Die Wertevermittlung und Wertevorstellung spielt im Bereich des Schulbildung eine ebenso zentrale Rolle wie die Weitergabe von Fachwissen und Erziehung. In dieser Arbeit wird die Wertevermittlung und Wertevorstellung genauer beleuchtet und eine umfassende Einsicht im Bereich der Schule im Wechselspiel zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Werte und Wertetheorien
3. Entstehung von Wertevorstellung bei Kindern und Jugendlichen
4. Schule als Institution der Wertevermittlung
5. Eigene empirische Untersuchung
5.1 Überblick
5.2. Daten und Methode
5.2.1 Datenerhebung
5.2.2 Thesen
5.2.3 Fragebogen
5.2.3.1 Vorstellung der Methode
5.2.3.2 Kritische Auseinandersetzung des Fragebogens
5.3. Ergebnisse
5.3.1 Datenmatrix
5.3.2 Allgemeine Datenauswertung
5.3.3 Datenauswertung aufgestellter Thesen
5.3.4 Datenauswertung schriftlicher Äußerungen
5.4. Diskussion
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wertevorstellungen von Lehrkräften an öffentlichen Grundschulen und analysiert, wie diese ihre Aufgabe als Vermittler von Werten im Unterrichtsalltag wahrnehmen und operationalisieren.
- Analyse theoretischer Grundlagen zu Werten und Wertesozialisation
- Empirische Erhebung mittels Fragebögen an zwei Grundschulen
- Identifikation von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Wertevorstellungen
- Reflexion der Rolle des Lehrers als Wertevermittler und Vorbild
- Diskussion von Paradoxien zwischen Anspruch und pädagogischer Praxis
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Im Kern wird sich die vorliegende Masterarbeit mit dem Thema „Wertevorstellung und Wertevermittlung von Lehrkräften an öffentlichen Schulen“ beschäftigen. Dabei werde ich nach einer Antwort auf die Frage suchen, ob unterschiedliche Wertevorstellungen unter den Lehrkräften bestehen und welche Wertevermittlungen eine wichtige Rolle beim Unterrichten spielen. Ist dem so, wäre auch ein nicht unerheblicher Einfluss auf den gesamten schulischen Alltag zu erwarten.
Einleitend möchte ich zunächst aus meiner eigenen schulischen Erfahrungen berichten.
Ich erinnere mich an meinem Mathematikunterricht in der Sekundarstufe I. Immer wenn mein Mathematiklehrer den Klassenraum betrat, suchten sofort alle Schüler/innen ihren Platz auf. Die Blicke waren zur Tafel gerichtet. Erst als es ruhig war und die Schulklingel zur Stunde geläutet hatte, wurde die Unterrichtsstunde eröffnet. Wir mussten alle aufstehen und uns vor unseren Stuhl stellen und gemeinsam den Lehrer begrüßen. In den Moment wussten alle Schüler/innen der Klasse bescheid, dass nun der Unterricht begonnen hatte. Die gesamte Aufmerksamkeit war zum Lehrer gerichtet. Jede einzelne Mathematikunterrichtsstunde begann mit diesem „Ritual“.
Diese Methode hat sich in meinen Gedanken gefestigt. Doch warum denke ich oft daran? Warum haben nicht alle anderen Lehrer/innen unserer Klasse den Unterricht so begonnen? Ist diese Unterrichtsmethode möglicherweise mit Werten wie Ordnung, Aufrichtigkeit oder Akzeptanz verknüpft? Fand während dieser Unterrichtsmethode eine Wertevermittlung statt?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation des Autors dar und führt in das zentrale Thema der Wertevorstellung und -vermittlung durch Lehrkräfte ein.
2. Werte und Wertetheorien: Das Kapitel definiert den Begriff der Werte und erläutert verschiedene theoretische Konzepte zur Einordnung und Funktion von Werten.
3. Entstehung von Wertevorstellung bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden Prozesse der Wertetransmission und die moralische Entwicklung junger Menschen anhand von Stufenmodellen diskutiert.
4. Schule als Institution der Wertevermittlung: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Schule als Ort der Sozialisation und den Einfluss des sogenannten „heimlichen Lehrplans“ auf die Werteerziehung.
5. Eigene empirische Untersuchung: Dieser Hauptteil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Datenerhebung an zwei Grundschulen, die statistische Matrix sowie die Auswertung der Ergebnisse und Thesen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Masterarbeit zusammen und reflektiert den persönlichen Lernprozess des Autors.
Schlüsselwörter
Wertevorstellung, Wertevermittlung, Lehrkräfte, Grundschule, Sozialisation, Wertetransmission, empirische Untersuchung, Erziehungsauftrag, Schulklima, moralische Entwicklung, Unterricht, Lehrerrolle, Werteerziehung, Ethik, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Wertevorstellungen Lehrkräfte an öffentlichen Grundschulen haben und wie sie ihre Aufgabe der Wertevermittlung im Unterricht umsetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Wertetheorien, die moralische Entwicklung von Kindern, die Rolle der Schule als Sozialisationsinstanz und die eigene empirische Erhebung unter Lehrkräften.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Lehrkräfte unterschiedliche Werte vertreten und ob sie sich über ihre Rolle und Möglichkeiten der Wertevermittlung im Schulalltag im Klaren sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein selbst entwickelter Fragebogen an Lehrkräften zweier Grundschulen in Berlin und Brandenburg zum Einsatz kam.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, die Auswertung der Datenmatrix sowie die Diskussion der Ergebnisse bezüglich der aufgestellten Thesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Wertevermittlung, Lehrerrolle, Erziehungsauftrag und Sozialisation definieren.
Wie unterscheidet sich die Situation an den beiden untersuchten Grundschulen?
Die Schulen unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung (z.B. Religionsorientierung vs. naturwissenschaftlicher Schwerpunkt) und den daraus resultierenden fachlichen Schwerpunkten in der Wertevermittlung.
Welches Paradoxon hat der Autor in seiner Untersuchung festgestellt?
Obwohl fast alle befragten Lehrkräfte der These zustimmen, dass sie die Aufgabe haben, Werte zu vermitteln, gab etwa die Hälfte an, nicht sicher zu wissen, wie dies konkret im Unterricht geschehen soll.
- Quote paper
- David Rose (Author), 2010, Wertevorstellung und Wertevermittlung von Lehrkräften an öffentlichen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184927