Der Mensch nimmt laut Forschungen von Psychologen etwa 90% seiner Informationen durch die
optische Wahrnehmung auf.
Ohne Licht respektive mit nicht hinreichenden Bedingungen gehen
daher Informationen verloren oder sind schwerer erfassbar. Licht spielt daher auch in der Architektur
eine entscheidende Rolle, da es neben Temperatur und Luftfeuchte einen Beitrag dazu leistet, wie
wohl sich Menschen in Gebäuden fühlen. Nicht umsonst kann man mit verschiedenen Lichtfarben
unterschiedliche Emotionen und Gefühlszustände auslösen beziehungsweise beeinflussen. In der hier
vorliegenden Hausarbeit wird jedoch nicht auf Lichtfarben und künstliche Beleuchtung eingegangen,
sondern darauf wie man Tageslicht in der Architektur verwenden kann um ein Gebäude möglichst
optimal, entsprechend den Anforderungen auszuleuchten. Ein positiver Begleiteffekt der dabei
entstehen sollte ist, dass elektrische Energie für die künstliche Beleuchtung eingespart wird.
Im Verlauf der Arbeit wird darauf eingegangen, welche Anforderungen an eine natürliche
Beleuchtung vorliegen und welche Maßnahmen zu treffen sind um eine effektive Tageslichtnutzung
zu erzielen, ohne dabei Einschränkungen hinsichtlich des Komforts in Kauf nehmen zu müssen. Es
werden im weiteren Verlauf Aspekte genannt die bei einer Tageslichtplanung unbedingt beachtet
werden müssen. Abgeschlossen wird die Arbeit durch zwei Beispiel und ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
2. EINFÜHRUNG
2.1 LICHTVERSORGUNG UND ENERGIEBEDARF
2.2 LICHTVERSORGUNG UND WOHLBEFINDEN
3. ANFORDERUNGEN AN DIE TAGESLICHTNUTZUNG
3.1 TAGESLICHTGEWINNUNG
3.2 GUTE LICHTVERTEILUNG
3.3 BLENDUNGSBEGRENZUNG UND VERSCHATTUNGSVERMEIDUNG
3.4 INTEGRATION VON KUNSTLICHT UND REGELUNGSTECHNIK
3.5 BEDIENUNG UND BETRIEBSFÜHRUNG
4. VORGEHEN FÜR DIE ERSTELLUNG EINES OPTIMALEN TAGESLICHTKONZEPTS
4.1 UMGEBUNGSEIGENSCHAFTEN
4.2 BAUKÖRPERGESTALTUNG
4.3 GESTALTUNG DER GEBÄUDEHÜLLE
4.4 NUTZUNG VON LICHTLENKUNGSELEMENTEN
4.5 INNENRAUMGESTALTUNG
4.6 BESCHATTUNGS- UND BLENDSCHUTZSYSTEME
4.7 PLANUNGSVERLAUF
5. BEISPIELGEBÄUDE
5.1 NEUBAUBEISPIEL
5.2 BESTANDSBEISPIEL
6. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der optimalen Tageslichtnutzung in der Architektur mit dem primären Ziel, den Energiebedarf für künstliche Beleuchtung in Gebäuden zu senken und gleichzeitig das physiologische Wohlbefinden der Nutzer zu steigern.
- Energieeinsparpotenziale durch intelligente Lichtkonzepte
- Physiologische Auswirkungen von Tageslicht auf den Menschen
- Methodische Ansätze der Tageslichtplanung und -gestaltung
- Integration von Lichtlenkung und moderner Regelungstechnik
- Praktische Anwendungsbeispiele im Neu- und Bestandsbau
Auszug aus dem Buch
3.1 Tageslichtgewinnung
Das primäre Ziel besteht darin so viel wie möglich Tageslicht in das Gebäude einzuleiten. Dabei helfen hohe Räume mit hohen Fenstern den Tageslichtquotienten im Gebäude zu erhöhen. Da an bedeckten Tagen die Außenhelligkeit im Vertikalen dreimal größer ist als im Horizontalen, sollten die Fenster bis unter die Decke reichen. Aus diesem Grund sollte der Fassadenfläche hoch sein. Außerdem sollte sich der größte Anteil der Arbeitsplätze in der Tageslichtzone (4m Entfernung vom Fenster) befinden. Weitere geometrische Maßnahmen sind vorne erhöhte Decken und helle Farbgebungen im Innenraum. In Kapitel 4 werden weitere Möglichkeiten erläutert, wie man vorgehen sollte um Tageslicht in das Gebäude zu leiten.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Tageslichtnutzung für den Energieverbrauch und das menschliche Wohlbefinden als Ausgangspunkt der Arbeit.
3. Anforderungen an die Tageslichtnutzung: Hier werden die technischen und physiologischen Rahmenbedingungen definiert, die für eine effektive Tageslichtplanung essenziell sind.
4. Vorgehen für die Erstellung eines optimalen Tageslichtkonzepts: Dieser Abschnitt beschreibt den methodischen Prozess von der Umgebungsanalyse über die Baukörpergestaltung bis hin zur technischen Ausführung.
5. Beispielgebäude: Anhand von zwei Fallbeispielen wird die praktische Umsetzung der zuvor erörterten Strategien in einem Neubau und einem Bestandsobjekt demonstriert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die energetischen und gesundheitlichen Vorteile zusammen und gibt allgemeine Richtlinien für eine ganzheitliche Tageslichtplanung.
Schlüsselwörter
Tageslichtnutzung, Architektur, Energieeffizienz, Lichtlenkung, Beleuchtung, Tageslichtplanung, Blendungsschutz, Fassadengestaltung, Wohlbefinden, Regelungstechnik, Lichtquotient, Gebäudehülle, Nachhaltigkeit, Lichtverteilung, Energieeinsparung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen und funktionalen Optimierung der Tageslichtnutzung in Gebäuden, um den Bedarf an künstlicher Beleuchtung zu minimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten gehören die Lichtgewinnung, die gleichmäßige Lichtverteilung, die Vermeidung von Blendung sowie die technische Integration von Kunstlichtsteuerungen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist die Darstellung eines ganzheitlichen Planungsprozesses, der sowohl architektonische als auch technische Faktoren berücksichtigt, um Tageslicht als natürliche Lichtquelle effizient zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Es wird eine systematische Analyse von Planungsanforderungen durchgeführt, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen zur praktischen Validierung der theoretischen Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Anforderungsanalysen, methodische Planungsschritte (vom Standort bis zur Fassade) sowie die Darstellung konkreter Anwendungsbeispiele.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Tageslichtnutzung, Energieeffizienz, Architektur und Lichtlenkung beschreiben.
Wie unterscheidet sich die Lichtnutzung im Neubau gegenüber dem Bestand?
Während beim Neubau die Lichtnutzung direkt in den Entwurfsprozess integriert wird, erfordert der Bestand oft nachträgliche technische Lösungen wie etwa spezielle Lichtleitsysteme oder Solartubes.
Welche Rolle spielt die Regelungstechnik bei der Tageslichtnutzung?
Die Regelungstechnik sorgt dafür, dass künstliches Licht nur bei tatsächlichem Bedarf zugeschaltet wird, was die Energieeffizienz signifikant steigert und den Nutzerkomfort durch automatische Anpassung erhöht.
- Quote paper
- Alexander Liebram (Author), 2011, Tageslichtnutzung in der Architektur, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183316