Nicht nur interkulturelle Kompetenzen, sondern auch ein transkultureller Mindset zeichnen den effektiven globalen Manager aus. Diese Studie systematisiert den inter- und transkulturellen Mindset und Skillset Kulturgrenzen überscheitender Akeure im globlen Management, der internationaler Politik und anderen Globalisierungsmilieus.
Inhaltsverzeichnis
1. DIE STRUKTUR UND DIE KULTUR DES MENSCHEN
Kulturdefinition
Die Entstehung des Kulturprofils
Bewusstseinsarchitektur und Kultur
Architektur der kulturellen Ebenen in verschiedenen Tiefen
Die Beziehung zwischen expliziter und impliziter Bewusstseinsarchitektur
2. BEWUSSTSEINSARCHITEKTUR UND INTERKULTURELLE FORSCHUNG
Kulturmodelle und interkultureller Paradigmenwechsel
Geert Hofstede (achtziger Jahre)
Trompenaars und Hampden-Turner (neunziger Jahre)
Edward T. Hall and Mildred R. Hall (neunziger Jahre)
Brannen und Salk (2000)
Der transkulturelle Ansatz (2000+)
360° transkulturelle Synergie
Synopsis interkultureller Managementforschung
3. INTRAPSYCHISCHES PROZESS- UND INTERKULTURELLES KOMMUNIKATIONSMANAGEMENT
Das ORJI-Modell
Der MIS-Faktor Prozess
Die PIE-Metapher
Multimodellierung intrapsychischer Prozesse
4. Visuelle Systematisierung der Weltkulturen
5. Global Culture Systems Analysis. Sustainability and Accountability
6. Interkulturelle Entwicklung und Diagnostik
7. Kultur und Bewusstsein: Die Bedingtheit der interkulturellen Kompetenz durch die psychologische Entwicklung
8. Die Entwicklung transkultureller Intelligenz
9. Globalisierungsmanagement
10. Transnational Management
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel des Werkes besteht darin, ein erweitertes, ganzheitliches interkulturelles Paradigma zu entwickeln, das über rein deskriptive Ansätze hinausgeht. Der Autor verknüpft dabei psychologische Prozesse mit globalen Managementherausforderungen, um ein tieferes Verständnis für die menschliche Komponente in einer globalisierten Arbeitswelt zu schaffen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch die Integration noetischer Bewusstseinsebenen und transkultureller Konzepte nachhaltige Synergien generiert und interkulturelle Konflikte proaktiv gemanagt werden können.
- Struktur der menschlichen Kultur und Bewusstseinsarchitektur
- Methoden zur intrapsychischen Prozesssteuerung (ORJI-Modell, PIE-Metapher)
- Kulturmodelle und deren Weiterentwicklung zum transkulturellen Ansatz
- Diagnostik und Entwicklung interkultureller Kompetenzen
- Verbindung von Systemtheorie und globalem Management
Auszug aus dem Buch
The Dawn of an Intercultural Metascience
The dawn of a global civilization presupposes the waning of the dark clouds of the culture wars of the 20th century and the mindsets that have been thinking from the background of this century. A more global civilisation needs a radically new approach. Optimizing old approaches still amounts to old approaches, however improved, with consequences that can only be different in degrees with regard to their capacity of generating cultural problems.
We are prolonging the past indefinitely in myriad variations. We haven’t been able to identify and successfully implement a kind of master control software that allows us to successfully manage our mental software. This is the master dilemma of which intercultural dilemmas are but mirror reflections at lower levels. Like Don Quijote, we create and fight our dilemmas ourselves heroically, ‘with unbearable sorrow, going where the brave dare not go, dream the impossible dream, this is my quest’ (Cervantes, Don Quijote).
The moment we realize that there is a master dilemma, which creates myriads of sub-dilemmas, we see a new possibility, one of realizing our seemingly impossible dream. The dilemma is that we are conditioned in myriad ways and that this conditioning, which has taken place in our lifetime and probably beyond, determines our actions, attitudes and behaviours. So, conditioning and time are elements of concern here.
Zusammenfassung der Kapitel
1. DIE STRUKTUR UND DIE KULTUR DES MENSCHEN: Erläutert die Entstehung des Kulturprofils durch primäre bis tertiäre Sozialisierung und führt in die Bewusstseinsarchitektur ein.
2. BEWUSSTSEINSARCHITEKTUR UND INTERKULTURELLE FORSCHUNG: Stellt maßgebliche Kulturmodelle vor und diskutiert den Paradigmenwechsel vom Determinismus zum Probabilismus.
3. INTRAPSYCHISCHES PROZESS- UND INTERKULTURELLES KOMMUNIKATIONSMANAGEMENT: Analysiert psychologische Modelle wie das ORJI-Modell zur Vermeidung von Fehlleistungen im interkulturellen Kontext.
4. Visuelle Systematisierung der Weltkulturen: Beschreibt Methoden zur grafischen Darstellung kultureller Rankings und Cluster für das Management.
5. Global Culture Systems Analysis. Sustainability and Accountability: Betrachtet globale Kulturen als offene Systeme und analysiert deren Stabilität unter dem Einfluss externer Inputs.
6. Interkulturelle Entwicklung und Diagnostik: Fokus auf die numerische und geometrische Erfassung von Kulturprofilen für globale Teams.
7. Kultur und Bewusstsein: Die Bedingtheit der interkulturellen Kompetenz durch die psychologische Entwicklung: Untersucht die Hierarchie zwischen Bewusstseinsentwicklung und interkultureller Kompetenz.
8. Die Entwicklung transkultureller Intelligenz: Vertieft die physiologische und mentale Konfiguration des Menschen für eine höhere kulturelle Intelligenz.
9. Globalisierungsmanagement: Kritische Bestandsaufnahme der Globalisierung und Plädoyer für ein transdisziplinäres Managementverständnis.
10. Transnational Management: Diskutiert die Anforderungen an das Management in multinationalen Konzernen und die Rolle von "Manager-Mindsets".
Schlüsselwörter
Transkulturelles Management, Bewusstseinsarchitektur, Interkulturelle Kompetenz, ORJI-Modell, Kulturelle Synergie, Globale Führung, Mentale Software, Kulturschock, Systemanalyse, Transnationale Organisation, Kulturelle Identität, Noetische Intelligenz, Diversitätsmanagement, Wissensmanagement, Paradigmenwechsel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk?
Das Buch bietet einen umfassenden theoretischen und praktischen Rahmen für das interkulturelle Management, indem es psychologische, soziologische und philosophische Ansätze zu einer "transkulturellen" Metawissenschaft integriert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse kultureller Prägung, der Dynamik zwischenmenschlicher und organisationaler Prozesse sowie der Entwicklung einer höheren Bewusstseinsebene für Manager in globalen Kontexten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Überwindung des begrenzten interkulturellen Paradigmas hin zu einem ganzheitlichen, transkulturellen Verständnis, um komplexe globale Herausforderungen effektiver und nachhaltiger zu lösen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor nutzt Ansätze aus der Neurophysiologie, der Systemtheorie, der Psychologie und der Strategielehre, ergänzt durch empirische Erkenntnisse renommierter interkultureller Forscher.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Architektur des menschlichen Bewusstseins, dem Vergleich klassischer Kulturmodelle, der intrapsychischen Prozesssteuerung sowie der Anwendung von Diagnoseinstrumenten in globalen Teams.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Transkulturalität, Bewusstseinsarchitektur, kulturelle Synergie, globale Führung und psychologische Prozessdiagnostik sind zentrale Begriffe.
Inwiefern ist das Werk für die Praxis relevant?
Es bietet Führungskräften und Beratern konkrete Analysetools und Strategien, um die Komplexität multikultureller Zusammenarbeit durch objektive Diagnostik und eine erweiterte Sichtweise beherrschbar zu machen.
Welche Rolle spielt das "Noetische" im Modell des Autors?
Das Noetische dient als superordinate Integrationsebene, die es ermöglicht, kulturelle Identitäten und deren Dialektik nicht mehr als Hindernis, sondern als integrierbare Bestandteile eines größeren Ganzen zu verstehen.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2012, Der Primat des Bewusstseins im interkulturellen Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187075