In diesem Unterrichtsentwurf (Thema der Unterrichtseinheit:
„Sie nannten mich ‚Es‘“ von Dave Pelzer und Thema der Unterrichtsstunde:
Kapitel 2 - „Gute Zeiten“) werden bestimmte Punkte aufgegriffen und schülerzentriert reflektiert - so beispielsweise die Unterrichtseinheit an sich ebenso wie die Unterrichtsstunde. Des Weiteren wird auf unmittelbare Unterrichtsvoraussetzungen eingegangen, eine Sachanalyse als auch eine didaktische Analyse mit methodischen Überlegungen, Lernzielen und einem geplanten Unterrichtsverlauf (auf 45 Minuten ausgelegt) vorgestellt.
Dies ist ein Entwurf für die elfte Klasse der Höheren Handelsschule und wurde auch - wie in der Arbeit beschrieben - durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Unterrichtseinheit
2. Die Unterrichtsstunde
3. Unmittelbare Unterrichtsvoraussetzungen
4. Sachanalyse
5. Didaktische Analyse
6. Methodische Überlegungen
7. Lernziele
8. Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist die Förderung der Lesekompetenz sowie die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für das Thema Kindesmisshandlung anhand des Romans „Sie nannten mich ‚Es‘“ von Dave Pelzer, wobei insbesondere der Kontrast zwischen dem ersten und zweiten Kapitel zur Analyse der familiären Situation genutzt wird.
- Analyse des zweiten Kapitels „Gute Zeiten“
- Förderung der Empathiefähigkeit gegenüber dem Protagonisten
- Einführung und Anwendung der Placemat-Methode
- Reflexion über die Veränderung der familiären Lebensumstände
- Training der Präsentations- und Methodenkompetenz
Auszug aus dem Buch
4. Sachanalyse
Der Roman „Sie nannten mich ‚Es‘“ mit dem Untertitel „Der Mut eines Kindes zu überleben“ ist eine Autobiografie von Dave Pelzer und erschien in Deutschland erstmals im Mai 2000 im Verlag „Goldmann“ (die Originalausgabe wurde 1995 veröffentlicht). Das Buch erzählt die Geschichte eines amerikanischen Jungen, der über acht Jahre hinweg gegen seine gewalttätige Mutter ankommen muss und ihr trotzt. Auch wenn er von ihr auf brutalste Weise misshandelt und geschlagen wird, sie ihn sogar hungern lässt, lässt er sich seinen Willen zu überleben nicht nehmen. In dieser Stunde wird ein unmittelbarer Vergleich zwischen dem ersten und zweiten Kapitel hergestellt. Bereits im ersten Kapitel wird deutlich, wie stark Dave von seiner Mutter misshandelt und gedemütigt wird. Das erste Kapitel stellt gleichzeitig das Ende von Daves Leiden dar, er ist mittlerweile zwölf Jahre alt, weil er dank der Schulkrankenschwester, seiner Lehrer und der Polizei aus seiner Familie und vor seiner Mutter gerettet wird. Das kontrastreiche zweite Kapitel „Gute Zeiten“ zeigt nun, wie Daves Mutter war, bevor sie ihren Sohn misshandelt hat. So strebt sie beispielsweise Perfektionismus in allen Lebensbereichen an, dem sie schließlich selbst zum Opfer fällt. Warum sich nun Daves Familiensituation derart massiv wandelte, wie es dazu kommen konnte, dass seine Mutter ihn misshandelte, soll Gegenstand der Unterrichtsstunde sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Unterrichtseinheit: Beschreibt die Rahmenbedingungen der Klasse, die Zielsetzung der Romanlektüre sowie die pädagogische Absicht hinter der Einheit.
2. Die Unterrichtsstunde: Erläutert den Fokus auf das zweite Kapitel und das Ziel, die Ursachen für die negative Veränderung der Familiensituation zu ergründen.
3. Unmittelbare Unterrichtsvoraussetzungen: Analysiert die Klassenzusammensetzung, das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler sowie die räumliche Ausstattung.
4. Sachanalyse: Bietet einen Überblick über den Romaninhalt und die thematische Bedeutung des kontrastierenden zweiten Kapitels.
5. Didaktische Analyse: Begründet die Wahl der Leseförderung und die Relevanz der Thematik Kindesmisshandlung im schulischen Kontext.
6. Methodische Überlegungen: Beschreibt den geplanten Unterrichtsablauf und die Einführung der Placemat-Methode zur aktiven Gruppenarbeit.
7. Lernziele: Definiert die kognitiven, affektiven und methodischen Lernziele für die Schülerinnen und Schüler.
8. Geplanter Unterrichtsverlauf: Detailliert die zeitliche Struktur und die einzelnen Unterrichtsphasen mit den jeweiligen Sozialformen.
Schlüsselwörter
Leseförderung, Kindesmisshandlung, Dave Pelzer, Sie nannten mich Es, Placemat-Methode, Unterrichtsentwurf, Ganzschrift, Didaktik, Empathiefähigkeit, Gruppenarbeit, Literaturunterricht, Berufsfachschule, soziale Kompetenz, Methodenkompetenz, Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf befasst sich mit der Planung einer Deutschstunde in einer elften Klasse einer Höheren Handelsschule, basierend auf der Lektüre des autobiografischen Romans „Sie nannten mich ‚Es‘“ von Dave Pelzer.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf Leseförderung, die Analyse familiärer Dynamiken in schwierigen Lebenssituationen sowie die Vermittlung von Empathie und Sozialkompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Stunde?
Das Hauptziel ist es, dass die Lernenden verstehen, wie und warum sich die Lage von Daves Familie gravierend zum Negativen verändert hat, indem sie das zweite Kapitel analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?
Es wird die Placemat-Methode eingesetzt, eine kooperative Lernform, bei der Schülerinnen und Schüler zunächst einzeln und dann in Gruppen zu einem gemeinsamen Ergebnis gelangen.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen der Lerngruppe, die didaktische und methodische Begründung, Lernziele sowie den detaillierten Verlaufsplan der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben der allgemeinen Leseförderung sind Begriffe wie Kindesmisshandlung, Placemat-Methode und die Analyse einer Ganzschrift prägend für den Entwurf.
Warum wird im Entwurf ein besonderer Fokus auf das Lesetagebuch gelegt?
Das Lesetagebuch dient als kontinuierliches Dokumentationsinstrument, das den Lernenden ermöglicht, ihre Arbeitsergebnisse zu sammeln und eine zusätzliche Leistungsbewertung abseits von Klausuren zu erhalten.
Welche Rolle spielt die Herkunft der Schülerinnen und Schüler für das Leistungsvermögen?
Die Verfasserin stellt fest, dass die Herkunft zwar Unterschiede in der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit bedingen kann, diese jedoch bei einer angemessenen Reflexion über das Leistungsvermögen keine entscheidende Rolle spielt.
- Quote paper
- Antonia Zentgraf (Author), 2011, Unterrichtsstunde: Kapitel 2 - „Gute Zeiten“ zur Unterrichtseinheit „Sie nannten mich ‚Es‘“ von Dave Pelzer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182797