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Mythos - Mythologem – Medea: Zur Mythentransformation der Medeafigur in Christa Wolfs Medea-Roman im Vergleich zur euripideischen Interpretation

Title: Mythos - Mythologem – Medea: Zur Mythentransformation der Medeafigur in Christa Wolfs Medea-Roman im Vergleich zur euripideischen Interpretation

Seminar Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Luther (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit mit dem Thema „ Mythos - Mythologem – Medea: Zur Mythentransformation der Medeafigur in Christa Wolfs Medea-Roman im Vergleich zur euripideischen Interpretation“ stellt sich der Frage, inwiefern eine Transformation einer mythischen Figur, wie auch Medea eine ist, zulässig oder sogar gewollt ist.
Dabei sind zwei Texte von elementarer Bedeutung für die Interpretation des Medeacharakters. Zum einen der „Urtext“ in Form der euripideischen Medea und zum anderen der aktuelle Text Christa Wolfs aus dem 20. Jh., welcher als Angelpunkt für die Analyse dienen soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mythos – Mythologem – Mythentransformation

3. Die eine Medea? Der Mythos durch die Zeiten

4. Euripides vs. Wolf: Heimat – Hexe – Heilige vs. herzlose Hure?

4.1. Heimat im Vergleich und warum überhaupt?

4.2 Hexe, herzlose Hure oder Hetze gegen eine Unschuldige?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Transformation der Medea-Figur in Christa Wolfs Roman im direkten Vergleich zur antiken euripideischen Interpretation. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwiefern eine Neudeutung mythischer Stoffe möglich ist und welche Bedeutung die intertextuelle Aufarbeitung sowie die Fremd- und Selbstzuschreibung der Figur für das moderne Verständnis von Medea haben.

  • Analyse der Begriffe Mythos, Mythologem und Mythentransformation
  • Vergleichende Untersuchung des Motivs der Heimatlosigkeit
  • Untersuchung der Dämonisierung versus Entdämonisierung der Figur
  • Herausarbeitung der intertextuellen Bezüge und der Bedeutung der Ich-Perspektive bei Christa Wolf
  • Kritische Betrachtung der Geschichtsschreibung und gesellschaftlicher Rollenzuschreibungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Heimat im Vergleich und warum überhaupt?

Das Thema Heimat ist bei beiden Autoren von immenser Bedeutung, denn von ihr werden viele andere Aspekte der Figur ausgestaltet. Was macht die Fremdheit der Medea bei Euripides aus und was soll dadurch bewirkt werden? Gleich zu Beginn erfährt man durch die Amme folgendes:

„Wenn doch die Argo nicht hindurchgeflogen wär – das Schiff – ins Kolcher-Land durch blaue Symplegaden [...] Nicht wäre nämlich meine Herrin, Medea, zu den Türmen des Iolker-Lands gesegelt, betört von Liebesglut für Iason im Gemüt und hätt beschwatzt die Peliaden-Mädchen nicht, dass töten sie den Vatern, und bewohnte nicht dies Land Korinth [...] Doch jetzt ist feindlich alles, und es krankt das Liebste. Verraten hat die eigenen Kinder ja und meine Herrin Iason, bettet sich in königlicher Ehe [...] Medea aber, unglücklich, entehrt, [...] seit sie gemerkt, dass ihr vom Manne Unrecht ward getan.“

Schon vor Beginn der eigentlichen Handlung wird die Heimatflucht Medeas zu Gunsten Jasons als Fehler durch die Amme Medeas dargestellt. Das typische „Hätte-Wäre-Wenn“ der Retrospektive führt schon früh in das Drama ein und verweist auf die dramatischen Zusammenhänge, welche den Leser noch ereilen sollen. Der Konjunktiv im Plusquamperfekt drückt dabei den Fehler in der Vergangenheit aus, der hätte vermieden werden sollen, um Leid und Schuld zu vermeiden. Die Präteritalformen in der Aussage besiegeln letztendlich das Geschehene in Korinth und machen es unwiderrufbar. Das Zitat „Doch jetzt ist alles feindlich.“ beschreibt die Ausgangslage und den Ist-Zustand und Wert der Beziehung zu Jason. Die entwertete Beziehung, die Sehnsucht nach der Heimat kulminiert dann in der folgenden Zuschreibung:

„dem lieben Vater [(sie) C.L.] nachjammert und Land und Haus, die sie verraten hat und ist hierher gelangt mit einem Manne, der sie jetzt entehrend hält. Erkannt hat die Elende durch ihr Missgeschick, was es bedeutet, zu verlassen väterliches Land. Sie hasst die Söhne, jedes Mal wenn sie sie sieht, und freut sich nicht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung zur Mythentransformation der Medea-Figur ein und erläutert die Bedeutung des Vergleichs zwischen Euripides und Christa Wolf.

2. Mythos – Mythologem – Mythentransformation: Dieses Kapitel definiert die zentralen kulturwissenschaftlichen Begriffe, um den theoretischen Rahmen für die Analyse der Medea-Figur zu schaffen.

3. Die eine Medea? Der Mythos durch die Zeiten: Das Kapitel widmet sich einem kurzen Exkurs in die antike Medea-Tradition vor Euripides und arbeitet den unverwechselbaren Kern der Figur heraus.

4. Euripides vs. Wolf: Heimat – Hexe – Heilige vs. herzlose Hure?: Dieser Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Darstellungen Medeas und kontrastiert die Motive der Heimatlosigkeit sowie der Rollenzuschreibung bei beiden Autoren.

4.1 Heimat im Vergleich und warum überhaupt?: Hier wird die Bedeutung des Heimatverlusts als konstitutives Element für die Fremdheit und Identität der Medea bei Euripides und Wolf untersucht.

4.2 Hexe, herzlose Hure oder Hetze gegen eine Unschuldige?: Dieses Unterkapitel fokussiert auf die Mythoskritik und die Frage, wie die Figur Medea im jeweiligen Werk legitimiert oder zur Sündenbock-Rolle gedrängt wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Frage nach der Wandelbarkeit des Mythos sowie der spezifischen Leistung Christa Wolfs.

Schlüsselwörter

Medea, Christa Wolf, Euripides, Mythos, Mythentransformation, Mythologem, Heimatlosigkeit, Identität, Rollenzuschreibung, Fremdheit, Literaturwissenschaft, Intertextualität, Kindsmord, Geschichtsschreibung, Mythoskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung der mythologischen Figur Medea in der Literatur über die Jahrhunderte hinweg verändert hat, insbesondere durch den Vergleich des klassischen euripideischen Dramas mit Christa Wolfs modernem Roman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die theoretische Bestimmung des Mythos, die Rolle der Heimat und Heimatlosigkeit sowie die gezielte Dämonisierung beziehungsweise Entdämonisierung der Medea-Figur durch gesellschaftliche Zuschreibungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwiefern die Transformation einer mythischen Figur zulässig ist und wie Christa Wolf es schafft, die Medea-Figur aus der euripideischen Tradition zu lösen und neu zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen literaturwissenschaftlichen Vergleich, der durch kulturwissenschaftliche Begriffe (wie Mythologem und intertextuelle Analyse) und eine Untersuchung der Erzählperspektiven gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Motive wie das Heimweh, die Fremdheitserfahrung und die Zuschreibung der Kindsmörderin analysiert, wobei die unterschiedlichen Perspektiven und die aktive versus passive Rolle der Medea im Vordergrund stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mythentransformation, Medea, Mythologem, Intertextualität und Rollenzuschreibung definiert.

Wie unterscheidet sich Medea bei Christa Wolf von der euripideischen Medea?

Während Medea bei Euripides primär als rachsüchtige und grausame Täterin gezeichnet wird, verleiht ihr Wolf eine Innensicht, macht sie zu einer reflektierten Figur und thematisiert kritisch die einseitige Geschichtsschreibung.

Welche Rolle spielt der Begriff des „Mythologems“ in dieser Analyse?

Das Mythologem dient als kleinste konstitutive Einheit des Mythos, an der die Veränderungen und spezifischen Akzentuierungen der jeweiligen Autoren festgemacht und analysiert werden können.

Welche Bedeutung hat das Motiv der Heimat in der Untersuchung?

Das Motiv der Heimat ist essenziell, da es die Fremdheit und den Außenseiterstatus der Medea begründet und als Ausgangspunkt für ihre Reflexion über die eigene Identität dient.

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Details

Title
Mythos - Mythologem – Medea: Zur Mythentransformation der Medeafigur in Christa Wolfs Medea-Roman im Vergleich zur euripideischen Interpretation
College
University of Leipzig  (Germanistik)
Course
Deutschsprachige Literatur nach 1989
Grade
1,7
Author
Christian Luther (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V188261
ISBN (eBook)
9783656119517
ISBN (Book)
9783656119890
Language
German
Tags
Luther Medea Mythos Mythologem Wolf Christa Wolf 2011 Roman Seminararbeit Hure Heilige Madonna Assmann Euripides Cancik Religionswissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Luther (Author), 2011, Mythos - Mythologem – Medea: Zur Mythentransformation der Medeafigur in Christa Wolfs Medea-Roman im Vergleich zur euripideischen Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188261
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