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Zeitgeschichte ist Streitgeschichte

Die Goldhagen-Kontroverse

Title: Zeitgeschichte ist Streitgeschichte

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Seichter (Author)

History - Basics

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Summary Excerpt Details

Der Essay beschäftigt sich mit der Überprüfung von Martin Sabrows These: "Zeitgeschichte ist Streitgeschichte" am Beispiel der sogenannten Goldhagen-Kontroverse, die auf das Werk „Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust“ von Daniel J. Goldhagen zurückgeht.
Goldhaben legte seinem Buch die Annahme zugrunde, dass die Deutschen freiwillig und nicht unter Zwang oder innerem Widerstand die Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus verübten. Eine Aussage, die international zu hitzigen Diskussionen führte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zeitgeschichte ist Streitgeschichte – Die Goldhagen-Kontroverse

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Essays ist es, die kontroverse Debatte um Daniel J. Goldhagens Werk „Hitlers willige Vollstrecker“ zu beleuchten und anhand dessen die These von Martin Sabrow zu untermauern, dass Zeitgeschichte als Streitgeschichte zu verstehen ist, insbesondere im Kontext der Aufarbeitung des Holocaust.

  • Die Einzigartigkeit und Brisanz des Holocaust in der historischen Debatte.
  • Analyse von Goldhagens Kernthesen zum „eliminatorischen Antisemitismus“.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Methode der „dichten Beschreibung“ und der Verallgemeinerung der Täterschaft.
  • Die Rolle von Widerstandsbewegungen und individuellen Handlungsspielräumen während der NS-Zeit.
  • Bedeutung der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen historischen Sichtweisen.

Auszug aus dem Buch

Zeitgeschichte ist Streitgeschichte – Die Goldhagen-Kontroverse

Alle Menschen reden darüber und viele sind sich dabei nicht einig. Alte reden darüber vielleicht anders als Junge. Interessierte anders als Desinteressierte. Rechte anders als Linke. Unterschiedliche Meinungen stehen im Raum und wie sehr man sich auch vornimmt, sich selbst zurückzunehmen, man kommt nicht umhin, seine Meinung zu begründen. Begründen zu wollen, begründen zu müssen. Denn das Thema ist brisant und in seinem Ausmaß einzigartig in der Weltgeschichte: der Holocaust. Dies ist eines der wenigen Themen, welches, hat man erst einmal eine Stellung für sich bezogen, eine gegensätzliche Meinung vollkommen unverständlich erscheinen lässt.

Allein die Tatsachen, dass sehr viele Unterlagen von den Nationalsozialisten kurz vor Ende des Kriegen noch vernichtet, Krematorien und andere Bauten zerstört wurden, wie im Fall von Ausschwitz II – Birkenau, und wir uns mit jedem fortschreitendem Jahr weiter dem Punkt nähern, da kein Zeitzeuge dieser Geschehnisse mehr am Leben sein wird, um der Nachwelt aus erster Hand seine Erfahrungen zu berichten und für Fragen offen zustehen. Allein diese Tatsachen bilden die wunderbarste Grundlage, unterschiedliche Meinungen zu kreieren. Dass es dabei zu Streit und Diskussionen kommt, ist nicht verwunderlich. Immerhin sind im Laufe der Jahre sehr absurde Thesen in diese Streitfrage eingeflossen. Wie zum Beispiel die offenkundig absurde, vollständige Leugnung des Holocaust. Oder aber die Behauptung, die Judenvernichtung wäre von allen Deutschen aus der reinen Lust zur Vernichtung hervorgegangen, jeder war schuldig und keiner wollte etwas dagegen unternehmen, weil alle Deutschen grundlegend Judenfeindlich waren.

Unterschiedliche Meinungen. Diese sind in Deutschland nicht verboten, jedenfalls nicht mehr. Und eben weil man heute über alles diskutieren und streiten darf und zwar in aller Öffentlichkeit, bilden sich noch weitere unterschiedliche Meinungen, wodurch einem zwangsläufig nur eine Erkenntnis in den Kopf schießt, die von Martin Sabrow in einer kurzen, markanten These formuliert wurde: „Zeitgeschichte ist Streitgeschichte“. Weiten wir dies auf die zuletzt erwähnte Behauptung über den Holocaust aus, um Sabrows Aussage zu untermauern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zeitgeschichte ist Streitgeschichte – Die Goldhagen-Kontroverse: Der Essay untersucht die emotionalen und methodischen Debatten um Goldhagens Werk und nutzt diese als exemplarisches Beispiel für die Notwendigkeit historischer Kontroversen zur Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Schlüsselwörter

Goldhagen-Kontroverse, Holocaust, eliminatorischer Antisemitismus, Zeitgeschichte, Streitgeschichte, Martin Sabrow, Täterforschung, Geschichtswissenschaft, NS-Zeit, Erinnerungskultur, Deutsche Identität, Mordkommandos, Historische Debatte, Schuldfrage, Erinnerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay primär?

Der Essay befasst sich mit der kontroversen Rezeption des Buches „Hitlers willige Vollstrecker“ von Daniel J. Goldhagen und nutzt diese Debatte, um die These „Zeitgeschichte ist Streitgeschichte“ kritisch zu reflektieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Schuldfrage der Deutschen am Holocaust, die psychologischen und ideologischen Motive der Täter sowie die methodische Kritik an historischen Verallgemeinerungen.

Was ist das primäre Ziel des Autors?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie historische Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven interpretiert werden können und warum eine fortwährende, auch streitbare Auseinandersetzung für das Verständnis der Geschichte essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird kritisch beleuchtet?

Der Essay setzt sich kritisch mit Goldhagens Anwendung der „dichten Beschreibung“ und seiner statistischen Argumentation (Stichproben aus Polizeibataillonen) auseinander.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil analysiert Goldhagens Thesen zum „eliminatorischen Antisemitismus“, die Gegenargumente von Kritikern wie Josef Joffe sowie die Rolle von individuellen Handlungsspielräumen während der NS-Diktatur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Holocaust, Goldhagen-Kontroverse, eliminatorischer Antisemitismus und Zeitgeschichte als Streitgeschichte definiert.

Wie bewertet der Autor Goldhagens These zum „eliminatorischen Antisemitismus“?

Der Autor ordnet diese These als eine zu stark verallgemeinernde Sichtweise ein, die komplexe historische Realitäten, wie den individuellen Widerstand oder die Komplexität der Täterstruktur, unzulässig vereinfacht.

Was sagt der Essay über die deutsche Erinnerungskultur aus?

Der Autor betont, dass die deutsche Bevölkerung das Thema der Judenverfolgung lange totgeschwiegen hat und dass auch heute noch eine gewisse Tabuisierung und „Zwangsbetroffenheit“ den offenen wissenschaftlichen Diskurs prägen.

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Details

Title
Zeitgeschichte ist Streitgeschichte
Subtitle
Die Goldhagen-Kontroverse
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte )
Grade
1,3
Author
Jan Seichter (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V188926
ISBN (eBook)
9783656127444
Language
German
Tags
Goldhagen Nationalsozialismus Drittes Reich Hitler Geschichte Streit Holocaust Judenverfolgung Deutschland Deutsches Reich NSDAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Seichter (Author), 2009, Zeitgeschichte ist Streitgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188926
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