Diese Seminararbeit widmet sich dem Thema E-Commerce im Finanzdienstleistungssektor. Nach einer genaueren Definition der Begriffe Geschäftsmodell, Finanzdienstleistung und E-Commerce werden beispielhaft aktuelle Geschäftsmodelle vorgestellt und analysiert, wobei der Fokus bedingt durch Umfang und Tiefe der Seminararbeit auf dem Wertpapierhandelsbereich liegt. Anschließend werden Gründe für den besonderen Erfolg der Geschäftsmodelle vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Begriffsdefinitionen
1.2.1 Geschäftsmodell
1.2.2 Finanzdienstleistung
1.2.3 E-Commerce und M-Commerce
2 Methodik - Literaturteil
2.1 Beschreibung der Vorgehensweise
2.2 Suche nach wissenschaftlichen Artikeln
3 IT-gestützte Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor
3.1 Historische Entwicklung und aktuelle Trends
3.2 Aktuelle Geschäftsmodelle
3.2.1 Geschäftsmodelle aus dem Bankensektor
3.2.2 Geschäftsmodelle aus dem Transactionsektor
3.2.3 Geschäftsmodelle aus dem Brokeragesektor
3.2.4 Geschäftsmodelle aus demVersicherungssektor
4 Schlussfolgerungen: Gründe für den Erfolg der Geschäftsmodelle
4.1 Gemeinsame Erfolgsfaktoren
4.2 Einzelbetrachtung der Modelle
4.3 Zukünftige Entwicklung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert aktuelle E-Commerce-Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor, um deren Erfolgsfaktoren zu identifizieren, wobei der Schwerpunkt auf dem Bereich des Wertpapierhandels liegt.
- Definition zentraler Begriffe wie Geschäftsmodell und Finanzdienstleistung.
- Untersuchung IT-gestützter Geschäftsmodelle in verschiedenen Finanzsektoren (Banken, Brokerage, Transaktion, Versicherungen).
- Analyse des Einflusses von Internet und IKT auf traditionelle Finanzstrukturen.
- Herausarbeitung gemeinsamer Erfolgsfaktoren wie Transparenz und Differential Pricing.
- Ausblick auf zukünftige Entwicklungen, insbesondere im Bereich M-Commerce und Web 2.0.
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Geschäftsmodelle aus dem Brokeragesektor
Als Broker bezeichnet man Wertpapierhandelsgesellschaften, die für ihre Kunden in eigenem Namen, und für fremde Rechnung Wertpapiere kaufen und verkaufen (Harris 2002, 7). Dabei stellt der Broker die Schnittstelle zwischen dem Kunden und der jeweiligen Wertpapierbörse dar. In der Vergangenheit wurden derartige Handelsaufträge hauptsächlich telefonisch und persönlich an den Broker herangetragen. Dadurch entstanden insbesondere bei professionellen Anlegern hohe Transaktionskosten, da die ständige Interaktion zwischen Händler und Kunden besonders kostenintensiv war (Allen/McAndrews/Strahan 2002, 9). Der Wandel des Geschäfts ist nun allgegenwärtig und Online-Broker haben ihren Marktanteil signifikant gesteigert. Der Trend zur Disintermediation und Differential Pricing ist hier am deutlichsten zu erkennen.
Das neue, IT-gestützte Geschäftsmodell, bei dem der Kunde seine Aufträge nur noch elektronisch erteilt, wurde erst durch die Automatisierung und Digitalisierung der weltweiten Märkte, und den Siegeszug des Internets möglich. Einerseits findet heutzutage quasi ausnahmslos ein elektronsicher Handel von Wertpapieren in den Industrienationen (Dabous/Rabhi 2008, 34) statt, bei dem Handelssysteme wie XETRA traditionelle Parkettbörsen verdrängt haben. Diese Entwicklung brachte eine erhebliche Senkung der Transaktionskosten mit sich. Die zweite Komponente, die durch die elektronische Auftragserteilung durch den Kunden über das Internet definiert ist, führte zugleich zu einer weiteren Kostensenkung. Dies ermöglichte deutlich niedrigere Preise für die Ausführung von derartigen Aufträgen, da kein Personal, und ein deutlich niedrigerer administrativer Aufwand für die Abwicklung erforderlich war.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema E-Commerce im Finanzdienstleistungssektor ein und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit.
2 Methodik - Literaturteil: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Literatursuche und der Auswahl wissenschaftlicher Quellen.
3 IT-gestützte Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor: Dieses Hauptkapitel untersucht die Auswirkungen des Internets und der IKT auf Finanzdienstleistungen und stellt verschiedene Geschäftsmodelle in Banken-, Transaction-, Brokerage- und Versicherungssektor vor.
4 Schlussfolgerungen: Gründe für den Erfolg der Geschäftsmodelle: Das abschließende Kapitel analysiert die gemeinsamen Erfolgsfaktoren der vorgestellten Modelle sowie deren zukünftige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodell, Finanzdienstleistung, E-Commerce, M-Commerce, IT-gestützte Geschäftsmodelle, Bankensektor, Brokeragesektor, Transaktionssektor, Versicherungssektor, Online-Banking, Erfolgsfaktoren, Disintermediation, Differential Pricing, Wertpapierhandel, IKT.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie E-Commerce und neue Informationstechnologien die Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor verändern und welche Modelle besonders erfolgreich sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Banken, Wertpapierhandel (Brokerage), Transaktionsdienstleistungen und Versicherungen im Kontext des digitalen Wandels.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, aktuelle E-Commerce-Geschäftsmodelle im Finanzwesen vorzustellen, deren Funktionsweise zu analysieren und die Gründe für ihren besonderen Erfolg herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, bei der klassische Literatur und wissenschaftliche Artikel herangezogen wurden, um Thesen zur Branchenentwicklung und zu Erfolgsfaktoren zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Wandel durch IKT erläutert sowie spezifische Modelle wie Online-Banking, PayPal, Direktbroker und Direktversicherer im Detail analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Geschäftsmodell, Finanzdienstleistung, E-Commerce, IT-gestützte Modelle, Online-Banking, Brokerage und Erfolgsfaktoren wie Transparenz und Differential Pricing.
Wie unterscheidet sich das Modell von Flatex von traditionellen Banken?
Flatex spezialisiert sich rein auf den beratungslosen Wertpapierhandel, lagert Clearing-Funktionen aus und bietet ein kostengünstiges Discount-Preismodell an, was es von klassischen Filialbanken abhebt.
Welche Rolle spielt die Komplexität bei Versicherungsprodukten im E-Commerce?
Produkte mit niedriger Komplexität und geringem Transaktionsvolumen sind laut der Analyse am besten für den E-Commerce geeignet, während komplexe Produkte wie Kapitallebensversicherungen schwerer online zu vermarkten sind.
Warum ist das Transparenz-Prinzip für den Erfolg so wichtig?
Transparenz über Transaktionen und deren Kosten am Markt gilt als wesentlicher Werttreiber, da das Internet diese Transparenz fördert und Kunden zu Anbietern mit den attraktivsten Konditionen leitet.
- Arbeit zitieren
- Erwin Schiemenz (Autor:in), 2011, Bewährte Geschäftsmodelle im Bereich der IT-Services für Finanzdienstleister, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/185051