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Dazwischen daheim - Interkulturelle Differenz im deutschen Migrantenkino am Beispiel von Fatih Akins „Gegen die Wand“

Title: Dazwischen daheim - Interkulturelle Differenz im deutschen Migrantenkino am Beispiel von Fatih Akins „Gegen die Wand“

Term Paper , 2011 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sandro Abbate (Author)

Literature - Comparative Literature

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Summary Excerpt Details

Es war 1961, als die Bundesrepublik Deutschland beschloss, auch türkische Arbeitskräfte ins Land zu holen. Die meisten der so genannten Gastarbeiter planten für ein paar Jahre im fremden Deutschland zu arbeiten, um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Doch ein Großteil der Einwanderer blieb. Auch wenn immer wieder Diskussionen über mangelnde Integration und Parallelgesellschaften aufkommen, wurde Deutschland zur Heimat für viele dieser Einwanderer und noch mehr für die Deutschtürken der zweiten und dritten Generation, die bereits in Deutschland geboren wurden. Und so sind in allen alltäglichen sowie kulturellen Bereichen die Einflüsse türkischer Einwanderer und deren Nachkommen zu finden. Sei es in der Esskultur oder seien es türkischstämmige Schriftsteller wie Feridun Zaimoglu oder deutsch-türkische Filmemacher wie Fatih Akin, dessen Film „Gegen die Wand“ bei der Berlinale 2004 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

Diese 50 Jahre bedeuten auch fünf Jahrzehnte des Miteinanders und ebenso fünf Jahrzehnte der Bilder dieses Miteinanders. Die ersten Versuche, filmisch mit den Einwanderern umzugehen, waren häufig von der Darstellung des Gastarbeiters als Opfer des Industriekapitalismus oder auch von Klischees, wie der unterdrückten türkischen Frau, bestimmt. Der Versuch des Zusammenlebens ist in diesen Filmen fast immer zum Scheitern verurteilt. Hier stellen noch vorwiegend deutsche Filmemacher, wie Fassbinder, eine Art Sprachrohr für eine gesellschaftliche Randgruppe dar, die über keine Lobby verfügte.

In den 1990er Jahren übernahm die Generation der in Deutschland geborenen Einwandererkinder zunehmend selbst Regie. Zu dieser Generation gehören Filmemacher wie Thomas Arslan, Filippos Tsitos und eben Fatih Akin.

Das Thema Migration spielt zwar immer noch eine mal größere mal weniger große Rolle, doch stellt das Leben zwischen den Kulturen für diese Generation kein Problem mehr dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Dazwischen daheim

2.1 Migration und Identität

2.2 Kurzer geschichtlicher Überblick der Einwanderung im Rahmen der Anwerbeabkommen

3. Migration und Kino in Deutschland

3.1 Türkenbild aus Deutschensicht

3.2 Vom Gastarbeiterkino zum deutsch-türkischen Kino der Gegenwart

4. Filmanalyse „Gegen die Wand“ (Fatih Akin, 2004)

4.1 Der Regisseur Fatih Akin

4.2 Filmdaten

4.3 Filmanalyse

4.3.1 Inhaltsanalyse

4.3.2 Figurenanalyse

4.3.2.1 Sibel

4.3.2.2 Cahit

4.3.2.3 Sibels Bruder Yilmaz

4.3.3 Normen- und Werteanalyse

4.3.4 Filmästhetische Aspekte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Repräsentation interkultureller Differenz und Identitätskonstruktionen im modernen deutsch-türkischen Migrantenkino, insbesondere am Beispiel von Fatih Akins Film „Gegen die Wand“.

  • Wandel der Migrationsdarstellung im deutschen Film (vom "Gastarbeiterkino" zur modernen Perspektive).
  • Analyse der Identitätskonstruktion und Hybridität bei Protagonisten mit Migrationshintergrund.
  • Dekonstruktion von Stereotypen über türkischstämmige Menschen in der deutschen Gesellschaft.
  • Filmanalyse von „Gegen die Wand“ hinsichtlich Inhalt, Figuren, Werten und Ästhetik.

Auszug aus dem Buch

4.3.2.1 Sibel

Im Vergleich zu anderen deutschtürkischen Frauen in deutschen Filmen hat Sibel wenige Gemeinsamkeiten zu den bekannten klischeehaften Darstellungen. Sie trägt weder Kopftuch noch ist sie als passives Opfer, das unter den Restriktionen ihrer Familie leidet, zu sehen. Sie versucht sich von den Zwängen der Tradition zu befreien, sie weiß, was sie will und ist bereit dafür bis zum Äußersten zu gehen, inklusive Selbstmordversuchen. Sibel erscheint innerlich zerrissen: einerseits ist da ihr ungeheurer Freiheitsdrang, andererseits der Wunsch nach Familie und die Bemühung, den Kontakt zu ihrem Elternhaus zu bewahren. Auf der einen Seite ist da ihr Lebenshunger, auf der anderen selbstzerstörerische Tendenzen und Selbstmordversuche.

Bereits zu Beginn des Films lässt sich an Sibels Äußerem erkennen, dass sie eine moderne, modebewusste Frau ist. Sie wirkt selbstbewusst und mutig. Ihre Pläne, ihr Lebensentwurf stehen in krassem Gegensatz zu den Moralvorstellungen ihrer Familie. Andererseits jedoch wahrt sie in Anwesenheit der Familie den Schein der tugendhaften Tochter. So gibt sie beispielsweise nicht ein Widerwort, als sie heftige Vorwürfe seitens des Vaters und des Bruders in der Klinik über sich ergehen lassen muss.

Sie benötigt die Scheinehe, um ihrer Familie zu entkommen, statt mit ihrer Familie zu brechen. Direkt nach der Hochzeit verändert sie sich auch äußerlich. Sie kleidet sie sich figurbetonter, schminkt sich stärker und lässt sich den Bauchnabel piercen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Geschichte der türkischen Einwanderung und die Entwicklung ihrer filmischen Repräsentation in Deutschland.

2. Dazwischen daheim: Dieses Kapitel erörtert theoretische Ansätze zu Identität und Migration sowie einen kurzen historischen Abriss der Anwerbeabkommen.

3. Migration und Kino in Deutschland: Es wird das sich wandelnde Türkenbild aus deutscher Sicht untersucht, vom exotisierten Fremden bis zum selbstverständlichen Teil der Gesellschaft.

4. Filmanalyse „Gegen die Wand“ (Fatih Akin, 2004): Das Kernkapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Regisseur, den Filmdaten und eine tiefgehende Analyse der Figuren, Normen und filmästhetischen Mittel.

5. Fazit: Das Fazit zieht Bilanz über die Entwicklung des Migrantenkinos hin zu individuellen, nicht mehr primär von Problematiken bestimmten Lebensentwürfen.

Schlüsselwörter

Fatih Akin, Gegen die Wand, Migrantenkino, Migration, deutsch-türkische Minderheit, Identität, Identitätskonstruktion, Integration, Filmanalyse, Hybridität, Stereotype, drittes Kino, Repräsentation, Lebensentwürfe, interkulturelle Differenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Migrationserfahrungen und kultureller Identität im deutschen Kino anhand von Fatih Akins Film „Gegen die Wand“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind unter anderem Identitätskrisen, die Emanzipation von traditionellen Werten, der Wandel des "Gastarbeiterbildes" und die filmische Verarbeitung kultureller Hybridität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu zeigen, dass neuere Filme wie „Gegen die Wand“ Migranten als komplexe Individuen und nicht mehr als bloße Problemfälle oder Opfer darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Filmanalyse angewendet, die Aspekte wie Inhalts- und Figurenanalyse, Normen- und Werteanalyse sowie filmästhetische Stilmittel kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Identität und Migration sowie die konkrete Filmanalyse von Fatih Akins „Gegen die Wand“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Fatih Akin, Identität, Hybridität, Filmanalyse, deutsch-türkische Minderheit und Migrantenkino.

Wie werden die Hauptfiguren Sibel und Cahit charakterisiert?

Beide sind soziale Außenseiter, die unter ihrer jeweiligen Situation leiden, jedoch sehr unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung ihres Lebens und ihrer Herkunft wählen.

Welche Rolle spielt die Musik in „Gegen die Wand“?

Die Musik unterstreicht die emotionale Lage der Protagonisten und spiegelt durch ihre stilistische Vielfalt die kulturelle Hybridität des Films wider.

Warum lehnt Cahit alles Türkische so vehement ab?

Die genaue Ursache für Cahits Ablehnung wird im Film nicht explizit aufgeschlüsselt; er scheint sich eher über eine internationale Subkultur als über eine nationale Identität zu definieren.

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Details

Title
Dazwischen daheim - Interkulturelle Differenz im deutschen Migrantenkino am Beispiel von Fatih Akins „Gegen die Wand“
College
University of Hagen  (Institut für neuere deutsche und europäische Literatur)
Course
Literatur und kulturelle Differenz
Grade
2,0
Author
Sandro Abbate (Author)
Publication Year
2011
Pages
37
Catalog Number
V189669
ISBN (eBook)
9783656140207
ISBN (Book)
9783656140290
Language
German
Tags
Literatur Film Migrantenkino fatih akin akin gegen die wand kulturelle differenz interkulturelle literatur interkulturelles kino interkultureller film migrantenliteratur gastarbeiter türken deutsch-türkisches kino selbstbild fremdbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandro Abbate (Author), 2011, Dazwischen daheim - Interkulturelle Differenz im deutschen Migrantenkino am Beispiel von Fatih Akins „Gegen die Wand“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189669
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