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Die Integration von DDR-Bürgern in die BRD zwischen 1961 und 1990

Was blieb übrig von dem Traum vom Goldenen Westen?

Title: Die Integration von DDR-Bürgern in die BRD zwischen 1961 und 1990

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nils Kickert (Author)

History of Germany - Modern History

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Summary Excerpt Details

Mehrere zehntausend Menschen verließen noch nach dem Bau der Mauer, mit der die Grenze zwischen der DDR und der BRD noch undurchlässiger gemacht werden sollte, die DDR, um in der BRD zu leben. Für viele war dieser Schritt, die „Abstimmung mit den Füßen“, mit Hoffnungen und Erwartungen verbunden. Für die DDR bedeuteten diese Menschen einen Verlust, der vor allem in den letzten beiden Jahren einer der Gründe ihres „friedlichen Endes“ war. Wie sind diese Menschen im „Westen“ aufgenommen und integriert worden?

„Für die westdeutschen Bürger, die im allgemeinen völlig uninteressiert sind, und die bestimmt auch durch ihr Buch nicht aufgeweckter werden – davon bin ich überzeugt – für die hat das doch wenig Sinn.“ Dieses Zitat mag stellvertretend für die Meinung einiger Ostdeutscher über die Westdeutschen stehen. Mit ostdeutsch soll in dieser Arbeit das Gebiet der ehemaligen DDR gemeint sein, wie westdeutsch für das Gebiet der BRD vor 1990 steht. Im zweiten Kapitel wird zur Vermeidung von Missverständnissen auch der Begriff Integration für diese Hausarbeit definiert.

Als zeitlichen Rahmen habe ich mir als Startpunkt das Jahr 1961 ausgewählt. Der Bau der Mauer in diesem Jahr spielt in der Geschichte der Abwanderung aus der DDR eine herausragende Rolle. Mit dem Bau wurde die Zahl der Flüchtlinge erheblich reduziert. Der Hauptgrund für dieses Jahr als Beginn der Arbeit ist aber der, dass vorher die Organisation und der Ablauf der Zuwanderung oft unübersichtlich, wenn nicht sogar chaotisch verliefen. Der zweite Zeitpunkt, das Jahr 1990, markiert das Ende der DDR. Das bedeutet nicht, dass seitdem niemand mehr von Ost- nach Westdeutschland gezogen ist. Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich jedoch darnach so grundlegend mit der vorherigen Zeit, dass ein Vergleich kaum noch in diesem Rahmen möglich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick und Begriffsdefinition

3. Westliche Organisationen

3.1 Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen

3.2 Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

3.3 Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde

3.4 Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk

4. Organisationen der DDR

5. Einzelschicksale

6. Berufliche und soziale Integration

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integration von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum zwischen 1961 und 1990 und analysiert, inwiefern die Erwartungen an den „Goldenen Westen“ erfüllt wurden.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Aufnahmeverfahren für DDR-Zuwanderer
  • Rolle westlicher Organisationen bei der sozialen und beruflichen Eingliederung
  • Untersuchung der Tätigkeiten und Einflüsse von DDR-Institutionen auf Ausreisewillige
  • Auswertung von Einzelschicksalen zur Darstellung individueller Integrationserfahrungen
  • Diskussion sozioökonomischer Faktoren der Integration im Kontext des Wirtschaftswunders

Auszug aus dem Buch

3.3 Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde

Von 1953 bis 1990 passierten 1,35 Millionen Menschen aus der DDR das Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde, das 1980 in „Durchgangslager für Aussiedler und Zuwanderer“ umbenannt wurde. Der Verein „Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde“ betreibt seit 1993 neben einem Museum auch eine Homepage, die die Geschichte des Lagers dokumentiert: „Nach 1961 gehen die Flüchtlingszahlen abrupt zurück, da ein freies Verlassen der DDR nicht mehr möglich ist. Durch die fortdauernde Ankunft von legal ausgereisten DDR-Bürgern und Ausgebürgerten, von freigekauften politischen Häftlingen, Botschaftsflüchtlingen und „Sperrbrechern“ bleibt es jedoch die wichtigste Übergangsstation für den Start in die Gesellschaft der Bundesrepublik. Einen letzten Höhepunkt erlebt das Lager ab 1988 und insbesondere in den Jahren 1989/1990 rund um den Zusammenbruch der DDR: Tausende von Menschen wollen in den Westen, auf dem Lagergelände herrschen Zustände wie in den Tagen vor dem Mauerbau. Am 1. Juli 1990 werden die für DDR-Flüchtlinge geltenden Aufnahmebestimmungen außer Kraft gesetzt, am 3. Oktober 1990 tritt die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei.“ Neben dem Lager in Berlin gab es noch Lager in Gießen und Uelzen. Das Lager in Berlin zählte aber zu den wichtigsten und ist vergleichbar mit den anderen beiden, über die es nicht so gute Literatur gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Zuwanderung aus der DDR in die BRD zwischen 1961 und 1990 ein und erläutert die Auswahl des zeitlichen Rahmens sowie die Schwierigkeiten bei der Literaturbeschaffung.

2. Überblick und Begriffsdefinition: Das Kapitel definiert den zentralen Begriff der Integration aus soziologischer und politischer Sicht und grenzt diesen von Assimilation ab.

3. Westliche Organisationen: Es wird dargelegt, welche staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen die Aufnahme und Eingliederung der DDR-Flüchtlinge in der Bundesrepublik unterstützten und steuerten.

3.1 Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen: Dieses Kapitel behandelt die spezifische Rolle der DGfSB bei der Unterstützung militärischer Flüchtlinge aus der DDR.

3.2 Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte: Die zentralen administrativen Zuständigkeiten und die migrationspolitische Rolle dieses Ministeriums werden analysiert.

3.3 Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde: Das Kapitel beschreibt die Bedeutung des Lagers Marienfelde als zentrale Durchgangsstation für Zuwanderer aus der DDR.

3.4 Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk: Die Unterstützungsprogramme für junge Zuwanderer und deren soziale Eingliederung stehen hier im Mittelpunkt.

4. Organisationen der DDR: Dieser Abschnitt thematisiert die Bemühungen des DDR-Staatsapparates, insbesondere des Ministeriums für Staatssicherheit, Fluchtbewegungen zu unterbinden.

5. Einzelschicksale: Anhand von Interviewauswertungen und Fallbeispielen wird das persönliche Erleben der Integration und Identitätsprobleme der Zuwanderer veranschaulicht.

6. Berufliche und soziale Integration: Das Kapitel analysiert die Faktoren, die über den Erfolg der beruflichen Teilhabe und der sozialen Aufnahme in der westdeutschen Gesellschaft entschieden.

7. Fazit: Die Arbeit zieht das Resümee, dass die Integration individuell sehr verschieden verlief, westliche Behörden jedoch gute Rahmenbedingungen boten.

Schlüsselwörter

DDR, Bundesrepublik Deutschland, Integration, Zuwanderer, Notaufnahmelager, Berlin-Marienfelde, Flucht, Ministerium für Staatssicherheit, soziale Eingliederung, Identität, Berufliche Integration, Notaufnahmegesetz, Wirtschaftswunder, Einzelschicksale, Mauerbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Zuwanderung von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik Deutschland zwischen dem Bau der Berliner Mauer 1961 und dem Ende der DDR 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die administrativen Aufnahmeverfahren, die Rolle staatlicher Organisationen, der Einfluss der DDR-Geheimdienste sowie die soziokulturelle und berufliche Integration der Menschen im Westen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, wie die Zuwanderer aufgenommen wurden und ob die Realität im Westen dem „Traum vom Goldenen Westen“ gerecht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Daten sowie der Einbeziehung von Interviews und Zeitzeugenberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung westlicher Institutionen, der Aktivitäten des DDR-Staatssicherheitsdienstes sowie die Analyse von Einzelschicksalen und der beruflichen/sozialen Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Zuwanderung, Integration, Notaufnahmelager, DDR, BRD und politischer Flüchtling beschreiben.

Welche Rolle spielte das Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde konkret?

Es fungierte als das bedeutendste Durchgangslager, in dem Flüchtlinge ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren durchliefen, bevor sie in die verschiedenen Bundesländer verteilt wurden.

Wie wirkten sich DDR-Institutionen auf die Zuwanderer aus?

Das Ministerium für Staatssicherheit versuchte aktiv, Fluchten zu verhindern und durch eingeschleuste Informelle Mitarbeiter (IM) das Vertrauensverhältnis unter den Flüchtlingen zu untergraben.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich der Integration?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Integration zwar meist gelang, aber stark von individuellen Umständen abhing und durch persönliche Hilfen aus dem sozialen Umfeld oft besser unterstützt wurde als durch offizielle Behördenwege.

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Details

Title
Die Integration von DDR-Bürgern in die BRD zwischen 1961 und 1990
Subtitle
Was blieb übrig von dem Traum vom Goldenen Westen?
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Nils Kickert (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V188794
ISBN (eBook)
9783656126195
ISBN (Book)
9783656126690
Language
German
Tags
Deutschland Flüchtlinge Flucht Teilung Vertriebene Auswanderer Notaufnahmelager DDR Ostdeutsch Westdeutsch Thema Flüchtlinge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Kickert (Author), 2004, Die Integration von DDR-Bürgern in die BRD zwischen 1961 und 1990, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188794
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