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Hospitäler im spätmittelalterlichen Thüringen: vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital

Eine empirische Untersuchung anhand ausgewählter regionaler Beispiele

Titel: Hospitäler im spätmittelalterlichen Thüringen: vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital

Examensarbeit , 2011 , 61 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Juliane Berger (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits den frühen Christen waren die Taten der Barmherzigkeit durchaus geläufig. Diese bestanden unter anderem in der Pflege der Kranken, die im Christentum von der Caritas getragen wurde. Eine Einrichtung, die sich insbesondere der Pflege kranker und alter Menschen widmete, war das Hospital. Der mittelhochdeutsche Begriff Hospital stammt vom lateinischen Wort hospes ab, welches die Bedeutungen Gast und Gastfreund in sich birgt. Dies ist durchaus treffend, da sich der Grundgedanke bis heute mit dem Begriff Hospital einen lässt, denn Spitäler galten von je her als karitative Einrichtungen, die generell am christlichen Gebot der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit orientiert waren.
Das deutsche Hospitalwesen unterlag seit seiner Entstehung im 4. Jahrhundert unzähligen Umformungen. Bedingt durch gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und soziale Wandel veränderte sich auch die Institution Hospital. Im Mittelalter übernahmen in erster Linie die Kirchen, Klöster und Orden das Aufgabenfeld der Caritas. Diese: „[...]schaut nur auf das Leid und nimmt sich seiner an; sie fragt weder nach den Ursachen noch nach der Zugehörigkeit des Bedürftigen zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe.“ Diese Institutionen stellten ihre Hilfe dabei sowohl in der Form einer offenen Pflege, als auch durch ihre Tätigkeit in geschlossenen Einrichtungen zur Verfügung. Die Hospitäler waren dabei eine umfangreiche Versorgungseinrichtung. „Neben Akutkranken konnten im mittelalterlichen Spital auch Gebrechliche und Arme, Pilger und Waisenkinder eine zeitweilige, schließlich gegen Bezahlung auch sogenannte Pfründner eine auf Dauer angelegte Versorgung finden.“
Dabei ist deutlich erkennbar, dass der mittelalterliche Hospitalbegriff ein deutlich umfangreicheres Konzept der Kranken- und Armenversorgung umfasst, als der heute geläufige Begriff Krankenhaus ausdrücken kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das kirchliche Hospital

2.1. Gestalt und Entwicklung

2.1.1. Das Franziskanerspital in Eisenach

2.2. Bruderschaftliche und klösterliche Spitäler jüngerer Ordnung

2.2.1. Ein bruderschaftliches Spital in Duderstadt

2.3. Hospitäler der Ordensgemeinschaften

2.3.1. Nichtritterliche Spitalorden

2.3.2. Ritterliche Spitalorden

2.3.2.1. Die Johanniter

2.3.2.2. Die Lazariten

2.3.2.3. Der Deutsche Orden

3. Vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital

4. Das bürgerliche Hospital

4.1. Gestalt und Entwicklung

4.2. Hospitäler der Gesamtgemeinde

4.2.1. Das innerstädtische Hospital am Beispiel der Städte Erfurt und Mühlhausen

4.2.1.1. Das Margarethenhospital

4.2.1.2. Das Antoniushospital

4.2.1.3. Das Jakobihospital

4.2.2. Die Zunft- und Universitätshospitäler

4.2.3. Irrenverwahrung und Pilgerspitäler

4.2.4. Isolierhäuser

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entwicklung und Veränderung des spätmittelalterlichen Hospitals, mit einem besonderen Fokus auf den Thüringer Raum anhand ausgewählter regionaler Beispiele, um den Wandlungsprozess von kirchlich geführten zu städtisch kontrollierten Einrichtungen nachzuvollziehen.

  • Entwicklung des kirchlichen Hospitalwesens und der Ordensgemeinschaften
  • Prozess der „Verbürgerlichung“ und Kommunalisierung der Spitäler
  • Städtische Hospitaltypen in Erfurt und Mühlhausen
  • Sonderformen wie Zunftspitäler, Irrenverwahrung und Isolierhäuser

Auszug aus dem Buch

2.3. Hospitäler der Ordensgemeinschaften

Ausgehend von den frühen Einrichtungen des Benediktinerordens, der Zisterzienser, Prämonstratenser und Franziskaner, soll nun auch die Spitaltätigkeit der anderen Ordensgemeinschaften des ausgehenden Mittelalters Beachtung finden. Die Forschung unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen Hospitälern der Ritterorden und Einrichtungen anderer Ordensgemeinschaften.

2.3.1. Nichtritterliche Spitalorden

Ein bedeutender Orden dieses Typs ist der Orden der Antoniter. Dieser im 11. Jahrhundert entstandene Orden breitete sich in Deutschland im 13. Jahrhundert aus und hatte auch in diesem Gebiet umfangreiche Niederlassungen vorzuweisen. Die Problematik besteht jedoch darin, dass zwar die Ansiedlungen des Ordens zahlreich belegt sind, aber relativ wenige Informationen zu dessen Spitaltätigkeit vorhanden sind. Bekannt ist in diesem Zusammenhang beispielweise die ausgeprägte Almosentätigkeit des Ordens. Die Spitaltätigkeit des Ordens blieb aber insgesamt so gering, dass die Spitäler der Antoniter bereits im ausgehenden 13. Jahrhundert verschwanden. Ein weiterer Typ ist der Heilig- Geist- Orden, der seinen Ursprung in Südfrankreich hatte. Neben Frankreich war Italien das Hauptland der Spitaltätigkeit, in Deutschland hingegen war die Tätigkeit des Ordens gering ausgeprägt. 37

Eine Thüringer Niederlassung des Ordens war in Frankenhausen im 13. Jahrhundert nachweisbar. Andere Zuordnungen zum Orden, wie in Jena, Sondershausen, Erfurt oder Eisenach können nicht eindeutig geklärt werden. Auch für andere Ordensgemeinschaften, wie die regulierten Augustiner Chorherren, lassen sich Thüringer Niederlassungen feststellen. So sind sich in Thüringen Einrichtungen in Erfurt mit dem Reglerhospital und Hl. Geist- Spital sowie in Altenburg mit dem Spital am Bergkloster nachweisen. Ein Leprosenspital in Weißensee unterhielt der Orden der Eremiten des heiligen Wilhelms.38

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der mittelalterlichen Hospitalgeschichte und Darlegung der Zielsetzung sowie des Forschungsstands.

2. Das kirchliche Hospital: Analyse der Ursprünge der Krankenpflege durch Klöster und Ordensgemeinschaften, insbesondere in Thüringen.

3. Vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital: Beschreibung des soziokulturellen und ökonomischen Wandlungsprozesses, der zur städtischen Übernahme führte.

4. Das bürgerliche Hospital: Detaillierte Untersuchung städtischer Hospitaltypen, inklusive Fallbeispielen aus Erfurt und Mühlhausen sowie Sonderformen.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklungslinien des mittelalterlichen Hospitalwesens als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen.

Schlüsselwörter

Hospital, Spätmittelalter, Thüringen, Krankenpflege, Armenversorgung, Bürgertum, Stadtgeschichte, Ordensgemeinschaften, Pfründneranstalt, Leprosenspital, Klöster, Mittelalterliche Medizin, Caritas, Hospitalgeschichte, Kommunalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Organisation von Hospitälern im spätmittelalterlichen Thüringen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der Kirche, den verschiedenen Ordensgemeinschaften, dem Wandel zum städtischen Hospitalwesen und der sozialen Funktion der Einrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandlungsprozess vom kirchlich geprägten Hospital hin zu städtisch verwalteten und kontrollierten Institutionen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung anhand von ausgewählten regionalen Beispielen und der Auswertung von Urkunden und Sekundärliteratur.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kirchlicher Spitäler, der Übergangsphase sowie der verschiedenen Typen bürgerlicher Hospitäler, ergänzt durch spezifische Fallstudien aus Erfurt und Mühlhausen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Hospitalwesen, Verbürgerlichung, Pfründner, Ordensgeschichte und mittelalterliche Sozialfürsorge.

Welche Rolle spielte das Margarethenhospital in Mühlhausen?

Es dient als exemplarische Fallstudie für das städtisch verwaltete Hospital, bei dem die Kontrolle der Finanzen und der geistlichen Versorgung durch den Rat der Stadt deutlich wird.

Wie unterschieden sich Isolierhäuser von den allgemeinen Spitälern?

Isolierhäuser (z.B. Leprosen- oder Pestkrankenhäuser) wurden aufgrund der Ansteckungsgefahr meist außerhalb der Stadtmauern errichtet, um die städtische Bevölkerung zu schützen.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hospitäler im spätmittelalterlichen Thüringen: vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital
Untertitel
Eine empirische Untersuchung anhand ausgewählter regionaler Beispiele
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,0
Autor
Juliane Berger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
61
Katalognummer
V184507
ISBN (Buch)
9783656093244
ISBN (eBook)
9783656093510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hospitäler thüringen hospital eine untersuchung beispiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Berger (Autor:in), 2011, Hospitäler im spätmittelalterlichen Thüringen: vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184507
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