Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Brechts "Antigone des Sophokles" - Intertextualität als dekonstruktiver Prozess

Title: Brechts "Antigone des Sophokles" - Intertextualität als dekonstruktiver Prozess

Term Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabine Gesinn (Author)

German Studies - Modern German Literature

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit setzt sich zunächst Allgemein mit dem Begriff der Interetextualität auseinander (Kap.2) Anschließend wird das Analysekonzept von Genette vorgestellt (Kap.3) unter der besonderen Betrachtung der 'Hypertextualität'(Kap.4). Abschließend wird dargelegt, warum in Brechts 'Antigone des Sophokles' Intertextualität als dekonstruktiver Prozess zu verstehen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die theoretischen Grundlagen

2.1. Intertextualität und Autorschaft

2.2. Transtextualität : ein Analysekonzept von Gérard Genette

3. Transtextuelle Bezüge in Brechts „Antigone des Sophokles“ ─ ein erster Eingrenzungsversuch: Paratextualität ─ Intertextualität ─ Metatextualität ─ Architextualität

3.1. Der Paratext

3.2. Intertextualität

3.3. Metatextualität ─ Architextualität ─ Hypertextualität

4. Hypertextualität: eine ausgedehnte Betrachtung

4.1. Transformation oder Nachahmung?

4.2. Transformation: Parodie, Travestie oder Transposition?

4.3. Transposition: Transstilisierung ─ Aussparung ─ Verknappung ─ Erweiterung ─ Transmotivation

5. Intertextualität bei Brechts ‚Antigone des Sophokles’: ein dekonstruktiver Prozess

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Erscheinungsformen und Funktionen der Intertextualität in Bertold Brechts „Antigone des Sophokles“, indem sie diese auf Basis des Transtextualitätskonzepts von Gérard Genette analysiert und den darin liegenden dekonstruktiven Prozess offenlegt.

  • Grundlagen der Intertextualität nach Julia Kristeva
  • Anwendung des Genetteschen Transtextualitätsmodells
  • Transformation und Umdeutung antiker Stoffe bei Brecht
  • Stilistische Analyse: Vergleich Brecht, Hölderlin und Sophokles
  • Dekonstruktion politischer und religiöser Ordnungen im Drama

Auszug aus dem Buch

4.1. Transformation oder Nachahmung?

Genette spaltet Hypertextualität in die Begriffe Transformation und Nachahmung bzw. Imitation auf. Die letzen beiden sind nicht mit den aus der griechischen Rhetorik stammenden Begriffen identisch.

Bei der Transformation handelt es sich um eine Textbemächtigung durch den Autor, der diesen Text dann „entsprechend einer …semantischen Absicht“ transportiert. Das Merkmal der Nachahmung ist, dass ein bestimmter Stil nachgeahmt, also imitiert wird. Im Gegensatz zur Transformation handelt es bei der Nachahmung um eine Stilbemächtigung, aus der der Text folgt.

Brecht benutzt den Hölderlinschen Text, indem er ihn zitiert, höhlt ihn durch Kürzungen aus, füllt ihn mit eigenen Formulierungen, sowie weiteren Zitaten von Goethe, Hölderlin und aus der Bibel. Man kann hier also weniger von Stilnachahmung als von einer Ästhetik der parallelen Stile sprechen.

Anhand des Genetteschen Rasters kann nunmehr folgende Entscheidung getroffen werden: Bei der Brechtschen ‚Antigone des Sophokles’ handelt es sich um keine Nachahmung, die den Stil des Textes nachahmt, sondern eher um eine Transformation, die sich des Textes bemächtigt. Zu berücksichtigen ist bei dieser Einordnung, dass es keine Sortenreinheit geben kann. Im Brechtschen Antigone-Text lassen sich, sozusagen als kleine Einlagen, Nachahmungen finden, die auf eine Persiflage, bei Genette eine satirische Nachahmung, als Verspottung des Inhalts schließen lassen. Brecht bedient sich hier der Übersetzung der 4. pythischen Pindar-Ode durch Hölderlin und erfindet den willkürlichen Ausdruck bzw. die Bezeichnung ‚Lachmyschen Brüder’ hinzu, mit dem Ergebnis, dass man sie als Persiflage verstehen könnte:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Intertextualität ein und stellt Brechts „Antigone des Sophokles“ als zentrales Untersuchungsobjekt vor.

2. Die theoretischen Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Intertextualität nach Julia Kristeva und stellt das transtextuelle Analysemodell von Gérard Genette vor.

3. Transtextuelle Bezüge in Brechts „Antigone des Sophokles“ ─ ein erster Eingrenzungsversuch: Paratextualität ─ Intertextualität ─ Metatextualität ─ Architextualität: Hier werden die ersten Typen der Transtextualität am konkreten Beispiel von Brechts Antigone-Bearbeitung angewendet.

4. Hypertextualität: eine ausgedehnte Betrachtung: Dieses Kapitel vertieft die Untersuchung der Hypertextualität durch die Unterscheidung von Transformation und Nachahmung sowie spezifische Verfahren wie Transstilisierung und Transmotivation.

5. Intertextualität bei Brechts ‚Antigone des Sophokles’: ein dekonstruktiver Prozess: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, wie durch die transtextuellen Verfahren ein dekonstruktiver Prozess stattfindet.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Transtextualität, Hypertextualität, Gérard Genette, Bertold Brecht, Antigone, Sophokles, Friedrich Hölderlin, Dekonstruktion, Transformation, Transstilisierung, Transmotivation, Literaturtheorie, Autor, Zitat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der transtextuellen Beziehungen und der intertextuellen Struktur in Bertold Brechts Theaterstück „Die Antigone des Sophokles“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die literaturtheoretische Einordnung von Intertextualität sowie die praktische Untersuchung von Transformationen und Neudeutungen eines klassischen Stoffes durch den Autor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, durch die Anwendung des Modells von Gérard Genette aufzuzeigen, wie Brecht verschiedene Textvorlagen nutzt, um durch einen dekonstruktiven Prozess eine neue inhaltliche und politische Aussage zu generieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die methodischen Kategorien der Transtextualität nach Gérard Genette (insbesondere Paratextualität, Hypertextualität und Transmotivation) in Kombination mit einer textbasierten Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Ebenen, auf denen Brecht mit Vorlagen wie Sophokles oder Hölderlin arbeitet, und untersucht spezifische Eingriffe wie Kürzungen, stilistische Änderungen und Transmotivationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem zentralen Begriff der Intertextualität sind die Begriffe Transformation, Transtextualität, Dekonstruktion und das Konzept der „Literatur zweiter Stufe“ nach Genette maßgeblich.

Wie unterscheidet sich Brechts Antigone von der Fassung des Sophokles?

Brecht verändert unter anderem die politische Motivation des Krieges (das „Grauerz“), gestaltet Kreon als Diktator und unterzieht Antigone einer kritischen Neubewertung ihrer Rolle.

Warum spielt das „Vorspiel“ bei Brecht eine besondere Rolle?

Das Vorspiel („Berlin. April 1945“) dient als metaphorisches Anführungszeichen, das den historischen Bezug des Stücks zum Zweiten Weltkrieg und zum Nationalsozialismus unmittelbar etabliert.

Welche Rolle spielt Hölderlin für Brechts Bearbeitung?

Hölderlins Übersetzung dient Brecht als zentrale Textvorlage, deren Metrum und Stil Brecht teilweise übernimmt, jedoch durch eigene Formulierungen bricht, um eine „gestische Theatersprache“ zu erzeugen.

Was versteht die Arbeit unter dem „dekonstruktiven Prozess“ bei Brecht?

Damit ist die gezielte Verschiebung von Zeichen, Inhalten und politischen Ordnungen gemeint, durch die Brecht die traditionelle, „heilige“ Deutung des Antigone-Stoffes auflöst und neu kontextualisiert.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Brechts "Antigone des Sophokles" - Intertextualität als dekonstruktiver Prozess
College
University of Hagen  (Institut für neuere deutsche und europäische Literatur)
Grade
1,7
Author
Sabine Gesinn (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V189127
ISBN (eBook)
9783656130604
ISBN (Book)
9783656130796
Language
German
Tags
Brecht Antigone Sophokles Intertextualität Dekonstruktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Gesinn (Author), 2011, Brechts "Antigone des Sophokles" - Intertextualität als dekonstruktiver Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189127
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint