In dieser Reflektierenden Dokumentation wird ein Projekt im Vordergrund
stehen, das in einem Hort durchgeführt wird, in dem zum Großteil Kinder mit
Migrationshintergrund betreut werden. Die Institution Hort wird vorgestellt mit
ihren allgemeinen Aufgaben, sowie die „Interkulturelle Pädagogik“ mit ihren
Prinzipien und Leitmotiven, dazu gehört unter anderem, mit der
multikulturellen Vielfalt in unserer Gesellschaft umgehen zu lernen. Weiterhin
wird der Bogen gespannt, inwieweit Projektmanagement, Qualitätssicherung
und Evaluation dieses Projekt als Instrumente vervollständigt haben.
Heutzutage gehört es zur Normalität, dass Schulen, Jugendzentren und
Kinderhorte von Kindern unterschiedlicher Nationalitäten besucht werden, sie
verbringen einen Großteil ihres Tages zusammen und rücken immer näher. Die
meisten Kinder werden mit einer anderen Kultur als der des Elternhauses
konfrontiert. Nach Allport (1971) übernehmen Kinder im Grundschulalter
Vorurteile aktiv und in radikaler Weise. Erst in der Pupertät werden soziale
Einstellungen differenziert und an die eigene Persönlichkeit angepasst (Allport,
1971, S. 317). Deshalb ist es wichtig, bei Grundschulkindern eine fehlerhafte
und starre Vorurteilsbildung weitestgehend zu vermeiden. Interkulturelle
Pädagogik kann präventive Maßnahmen anbieten. Das gemeinsame Erleben
wirkt sich günstig aus auf die Entwicklung eines moralischen Bewusstseins
und auf soziales Handeln (Becker & Coburn-Staege, 1994, S. 84,85). Eine
bewusst gesetzte pädagogische Aktivität kann Kindern helfen, kompetent ihren
Alltag zu bewältigen, denn das Zusammenleben innerhalb interkulturellen
Kulturen verläuft meist nicht konfliktfrei (ebda S. 81). Jedem Kind gebührt in
einer Gruppe Anerkennung und Chancengleichheit. Um dies zu erreichen,
müssen sich die unterschiedlichen Kulturen spielerisch und kindgerecht kennen
lernen dürfen und sich nicht im Vorhinein verschließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Praktikumsstelle
2.1. Arbeitsfeld und Rahmenbedingungen
2.2. Analyse der Zielgruppe
3. Handlungsablauf
4. Projektmanagement
5. Qualitätssicherung
6. Evaluation
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein pädagogisches Projekt im Hortkontext zu planen, durchzuführen und kritisch zu reflektieren, wobei der Fokus auf der Förderung von Toleranz durch interkulturelle Bildungsangebote liegt. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern strukturiertes Projektmanagement, Qualitätssicherung und Evaluation dazu beitragen können, kindgerechte Lernprozesse im Bereich der interkulturellen Pädagogik erfolgreich zu initiieren.
- Interkulturelle Pädagogik im Grundschulalter
- Projektmanagement als Instrument pädagogischer Arbeit
- Qualitätskriterien in Bildungseinrichtungen
- Formative Evaluation in der pädagogischen Praxis
- Förderung von Toleranz und sozialen Kompetenzen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In dieser Reflektierenden Dokumentation wird ein Projekt im Vordergrund stehen, das in einem Hort durchgeführt wird, in dem zum Großteil Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden. Die Institution Hort wird vorgestellt mit ihren allgemeinen Aufgaben, sowie die „Interkulturelle Pädagogik“ mit ihren Prinzipien und Leitmotiven, dazu gehört unter anderem, mit der multikulturellen Vielfalt in unserer Gesellschaft umgehen zu lernen. Weiterhin wird der Bogen gespannt, inwieweit Projektmanagement, Qualitätssicherung und Evaluation dieses Projekt als Instrumente vervollständigt haben.
Heutzutage gehört es zur Normalität, dass Schulen, Jugendzentren und Kinderhorte von Kindern unterschiedlicher Nationalitäten besucht werden, sie verbringen einen Großteil ihres Tages zusammen und rücken immer näher. Die meisten Kinder werden mit einer anderen Kultur als der des Elternhauses konfrontiert. Nach Allport (1971) übernehmen Kinder im Grundschulalter Vorurteile aktiv und in radikaler Weise. Erst in der Pupertät werden soziale Einstellungen differenziert und an die eigene Persönlichkeit angepasst (Allport, 1971, S. 317). Deshalb ist es wichtig, bei Grundschulkindern eine fehlerhafte und starre Vorurteilsbildung weitestgehend zu vermeiden. Interkulturelle Pädagogik kann präventive Maßnahmen anbieten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der interkulturellen Pädagogik im Hort ein und umreißt die Relevanz des Projekts sowie die methodischen Instrumente.
2. Praktikumsstelle: Hier werden die Rahmenbedingungen der Einrichtung, das Arbeitsfeld sowie die Analyse der Zielgruppe (Grundschulkinder) detailliert beschrieben.
3. Handlungsablauf: Das Kapitel veranschaulicht den zeitlich-organisatorischen Ablauf des Projekts „Märchen aus aller Welt“ in vier Phasen.
4. Projektmanagement: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Projektmanagement und dessen Anwendung im Kontext der Vorbereitung und Durchführung des Vorhabens.
5. Qualitätssicherung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition von Qualität im Bildungsbereich und der Anwendung des Deming-Kreises zur Optimierung pädagogischer Angebote.
6. Evaluation: Die theoretischen Grundlagen der Evaluationsforschung werden dargelegt und die formative Evaluation des Projekts anhand von Praxisbeispielen reflektiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung methodischen Arbeitens für das Gelingen pädagogischer Projekte zusammen und reflektiert den eigenen Lernprozess der Praktikantin.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Pädagogik, Hort, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Evaluation, Toleranz, Grundschulkinder, Migrationshintergrund, Sozialkompetenz, Märchen, Bildungsarbeit, Reflexion, Lerntheorie, Partizipation, Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert ein pädagogisches Projekt in einem Schülerhort, das interkulturelle Inhalte wie „Märchen aus aller Welt“ nutzt, um soziale Kompetenzen zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind interkulturelle Erziehung, systematisches Projektmanagement im sozialen Bereich, Methoden der Qualitätssicherung sowie verschiedene Evaluationsansätze für Bildungsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die „Grundlegung von Toleranz“ durch pädagogische Aktivität und die Anwendung systematischer Planungsinstrumente, um die Qualität der pädagogischen Arbeit zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und wendet die formative Evaluation als methodisches Instrument zur Prozessbegleitung an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Praktikumsstelle, die konkrete Projektplanung, die Auseinandersetzung mit Management-Methoden, die Qualitätskriterien im Bildungswesen sowie die Auswertung des Projektablaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Interkulturelle Pädagogik, Qualitätssicherung, Projektmanagement, Evaluation und Toleranz.
Warum wurde das Projekt „Märchen aus aller Welt“ gewählt?
Märchen eignen sich im Grundschulalter besonders gut, um kulturelle Gemeinsamkeiten zu entdecken, soziale Phantasie anzuregen und das Interesse an anderen Lebenswelten zu wecken.
Inwiefern spielt das Thema „Toleranz“ eine Rolle?
Toleranz dient als pädagogisches Ziel, das durch interkulturelles Lernen präventiv gegen Vorurteile wirken soll und als Basis für ein gewaltfreies Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft verstanden wird.
Warum ist eine „formative Evaluation“ für dieses Projekt sinnvoll?
Da das Ziel der Toleranzbildung langfristig und komplex ist, erlaubt die formative Evaluation, prozessorientiert auf die Bedürfnisse und Rückmeldungen der Kinder während der laufenden Arbeit einzugehen.
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- Erna Kitzenmaier (Author), 2010, Reflektierende Dokumentation: Interkulturelle Pädagogik „Märchen aus aller Welt“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182699