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Identische Begriffe für das Gleiche? Sind Männlichkeiten gemachte, moderne Erscheinungen oder sind sie eine Entwicklung der Zeit?

Zu: Robert W. Connels „Der gemachte Mann“

Title: Identische Begriffe für das Gleiche? Sind Männlichkeiten gemachte, moderne Erscheinungen oder sind sie eine Entwicklung der Zeit?

Essay , 2009 , 5 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janina Bolz (Author)

Pedagogy - Family Education

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Summary Excerpt Details

Männlichkeit bzw. Männlichkeiten ist/ sind kein kohärenter Zustand oder Gegenstand, an dem man eine generalisierende Wissenschaft entwickeln konnte, sondern vielmehr ein Aspekt einer umfassenden Struktur. Damit man die Position der Männlichkeiten darin entschlüsseln kann, muss man diese Struktur aufschlüsseln. Grundsätzlich aber betont Connell, dass es keine echte ursprüngliche Männlichkeit gibt und Männlichkeiten daher historisch und kulturell unterschiedlich ist. Männlichkeiten existierten nur innerhalb eines komplexen Geschlechterverhältnisses, so dass es auch Kulturen gibt, die kein westliches vergleichbares Männlichkeitskonzept haben. Wenn man von Männlichkeiten spricht, stellt man zugleich auf kulturelle und spezifische Weise auch die Begriffe Weiblichkeit und Geschlecht her.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretische Grundlagen der Männlichkeitsforschung

1.1 Konzepte der Männlichkeiten nach Connell

1.2 Historische Faktoren der Männlichkeitsentwicklung

1.3 Definitionen und Abgrenzung von Männlichkeit

1.4 Das soziale Geschlecht und die Struktur sozialer Praxis

1.5 Beziehungen zwischen Männlichkeiten und soziale Hierarchien

1.6 Fazit und Beantwortung der Forschungsfrage

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze von R.W. Connell zur Konstruktion von Männlichkeiten und analysiert, inwieweit diese als moderne, notwendige Erscheinungen im Zuge veränderter gesellschaftlicher Strukturen zu betrachten sind.

  • Analyse der soziologischen Männlichkeitskonzepte nach Connell
  • Untersuchung historischer Einflüsse auf die Entwicklung von Männlichkeitsbildern
  • Differenzierung zwischen hegemonialen, komplizenhaften und marginalisierten Männlichkeiten
  • Erörterung der sozialen Praxis und der Struktur des sozialen Geschlechts

Auszug aus dem Buch

Die soziale Organisation von Männlichkeit

Männlichkeit bzw. Männlichkeiten ist/ sind kein kohärenter Zustand oder Gegenstand, an dem man eine generalisierende Wissenschaft entwickeln konnte, sondern vielmehr ein Aspekt einer umfassenden Struktur. Damit man die Position der Männlichkeiten darin entschlüsseln kann, muss man diese Struktur aufschlüsseln. Grundsätzlich aber betont Connell, dass es keine echte ursprüngliche Männlichkeit gibt und Männlichkeiten daher historisch und kulturell unterschiedlich ist. Männlichkeiten existierten nur innerhalb eines komplexen Geschlechterverhältnisses, so dass es auch Kulturen gibt, die kein westliches vergleichbares Männlichkeitskonzept haben.

Wenn man von Männlichkeiten spricht, stellt man zugleich auf kulturelle und spezifische Weise auch die Begriffe Weiblichkeit und Geschlecht her. Connell verfolgt mit seinen Forschungen einen emanzipatorischen Ansatz und möchte zu einem Wandel der hegemonialen Männlichkeit und des nach wie vor hierarchischen Geschlechterverhältnisses beitragen. Die heutigen Männlichkeitskonzepte reichten zurück in die Zeit der Reformation und des frühen Kolonialismus und sind durch vier maßgebliche Faktoren geprägt: 1. Das Zurückdrängen des Katholizismus, wodurch das Askese-Ideal durch ein Ehe-Ideal ersetzt und Individualität und damit die Vorstellung des autonomen Subjekts forciert worden sei. 2. Das Entstehen von Kolonialreichen, in die zunächst Männer auswanderten. 3. Das Anwachsen der Städte und das Entstehen von Handelszentren, die durch radikale Individualität und berechnende Rationalität als Grundlage des "Geist des Kapitalismus" geprägt sind. 4. Ein "großangelegter europäischer Bürgerkrieg".

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretische Grundlagen der Männlichkeitsforschung: Dieses Kapitel führt in die Begrifflichkeit der Männlichkeiten ein und verdeutlicht, dass es sich hierbei nicht um statische Zustände, sondern um historisch und kulturell gewachsene Konstruktionsprozesse handelt.

Schlüsselwörter

Männlichkeiten, R.W. Connell, Geschlechterverhältnis, hegemoniale Männlichkeit, soziales Geschlecht, Machtbeziehungen, Produktionsbeziehungen, Kathexis, Konstruktionsprozess, Patriarchat, soziale Praxis, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Untersuchung von Männlichkeiten als konstruierte soziale Phänomene, basierend auf den Theorien von R.W. Connell.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Männlichkeiten, das Verständnis des Geschlechterverhältnisses und die Analyse der Strukturen, die Männlichkeit formen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Männlichkeiten lediglich moderne Erscheinungen sind oder ob sie als notwendige Entwicklung im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher Verhältnisse zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Analyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere des Werks "Der gemachte Mann" von R.W. Connell.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Genese von Männlichkeitskonzepten, die soziologischen Definitionsversuche sowie die Einteilung in verschiedene Männlichkeitstypen innerhalb von Macht- und Produktionsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männlichkeiten, hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterverhältnis, soziales Geschlecht und Patriarchat.

Wie unterscheidet Connell zwischen verschiedenen Arten von Männlichkeit?

Er unterscheidet zwischen hegemonialen, komplizenhaften, untergeordneten und marginalisierten Männlichkeiten, basierend auf ihrer Position innerhalb der Geschlechterordnung.

Welche Rolle spielt die "Kathexis" in diesem Kontext?

Die Kathexis beschreibt die emotionale Bindungsstruktur, welche das sexuelle Begehren und die Praktiken innerhalb der Geschlechterordnung maßgeblich prägt.

Warum betont die Arbeit den historischen Wandel der Männlichkeit?

Weil Männlichkeiten nicht statisch sind, sondern eng mit gesellschaftlichen Ereignissen wie der Reformation, der Kolonialisierung und der Entwicklung des Kapitalismus verknüpft sind.

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Details

Title
Identische Begriffe für das Gleiche? Sind Männlichkeiten gemachte, moderne Erscheinungen oder sind sie eine Entwicklung der Zeit?
Subtitle
Zu: Robert W. Connels „Der gemachte Mann“
College
Technical University of Darmstadt
Grade
2,0
Author
Janina Bolz (Author)
Publication Year
2009
Pages
5
Catalog Number
V188073
ISBN (eBook)
9783656116011
Language
German
Tags
identische begriffe gleiche sind männlichkeiten erscheinungen entwicklung zeit robert connels mann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Bolz (Author), 2009, Identische Begriffe für das Gleiche? Sind Männlichkeiten gemachte, moderne Erscheinungen oder sind sie eine Entwicklung der Zeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188073
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