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Freundschaft bei Platon

Titel: Freundschaft bei Platon

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 14 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Magister Artium Abe Jarron (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Vorgehensweise

Will man das Verständnis Platons von Freundschaft betrachten, so eröffnen sich meines Erachtens zwei Wege, die sowohl getrennt als auch gemeinsam begangen werden können. Der erste Weg ist die Auseinandersetzung mit dem Dialog Platons über die Freundschaft selbst, namens Lysis. Hier werden von Platon einige Thematiken über Freundschaftsverhältnisse vorgestellt und diskutiert, ohne jedoch am Schluss des Dialoges einen definitiven Begriff von Freundschaft anzuzeigen.
Der zweite Weg besteht in der Integrierung einer Freundschaftstheorie in Platons Ideenlehre und dem Gedanken eines Aufstieges zum Guten, wie dieser z.B. im Gastmahl vorgestellt wird.
Aber um eine Integrierung von Freundschaft in Platons Ideenlehre vornehmen zu können, muss die Freundschaft erst einmal definiert werden. Daher werde ich beide Wege zu gehen mich bemühen, indem ich zuerst Platons Definition von Freundschaft ermitteln werde und diese daraufhin versuche, in die Ideenlehre einzufügen.
Es kann sowohl die traditionell klassische Sicht der Griechen in Bezug auf Freundschaft als auch die speziell platonische erörtert werden. Inwieweit Platon sich von der Tradition abhebt oder ihr nahe steht, soll im Folgenden ersichtlich werden.

Ich gehe davon aus, dass die Freundschaft für Platon eine Ausgangsposition darstellt, mithilfe derer der Aufstieg zum Guten erleichtert werden kann. Insofern ist die Freundschaft Mittel zum Zweck. Das muss nun aber für Platons Freundschaftsverständnis (genauer gesagt mein Verständnis von Platons Freundschaftsverständnis) nicht diskreditierend sein, wollte man denn eine solche Freundschaft als utilitaristisch betiteln. Nein, denn nicht das Ziel heiligt die Mittel, sondern die angewandten Mittel sagen etwas über das Ziel aus. Ist nun das Mittel, in unserem Fall die Freundschaft, ein tugendhaftes Handeln, so kann das Ziel eben kein verwerfliches sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorgehensweise

2. Etymologie von philia

3. ΦΙΛΙΑ bei Platon

3.1. Platons Lysis

3.2. Seelenflug

3.3. Freundschaft und Tugend

3.4. Platons Gastmahl und Freundschaft

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Freundschaft (philia) bei Platon, indem sie sowohl den Dialog Lysis als auch platonische Konzepte wie die Ideenlehre und den Aufstieg zum Guten analysiert. Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, ob Freundschaft bei Platon als Mittel zur Tugendhaftigkeit und zur Hinwendung zur Idee des Guten fungiert.

  • Etymologische Herleitung des Begriffs philia
  • Analyse des Dialogs Lysis hinsichtlich Freundschaftsverständnis
  • Integration der Freundschaft in die platonische Ideenlehre
  • Verbindung von Freundschaft, Tugend und dem Streben nach Weisheit
  • Die Rolle des Eros im Prozess der geistigen Aufwärtsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.2. Seelenflug

Der schöne Mythos Platons im Phaidros von dem Seelenflug in der Präexistenz, erlaubt einen Hinweis, der auf Platons Freundschaftstheorie anwendbar scheint. Denn die Seele wird mit einem Wagengespann verglichen, welches aus zwei Rossen und einem Wagenlenker besteht. Der Wagenlenker ist der vernünftige Teil der Seele, ein Ross ist gut, das andere schlecht. Das schlechte Ross will nun immer der Begierde folgen, und der Wagenlenker muss es zügeln und gehorsam machen. Das gute Ross ist von sich aus gehorsam und schamhaft. So muss auch der Liebende sich dem Geliebten in achtungsvoller Weise nähern, wobei der begehrende Teil der Seele in Zaum gehalten werden muss.

Die Sehnsucht nach dem Schönen und Guten rührt von der Schau der Seele in die himmlischen Gefilde der Ideen her, welche die Seele vor dem irdischen Leben vollzog. Je mehr nun die Seele an göttlichen Ideen geschaut hat, desto mehr ist sie im irdischen Leben zur geistigen Schau veranlagt. Die wahre Freundschaft ist also eine zwischen zwei Menschen, welche sich an die Schau der Ideen erinnern, wenn sie mit dem Freund zusammen sind und sich somit an diesen Ort zurücksehnen. Sie haben daher an der körperlichen Schönheit nur soweit Interesse als sie in ihnen diese Schau wieder zur Erinnerung bringt, dass sie in diesem Abbild die Sehnsucht zum Urbild verspüren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorgehensweise: Einleitung in die zwei Wege der Untersuchung: die Analyse des Dialogs Lysis und die Integration von Freundschaft in die Ideenlehre.

2. Etymologie von philia: Untersuchung der ursprünglichen Bedeutung von philia als Zugehörigkeit zum Ich und Blutsverwandtschaft, woraus sich die Axiome Exklusivität und Utilitarismus ableiten.

3. ΦΙΛΙΑ bei Platon: Hauptteil, der Platons Verständnis von Freundschaft durch die Analyse der Dialoge Lysis, Phaidros und des Gastmahls detailliert darlegt.

3.1. Platons Lysis: Untersuchung des Dialogs Lysis hinsichtlich der Dialektik von Affinität und Differenz sowie der Rolle des Nutzens in Freundschaftsbeziehungen.

3.2. Seelenflug: Anwendung des Mythos aus dem Phaidros auf die Freundschaft, wobei diese als gegenseitige Erinnerung an die Schau der Ideen verstanden wird.

3.3. Freundschaft und Tugend: Erörterung des Zusammenhangs zwischen philia, dem Streben nach Tugend und dem Wert des Freundes als Mittel zum Guten.

3.4. Platons Gastmahl und Freundschaft: Analyse der Bedeutung der Liebe und Zeugung im Schönen als idealisiertes Ziel der Freundschaft im Sinne von Diotimas Rede.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die Platon als einen Denker zeigt, der die griechische Tradition der Freundschaft mit seiner Metaphysik zu einem idealen, tugendorientierten Konzept erhebt.

Schlüsselwörter

Platon, Freundschaft, philia, Tugend, Ideenlehre, Lysis, Gastmahl, Eros, Utilitarismus, Exklusivität, Dialektik, Affinität, Differenz, Seelenflug, Erkenntnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das philosophische Verständnis von Freundschaft (philia) im Denken Platons.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der etymologischen Herleitung des Begriffs, der Analyse platonischer Dialoge (vor allem Lysis und Gastmahl) sowie der Verbindung von Freundschaft mit der Ideenlehre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu zeigen, wie Platon Freundschaft als ein Mittel zur Tugendhaftigkeit und zur Hinwendung zum Guten konzeptualisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine textnahe philosophische Analyse und Exegese von Platons Originaltexten unter Einbeziehung etymologischer und philosophiegeschichtlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Platons Lysis, die Deutung des Seelenflug-Mythos im Phaidros, die Verknüpfung von Freundschaft und Tugend sowie die Analyse der Rede von Diotima im Gastmahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Platon, philia, Tugend, Ideenlehre, Eros, Utilitarismus und Dialektik.

Wie unterscheidet sich Platons Verständnis von einer rein utilitaristischen Freundschaft?

Platon integriert zwar den Nutzenaspekt, doch dieser dient letztlich einem höheren Ziel: der gemeinsamen Hinwendung zum Guten und der Verwirklichung tugendhaften Handelns, statt nur egoistischer Zwecke.

Welche Rolle spielt der Mythos des Seelenflugs für das platonische Freundschaftsverständnis?

Er verdeutlicht, dass wahre Freundschaft eine Art gegenseitige Erinnerung an die göttliche Schau der Ideen ist, die den Menschen dazu anspornt, über das bloß Körperliche hinauszustreben.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freundschaft bei Platon
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,2
Autor
Magister Artium Abe Jarron (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V188660
ISBN (eBook)
9783656123545
ISBN (Buch)
9783656123873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antike Philia Freundschaft Platon Idee des Guten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Abe Jarron (Autor:in), 2008, Freundschaft bei Platon, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188660
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Leseprobe aus  14  Seiten
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