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Manno - Ist die Frau der Rede wert

Title: Manno - Ist die Frau der Rede wert

Thesis (M.A.) , 2011 , 42 Pages , Grade: 1

Autor:in: M.A. Tatjana Bansemer (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics

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Immer wieder fällt mir auf, dass von Männern tatsächlich erwünscht wird, wenn Frauen nach dem „Sex and the City“ Modus (amerikanische Fernsehserie, die von vier New Yorker Freundinnen handelt) leben. Also in weitem Sinne erfolgreich, sexy und unabhängig sein,
doch zu guter Letzt bei Prinz Charming diese ganze hart erarbeitete Selbständigkeit aufgeben und dem Pfad der Vorfahren folgen, wo der klare Platz hinter dem sogenannten metaphorischen Herd vorgeschrieben ist. Heutzutage kann jede Frau in der westlichen Welt
selber bestimmen, wie ihr Leben aussehen soll, doch ich werde versuchen zu ergründen, wann dieser Trend der Selbstständigkeit entstanden ist und ob die Frauenbewegung dazu beigetragen hat. Interessant ist es, immer wieder zu sehen, dass sich größtenteils die Frau dem Mann anpasst, statt umgekehrt. Auch in der Sprache scheint nach wie vor der Mann zu dominieren und da stellt sich mir die Frage, inwieweit die Frauenbewegung dieses verändert haben soll und wie die Reaktion der heutigen Jugend darauf ist. Wenn ich mir nun die heutige Lage der Frau ansehe, dann frage ich mich, inwiefern die Frauenbewegung dazu beigetragen hat, dass die Frau eine öffentliche Stimme hat und ob es überhaupt einen sprachlichen Aspekt des Emanzipationsprozesses gibt. Seit wann ist die Frau „der Rede wert” und ist sie überhaupt wirklich der Rede wert? Wäre eine solche Entwicklung für die Frau möglich gewesen ohne die Frauenbewegung? Da ich als Lehrerin tätig bin, wollte ich herausfinden, wie die Sicht meiner Schüler zum Thema Männer-/Frauensprache ist.
Fühlen sich die jungen Frauen von heute in der deutschen Sprache benachteiligt? Wenn ja, in welcher Form benachteiligt? Aus diesem Grunde habe ich mich für eine Schülerstudie entschieden, die die Sicht der Jugendlichen zum Thema „Frauensprache“ näher ergründen
soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Einführung

1.1. Lehrerexperiment

1.2. Material, Methode und Gliederung der Arbeit

2. Geschichtlicher Rückblick

3. Die Sprache der Frau

3.1. Spracherwerb

3.2. Sprachgebrauch

3.3. Benachteiligung der Frau in der deutschen Sprache

3.4. Neuere Entwicklungstendenzen

3.5. Sprachkritik

4. Hypothesen zur Frauensprache

4.1. Defizithypothese

4.2. Differenzhypothese

4.3. Doppelbindungshypothese

5. Geschlechtsspezifische Wörterbücher

5.1. Mario Barths Wörterbuch Deutsch-Frau/Frau-Deutsch (2004)

5.2. Nina George´s Wörterbuch Verstehen-Mann/Mann-Verstehen (2005)

6. Resultierende Problematik

7. Schülerstudie

7.1. Sachanalyse

7.2. Didaktische Überlegungen

7.3. Methodische Überlegungen

7.4. Ergebnisse

8. Zusammenfassung meiner Schülerstudie

9. Lösungsvorschläge und eigene Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Frauenbewegung und deutscher Sprache sowie die Auswirkungen geschlechtsspezifischer Kommunikation auf das Sprachbewusstsein Jugendlicher. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Frauen in der deutschen Sprache benachteiligt werden und wie sich die Rolle der Frau im Sprachsystem durch feministische Einflüsse verändert hat.

  • Historische Entwicklung der Frauenbewegung und ihre sprachkritischen Ansätze
  • Analyse geschlechtsspezifischer Hypothesen (Defizit-, Differenz- und Doppelbindungshypothese)
  • Vergleich populärwissenschaftlicher geschlechtsspezifischer Wörterbücher
  • Empirische Schülerstudie zur Wahrnehmung von Gender in der Sprache
  • Diskussion über Lösungsvorschläge für eine geschlechtergerechte Sprachverwendung

Auszug aus dem Buch

3.2. Sprachgebrauch

Saussure (2001) fasst Sprache als "Norm aller anderen Äußerungen der menschlichen Rede" auf. Seiner Ansicht nach sind die konkreten Äußerungen von Individuen der Ebene der Parole zugehörig. In der feministischen Linguistik wird Sprache und Sprachgebrauch nicht unterschieden, sondern als Reflex gesellschaftlicher Verhältnisse betrachtet.

Laut Moss (1967) ist schon bei Neugeborenen zu beobachten, dass Mütter, je nach Geschlecht des Babys, unterschiedlich mit ihrem Kind kommunizieren. Demnach sprechen oder vokalisieren Mütter häufiger mit ihren Töchtern als mit ihren Söhnen. Auch stellt Moss fest, dass Mütter mit ihren drei Monate alten Töchtern häufiger als mit ihren Söhnen sprechen. Auch die Väter kommunizieren in diesem Alter häufiger mit ihren Töchtern. Heute noch sind weniger Väter als Mütter in die Erziehung ihrer Kinder involviert, so dass die Kinder den sprachlichen Input nach wie vor hauptsächlich von der Mutter beziehen. Allgemein sind Väter weniger redefreudig. Die Sprachanpassung bei den Eltern verändert sich im Laufe der Zeit. Anfangs wird in der sogenannten Baby-Sprache (erhöhte Stimmlage, ausgeprägte Tonhöhenschwankungen, deutliche Rhythmisierung, einfacher Satzbau und einfache Wortwahl) mit dem Kind gesprochen, jedoch passt sich der Kommunikationsstil der Eltern dem Alter der Kinder und der damit zunehmenden kognitiven und kommunikativen Fähigkeit an. Mütter benutzen häufiger eine unterstützende Redeweise (Zustimmung, Lob etc.), aber auch negative Sprechakte (Kritik). Des Weiteren unterscheidet sich das Vokabular der Eltern, wenn sie mit ihren Kindern kommunizieren. Die Väter benutzen im Gegensatz zur Mutter häufiger differenzierte Wörter; sie benutzen mehr informierende Sprechakte, d.h. mehr Erklärungen, Meinungskundgaben etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Einführung: Einführung in die Thematik der Selbstständigkeit der Frau und die Rolle der Frauenbewegung im Kontext der Sprachveränderung.

2. Geschichtlicher Rückblick: Überblick über die deutsche Frauenbewegung von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur 68er-Bewegung und der Etablierung der feministischen Sprachwissenschaft.

3. Die Sprache der Frau: Untersuchung der Faktoren wie Spracherwerb, Sprachgebrauch und sprachliche Benachteiligung sowie neuere Entwicklungstendenzen.

4. Hypothesen zur Frauensprache: Darstellung und Erläuterung der Defizithypothese, Differenzhypothese und der Doppelbindungshypothese.

5. Geschlechtsspezifische Wörterbücher: Analyse und Vergleich zweier populärer Wörterbücher zum Thema Männer- und Frauensprache von Mario Barth und Nina George.

6. Resultierende Problematik: Zusammenfassung der kommunikativen Problematiken, die durch die männlich dominierte Sprache und das Aufstreben der Frauenbewegung entstanden sind.

7. Schülerstudie: Beschreibung der empirischen Untersuchung mit einer 12. Gymnasialklasse inklusive Methodik, Analyse und Ergebnissen.

8. Zusammenfassung meiner Schülerstudie: Fazit der empirischen Arbeit hinsichtlich der Wahrnehmung der Schüler bezüglich geschlechtergerechter Sprache.

9. Lösungsvorschläge und eigene Reflexion: Kritische Reflexion und Vorstellung konkreter Ansätze zur Förderung einer geschlechtergerechten Sprache im Alltag.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, feministische Sprachwissenschaft, Gender, Männersprache, Frauensprache, Sprachwandel, Geschlechtergerechtigkeit, Schülerstudie, Defizithypothese, Differenzhypothese, Doppelbindungshypothese, Sprachbenachteiligung, Kommunikation, Personenbezeichnungen, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der Frauenbewegung auf die deutsche Sprache und untersucht, wie geschlechtsspezifische Kommunikation wahrgenommen wird und inwieweit Frauen sprachlich benachteiligt sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Frauenbewegung, linguistische Theorien zur Frauensprache, der Vergleich populärwissenschaftlicher Geschlechter-Ratgeber sowie die empirische Untersuchung des Sprachbewusstseins bei Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Frauen in der deutschen Sprache sichtbarer gemacht werden können und ob die heutige Jugend eine geschlechterspezifische Benachteiligung im Sprachgebrauch wahrnimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung linguistischer Konzepte wurde eine empirische Schülerstudie mit einer 12. Klasse eines Gymnasiums durchgeführt, die aus Unterrichtssequenzen, Diskussionen und schriftlichen Reflexionen bestand.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich theoretischen Hypothesen zur Frauensprache, der Analyse geschlechtsspezifischer Wörterbücher von Mario Barth und Nina George sowie der Durchführung und Auswertung der Schülerstudie.

Durch welche Schlagwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Frauenbewegung, Sprachwandel, Gender in der Sprache, geschlechtergerechte Sprache und linguistische Soziologie.

Wie unterscheidet sich die Bewertung der beiden analysierten Wörterbücher?

Während Mario Barth versucht, Frauen durch die Brille männlicher Klischees zu erklären, wirft Nina George den Männern pauschal sexistisches Denken vor; beide Werke werden von der Autorin kritisch hinterfragt.

Welches Ergebnis lieferte die Schülerstudie bezüglich geschlechtergerechter Sprache?

Die Ergebnisse waren differenziert: Während einige Schüler die Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Sprache nicht sahen, entwickelten andere ein stärkeres Bewusstsein für die subtile sprachliche Ausgrenzung der Frau.

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Details

Title
Manno - Ist die Frau der Rede wert
College
Lund University
Grade
1
Author
M.A. Tatjana Bansemer (Author)
Publication Year
2011
Pages
42
Catalog Number
V189915
ISBN (eBook)
9783656157717
ISBN (Book)
9783656157892
Language
German
Tags
Frauensprache Schülerexperiment mit der Sprache Pädagogik Historischer Rückblick auf die Frauensprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Tatjana Bansemer (Author), 2011, Manno - Ist die Frau der Rede wert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189915
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