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Die Bedeutung des historischen Jesus in Paul Tillichs Christologie (ST II)

Title: Die Bedeutung des historischen Jesus in Paul Tillichs Christologie (ST II)

Term Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Steffen Schütze (Author)

Theology - Systematic Theology

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Summary Excerpt Details

1. Einleitung
Die Frage nach der Bedeutung des historischen Individuums Jesus von Nazareth ist für die systematische Theologie seit den Zeiten der Aufklärung von größter Wichtigkeit. Das neue „Weltbild, die Herausbildung der modernen Naturwissenschaften, sowie das zunehmende Bewusstsein um den Abstand der eigenen Gegenwart zu der Zeit der Bibel führten dazu, dass das überlieferte dogmatische Christusbild zunehmend weniger Plausibilität für sich beanspruchen konnte.“ (Danz, 2010, 129.) Um dem entgegenzutreten, begann man,
den historischen Menschen hinter den biblischen Bildern zu suchen, was zur
Herausbildung der Leben-Jesu-Forschung führte. Sie hatte entscheidende Auswirkungen auf die protestantische Christologie, die sich mit der Zeit immer weiter veränderte.
Auch Paul Tillich (1886-1965), einer der großen evangelischen Denker des 20.
Jahrhunderts, greift dieses Thema in seiner systematischen Theologie (Band II) 2 auf. Wie er dies tut, soll in der Proseminararbeit untersucht werden. Seine Christologie bildet den sachlichen Rahmen und die Grundlage des Themas und steht zunächst im Mittelpunkt, bevor ich zur eigentlichen Fragestellung übergehe. Dabei spielt natürlich insbesondere Tillichs Christusverständnis mit den dazugehörigen Voraussetzungen eine wichtige Rolle. Außerdem stellt sich die Frage, warum Tillich in seiner Christologie auf dieses Thema zu sprechen kommt und wie er inhaltlich den Übergang markiert. Für dieses erste Kapitel nutze ich im Wesentlichen Abschnitt E des ersten und Abschnitt B (1.-3.) des zweiten Teils seiner ST II 3.
Um anschließend im zweiten Kapitel die Bedeutung des historischen Jesus zu
untersuchen, ist zunächst eine Darstellung seines Verständnisses dieses Begriffs von Nöten, das er in seinem wichtigen Ausdruck 'Faktum und Aufnahme' weiter ausführt. Danach setze ich auf seine Darstellung der Leben-Jesu-Forschung mit ihren verschiedenen Aspekten (u. a. Bultmanns Theorie) einen Schwerpunkt und zeichne sie umfangreich nach. Hierfür bildet der Abschnitt A des zweiten Teils die Textgrundlage.
Im gedanklichen Anschluss an die Beziehung zwischen Faktum und Aufnahme wird die Arbeit mit dem titelgebenden Thema (3.4) abgeschlossen. Dort soll geklärt werden, wie Tillich den historischen Jesus bzw. die historische Kritik in seine Christologie einfließen lässt, jedoch auch, welche Probleme sein Ansatz mit sich bringt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Tillichs Christologie

2.1 Das Neue Sein

2.2 Jesus der Christus als Träger und Manifestation des Neuen Seins

3. Der historische Jesus bei Tillich

3.1 Die Unterscheidung von Faktum und Aufnahme

3.2 Probleme der historischen Forschung

3.3 Der Erfolg der historischen Forschung

3.4 Die Bedeutung des historischen Jesus für Tillichs Christologie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systematisch-theologische Christologie von Paul Tillich, insbesondere die Frage nach der Rolle und Bedeutung des historischen Jesus von Nazareth innerhalb seines Systems des „Neuen Seins“.

  • Grundlagen von Paul Tillichs Christologie und das Prinzip des Neuen Seins
  • Die Spannung zwischen dem historischen Faktum Jesus und der gläubigen Aufnahme
  • Methodische Problematiken der historischen Jesus-Forschung bei Tillich
  • Die dreifache Manifestation des Neuen Seins: Wort, Handeln und Leiden
  • Kritische Reflexion über die historische Basis des christlichen Glaubens

Auszug aus dem Buch

3.2 Probleme der historischen Forschung

Die geschichtliche Faktizität Jesu führte im Laufe der Jahrhunderte zu großen theologischen Diskussionen. Seit Reimarus zum ersten Mal den Gegensatz zwischen dem geschichtlichen Individuum Jesus von Nazareth und dem dogmatischen Christusbild der Kirche hervorhob, bekam die historische Forschung eine immer höher werdende Bedeutung in der christlichen Theologie. Man strebte danach, die Wirklichkeit hinter der Gestalt zu entdecken, die einen solchen Einfluss auf die Weltgeschichte hatte. „Aber hinsichtlich seiner Grundintention war der Versuch der historischen Kritik, die empirische Wahrheit über Jesus […] zu finden, zum Scheitern verurteilt.“

Den Begriff der historischen Kritik grenzt Tillich deutlich von der oft implizierten negativen Kritik an sich ab. Beide wurden oft insofern gleichgesetzt, dass die Absicht, die biblische Autorität in Frage zu stellen, dahinter stand. Demzufolge müssten dann aber auch die historischen Fakten selbst zur Offenbarung gehören und nicht nur das, was im messianischen Denken in Jesus gesehen wurde. So wurde in dem Streben nach mehr Wissen über den Menschen Jesus der Glaube selbst scheinbar ausgehöhlt.

Die historische Forschung selbst stellt Tillich als größtenteils objektiv und frei von positiven oder negativen (theologischen) Vorurteilen dar. Der Grund dafür ist ihre ständige Selbstreflektion, mit der sie bewusst versucht, unbewusste Fehltritte zu vermeiden. Ihr Ziel ist es, einen möglichst hohen Grad an Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses zu bestimmen und nachzuweisen. Dieser kann zwar nie hundertprozentig erreicht werden, aber er kann trotzdem von Plausibilität zeugen und (rational) nachvollziehbar bleiben. Die historische Kritik versucht, sich bei der Arbeit mit Fakten und feststehenden Begriffen vom eigenen Vorverständnis nicht beeinflussen zu lassen. Dahinter steht das Bewusstsein, dass man in gewisser Weise an einem Gedanken teilhaben muss, um ihn vollständig verstehen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Notwendigkeit der Leben-Jesu-Forschung und legt den Fokus der Untersuchung auf Paul Tillichs systematische Theologie (Band II).

2. Tillichs Christologie: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Entfremdung des Menschen und definiert das „Neue Sein“ als heilsgeschichtliche Antwort darauf.

2.1 Das Neue Sein: Hier wird das Prinzip des Neuen Seins als Überwindung der Kluft zwischen existentiellem und essentiellem Sein sowie als göttliche Macht in der Geschichte beschrieben.

2.2 Jesus der Christus als Träger und Manifestation des Neuen Seins: Dieses Kapitel thematisiert Jesus als Paradigma des essenziellen Menschseins und seine Mittlerfunktion zwischen Gott und Mensch.

3. Der historische Jesus bei Tillich: Dieses Kapitel setzt sich mit der zentralen Textgrundlage der Arbeit auseinander und führt in die Thematik der historischen Rezeption ein.

3.1 Die Unterscheidung von Faktum und Aufnahme: Die Untersuchung zeigt die Untrennbarkeit der historischen Realität Jesu (Faktum) und der gläubigen Rezeption durch die Anhänger (Aufnahme) auf.

3.2 Probleme der historischen Forschung: Es wird analysiert, warum die historische Suche nach dem „eigentlichen“ Menschen Jesus für den Glauben keine fundamentale oder gefährdende Instanz darstellt.

3.3 Der Erfolg der historischen Forschung: Hier wird dargelegt, dass die historische Kritik zwar keine Glaubensgrundlage bietet, aber die Theologie vor Aberglauben und Absurdität schützt.

3.4 Die Bedeutung des historischen Jesus für Tillichs Christologie: Das abschließende Kapitel verdeutlicht, warum die historische Person Jesus für Tillich unentbehrlich bleibt, um das Neue Sein konkret werden zu lassen.

Schlüsselwörter

Paul Tillich, Christologie, Historischer Jesus, Neues Sein, Entfremdung, Faktum und Aufnahme, Systematische Theologie, Historische Kritik, Jesus der Christus, Leben-Jesu-Forschung, Essenz, Existenz, Heilsgeschichte, Offenbarung, Paradox.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung, die der historische Jesus innerhalb des christologischen Systems von Paul Tillich einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Faktum und Aufnahme, der Begriff des Neuen Seins und die Auseinandersetzung mit der historisch-kritischen Forschung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Frage lautet, welche Relevanz das historische Individuum Jesus für Tillichs Christologie besitzt und wie die historische Kritik methodisch in sein theologisches System integriert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische und textanalytische Untersuchung des zweiten Bandes von Tillichs „Systematischer Theologie“ (ST II) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Christologie (Neues Sein) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der historischen Forschung bei Tillich sowie deren Bedeutung für das christliche Bekenntnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Paul Tillich, Neues Sein, historischer Jesus, Faktum und Aufnahme, Entfremdung und Christologie.

Warum unterscheidet Tillich zwischen Faktum und Aufnahme?

Tillich unterscheidet dies, um zu verdeutlichen, dass das christliche Ereignis sowohl eine objektive historische Basis (das Leben Jesu) als auch eine notwendige subjektive Glaubensrezeption durch die Gemeinde umfasst.

Wie bewertet Tillich den Erfolg der historischen Forschung?

Tillich sieht den Erfolg darin, dass die Forschung die Theologie vor Aberglauben schützt und hilft, zwischen kerygmatischen (verkündigenden) und historischen Elementen zu differenzieren, ohne dabei den Glauben direkt zu begründen oder zu zerstören.

Was ist das zentrale Problem bei Bultmanns Position aus Tillichs Sicht?

Tillich kritisiert, dass Bultmann den historischen Jesus zu stark vom verkündigten Christus trennt, was nach Tillichs Auffassung die notwendige Konkretion des Neuen Seins in der Geschichte gefährdet.

Kann die historische Forschung den Glauben stützen?

Nein, laut der Arbeit kann historische Forschung dem Glauben weder ein Fundament geben, noch ihn gefährden, da der Glaube auf dem Neuen Sein gründet, das über historische Fakten hinausgeht.

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Details

Title
Die Bedeutung des historischen Jesus in Paul Tillichs Christologie (ST II)
College
University of Göttingen  (Theologische Fakultät)
Course
Proseminar
Grade
2,0
Author
Steffen Schütze (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V183198
ISBN (eBook)
9783656074618
ISBN (Book)
9783656074809
Language
German
Tags
Paul Tillich Historischer Jesus Christologie historische Kritik Christus Neues Sein historische Forischung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schütze (Author), 2011, Die Bedeutung des historischen Jesus in Paul Tillichs Christologie (ST II), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183198
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