Das auf der nuklearen Zweitschlagkraft basierende Gleichgewicht des Schreckens der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts scheint durch die die kulturspezifischen Wertegemeinschaften unterminierende Diktatur des Werterelativismus in der westlichen Welt das geistige strategische Gleichgewicht als Vorläufer materieller strategischer Ungleichgewichte zu verlagern. Daher ist es erforderlich, erkennbare Eckdaten des globalen Kulturwandels und Kulturverständnisses näher zu betrachten, um einem Auseinanderklaffen von Kultur- und Zivilisationsdynamiken einerseits und in zunehmendem Maße evidenter Schöpfungsordnung andererseits zu unterbinden.
Inhaltsverzeichnis
I Horizonte relativer Strategie
A. Die großen Kulturrevolutionen
B. Perspektiven des globalen Kultur- und Diversitätsmanagements
1. Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschung
2. The Dawn of an Intercultural Metascience. An Epistemological Blueprint for 360° Synergy
C. Weltkultursystemanalyse
1. Visuelle Systematisierung der Weltkulturen
2. Global Culture Systems Analysis. Sustainability and Accountability
D. Globalisierungsmanagement
1. Transnational Management
E. Strategische Dimensionen des intrapsychischen Prozessmanagements im Kontext des globalen Kommunikationsmanagements
F. Globale Verhandlungsstrategie
II Horizonte absoluter Strategie
A Die Integrität der Schöpfung
1. Kulturelle Identität und Ethik im Kontext der Integrität der Schöpfung
B. Fundamente und Grundlagen der Kultur
1. Die Kultur und die Schöpfungsordnung
C. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Prinzip der Menschheit
1. Menschliche Defizite hinsichtlich der komplementären Erkenntnis der Einheit und der Diversität:
Auf der individuellen Ebene
Auf der kollektiven Ebene
2. Grundlagen und Weg der Einheit
D. Metaphysik und Kultur
1. Der Primat Gottes
2. Die biologische, die psychologische und die geistige Natur ganzheitlicher menschlicher Kultur
3. Summum Unum
III Die Integration relativer und absoluter strategischer Horizonte
A. Die Konvergenz von Strategien der Division und Integration in einem weiteren strategischen Horizont
1. The State-of-the-Art of the Intercultural Art and Science: On Human Relativity In Intercultural Research
2. Enhancing the Intercultural Art and Science: Sources, Models and the Achievement of True Cultural Intelligence
B. Strategische Instrumente des inter- und des transkulturellen Managements
IV Globales bilinguales Englisch-Deutsches Strategisches Management Wörterbuch
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine transdisziplinäre „Kulturwissenschaft“ zu etablieren, die über rein deskriptive interkulturelle Managementansätze hinausgeht und den Menschen als ganzheitliches Wesen in den Mittelpunkt stellt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch die Integration relativer strategischer Horizonte (Interkulturalität) und absoluter Horizonte (Transkulturalität/Noetik) ein bewussteres, nachhaltiges und konfliktfreies globales Management ermöglicht werden kann, um der „Endlosschleife“ dialektischer Konflikte zu entkommen.
- Entwicklung eines ganzheitlichen „Transcultural Profiler“-Modells zur Analyse menschlicher Kulturarchitektur.
- Kritische Auseinandersetzung mit bestehenden kulturwissenschaftlichen Paradigmen (Hofstede, Trompenaars, Brannen/Salk) und deren Weiterentwicklung.
- Einführung einer noetischen bzw. transkulturellen Dimension zur Überwindung dialektischer Gegensätze in der globalen Führung.
- Synthese von Naturwissenschaft (Quantenphysik/Neurophysiologie) und Philosophie/Religion zur Fundierung einer neuen Führungsethik.
- Bereitstellung eines bilingualen Wörterbuchs für transkulturelle Management-Terminologie.
Auszug aus dem Buch
A. DIE GROSSEN KULTURREVOLUTIONEN: RÜCKBLICK UND AUSBLICK
Die Lage der Welt unserer Epoche ist gekennzeichnet durch eine postideologische Säkularisierung und Relativierung der Werte einerseits, sowie von Fundamentalismus andererseits. Dies führt zu einer Verlagerung des Gleichgewichts der Kräfte, während sich das wirtschaftliche Gleichgewicht gleichermaßen zugunsten der emergenten, bevölkerungsreichen Welt zu verlagern im Begriff zu sein scheint. In mancher Hinsicht handelt es sich um eine Rückwärtsbewegung des Pendels der Kolonialisierung, das nun die vormaligen Kolonisatoren intra- und interkulturell, sowohl wirtschaftlich als auch geisteskulturell zu bedingen scheint. Sowohl die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, als auch die weltpolitische und strategische Polarisierung scheinen durch die Konkomitanz eines geistigen Vakuums bei gleichzeitiger Emergenz konkurrierender geistiger Kräfte in der menschlichen Zivilisation bedingt zu sein und somit sowohl intrakulturelle Gleichgewichte, als auch das geopolitische strategische Gleichgewicht zu verändern.
Das auf der nuklearen Zweitschlagkraft basierende Gleichgewicht des Schreckens der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts scheint durch die die kulturspezifischen Wertegemeinschaften unterminierende Diktatur des Werterelativismus in der westlichen Welt das geistige strategische Gleichgewicht als Vorläufer materieller strategischer Ungleichgewichte zu verlagern. Daher ist es erforderlich, erkennbare Eckdaten des globalen Kulturwandels und Kulturverständnisses näher zu betrachten, um einem Auseinanderklaffen von Kultur- und Zivilisationsdynamiken einerseits und in zunehmendem Maße evidenter Schöpfungsordnung andererseits zu unterbinden.
Zusammenfassung der Kapitel
I Horizonte relativer Strategie: Dieses Kapitel analysiert moderne interkulturelle Forschungsansätze und untersucht deren Grenzen bei der Bewältigung globaler kultureller und wirtschaftlicher Herausforderungen.
II Horizonte absoluter Strategie: Hier wird die metaphysische Dimension eingeführt, wobei die Integrität der Schöpfung als übergeordnetes, einheitsstiftendes Prinzip für menschliches Handeln und Management postuliert wird.
III Die Integration relativer und absoluter strategischer Horizonte: Das Kapitel führt ein ganzheitliches Modell ein, welches die Konvergenz von relativen und absoluten Strategien durch neue, transkulturelle Instrumente operationalisiert.
IV Globales bilinguales Englisch-Deutsches Strategisches Management Wörterbuch: Ein umfassendes Glossar, das die erarbeiteten Konzepte terminologisch aufbereitet und für die transkulturelle Managementpraxis nutzbar macht.
Schlüsselwörter
Transkulturalität, Interkulturelles Management, Noetik, Schöpfungsordnung, Kulturrevolution, Bewusstseinsarchitektur, Synergie, Dialektik, globale Zivilisation, Wertepräferenzen, interkulturelle Kompetenz, Transformation, Identität, Systemanalyse, Transcultural Profiler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Transformation des globalen Managements durch die Integration kultureller Vielfalt in eine transkulturelle, ganzheitliche Bewusstseinsarchitektur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die kritische Analyse bisheriger interkultureller Managementmodelle, die Rolle von Werten und Ethik im globalen Kontext sowie die Überwindung dialektischer Konflikte durch noetische Prinzipien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Etablierung eines leistungsfähigen, zukunftsorientierten Paradigmas für globales Management, das durch die Integration einer transkulturellen Ebene eine nachhaltigere und konfliktfreiere Zusammenarbeit ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor verwendet eine transdisziplinäre Methode, die Erkenntnisse aus der interkulturellen Forschung, Systemanalyse, Quantenphysik, Neurophysiologie sowie Philosophie und Theologie verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung relativer und absoluter strategischer Horizonte und mündet in die Vorstellung des „Transcultural Profiler“-Modells, das als Diagnose- und Steuerungsinstrument dient.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Transkulturalität, Noetik, Schöpfungsordnung, ganzheitliche Bewusstseinsarchitektur, interkulturelles Interfacing und Synergie.
Wie unterscheidet sich dieser Ansatz von klassischen Modellen?
Klassische Modelle bleiben oft bei einer deskriptiven Analyse kultureller Unterschiede stehen. Dieser Ansatz versucht hingegen, diese Unterschiede durch eine höhere, „transkulturelle“ Dimension auf einer tieferen Ebene zu integrieren und zu steuern.
Welche Rolle spielt die „noetische Dimension“?
Sie stellt die höchste Ebene der psychologischen Steuerung dar und ermöglicht es, kulturelle Programmierung zu transzendieren, um so eine ganzheitliche und konfliktfreie Interaktion zwischen verschiedenen Kulturen zu gewährleisten.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2012, Kultur Strategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189285