In meiner Hausarbeit soll es im weiteren Sinne um den Einfluss des Internets auf unsere Persönlichkeit gehen und die Frage geklärt werden, inwieweit das Internet für uns auch negative Konsequenzen haben könnte. Im Speziellen möchte ich zunächst beschreiben, was Persönlichkeit eigentlich ist und wie man im Kontext des Internets die so genannte „Offline Persönlichkeit“ von der „Online Persönlichkeit“ unterscheiden kann. Im Anschluss wird anhand zweier Studien die im Fokus dieser Hausarbeit stehende Frage bearbeitet, ob es eine Online Persönlichkeit überhaupt tatsächlich gibt und in welchem Ausmaß sie sich von der Offline Persönlichkeit unterscheidet. Zum Schluss soll dann am Beispiel des Cybermobbings erläutert werden, welchen negativen Einfluss das Internet auf uns durch eine eventuelle Diskrepanz zwischen unserer Offline und Online Persönlichkeit nehmen kann.
Gliederung
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Offline Persönlichkeit vs. Online Persönlichkeit
3.1 Offline Persönlichkeit
3.2 Online Persönlichkeit
4. Wechselwirkung zwischen der realen und der virtuellen Welt in Bezug auf unsere Persönlichkeit
4.1 Studie 1: Offline Persönlichkeit und Verhalten in sozialen Netzwerken
4.1.1 Hypothesen
4.1.2 Durchführung
4.1.3 Ergebnisse
4.1.4 Relevanz der Ergebnisse
4.2 Studie 2: Nutzung des Internets als soziales Medium und soziale Beziehungen in der Realität
4.2.1 Methodik
4.2.2 Ergebnisse
4.2.3 Relevanz der Ergebnisse
4.3 Erstes Fazit: Wechselwirkungen zwischen der realen und der virtuellen Welt in Bezug auf unsere Persönlichkeit
5. Gefahren des Internets für die Offline Persönlichkeit am Beispiel des Cybermobbings
5.1 Was ist Cybermobbing?
5.2 Was macht Cybermobbing so gefährlich? Abgrenzungen zum traditionellen Mobbing
5.3 Folgen für die Opfer und ihre Offline Persönlichkeit
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht den Einfluss des Internets auf die menschliche Persönlichkeit, insbesondere die Differenzierung und mögliche Diskrepanz zwischen der "Offline Persönlichkeit" und der "Online Persönlichkeit" sowie die negativen Konsequenzen virtueller Interaktionen.
- Definition und Abgrenzung von Offline- und Online-Persönlichkeit
- Empirische Analyse der Korrelation zwischen Persönlichkeitseigenschaften und Internetverhalten
- Untersuchung des virtuellen versus realen sozialen Netzwerkes
- Analyse der Gefahren virtueller Räume, fokussiert auf Cybermobbing
Auszug aus dem Buch
5.1 Was ist Cybermobbing?
Traditionelles Mobbing, manchmal auch Bullying genannt, ist ein bereits seit langer Zeit bestehendes Problem in verschiedenen sozialen Umgebungen (Twyman, Saylor, Taylor & Comeaux, 2010). Mobbing tritt vor allem durch physische oder psychische Attacken in Erscheinung, die wiederholt über eine längere Zeit einem Menschen entgegen gebracht werden (Twyman et al., 2010). Doch in Zeiten des Internets, das als großes soziales Setting fungiert, tritt auch eine andere Art des Mobbings in Erscheinung, die man nicht unterschätzen sollte: das Cybermobbing. Willard (2007) unterschied verschiedene Varianten der Aggression gegenüber Mitmenschen, die im Internet auftreten können. Dazu zählen beleidigende Emails oder Nachrichten, Rufmord, bzw. Outing mittels Preisgabe persönlicher Informationen oder Bilder über das Opfer, Manipulation der sozialen Beziehungen des Opfers, in dem sich der Täter als die Person des Opfers ausgibt und Nachrichten in seinem Name versendet, Ausschluss des Opfers von bestimmten Internetgruppen oder Internetspielen, Stalking, usw. Das Internet bietet zahlreiche Chancen, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und sich zu vernetzen und daher auch viele Möglichkeiten für Formen des Cybermobbings (Dempsey et al., 2009).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Die Arbeit führt in die Thematik des Interneteinflusses auf die Persönlichkeit ein und skizziert die Untersuchung von Online- und Offline-Persönlichkeitsunterschieden anhand von Studien sowie das Beispiel Cybermobbing.
2. Einleitung: Es wird die rasante technologische Entwicklung und die allgegenwärtige Internetnutzung beschrieben, welche die Kommunikation revolutioniert hat und Fragen nach Identität und Verhalten in der virtuellen Welt aufwirft.
3. Offline Persönlichkeit vs. Online Persönlichkeit: Dieses Kapitel definiert Persönlichkeit (nach Allport) und die "Big Five" und erläutert die "Online Persönlichkeit" als flexible Möglichkeit der Selbstinszenierung durch Impression Management.
4. Wechselwirkung zwischen der realen und der virtuellen Welt in Bezug auf unsere Persönlichkeit: Anhand zweier Studien wird untersucht, inwieweit reale Persönlichkeitseigenschaften das Online-Verhalten steuern und ob virtuelle soziale Netzwerke mit realen korrelieren.
5. Gefahren des Internets für die Offline Persönlichkeit am Beispiel des Cybermobbings: Es wird analysiert, wie Anonymität und ständige Erreichbarkeit Cybermobbing zu einer besonderen Gefahr machen und welche psychischen Folgen dies für Opfer hat.
6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass keine pauschale Abweichung der Online- von der Offline-Persönlichkeit vorliegt, warnt jedoch vor den komplexen Gefahren und der Notwendigkeit weiterer Forschung.
Schlüsselwörter
Persönlichkeit, Internet, Online Persönlichkeit, Offline Persönlichkeit, Soziale Netzwerke, Big Five, Impression Management, Cybermobbing, Soziale Interaktion, Identität, Psychologie, Virtuelle Welt, Gewaltbereitschaft, Kommunikation, Mediennutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einfluss des Internets auf die menschliche Persönlichkeit und die Frage, ob sich das Verhalten in der virtuellen Welt signifikant von dem in der Realität unterscheidet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Persönlichkeit, das Verhalten in sozialen Netzwerken, der Vergleich von realen und virtuellen sozialen Netzwerken sowie die Problematik des Cybermobbings.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob eine "Online Persönlichkeit" existiert, die von der "Offline Persönlichkeit" abweicht, und welche negativen Auswirkungen (insb. Cybermobbing) sich daraus ergeben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Forschungsanalyse, in der existierende psychologische Studien und Befunde aus der Empirie ausgewertet und vergleichend gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Big Five, Impression Management) und die detaillierte Auswertung von Studien zu Internetnutzung, sozialen Netzwerken und Cybermobbing.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cybermobbing, Online-Persönlichkeit, Impression Management, Soziale Netzwerke und die psychologische Differenz zwischen virtueller und realer Interaktion geprägt.
Welche Erkenntnis ziehen die Autoren aus den Studien zu sozialen Netzwerken?
Es zeigt sich ein komplexes Bild: Einerseits spiegeln sich reale Persönlichkeitseigenschaften im Internet wider, andererseits können virtuelle Netzwerke nicht direkt mit realen gleichgesetzt werden, da sich Menschen dort teils anders verhalten.
Warum wird Cybermobbing als besonders gefährlich eingestuft?
Durch die Anonymität, das Fehlen unmittelbarer Face-to-Face-Reaktionen und die ständige digitale Erreichbarkeit empfinden Opfer eine permanente Bedrohung, die über traditionelles Mobbing hinausgehen kann.
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- Sarah Bestgen (Author), 2011, Offline Persönlichkeit vs. Online Persönlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184963