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Meerfahrt nach Tyrus

Suche nach Barbarossas Grab im Vorderen Orient

Title: Meerfahrt nach Tyrus

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Heiko Suhr (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Hausarbeit ist eine von Otto von Bismarck veranlaßte Expedition des Jahres 1874 nach Tyrus, dem heute im Libanon liegenden Sur.
Ziel dieser Expedition war es, die dort bestatteten Gebeine des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa in den Ruinen der dortigen Kathedrale ausfindig zu machen und in das Kaiserreich zurückzuführen.
Der eigentlichen Thematik werden als Einführung kurz die Begebenheiten der Reichsgründung von 1871 sowie die damit verbundenen Probleme der Legitimität des neuen Kaiserreiches vorangestellt. Der erste Schwerpunkt soll dann auf den Motiven Bismarcks, die diese Expedition beeinflußt haben, liegen. Dazu gehört insbesondere eine schematische Darstellung der Verwendung eines Totenkultes zur Herrschaftslegitimation.
Die eigentliche Expedition nach Tyrus stellt dann den zweiten Schwerpunkt dar. Auf historischen Quellen basierend werden die historischen Begebenheiten in Tyrus möglichst exakt rekonstruiert. Im Sinne der Multiperspektivität soll anschließend versucht werden, das verwendete Quellenmaterial zu verifizieren.
In den Schlußbetrachtungen werden dann weitere Projekte im Rahmen der Mittelalterrezeption aufgezeigt, um so den Bogen schließen und die Legitimationspolitik der ersten Jahre des Kaiserreiches abschließend bewerten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Die Reichsgründung 1871

2.2 Legitimationsproblematik

3. Bismarcks Motivation

3.1 Mittelalterrezeption im Kaiserreich

3.2 Totenkult zur Herrschaftslegitimation

4. Meerfahrt nach Tyrus

4.1 Der Dritte Kreuzzug und Barbarossas Tod

4.2 Die Kathedrale von Tyrus

4.3 Die Expedition nach Tyrus

5. Schlußbetrachtungen

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Otto von Bismarck initiierte Expedition des Jahres 1874 nach Tyrus mit dem Ziel, die Gebeine von Kaiser Friedrich I. Barbarossa aufzufinden und in das Deutsche Kaiserreich zu überführen, um die Herrschaftslegitimation durch einen gezielten Totenkult zu stärken.

  • Die Legitimationsproblematik des neuen Deutschen Kaiserreiches nach 1871
  • Die Bedeutung der Mittelalterrezeption als politisches Instrument
  • Theorie und Praxis des Totenkultes zur Machtstabilisierung
  • Der geschichtliche Ablauf der Expedition nach Tyrus und deren Scheitern
  • Die wissenschaftliche Kontroverse zwischen den Historikern Sepp und Prutz

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Expedition nach Tyrus

Die Vorbereitungen der Exkursion nach Tyrus waren bereits im Laufe des Jahres 1872 in vollem Gange. So fragt Bismarck in einem Brief vom 3. Mai 1872, adressiert an den Münchener Geschichtsprofessor Dr. Johannes Sepp, um Anhaltspunkte bezüglich der Bestattung Barbarossas in Tyrus.

Die Übermittlung dieser Details wurde von Bismarck am 23. April 1873 bestätigt. Außerdem wird Dr. Sepp als Leiter einer möglichen Exkursion durch Bismarck vorgeschlagen.

Die allgemein gewünschte „große Discretion“ zeigt die Umsicht, mit der dieses Projekt angegangen wurde.

Der nächste Schritt war die Genehmigung für Ausgrabungen in Tyrus. Diese erfolgte durch einen Sultan Ferman in Absprache mit dem kaiserlichen Generalkonsul Weber in Beirut. Diese Urkunde ist auf den 5. März 1874 datiert. Im April 1874 wurde Prof. Dr. Sepp vom Präsidenten des Reichskanzleramtes, Rudolf von Delbrück, dann mit der endgültigen Leitung des Projektes betraut und zugleich darüber informiert, daß der Berliner Privatdozent Dr. Hans Prutz – als Kenner der Geschichte Friedrich Barbarossas – die Exkursion beratend begleiten solle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, welches die Bismarcksche Expedition zur Suche der Barbarossa-Gebeine sowie die damit verbundene Legitimationspolitik des Kaiserreiches behandelt.

2. Grundlagen: Analyse der historischen Rahmenbedingungen der Reichsgründung 1871 und der daraus resultierenden Notwendigkeit einer ideologischen Fundierung des neuen Staates.

3. Bismarcks Motivation: Untersuchung der Instrumentalisierung des Mittelalters und des Totenkultes als Mittel zur Herrschaftslegitimation.

4. Meerfahrt nach Tyrus: Detaillierte Darstellung des historischen Kontexts des Barbarossa-Todes, der Suche in Tyrus sowie der daraus resultierenden Kontroverse unter den Historikern.

5. Schlußbetrachtungen: Bewertung der langfristigen Auswirkungen des gescheiterten Projektes auf die deutsche nationale Identität und das Barbarossa-Bild.

6. Anhang: Auflistung der verwendeten Quellen, Literatur und Bildnachweise.

Schlüsselwörter

Friedrich I. Barbarossa, Otto von Bismarck, Reichsgründung 1871, Herrschaftslegitimation, Tyrus, Totenkult, Mittelalterrezeption, Kaiserreich, Grabstätte, Geschichte, Identität, Exkursion, Johannes Sepp, Hans Prutz, Nationsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Versuch Otto von Bismarcks, durch die Suche nach den Gebeinen von Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Tyrus eine symbolische Verbindung zwischen dem mittelalterlichen Heiligen Römischen Reich und dem neu gegründeten Deutschen Kaiserreich zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Instrumentalisierung historischer Mythen, der Theorie des Totenkultes als Legitimationsmittel sowie der historischen Aufarbeitung der Expedition von 1874.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird analysiert, wie die Suche nach den Gebeinen dazu dienen sollte, die Legitimität des neu entstandenen Kaiserreiches historisch zu festigen und das nationale Bewusstsein zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, wobei zeitgenössische Berichte, Briefwechsel und historiographische Auseinandersetzungen der Beteiligten, insbesondere zwischen Sepp und Prutz, ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Legitimationspolitik, eine Einordnung der Barbarossa-Figur im Kaiserreich sowie die chronologische Aufarbeitung der Grabungsexkursion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Barbarossa, Bismarck, Reichsgründung, Legitimationspolitik, Tyrus, Totenkult und Mittelalterrezeption.

Warum fiel die Wahl der Identifikationsfigur gerade auf Barbarossa?

Die Wahl fiel auf Barbarossa, da er als Symbolfigur für die kaiserliche Macht im Mittelalter stand und durch die literarische Verknüpfung (Barbablanca-Parallele) eine direkte Identifikationslinie zu Kaiser Wilhelm I. gezogen werden sollte.

Weshalb scheiterte die Expedition aus wissenschaftlicher Sicht?

Die Expedition konnte das primäre Ziel nicht erreichen, da die Gebeine nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnten; zudem gab es intern schwere fachliche Kontroversen über die Korrektheit des Grabungsortes.

Welche Rolle spielte die "damnatio memoriae" in der Theorie?

Die Arbeit kontrastiert die von Bismarck angestrebte "Totensorge" (Aneignung eines alten Herrschers zur Legitimation) mit dem entgegengesetzten Konzept der "damnatio memoriae" bzw. "damnatio corporis" (Zerstörung des Andenkens und des Körpers eines Vorgängers).

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Details

Title
Meerfahrt nach Tyrus
Subtitle
Suche nach Barbarossas Grab im Vorderen Orient
College
University of Vechta  (Institut für Geschichte und Historische Landesforschung)
Course
Die Grabmäler der mittelalterlichen Kaiser
Grade
1,0
Author
Heiko Suhr (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V184953
ISBN (Book)
9783656097648
ISBN (eBook)
9783656097808
Language
German
Tags
Barbarossa Barbablanca;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Suhr (Author), 2006, Meerfahrt nach Tyrus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184953
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