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Gewalt in Medien

Title: Gewalt in Medien

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar (Author)

Health - Gerontology

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Gegenwärtig wird eine Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft festgestellt, die im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit gestiegen sein soll. Aber so ist zu hinterfragen, ob die Qualität oder Quantität der Gewalt damit gemeint ist. Über aggressive Handlungen wurde bis 1950 eher nicht in den Medien bildhaft berichtet. Vor der Erfindung des Fernsehens wurden die Radio, Nachrichten durch Neuigkeiten per Zeitung oder mündlicher Mitteilung weitergeleitet. So wurden auch Berichte über kriminelle Handlungen gar nicht so stark verbreitet. Meistens blieben solche Nachrichten auf die nähere Region beschränkt. So nimmt die Berichterstattung mit Hilfe des Fernsehens einen ganz anderen Stellenwert in der heutigen Gesellschaft als damals ein. Nun ist auch zu bemerken, wann situativ Gewalt angewendet wird. So kann Gewalt eingesetzt werden, um Konflikte auf schnelle und scheinbar unkomplizierte Art und Weise zu lösen. Aber es ist nun zu hinterfragen, wie die Voraussetzung ist, dass jemand zur vermeintlichen Konfliktlösung in zwischenmenschlichen Beziehungen eine aggressive Handlung wählt. Es gibt ja auch schließlich andere Wege, um eine schwierige Situation zu bewältigen oder bei einer Auseinandersetzung seine eigene Meinung durchzusetzen oder zumindest Kompromisse zu finden. Allerdings liefert das visuelle Angebot und der Medienkonsum in den letzten Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Gewaltbereitschaft. So ist nun die Aufgabe dieser Hausarbeit Modelle und Thesen über den Zusammenhang von Medienwirkungen der Gewaltpräsentation auf eine durch Zuschauer real nachfolgende aggressive Handlung hin zu erörtern. Wie wirken Gewaltdarstellungen auf den Fernsehkonsumenten? Gibt es weitere Faktoren, die bei der steigenden Rate der aggressiven Handlungen im realen Umfeld eine wesentliche Rolle spielen, zu berücksichtigen? Welche psychologischen Modelle sowie aufgestellte Thesen über die Medienwirkung sind bei der Beantwortung dieser oben gestellten Fragen aussagekräftig?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Motivation zum Thema

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Gewalt und Aggression

2.1. Gewalt

2.2. Aggression

3 Medienwirkungen

3.1. Vier Annahmen

3.2. Wirkungsmodelle

3.2.1. Stimulus-Response-Modell (Kanonentheorie)

3.2.1.1. Payne Fund Studies

3.2.1.2. Kritik

3.2.2. Trimodales transklassisches Wirkungsmodell

3.2.3. Lernen am Modell

3.3. Wirkung von Mediengewalt

3.3.1. Katharsisthese

3.3.2. Stimulationsthese

3.3.3. Kultivierungsthese

3.3.4. These der Wirkungslosigkeit

3.3.5. These der Ambivalenz

3.4. Persönlichkeitsmodell

3.4.1. Sehr stark gefährdete Persönlichkeit

3.4.2. Weniger stark gefährdete Persönlichkeit.

4. Zusammenfassung wichtiger Punkte

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen der medialen Darstellung von Gewalt und dem Auftreten realer aggressiver Handlungen durch den Zuschauer zu untersuchen und bestehende psychologische Modelle sowie Thesen diesbezüglich kritisch zu erörtern.

  • Definition und Differenzierung der Begriffe Gewalt und Aggression
  • Analyse klassischer und moderner medienpsychologischer Wirkungsmodelle
  • Untersuchung verschiedener Thesen zur Wirkung von Mediengewalt
  • Bedeutung der Persönlichkeitsstruktur für die Medienwirkung
  • Diskussion über präventive Ansätze im familiären und sozialen Umfeld

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Katharsisthese

Nach Sigmund Freud (Zimbardo, 1992) wird eine Aggression wie bei einem Spannungszustand aufgebaut. Der Spannungszustand drängt ab eine, bestimmten Zeitpunkt zur Entladung. Wenn dann eine aggressive Handlung sozusagen stellvertretend stattgefunden hat, wirke diese auf denjenigen Menschen wie reinigend. Der Grund wird in Phantasieaggression als Ausgangspunkt der Katharsisthese gesehen: die funktionale Äquivalenz reduziere reale Aggressionsformen. Die Wahrnehmung einer aggressiven Handlung im Fernsehen, kann nach dieser Vorstellung auch eine reinigende Wirkung auf den Rezipienten haben. Die Phantasie des Zuschauers wirke funktional äquivalent, was ihn befriedige. Folglich herrscht die hypothetische Ansicht, dass der Drang, selbst gewalttätig zu handeln, nach dem Fernsehkonsum mit gewalttätigem Inhalt nicht mehr in der Realität durchgeführt wird, weil sich die eigenen Anspannung abbaute. (Vgl. Mertens, 1999)

Diese These wird allerdings noch verfeinert. So werden folgende Annahmen festgehalten: In der Phantasie ausgelebte Gewalthandlungen hätten demnach eine reinigende Wirkung. Die Aggressionsreduktion bei Rezeption von Gewalt sei nur unter der Bedingung möglich, wenn der Zuschauer schon emotional erregt ist und ansonsten zur Aggression neige. Diese kathartischen Effekte könnten durch starke Schmerz- und Verletzungsdarstellungen eines symbolischen Aggressionsopfers erzielt werden. (Vgl. Mertens, 1999)

Die Kritik zu dieser These beruht auf dem Ausbleiben real abfließender Aggressionen bei Betrachtung von Gewalthandlungen, die als Folge von brutal visuellen Gewöhnungs- sowie Angsteffekten entstehen. Als Alternative zur Katharsisthese kann auch die Inhibitationsthese erklärt werden. Diese besagt, dass aggressive Handlungen nach Rezeption von Gewaltdarstellungen auch nicht ausgeführt würden, jedoch weil beim Zuschauer gegenüber dieser Verhaltensweisen Hemmungen, Schuldgefühle oder Angst vor Aggression ausgelöst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und beschreibt den Aufbau der Arbeit.

2. Gewalt und Aggression: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Gewalt und Aggression und versucht, eine klare Unterscheidung zwischen ihnen zu treffen.

3 Medienwirkungen: Es werden verschiedene Modelle und Thesen vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen fiktiven Mediengewaltdarstellungen und realen aggressiven Handlungen untersuchen.

4. Zusammenfassung wichtiger Punkte: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Modelle und Thesen zusammen und stellt diese gegenüber.

Schlüsselwörter

Gewalt, Aggression, Medienwirkung, Stimulus-Response-Modell, Katharsisthese, Kultivierungsthese, Persönlichkeitsmodell, Medienkonsum, Gewaltpräsentation, Modelllernen, Wirkungsforschung, Sozialisation, Fernsehen, Aggressionsneigung, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gewaltinhalten in den Medien und der Entwicklung aggressiven Verhaltens bei Zuschauern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die Definition von Gewalt und Aggression, verschiedene medienpsychologische Wirkungsmodelle sowie die Rolle der individuellen Persönlichkeitsstruktur bei der Medienrezeption.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, die Aussagen verschiedener psychologischer Modelle und Thesen zur Medienwirkung kritisch auf ihre wissenschaftliche Haltbarkeit und Praxisrelevanz zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Modelle und Wirkungsstudien, um theoretische Zusammenhänge fundiert darzulegen und kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Wirkungsmodellen (wie S-R-Modell, trimodales Modell), die Erläuterung spezifischer Thesen (z.B. Katharsis-, Kultivierungs- und Stimulationsthese) sowie die Darstellung des Persönlichkeitsmodells im Kontext von Mediengewalt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Stimulus-Response, Katharsisthese, Modelllernen, Medieneinfluss, Aggressionssteigerung und Persönlichkeitsstruktur.

Was besagt die Katharsisthese konkret?

Die Katharsisthese geht davon aus, dass das Beobachten von Gewaltdarstellungen eine reinigende Wirkung hat, indem sie angestaute Aggressionen abbaut und so die Wahrscheinlichkeit realer Gewalthandlungen senkt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen verschiedenen Gefährdungsgraden bei Personen?

Die Autorin unterscheidet zwischen sehr stark gefährdeten Persönlichkeiten, die zu Realitätsverlust und Identifikation mit Tätern neigen, und weniger stark gefährdeten Persönlichkeiten, bei denen beispielsweise soziale Ängste die Medienwirkung modulieren.

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Details

Title
Gewalt in Medien
Course
Gewalt im Alter
Grade
2,3
Author
M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V183473
ISBN (eBook)
9783656077121
ISBN (Book)
9783656077343
Language
German
Tags
gewalt medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar (Author), 2006, Gewalt in Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183473
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