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Von "Schlaraffia" und "yoyo sous-marin" - Knastsprache in Deutschland und Frankreich

Title: Von "Schlaraffia" und "yoyo sous-marin" - Knastsprache in Deutschland und Frankreich

Seminar Paper , 2011 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

French Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen eines Seminars zum übersetzungsorientierten Textvergleich (Französisch – Deutsch) im Bereich Argot, Jargon und Jugendsprachen und möchte sich mit der Sprache von Strafgefangenen in deutschen und französischen Haftanstalten auseinandersetzen. Schlaraffia, Pistenboss oder yoyo sous-marin sind wohl Begriffe, deren Bedeutung den meisten Deutschen bzw. Franzosen verborgen bleibt, da die Welt innerhalb von Gefängnismauern (aus zum Teil guten Gründen) zu einem der abgeschlossensten und unbekanntesten Bereiche unserer Gesellschaft zählt. Das Fremde birgt aber gleichzeitig auch Geheimnisvolles, ja vielleicht sogar Faszinierendes, ist doch nahezu jede/r schon mit Gerüchten über todsichere Schmuggeltricks, knasteigene Währungen oder einer geheimen Rangordnung unter Häftlingen in Berührung gekommen. Für diejenigen aber, die in ihrem beruflichen Alltag mit Gefängnisinsassen Umgang haben (wie das Vollzugspersonal, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen oder GerichtsdolmetscherInnen), ist die Kenntnis der Sprache und Gepflogenheiten der Inhaftierten für eine gelingende Tätigkeit unerlässlich. Und so wird diese Arbeit den Leser nicht nur in das Vokabular von Gefangenen in Frankreich und Deutschland einführen, sondern auch einen Einblick in die Bedingungen und Phänomene des Gefängnisalltages bieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Zum Begriff

2.2 Das Gefängnis als Lebensraum

2.2.1 Zahlen und Fakten

2.2.2 Das Gefängnis als totale Institution

2.2.3 Die Gefängnissubkultur

2.3 Die Knastsprache in Deutschland und Frankreich

2.3.1 Grundlegendes

2.3.2 Funktionen der Knastsprache

2.3.3 Verfahren zur Erweiterung des (Gefangenen-)Wortschatzes

2.3.4 Vergleich dreier Begriffsfelder

2.3.4.1 Zum Begriffsfeld „Gefängnis“

2.3.4.2 Zum Begriffsfeld „Gefängniswärter/in“

2.3.4.3 Zum Begriffsfeld „Häftling“

2.3.4.4 Zusammenschau

2.3.5 Analyse eines Videos zum Gefängnisalltag

2.3.5.1 Das Projekt „Podknast“

2.3.5.2 Inhalt des Kurzfilms

2.3.5.3 Analyse der Dialoge

2.3.5.4 Analyse der Bilder

3. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sprache von Strafgefangenen in deutschen und französischen Haftanstalten und analysiert diese als soziolinguistisches Phänomen. Ziel ist es, das Vokabular der Knastsprache einzuordnen, ihre Funktionen sowie Wortbildungsverfahren zu beleuchten und Gemeinsamkeiten im deutsch-französischen Vergleich durch eine Analyse von Literatur und Filmmaterial herauszuarbeiten.

  • Soziolekt und Gruppensprache im Gefängnis
  • Struktur der Gefängnissubkultur und soziale Hierarchien
  • Funktionen und Wortbildungsmechanismen der Knastsprache
  • Lexikalischer Vergleich in relevanten Begriffsfeldern
  • Empirische Untersuchung anhand eines Kurzfilms zum Gefängnisalltag

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Grundlegendes

Die Gefangenensprache bezieht ihre charakteristische Spezifik vor allem aus dem lexikalischen Bereich. Hier sind es wohl insbesondere die gefängnisinternen Lexeme, die dem/der BetrachterIn auffällig erscheinen, da deren Bedeutung Nichteingeweihten nicht selten völlig unverständlich bleibt. Jene knasteigenen, d.h. auf das Leben und die Wirklichkeit in Haftanstalten rekurrierenden Ausdrücke, machen jedoch nur einen kleineren Teil des Gefängnis-Argots aus. Vielmehr ist dieser hinsichtlich der Herkunft seines Wortinventars sehr heterogen und speist sich vor allem aus der Sprache (bzw. dem Sprachverhalten), die die Häftlinge aus ihrer Lebenswelt „draußen“ mitbringen.

Für das Deutsche führt Laubenthal an, dass die knasttypische Lexik zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu weiten Teilen aus der Gaunersprache (dem sogenannten Rotwelschen) stammte (cf. Laubenthal 2001: 13). Seit dem späten Mittelalter war diese die Geheimsprache der Kriminellen, Nichtsesshaften und Bettler, welche wiederum häufig auf das Jiddische sowie auf Romani (die Sprache der Sinti und Roma) zurückgriffen, da diese einem Großteil der deutschen Gesellschaft nicht vertraut waren (cf. Gätje 2008: 354). Noch heute werden beispielsweise die Begriffe Knast (von jidd. Knass für Strafe) und Kittchen (von rotwelsch Kitte für Haus) in der deutschen Umgangs- und Gefangenensprache im Sinne von Gefängnis verwendet und zeugen von jener Herkunftsbeziehung (cf. Laubenthal 2001: 13).

Das Vokabular der Gefangenensprache unterliegt teilweise einem schnellen Austauschprozess. So müssen bestimmte Ausdrücke durch neue ersetzt werden, wenn deren Bedeutung bei Vollzugspersonal, Polizei oder sogar in größeren Teilen der Gesellschaft bekannt wird. Darüber hinaus können Lexeme mit der Inhaftierung einer einzelnen Person in ein Gefängnis gelangen und sich dort etablieren, mit der Entlassung dieses Initialsprechers jedoch gegebenenfalls auch wieder verschwinden (cf. Mátételki Holló o.J.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der Knastsprache für verschiedene Berufsgruppen und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse des Gefängnisses als Lebensraum und totale Institution, die Erörterung der Knastsprache sowie deren vergleichende Untersuchung anhand von Begriffsfeldern und eines Videobeispiels.

3. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Sprache der Strafgefangenen zusammen und betont die Gemeinsamkeiten im deutsch-französischen Vergleich sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Knastsprache, Argot, Gefangenensubkultur, Soziolekt, Gefängnisalltag, Wortbildung, Rotwelsch, Sprachvergleich, totale Institution, Strafvollzug, Wortschatz, Lexik, Deutsch, Französisch, Podknast

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sprache von Strafgefangenen in deutschen und französischen Haftanstalten und untersucht diese als spezifischen Soziolekt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören das Gefängnis als Lebensraum, die Entstehung von Gefängnissubkulturen, die Funktionen der Knastsprache und die lexikalischen Gemeinsamkeiten zwischen Deutsch und Französisch.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, das Vokabular der Gefangenensprache zu systematisieren und die intersprachlichen Analogien im Bereich des Argots aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen übersetzungsorientierten Textvergleich sowie eine linguistische Analyse, die durch die Untersuchung von Literatur und eines Kurzfilms ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Begriffsdefinitionen, der soziologischen Betrachtung der Totalen Institution Gefängnis und der detaillierten Analyse von Wortfeldern sowie Dialogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Knastsprache, Argot, Gefängnissubkultur, Soziolekt, Strafvollzug und Wortbildung.

Was unterscheidet die Knastsprache von der allgemeinen Umgangssprache?

Sie zeichnet sich durch einen kryptischen Charakter aus, der der Geheimhaltung dient, sowie durch einen hohen Anteil an Fachbegriffen und spezifischen Metaphern, die direkt aus der Haftwirklichkeit entstehen.

Welche Rolle spielt der Kurzfilm "Umschluss" für die Analyse?

Der Film dient als empirische Grundlage, um die in der Theorie identifizierten Sprachphänomene im realen, mündlichen Gefängnisalltag jugendlicher Straftäter zu überprüfen.

Warum wird das Gefängnis als "totale Institution" bezeichnet?

Dieser Begriff nach Goffman beschreibt einen Ort, an dem eine Gruppe von Individuen von der Außenwelt abgeschnitten ist und unter formaler Reglementierung ein abgeschlossenes Leben führt.

Was ist der Ursprung vieler Begriffe der deutschen Knastsprache?

Ein Großteil des Wortschatzes leitet sich aus dem historischen Rotwelschen, dem Jiddischen sowie aus den Sprachen der Sinti und Roma ab.

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Details

Title
Von "Schlaraffia" und "yoyo sous-marin" - Knastsprache in Deutschland und Frankreich
College
University of Leipzig  (Institut für Romanistik)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
36
Catalog Number
V188382
ISBN (eBook)
9783656125365
Language
German
Tags
Knastsprache Gefängnissprache Argot Gefängnis-Jargon Französisch Sprachwissenschaft Linguistik Romanistik Deutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Von "Schlaraffia" und "yoyo sous-marin" - Knastsprache in Deutschland und Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188382
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