1.Einleitung
In meiner Arbeit möchte ich mich mit dem Thema „Sprache der Werbung“ befassen.
Wenn wir heute durch die Geschäftsstraßen einer Stadt gehen, in einer Zeitung durchblättern, Radio hören oder sich Fernsehprogramme auswählen, stoßen wir auf die Werbung in der verschiedensten Form (Sowinski 1998: 1). Die Werbung spielt in unserer Welt eine große Rolle, ohne Werbung ist unser Leben unvorstellbar. Seit langer Zeit ist die Werbung Gegenstand öffentlicher Beachtung. Oft wird Werbung kritisiert, weil sie aufdringlich ist, weil sie unehrlich ist, da sie die Konsumenten weniger objektiv informiert. Es wird betont, dass sie nur auf Gewinnsteigerung der Unternehmen bedacht ist, aber ohne Werbung scheint das Leben eintöniger und langweiliger zu sein. In meiner Arbeit, die aus dem theoretischen und praktischen Teil besteht, werde ich ausführlich Werbung, die in den russischen und teilweise in den deutschen Printmedien publiziert wird, analysieren. Im ersten Teil meiner Arbeit schreibe ich über Grundprinzipien und Bausteine der Werbung, im zweiten Teil analysiere ich einige von den Sprachmitteln der Werbung an russischen Beispielen. Die Arbeit wird anschließend mit einem Resümee abgeschlossen, um der Frage nachzugehen, welche Schlussfolgerungen zu ziehen sind.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Wortgeschichte der „Werbung“
2.1. Werbung und Sprachwissenschaft
2.2. Grundprinzipien der Werbung
3.. Bausteine der Werbung
3.1. Schlagzeile
3.2. Fließtext
3.3. Slogan
3.4. Produktname (nach Janich)
4. Bildelemente
5. Werbung in Russland
6. Werbung und Sprache
6.1. Lückenhafte Schriftsprache
6.2. Fachsprache
6.3. Umgangssprache
7. Dialekte im Deutschen
8. Wortwahl
8.1. Wortarten
8.2. Wortbildungen
9. Rhetorische Figuren
10. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten und Strukturen von Werbetexten, wobei der Fokus auf einem Vergleich zwischen der russischen Werbesprache und den in der Fachliteratur beschriebenen Grundprinzipien liegt. Ziel ist es, anhand von Beispielen aus Printmedien aufzuzeigen, wie Sprachmittel eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen und Konsumenten zu beeinflussen.
- Etymologische Entwicklung des Werbebegriffs im Deutschen und Russischen
- Strukturelle Bausteine einer Werbeanzeige (Schlagzeile, Fließtext, Slogan, Produktname)
- Analyse der sprachlichen Gestaltungsmittel wie Fach- und Umgangssprache
- Einsatz rhetorischer Figuren in der Werbekommunikation
- Untersuchung der Rolle von Bild-Text-Beziehungen in Anzeigen
Auszug aus dem Buch
2. Wortgeschichte der „Werbung“
Woher kommt der Begriff Werbung im Deutschen? Werbung ist ein Verbalsubstantiv von werben. Dieses hängt etymologisch mit Wirbel, wirbeln zusammen und hat die Grundbedeutung sich drehen. In diesem Zusammenhang werden die Bedeutungen sich umtun, bemühen, etwas betreiben genannt (Sowinski 1998: 4). Werben bedeutet das aktive Bemühen, die Aufmerksamkeit der anderen zu erregen. Vorher benutzte man im Deutschen dafür das Wort Reklame (aus frz. réclame - bezahlte Buchbesprechung), das aber einen plakativen Charakter hatte, deshalb wurde es durch das Wort Werbung abgelöst. Werbung heißt im Russischen реклама. Etymologie des Begriffes der Werbung im Russischen ist fr. réclame- «подзывание сокола на охоте; ключевое слово в конце страницы», lat. reclamare — выкрикивать, от re- + clamare (7).
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Vorstellung des Themas "Sprache der Werbung" und der methodischen Herangehensweise an die Analyse russischer Printwerbung.
2. Wortgeschichte der „Werbung“: Herleitung des Begriffs "Werbung" und dessen etymologische Wurzeln im Vergleich zur russischen Entsprechung "реклама".
3.. Bausteine der Werbung: Erläuterung der zentralen Bestandteile einer Anzeige wie Schlagzeile, Fließtext, Slogan und Produktname.
4. Bildelemente: Darstellung der Bedeutung von Bildtypen wie Key-Visuals und deren aktivierende Wirkung in der Werbung.
5. Werbung in Russland: Ein historischer Abriss der Entwicklung der Werbelandschaft in Russland von den Anfängen bis zur modernen Marktrolle.
6. Werbung und Sprache: Untersuchung der Sprache als Medium der Werbebotschaften unter Berücksichtigung von Fach- und Umgangssprache.
7. Dialekte im Deutschen: Analyse der Verwendung von Dialektvarianten in der deutschsprachigen Medienwerbung.
8. Wortwahl: Betrachtung der Wortarten und Wortbildungsstrategien, die in Werbetexten zur Steigerung der Wirkung genutzt werden.
9. Rhetorische Figuren: Systematisierung und Analyse rhetorischer Gestaltungsmittel wie Metaphern, Antithesen und rhetorische Fragen.
10. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die sprachlichen Mittel in der russischen Werbepraxis.
Schlüsselwörter
Werbesprache, Russisch, Werbeanzeige, Wortbildung, Rhetorische Figuren, AIDA-Formel, Schlagzeile, Slogan, Fachsprache, Umgangssprache, Sprachwissenschaft, Printmedien, Markenname, Produktpositionierung, Neologismen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse der Werbesprache, insbesondere unter dem Aspekt der sprachlichen Gestaltung von Anzeigen in russischen Printmedien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Werbebegriffs, die strukturellen Bausteine einer Anzeige, die Wahl der Wortarten, den Einsatz rhetorischer Mittel sowie die spezifische Rolle der Schriftsprache.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und praktische Beispiele aus russischen Zeitungen aufzuzeigen, welche sprachlichen Strategien Werbetexter einsetzen, um die Aufmerksamkeit und das Interesse der Konsumenten zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf linguistischen Theorien (u.a. nach Sowinski und Janich) basiert, um Werbemittel zu kategorisieren und an konkreten Beispielen zu prüfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Grundprinzipien der Werbung, eine Analyse der Bausteine, eine Untersuchung der Sprachstile (Fach- und Umgangssprache) sowie eine detaillierte Erläuterung der rhetorischen Figuren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Werbesprache, Rhetorik, Wortarten, AIDA-Prinzip, russische Werbung und sprachliche Gestaltungsmittel.
Warum spielt die Unterscheidung von Schlagzeile und Fließtext eine so große Rolle?
Weil diese Elemente unterschiedliche Funktionen erfüllen: Die Schlagzeile dient als Blickfang zur Aktivierung, während der Fließtext die detaillierte Information und Produktpositionierung übernimmt.
Welche Besonderheit weist der russische Markt in Bezug auf Dialekte auf?
Im Gegensatz zur deutschen Werbung, in der Dialekte in Rundfunk und Fernsehen häufig zur Identitätsstiftung genutzt werden, konnten in der untersuchten russischen Werbung keine entsprechenden Dialektbeispiele gefunden werden.
Wie werden rhetorische Figuren in dieser Arbeit kategorisiert?
Die Autorin stützt sich auf die Klassifikation von Kurt Spang, die in Positionen-, Wiederholungs-, Erweiterungs-, Appell- und Kürzungsfiguren sowie Tropen unterscheidet.
- Quote paper
- Gulnara Biktasheva (Author), 2009, Werbesprache im Russischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183288