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Die Unterweltsdarstellung in Lucius Annaeus Senecas "Apocolocyntosis Divii Claudii"

Titel: Die Unterweltsdarstellung in Lucius Annaeus Senecas "Apocolocyntosis Divii Claudii"

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Konstantin Herzog (Autor:in)

Latinistik - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Lucius Annaeus Senecas Spottschrift über die missglückte Apotheose des Kaisers Claudius wird jener vom Götterrat anstatt divinisiert „ad inferos“ verbannt. Merkur, in seiner Funktion als Psychopompos, hat die Aufgabe den Kaiser hinunter zu führen und so beginnen sie ihren Abstieg „inter Tiberim et Viam Tectam“.
[...]
Hierbei weicht die Darstellung der Unterwelt bei Seneca in einigen Punkten stark von der in der antiken Welt üblichen ab, sowohl in ihrer Topographie als auch in ihren festgelegten Verfahrensmustern. Seneca schafft sich eine eigene Unterweltsvorstellung, die genau auf die dramaturgischen Bedürfnisse der Apocolocyntosis zugeschnitten ist und eher als Rahmen für das finale Kapitel der Apotheose verstanden werden muss und weniger als die konkrete Wiedergabe hellenistischer und italischer Hadesvorstellungen seiner Zeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abstieg zum Cerberus und Eintritt in den Hades

3. Die Prozession der Ermordeten

4. Die Verhandlung durch Aeacus – Claudius‘ erste Strafe

5. Claudius‘ Versklavung und Verschenkung

5.1 Die zweite Strafe

5.2 Die dritte Strafe

6. Die Ablehnung der Divinisierung als vierte Strafe

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Senecas Darstellung der Unterwelt in seiner Satire "Apocolocyntosis Divii Claudii" und analysiert, wie diese Topographie gezielt an die dramaturgischen Bedürfnisse der Erzählung angepasst wurde, um die Entwürdigung des Kaisers Claudius zu unterstreichen.

  • Senecas individuelle Umgestaltung antiker Hades-Vorstellungen
  • Die Funktion der Unterwelt als Rahmen für die "Apotheose" des Kaisers
  • Analyse der verschiedenen Strafen für Claudius im Hades
  • Der Vergleich mit traditionellen Motiven bei Homer und Vergil
  • Die dramaturgische Komprimierung des Jenseits-Bildes

Auszug aus dem Buch

Die Verhandlung vor Aeacus – Claudius erste Strafe

Von Homer und Vergil erfahren wir bereits von der Existenz von Totenrichtern, jedoch nur von Minos und Rhadamanthus, nicht aber von Aeacus, dem dritten der drei Richter. In der Apocolocyntosis jedoch hält Aeacus, von den Dreien, der für Meuchelmord bzw. für die Europäer, die zum Hades gelangen, zuständige, nun eine den Claudius diffamierende Verhandlung ab.

„Der Totenrichter ist hier wie ein römischer Prätor gezeichnet und Vorstand eines Gerichtshofes (quaestio perpetua), den die von Sulla gegebene Lex Cornelia de sicariis et veneficiis zur Aburteilung solcher Verbrecher eingesetzt hatte.“ Schönberger S.88, 14.1

Der Geschichte dienlich stellt Seneca eine dem Leser der claudischen und post-claudischen Zeit verständliche, da wohlbekannte, Verhandlung dar, wie sie selbst von Claudius zu seinen Lebzeiten und unter dessen Vorsitz oft geführt worden war, als finale Abrechnung mit dessen mordlüsterner Herrschaft. Mit der Lex Cornelia zitiert der Autor ein Gesetz, dass noch einmal auf Claudius‘ Schreckenstaten verweisen soll, da dieses zur Behandlung von Meuchelmord erlassen worden war. Von verschiedenen Standpunkten aus kann diese questio perpetua nun betrachtet werden.

Zum einen unter dem Gesichtspunkt der sich wiederholenden Handlung, die laut Motto & Clark die „komisch-satirische Hauptstrategie“ bildet. Denn bereits im Olymp ist über Claudius verhandelt worden, wobei er zwar eine nicht geringe Anzahl von Fürsprechern gewinnen konnte, jedoch schlussendlich von Augustus in den Hades verstoßen worden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Senecas Spottschrift über die missglückte Apotheose des Kaisers Claudius ein und skizziert die methodische Untersuchung der Unterweltsdarstellung.

2. Abstieg zum Cerberus und Eintritt in den Hades: Dieses Kapitel behandelt den Weg von Claudius und Merkur in das Totenreich und analysiert, wie Seneca durch die Begegnung mit Narzissus die traditionellen Vorstellungen untergräbt.

3. Die Prozession der Ermordeten: Hier wird die Ankunft im Hades beschrieben, wobei die Totenprozession als satirisches Gegenstück zur römischen Via Sacra interpretiert wird.

4. Die Verhandlung durch Aeacus – Claudius‘ erste Strafe: Das Kapitel analysiert die gerichtliche Aburteilung des Kaisers durch Aeacus, die als Anspielung auf historische Gerichtsprozesse und Claudius’ eigene Herrschaft dient.

5. Claudius‘ Versklavung und Verschenkung: Der Fokus liegt hier auf der Komprimierung des Hades-Bildes durch die direkte Aufeinanderfolge weiterer Bestrafungen.

5.1 Die zweite Strafe: Untersuchung der zweiten Strafe im Kontext der Unterwelttradition und des Versagens des Merkur als Psychopompos.

5.2 Die dritte Strafe: Analyse der dritten Strafe und der Spiegelung von Claudius' irdischem Leben in der ewigen Unterwelt.

6. Die Ablehnung der Divinisierung als vierte Strafe: Das Kapitel beleuchtet das Scheitern der Apotheose als finale und schwerste Sanktion gegen den verstorbenen Kaiser.

7. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion darüber, wie Seneca eine "Hadesessenz" schuf, um die Erzählung narrativ zu beschleunigen und die Satire zu vervollständigen.

Schlüsselwörter

Seneca, Apocolocyntosis, Kaiser Claudius, Unterwelt, Hades, Satire, Apotheose, Totenrichter, Aeacus, Nekyia-Motiv, römische Literatur, antike Mythologie, Strafkonzepte, dramaturgische Gestaltung, klassische Philologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Senecas satirische Schrift "Apocolocyntosis" und konzentriert sich dabei spezifisch auf die Art und Weise, wie der Autor die Unterwelt darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Transformation antiker Jenseitsvorstellungen, die Darstellung von Machtverhältnissen in der Satire sowie die literarische Auseinandersetzung mit der Person des Kaisers Claudius.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Seneca die Topographie und die Strafen der Unterwelt dramaturgisch anpasst, um seine satirischen Absichten gegen Claudius zu verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit traditionellen Vorlagen von Homer und Vergil vergleicht und interpretatorisch einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Reise des Claudius durch das Totenreich, von der Ankunft über die Gerichtsverhandlung bis hin zu den verschiedenen aufeinanderfolgenden Strafen.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis wichtig?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Apotheose, das Nekyia-Motiv, die satirische Überzeichnung und der Vergleich mit den epischen Vorbildern der Antike.

Warum ist die Darstellung des Cerberus bei Seneca untypisch?

Seneca nutzt Cerberus nicht als strenge Wächterfigur, die den Ausgang versperrt, sondern bricht mit dem traditionellen Bild, um die narrative Dynamik der Geschichte nicht zu behindern.

Was bedeutet die "vierte Strafe" für Claudius?

Die vierte Strafe besteht in der endgültigen Ablehnung seiner Vergöttlichung, was als schärfste Demütigung für einen Kaiser gilt, der sich zu Lebzeiten für göttlich hielt.

Inwiefern unterscheidet sich Senecas Hades von dem Homers?

Während bei Homer oft ein statisches, mystisches Bild vorherrscht, ist Senecas Hades bewusst komprimiert und dient als funktionale Bühne für die Abrechnung mit Claudius.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Unterweltsdarstellung in Lucius Annaeus Senecas "Apocolocyntosis Divii Claudii"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Konstantin Herzog (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V183228
ISBN (eBook)
9783656075363
ISBN (Buch)
9783656075776
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterweltsdarstellung lucius annaeus senecas apocolocyntosis divii claudii
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Konstantin Herzog (Autor:in), 2010, Die Unterweltsdarstellung in Lucius Annaeus Senecas "Apocolocyntosis Divii Claudii", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183228
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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