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Die Verantwortung für die Folgen neuer Entdeckungen der modernen Forschung

Eine Erörterung anhand der Komödie „Die Physiker“

Titel: Die Verantwortung für die Folgen neuer Entdeckungen der modernen Forschung

Seminararbeit , 2007 , 14 Seiten

Autor:in: Jens Benedict (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wissenschaft sieht sich seit Bestehen der Menschheit immer wieder dem Problem der Zweischneidigkeit von Erfindungen gegenüber. Einerseits geschaffen um Positives zu erzeugen, aber gleichzeitig auch andererseits eine neue, negative Facette für das menschliche Zusammenleben hervorzubringen.
Als großer Gewissenkonflikt der modernen Wissenschaft gilt das Beispiel der Genforschung. Einerseits hilft es der menschlichen Forschung auf dem Gebiet der Erbkrankheiten enorm, anderseits wird in den Evolutionsverlauf durch Klonung und künstliche Behandlung von kranken Genen massiv eingegriffen.
Wo liegt da die moralisch noch verantwortbare Grenze der Wissenschaft? Darf alles Gedachte auch erforscht werden? Müssen Wissenschaftler immer die Folgen ihrer Entdeckungen abschätzen? Lässt sich die Freiheit der Wissenschaft durch moralische Grenzen überhaupt noch einschränken?
In Dürrenmatts Tragödie „Die Physiker“ setzt sich der Protagonist und Wissenschaftler Möbius selbst seine moralische Schranke, als er die Dimension seiner Entdeckung der „Weltformel“ erkennt. Er will nicht die Schuld übernehmen für die Folgen, welche die „Weltformel“ in falschen Händen auslösen würde. Deshalb lässt er sein Gedachtes unerforscht und vernichtet seine Aufzeichnungen. Doch wird nicht alles Denkbare auch irgendwann gedacht? Nimmt man als Wissenschaftler mit dem Erdenken etwas Neuem, alle Schuld an den entsprechenden Konsequenzen in der Zukunft auf sich?
Ich möchte in meiner folgenden Seminararbeit dieses Thema, unter anderem am Beispiel Dürrenmatts Protagonisten Möbius erörtern. Ich werde erst eine kurze biografische Übersicht zum Autor und seinem Gesellschaftsbild allgemein liefern. Danach werde ich eine Kurzdefinition des Schuldbegriffes aufzeigen, um dann im Hauptteil meiner Arbeit meine Kernfrage zu erörtern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiografie des Autors

2.1 Welt-, Geschichts- und Gesellschaftsbild Dürrenmatts

3. Definition des Schuldbegriffs

3.1 Schuld als Verantwortlichkeit

3.2 Schuld im strafrechtlichen Sinn

4. Schuld des Möbius an der Folgen seiner Entdeckung unter den Aspekten der definierten Schuldbegriffe

5. „Muss ein Wissenschaftler die möglichen Folgen seiner Entdeckungen schon vor der Erforschung abwägen?“ – Erörterung

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht die moralische Verantwortung von Wissenschaftlern für die Folgen ihrer Entdeckungen am Beispiel von Friedrich Dürrenmatts Komödie „Die Physiker“. Die Forschungsfrage widmet sich der ethischen Abwägungspflicht des Forschenden gegenüber potenziell gefährlichem Wissen.

  • Das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und gesellschaftlicher Verantwortung.
  • Die Differenzierung zwischen moralischen, normativen und strafrechtlichen Schuldbegriffen.
  • Die Analyse des Protagonisten Möbius als Fallbeispiel für einen Gewissenskonflikt.
  • Die Frage nach der Kontrollierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse und der Rolle der Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

5. „Muss ein Wissenschaftler die möglichen Folgen seiner Entdeckungen schon vor der Erforschung abwägen?“ – Erörterung

Durch den Protagonisten des Theaterstücks „Die Physiker“, Möbius, wird die Meinung vertreten, dass es die Pflicht eines Wissenschaftlers ist, für die Menschheit gefährliche oder zumindest bei negativen Gebrauch, gefährliche Entdeckungen oder Erfindungen dieser unbedingt ohne Ausnahme vorzuenthalten, um sie zu schützen.

Dies gilt immer dann, wenn der positive Nutzen den negativen Auswirkungen nicht weit überwiegt bzw. wenn die Folgen der Arbeit eines Wissenschaftlers sogar bedrohend für die ganze Menschheit sein können.

Dies zeigt das Stück auch auf, da es so gut wie unmöglich ist, wissenschaftliche Ergebnisse auf Dauer erfolgreich zu verbergen. Praktisch sei es nur möglich, die Verbreitung bzw. das Bekannt werden der Ergebnisse zu verzögen, nicht jedoch zu verhindern. Jeder Denkprozess ist wiederholbar, früher oder später wird alles Denkbare auch Gedacht werden. Schließlich können nicht sämtliche Intellektuelle aufgrund moralischer Gesichtspunkte dazu bewegt werden, neue Gedanken nicht zu denken bzw. für sich zu behalten, da Einzelne immer wieder aus ihrer persönlichen Profitsucht und Machtstreben aus diesen möglichen Konsens der Denkenden auszubrechen versuchen werden.

Doch Möbius begeht einen doppelten Irrtum. Zum einen: Er hat sein Wissen eben nicht zurückgenommen. Denn er hatte es notiert und damit die Möglichkeit des Zugangs für andere geschaffen. Frau Mathilde von Zahnd kopierte die Aufzeichnungen und nutzte damit den bodenlosen Leichtsinn des gutgläubigen und zumindest in mancher Hinsicht naiven Wissenschaftlers aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema der Zweischneidigkeit wissenschaftlicher Erfindungen und Vorstellung der zentralen Fragestellung anhand von Dürrenmatts „Die Physiker“.

2. Kurzbiografie des Autors: Darstellung des Lebensweges von Friedrich Dürrenmatt sowie Erläuterung seines Welt- und Gesellschaftsbildes.

3. Definition des Schuldbegriffs: Systematische Unterscheidung zwischen moralischer Schuld, rechtlicher Verantwortung und psychologischem Schuldbewusstsein.

4. Schuld des Möbius an der Folgen seiner Entdeckung unter den Aspekten der definierten Schuldbegriffe: Anwendung der zuvor definierten Begrifflichkeiten auf das Handeln des Protagonisten Möbius.

5. „Muss ein Wissenschaftler die möglichen Folgen seiner Entdeckungen schon vor der Erforschung abwägen?“ – Erörterung: Kritische Auseinandersetzung mit der Pflicht zur Verantwortung und der Unausweichlichkeit des wissenschaftlichen Erkenntnisdrangs.

6. Schlussfolgerung: Fazit über die Notwendigkeit demokratischer Kontrolle und der Verantwortung der Gesellschaft im Umgang mit wissenschaftlichen Innovationen.

Schlüsselwörter

Friedrich Dürrenmatt, Die Physiker, Wissenschaftsethik, Schuld, Verantwortung, Genforschung, Weltformel, Moral, Fortschritt, Demokratische Kontrolle, Erkenntnis, Forschung, Gesellschaft, Folgenabschätzung, Gewissenskonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem ethischen Dilemma von Wissenschaftlern, die bei ihrer Forschung auf gefährliches Wissen stoßen, und erörtert, inwieweit sie für die Konsequenzen ihrer Entdeckungen moralisch verantwortlich gemacht werden können.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaft und Ethik, insbesondere im Kontext von Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“, sowie auf der theoretischen Bestimmung von Schuld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die moralische Integrität und Handlungsoptionen von Wissenschaftlern vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Fortschritts kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literatur- und geisteswissenschaftliche Erörterung, die begriffliche Definitionen mit einer textnahen Analyse des Dramas verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Schuldbegriffs, die Anwendung dieser Begriffe auf den Protagonisten Möbius sowie eine allgemeine Erörterung zur Verantwortung in der modernen Wissenschaft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Wissenschaftsethik, soziale Verantwortung, Schuld, Fortschrittsbedrohung und das Werk „Die Physiker“.

Warum wird Möbius als zentrales Fallbeispiel genutzt?

Möbius verkörpert das Ideal des verantwortungsbewussten Forschers, der erkennt, dass sein Wissen zur Bedrohung für die Menschheit werden kann, und daraus radikale Konsequenzen für sein Handeln zieht.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich der Kontrolle?

Der Autor argumentiert, dass eine alleinige Verantwortung bei den Wissenschaftlern eine Überforderung darstellt und daher eine demokratische Kontrolle durch die gesamte Gesellschaft zwingend notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verantwortung für die Folgen neuer Entdeckungen der modernen Forschung
Untertitel
Eine Erörterung anhand der Komödie „Die Physiker“
Hochschule
Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen
Autor
Jens Benedict (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V184504
ISBN (eBook)
9783656093893
ISBN (Buch)
9783656094173
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die Physiker Dürrenmatt Komödie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Benedict (Autor:in), 2007, Die Verantwortung für die Folgen neuer Entdeckungen der modernen Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184504
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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