In der Hausarbeit geht es um das Unterrichten von Fremdsprachen in der Weiterbildung. Welche Aufgaben hat ein Kursleiter in der Weiterbildung im zur Grundschule und zur Mittelstufe? Wo liegen die Besonderheiten und was müssen die Kursleiter beachten?
Diese Fragen sollen innerhalb der Hausarbeit geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sprachenlernen in der Weiterbildung- Wer, Was, Wie, Warum?
3. Lerntypen
4. Vergleich zur Schule
5. Besondere Probleme Erwachsener
6. Aufgaben des Kursleiters
7. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Besonderheiten des Fremdsprachenlernens in der Erwachsenenbildung zu analysieren und kritisch mit dem schulischen Fremdsprachenunterricht zu vergleichen, um daraus spezifische Anforderungen an Kursleiter abzuleiten.
- Motivation und Hintergründe von Teilnehmenden in der Weiterbildung
- Vergleichende Analyse: Institutionelle Weiterbildung versus Schule
- Psychologische Aspekte: Lerntypen und affektive Barrieren
- Methodische Anforderungen an Kursleitende
- Umgang mit Heterogenität und Lernblockaden in Kursgruppen
Auszug aus dem Buch
Besondere Probleme Erwachsener
Ein großes Problem in der Erwachsenenbildung ist vor allem auch die Angst. Bei Erwachsenen hat dieses Gefühl im Bezug auf das Sprachenlernen einen sehr viel höheren Stellenwert, als bei Kindern und Jugendlichen, da diese von sich aus meistens sehr viel experimentierfreudiger und offener sind und weniger Scheu haben Neues auszuprobieren. Erwachsene sind schon sehr viel mehr in ihren gewohnten Strukturen und Sprachen verankert und haben dadurch größere Hemmungen. „Die Aussprache fremder Laute nachzuahmen, empfinden wohl die meisten Erwachsenen als unangenehm, vor allem, wenn sie vor der Gruppe sprechen sollen.“ (Quetz, 1992, S.61,62) Diese Hemmungen haben Kinder meistens nicht, weil sie ohnehin noch in einer Lebensphase sind, in der sie alles ausprobieren müssen und ihre Vorstellungen noch nicht so streng geformt sind. Erwachsene hingegen müssen sich oft sehr überwinden, um etwas Neues auszuprobieren und es kostet sie mehr Mühe die Aussprache von fremden Lauten zu erlernen.
Bei den meisten Erwachsenen steht daher im Vordergrund „die Angst, sich durch seine Sprechäußerungen vor den anderen Kursteilnehmern zu blamieren. Diese Angst ist bei den meisten scher schnell abgebaut. Wo dies nicht der Fall ist, könnten Kursleiter durch Partner- oder Gruppenarbeit helfend eingreifen, weil dann immer nur wenige Gesprächspartner direkt zuhören können.“ (Quetz, 1992, S.64)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Fremdsprachen aufgrund von Globalisierung und beruflichen Anforderungen und definiert die Fragestellung der Arbeit.
2. Sprachenlernen in der Weiterbildung- Wer, Was, Wie, Warum?: Dieses Kapitel untersucht die demografische Zusammensetzung, die Beweggründe der Teilnehmenden und die unterschiedliche Motivation je nach Sprache und Bildungsgrad.
3. Lerntypen: Basierend auf Vielau werden drei Lerntypen (Spracherwerber, Erlerner, Lernungewohnte) differenziert und deren unterschiedliche Bedürfnisse an den Unterricht herausgestellt.
4. Vergleich zur Schule: Hier wird der Kontrast zwischen schulpflichtigem Lernen und freiwilliger Weiterbildung in Bezug auf Lernumgebung, Erwartungshaltungen und Leistungsdruck beleuchtet.
5. Besondere Probleme Erwachsener: Dieses Kapitel thematisiert spezifische Hürden wie Ängste, Selbstwertproblematik, Zeitmangel und die Hemmschwelle bei der Aussprache.
6. Aufgaben des Kursleiters: Es wird definiert, wie Kursleiter durch Beratung, Gruppendynamik und binnendifferenzierten Unterricht auf die individuellen Bedürfnisse reagieren sollten.
7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung betont das weitläufige Aufgabenfeld des Kursleiters, dessen Erfolg maßgeblich von der Fähigkeit abhängt, Motivation aufrechtzuerhalten und partnerschaftlich mit den Teilnehmenden zu arbeiten.
Schlüsselwörter
Fremdsprachen, Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Kursleiter, Motivation, Lernblockaden, Lerntypen, Volkshochschule, Heterogenität, Fremdsprachenlernen, Lehrmethodik, Gruppenklima, binnendifferenzierter Unterricht, Angst, Fremdsprachenlehrer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die spezifischen Bedingungen des Fremdsprachenlernens in der Erwachsenenbildung und setzt diese in Kontrast zum schulischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den zentralen Feldern gehören die Motivation der Teilnehmenden, der Vergleich zu schulischen Lernbedingungen, auftretende Lernbarrieren bei Erwachsenen sowie die Anforderungen an die professionelle Kursleitung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Besonderheiten und Schwierigkeiten erwachsener Lernender aufzuzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen für Kursleiter in der Weiterbildung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Theorien und Studien zum Fremdsprachenunterricht in der Erwachsenenbildung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Teilnehmermotiven, Lerntypen, den Vergleich mit der Schule, die psychologischen Hürden Erwachsener sowie die konkreten Aufgaben der Kursleitung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Fremdsprachenlernen, Kursleiter, Motivation und Lernblockaden.
Warum ist die Unterscheidung von Lerntypen für den Kursleiter so wichtig?
Da Teilnehmende unterschiedliche kognitive Strategien anwenden, ermöglicht die Identifikation der Lerntypen eine passgenauere Unterstützung und Vermeidung von Frustration.
Welche Rolle spielt die "Angst vor Blamage" in Sprachkursen für Erwachsene?
Sie ist ein wesentlicher Faktor für Lernblockaden, insbesondere bei der Aussprache, und erfordert daher ein geschütztes, angstfreies Gruppenklima sowie kleinschrittige Erfolgserlebnisse.
Warum ist das Fehlen von Noten in der Weiterbildung sowohl Vorteil als auch Herausforderung?
Es fördert zwar die Ungezwungenheit und Motivation, erschwert jedoch die Steuerung und Selektion sowie die Einschätzung, ob ein Teilnehmender besondere Unterstützung benötigt.
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- Hannah Siebern (Author), 2009, Weiterbildungsmanagement - Fremdsprachen in der Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189890