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Die dokumentarische Methode zur Rekonstruktion von Lernorientierungen von Gefangenen einer JVA

Anhand zweier narrativer (Leitfaden)-Interviews

Title: Die dokumentarische Methode zur  Rekonstruktion von Lernorientierungen von  Gefangenen  einer JVA

Term Paper , 2011 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Michael Estel (Author)

Pedagogy - Adult Education

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Summary Excerpt Details

...Das Lernen erwachsener Gefangener stellte und stellt sich als durchaus interessantes Thema dar. Um das Thema der dokumentarischen Methode und die damit im Zusammenhang stehenden Begriffe einzuordnen und zu verstehen, wird im ersten Schritt dieser Arbeit die dokumentarische Methode in den Kontext der (qualitativen-) Forschung gebracht.
Im nächsten Schritt werden dann die dokumentarische Methode und ihr Gebrauch beschrieben. Darüber hinaus wird auch auf deren Entstehung und Entwicklung eingegangen.
Bis zum vierten Kapitel ist die wissenschaftliche Fragestellung lediglich das Ergründen und Verorten der dokumentarischen Methode.
Im vierten Kapitel wird das Forschungsprojekt beschrieben, um dann im fünften Kapitel die dokumentarische Methode auf zwei Interviews mit Gefangenen anzuwenden.
Ab dem vierten Kapitel konkretisiert sich dementsprechend die Fragestellung auf den Habitus des Lernens der Gefangenen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Lernorientierungen der Gefangenen zu
rekonstruieren. Dazu werden die Audiodokumente der Gefangenen transkribiert und hinsichtlich der Fragen wo, wie und mit wem die Gefangenen lernen, sowie welche Erfahrungen sie mit dem Lernen haben, analysiert und interpretiert. Mit „Lernen“ ist in dieser Arbeit das schulische Lernen gemeint. Ergänzend werden in der Hausarbeit die im Zusammenhang stehenden Erhebungsmethoden der qualitativen Sozialforschung, wie narratives Interview oder Leitfadeninterview, benannt und erklärt Grundlage für die Forschungsmethoden zur Erhebung und Auswertung von Interviews bildet die Literatur von Arndt Michael Nohl und Ralf Bohnsack.
Über die Forschungsmethoden hinaus werden auch die im thematischen
Zusammenhang stehenden Begriffe wie „Orientierungsrahmen“, „Lernorientierung“, „Lernmodus“ oder „Lernkultur“ verortet und erklärt. Die Anwendung der dokumentarischen Methode endet mit der reflektierenden Interpretation. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Hausarbeit werden keine sinngenetischen und soziogenetischen Typen gebildet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Einbettung der Forschungsmethoden

3 Die dokumentarische Methode

3.1 Entstehung und Sinn

3.2 Gebrauch der dokumentarischen Methode

4 Das Forschungsprojekt „Lernen in der Justizvollzugsanstalt“

4.1 Zugang

4.2 Erhebungsmethode

4.3 Kritische Reflexion

5 Anwendung der dokumentarischen Methode

5.1 Formulierende Interpretation, thematischer Verlauf

5.2 Formulierende Feininterpretation und reflektierende Interpretation

5.3 Ausblick

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Rekonstruktion von Lernorientierungen bei inhaftierten Personen, um den Habitus des Lernens im Kontext des Strafvollzugs zu verstehen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie und unter welchen Bedingungen Gefangene in der Justizvollzugsanstalt lernen und welche Bedeutung sie dem schulischen Lernen im Vergleich zu ihren biographischen Erfahrungen zumessen.

  • Grundlagen der dokumentarischen Methode nach Bohnsack und Nohl
  • Methodik der qualitativen Interviewführung im Kontext einer JVA
  • Rekonstruktion individueller Lernorientierungen anhand von Fallanalysen
  • Vergleich von Lernmodi in Freiheit versus Gefangenschaft
  • Reflexion über die Rolle von Kriminalität als Alternative zur Bildungsbiographie

Auszug aus dem Buch

Die dokumentarische Methode

Der Blick auf den geistigen Ursprung der dokumentarischen Methode soll zunächst einmal den Zweck, nämlich die „Handlungspraxis“ (Bohnsack, 2007, S.9) des Akteurs zu ergründen, verdeutlichen.

Pierre Bourdieu beanstandet in seiner „Kritik der theoretischen Vernunft“ (1993), dass man Erkenntnisse nur konstruieren kann, wenn man das Erkennen auf das Registrieren reduziert und sich in die „wirkliche, sinnliche Tätigkeit als solche, also in das praktische Verhältnis zur Welt hineinversetzt“ (Bourdieu, 1993, S.97). Weiterhin kritisiert er, dass nichts trügerischer ist „als die rückblickende Illusion, die die Spuren des Lebens insgesamt […] als Realisierung eines vorgegebenen Wesens erscheinen läßt“ (Bourdieu, 1993, S.103). Bourdieu fordert also den Blick des Forschers auf die Handlungspraxis der Akteure und begründet damit sein Konzept vom Habitus. Und dennoch muss bei der Elaboration dessen auch immer der biographische und soziale Kontext sowie individuelle Erfahrungen berücksichtigt werden (vgl. Bourdieu, 1993, S.97ff.).

In den Zwanzigern erarbeitete Karl Mannheim die dokumentarische Methode um Erfahrungen und Orientierungen zu rekonstruieren. Eine Methode, mit der Mannheim den Wechsel von der „Frage, was die gesellschaftliche Realität in der Perspektive der Akteure ist, zur Frage danach, wie diese in der Praxis hergestellt wird“ (Bohnsack, 2007, S.12). Mit dieser Methode setzte Mannheim bereitsdas „Bourdieu’sche Habituskonzept im Sinne einer stringent wissenssoziologisch basierten rekonstruktiven Methodologie“ (Bohnsack, 2007, S.25) um.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Motivation für das Forschungsthema sowie die Einbettung in den Kontext der qualitativen Sozialforschung.

2 Theoretische Einbettung der Forschungsmethoden: Theoretische Abgrenzung zwischen quantitativen und qualitativen Ansätzen und Einführung in die verschiedenen Interviewformen.

3 Die dokumentarische Methode: Erläuterung des wissenschaftlichen Hintergrunds, des Sinns und der praktischen Anwendung der dokumentarischen Methode nach Bohnsack und Nohl.

4 Das Forschungsprojekt „Lernen in der Justizvollzugsanstalt“: Beschreibung des Zugangs zur JVA, der Erhebung mittels Leitfadeninterviews und eine kritische Reflexion des Forschungsprozesses.

5 Anwendung der dokumentarischen Methode: Detaillierte Durchführung der formulierenden und reflektierenden Interpretation anhand der Interviews mit zwei Gefangenen.

6 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Reflexion der methodischen Schwierigkeiten und Empfehlungen für weiterführende Forschungen.

Schlüsselwörter

Dokumentarische Methode, Lernorientierung, Strafvollzug, qualitative Sozialforschung, Habitus, Orientierungsrahmen, biographische Interviews, Lernmodus, konjunktives Wissen, Bildungsbiographie, Leitfadeninterview, Resozialisierung, Sequenzanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die individuellen Lernorientierungen von Gefangenen in einer Justizvollzugsanstalt, um zu verstehen, wie diese Personen in ihrem spezifischen institutionellen Umfeld lernen und welche Bedeutung Bildung für sie hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Anwendung der dokumentarischen Methode in der Bildungsforschung, die Rekonstruktion von Lernmodi im Gefängnis und der Vergleich mit früheren biographischen Erfahrungen der Probanden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das konjunktive Wissen und die Handlungspraxen der inhaftierten Personen zur Aneignung von Wissen in aktuellen und vergangenen Lernsituationen durch eine fundierte qualitative Analyse zu rekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack und Arndt-Michael Nohl genutzt, welche eine formulierende Interpretation und eine reflektierende, komparative Sequenzanalyse umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zwei spezifische Experteninterviews mit Gefangenen (Herr Becker und Herr Hamann) analysiert, die thematischen Verläufe dargestellt und die Lernorientierungen der Akteure interpretiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Dokumentarische Methode, Lernorientierung, Strafvollzug, Habitus und qualitative Sozialforschung.

Wie unterscheidet sich das Lernen in der JVA von dem in der Freiheit?

Die Arbeit stellt fest, dass die Gefangenen in Haft eine höhere Bereitschaft zeigen, sich diszipliniert auf Lerninhalte einzulassen, da die Lernkultur im Gefängnis sich stark von der in Freiheit unterscheidet und durch externe Kontrolle sowie subkulturelle Zwänge geprägt ist.

Welche Rolle spielt die Kriminalität bei den Lernorientierungen der Gefangenen?

In beiden untersuchten Fällen fungiert Kriminalität als eine alternative Lebensstrategie zur Bildung, was dazu führen kann, dass Anstrengungen im Bildungsbereich als subjektiv sinnlos erachtet werden, sofern keine direkte Relevanz für das "Überleben" erkennbar ist.

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Details

Title
Die dokumentarische Methode zur Rekonstruktion von Lernorientierungen von Gefangenen einer JVA
Subtitle
Anhand zweier narrativer (Leitfaden)-Interviews
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Lehrforschung zu individuellen und kollektiven Lernorientierungen
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Michael Estel (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V190440
ISBN (eBook)
9783656152620
ISBN (Book)
9783656152866
Language
German
Tags
dokumentarische Methode JVA Lernen Lernen in der JVA narratives Interview Interview Qualitative Sozialforschung Nohl Bohnsack Formulierende Interpretation Formulierende Feininterpretation reflektierende Interpretation Habitus Orientierungsrahmen Lernorientierung qualitative Forschung Gefängnis Schulungen Befragung Leitfadeninterview Transkription Rekonstruktion von Erfahrung Handlungspraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Michael Estel (Author), 2011, Die dokumentarische Methode zur Rekonstruktion von Lernorientierungen von Gefangenen einer JVA , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190440
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