBN (Book)
9783656148548
Language
German
Tags
vermittlung dynamik musikunterricht vergleich musikalische Parameter konzeptionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Schmidt (Author), 2011, Vermittlung von Dynamik im Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190459
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