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Elvis Presley – Betrachtung der Einstellung und Wahrnehmung des Superstars zum Rassenkonflikt in den 1950ern in den USA

Title: Elvis Presley – Betrachtung der Einstellung und Wahrnehmung des Superstars zum Rassenkonflikt in den 1950ern in den USA

Seminar Paper , 2006 , 14 Pages

Autor:in: Andreas Schwarz (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography

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Eldridge Cleaver sagte in Soul on Ice: „Elvis gave their body back to the white people“. Noch viel deutlicher und persönlich angreifender formulierten Public Enemy in den 1980ern die Kritik an dem Weißen, der Mitte der 50er afro-amerikanische Musik- und Tanzkultur für ein weißes Publikum adaptierte und damit rassenübergreifend großen kommerziellen Erfolg hatte: „Elvis was a hero to most / But he never meant a shit to me you see / Straight up racist / That sucker was / Simple and plain / Motherfuck him and John Wayne“.
Die Seminararbeit wird anhand persönlicher Aussagen und biografischer Details Elvis Presleys sowie Sekundärliteratur versuchen, eine persönliche Sichtweise und ein Selbstbild des Künstlers bezüglich der Rassenproblematik zu zeichnen. Die vorangestellte Kurzbiographie legt einen Schwerpunkt auf die Kindheit und Jugend Presleys, da in diesem Alter die Grundlagen für eine Attitüde zur Rassenfrage gelegt werden. Die intensive Betrachtung dieser Phase seines Lebens soll es möglich machen, den Einfluss der Lebensumstände sowie der eigenen Erfahrung mit den benachbarten Schwarzen in Bezug auf seine Einstellung zur Rassenfrage greifbarer zu machen.
Desweiteren soll der Einfluss der Marktmaschinerie der Musikindustrie und deren Rolle bei der Verhandlung rassenübergreifender Kulturschaffung beleuchtet werden. Inwiefern kam es zu einem „White Rip Off“ der schwarzen Musik? Wie positionierte sich der als Redneck im Süden aufgewachsene Elvis Presley hinsichtlich der Bürgerrechtsbewegung und der Rassenfrage im Allgemeinen – gerade da er schwarze Musik und performative Bewegungsformen adaptierte? Und nicht zuletzt: Was an den überlieferten Aussagen ist Mythos, was Wahrheit?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzbiographie Elvis Presley

3 Elvis und Rasse

4 Musikindustrie in den 50er Jahren

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Elvis Presley im Kontext des Rassenkonflikts in den USA der 1950er Jahre, wobei insbesondere seine künstlerische Adaption schwarzer Musikstile, sein Selbstbild sowie der Einfluss der damaligen Musikindustrie analysiert werden.

  • Biografische Prägung und musikalische Einflüsse
  • Die Rolle der Musikindustrie und die Vermarktung von "schwarzer" Musik
  • Elvis Presley als "weißer" Vorreiter und kulturelle Aneignung
  • Die gesellschaftliche Wahrnehmung des Künstlers im segregierten Süden
  • Das Spannungsfeld zwischen kommerziellem Erfolg und politischer Passivität

Auszug aus dem Buch

3 Elvis und Rasse

Elvis Presley wuchs im Rahmen der von Michael Bertrand so bezeichneten „Southern Etiquette“ auf. Rassentrennung und der Glaube an white supremacy und black inferiority waren im Süden quasi gesellschaftliches Arrangement, eine Gegebenheit, in der sich die (weiße) Bevölkerung eingerichtet hatte und welche lange Zeit nicht infrage gestellt wurde. Emmett Till hatte der Bruch dieser Etiquette – das angebliche Flirten mit einer weißen Ladeninhaberin – 1955 das Leben gekostet. Wenngleich also schwarze Musik in den 50er Jahren unter der weißen Bevölkerungsschicht immer populärer wurde, so ist es doch nicht provokant zu behaupten, dass entlang dieses vorherrschenden moralischen Verhaltenskodex nur ein Weißer (wie Elvis Presley) die musikalischen Stilmittel der Schwarzen in diesem Maße kommerziell erfolgreich an die Massen tragen konnte und somit letztlich auch den Weg frei machte für musikalisch kommerzielle Erfolge schwarzer Rock´n´Roller.

Elvis Presley hat seinen musikalischen Hintergrund nie geleugnet. „The colored folks been singing it and playing it just like I´m doin´ now, man, for more years than I know. They played it like that in the shanties and in their juke joints, and nobody paid it no mind ´til I goosed it up. I got it from them. Down in Tupelo, Mississippi, I used to hear old Arthur Cudrup bang his box the way I do now and I said if I ever got to the place I could feel all old Arthur felt, I´d be a music man like nobody ever saw.” Früh holte er sich schwarze Einflüsse des Gospel in der benachbarten Kirchgemeinde der Afro-Amerikaner in Tupelo. ”I got my singing style listening to colored spirituals quartets down South. Rock´n´Roll stems from gospel music or rhythm and blues and that´s where I actually got my style of singing from. It was rhythm and blues and gospel mixed with country and western.”

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die kritische Auseinandersetzung mit Elvis Presley als kulturellem Phänomen vor und formuliert die Leitfragen zur Rassenproblematik.

2 Kurzbiographie Elvis Presley: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg vom Aufwachsen in Armut und Segregation bis hin zum kometenhaften Aufstieg und späteren Abstieg des Künstlers nach.

3 Elvis und Rasse: Hier wird analysiert, wie Presley trotz der "Southern Etiquette" schwarze Musikstile adaptierte und in welcher Weise dies seine öffentliche Wahrnehmung und moralische Positionierung prägte.

4 Musikindustrie in den 50er Jahren: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Plattenindustrie, die Vermarktung von "schwarzer" Musik durch weiße Interpreten und die segregierten Chart-Strukturen.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass Presleys musikalisches Wirken zwar nicht politisch motiviert war, aber dennoch einen unbewussten Beitrag zum kulturellen Wandel und zur Verschmelzung musikalischer Stile leistete.

Schlüsselwörter

Elvis Presley, Rassenkonflikt, USA, 1950er Jahre, Rock'n'Roll, Rhythm and Blues, Segregation, Musikindustrie, Southern Etiquette, Kulturtransfer, Rassentrennung, Bürgerrechtsbewegung, Weiße Vorherrschaft, Musikgeschichte, Soziokultureller Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Einstellung und die öffentliche Wahrnehmung von Elvis Presley in Bezug auf den Rassenkonflikt in den USA während der 1950er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die biografischen Hintergründe Presleys, die Rolle der Musikindustrie bei der Vermarktung afroamerikanischer Musik sowie das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Adaption und sozialer Segregation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob Presley lediglich ein kommerzieller Akteur war, der sich schwarzer Musik bediente, oder ob seine Kunst eine neutrale, wenn nicht gar integrative Rolle in einer segregierten Gesellschaft einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die persönliche Aussagen des Künstlers, biografische Details und wissenschaftliche Sekundärliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, eine detaillierte Untersuchung der musikalischen Einflüsse unter dem Aspekt der "Rasse" und eine Analyse der damaligen Marktmechanismen der Musikindustrie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Elvis Presley, Rock'n'Roll, Rassenkonflikt, Segregation, Southern Etiquette und kulturelle Adaption.

Warum war es für einen "Südstaatler" wie Elvis schwierig, politisch Stellung zu beziehen?

Aufgrund seiner Herkunft und des gesellschaftlichen Klimas im Süden der USA wäre eine explizite Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung kommerziell riskant gewesen; Presley sah sich primär als Musiker und nicht als politischer Aktivist.

Welchen Einfluss hatte die Musikindustrie auf die Verbreitung von R&B?

Die Industrie nutzte das Potenzial schwarzer Musik, indem sie diese durch weiße Interpreten "entschärfte" und für ein breiteres, weißes Publikum vermarktete, was zu Vorwürfen eines "White Rip Off" führte.

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Details

Title
Elvis Presley – Betrachtung der Einstellung und Wahrnehmung des Superstars zum Rassenkonflikt in den 1950ern in den USA
College
Free University of Berlin  (John-F.-Kennedy Institut für Nordamerikastudien)
Author
Andreas Schwarz (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V187495
ISBN (eBook)
9783656108870
ISBN (Book)
9783656109174
Language
German
Tags
Elvis Presley Rassenkonflikt rock rock'n'roll memphis 50er fifties king pelvis historie history geschichte kultur culture swing black music music guitar cleaver redneck public enemy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schwarz (Author), 2006, Elvis Presley – Betrachtung der Einstellung und Wahrnehmung des Superstars zum Rassenkonflikt in den 1950ern in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187495
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