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Der Einzug des evolutionstheoretischen Ansatzes in die Emotionspsychologie

Title: Der Einzug des evolutionstheoretischen Ansatzes in die Emotionspsychologie

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. A. Aaron Faßbender (Author)

Psychology - General

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Nach Dieter Ulichs Definition hat die Emotionspsychologie die Frage zu klären, wie Emotionen innerhalb eines ganzheitlichen, dynamischen und zeiterstreckten Geflechts von Stimmungen, Zielsetzungen, Gefühlen, Informationverarbeitungsprozessen und Handlungen überhaupt als eigene Klasse von psychischen Phänomenen isoliert werden können. Auf der Ebene alltäglichen Erlebens und Handelns bezeichnen Begriffe wie Emotion oder Motiv einander ergänzende Aspekte eines einheitlichen psychischen Geschehens, aus dem man für bestimmte theoretische Teilkomponenten abstrahierend herauslösen und einer gesonderten Betrachtung machen kann.

Welchen Nutzen haben Emotionen für den Menschen? Sind selbst Gefühle wie Traurigkeit oder Ekel sinnvoll? Diese Fragen werden von den Evolutionsforschern behandelt. Sie untersuchen Handlungen vor allem auf die Frage hin, wieso sich eine bestimmte Ausprägung – wie zum Beispiel ein psychologischer Mechanismus – in der Evolution durchsetzen konnte. Vordenker für diese Sichtweise war Charles Darwin, welcher sich nicht nur allgemein mit den Ursachen und Folgen der Evolution auseinandersetzte, sondern sich auch im Speziellen mit den menschlichen Emotionen befasste. Obgleich Darwins Werk nicht das einzige Werk war, welches evolutionstheoretische Ansätze mit psychologischen Erkenntnissen verband, steht ihm aufgrund seiner Wirkungsgeschichte ein besonderer Platz zu.
Während die evolutionstheoretischen Ansätze (außerhalb der Biologie), wie auch die Emotionspsychologie beinahe zeitgleich nach der Jahrhundertwende an Bedeutung einbüßten, erlebten beide seit den sechziger Jahren eine wahre Renaissance. Um die Wiederentdeckung dieser Forschungsrichtungen ver-stehen zu können, ist es erforderlich, sich eingehender mit den Klassikern dieses wissenschaftlichen zu befassen. Die vorliegende Arbeit hat es sich daher zum Ziel gesetzt den wissenschaftlichen Ansatz des Klassikers des evolutionstheoretischen Ansatzes in der Emotionspsychologie „The Expression of Emotions in Man and Animal“ aus dem Jahr 1872 zu skizzieren und ihm McDougalls 1908 entstandene „Social Psychology“ entgegenzustellen. Auf diese Weise werden die Forschungsansätze und die Kernthesen der Vertreter des evolutionstheoretischen Ansatzes dargestellt, anhand von Beispielen verdeutlicht und anschließend aus Sichtweise des aktuellen Forschungsstandes bewertet werden. Dabei soll schließlich die Frage beantwortet werden, welchen Nutzen er in der modernen Psychologie haben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charles Darwin in Bezug auf die Emotionspsychologie

2.1 Das Werk: The Expression of Emotions in Man and Animal

2.2 Darwins Thesen

2.3 Der Einfluss der Thesen Darwins auf die moderne Psychologie

3. William McDougalls Emotionspsychologie

3.1 Das Werk: Social Psychology

3.2 McDougalls Thesen

3.3 Der wissenschaftliche Einfluss der Thesen McDougalls in der Gegenwart

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den evolutionstheoretischen Ansatz in der Emotionspsychologie, indem sie die Kernthesen von Charles Darwin und William McDougall gegenüberstellt und aus Sicht des aktuellen Forschungsstandes bewertet. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welchen Nutzen ein solches evolutionäres Verständnis für die moderne psychologische Forschung bietet.

  • Evolutionäre Grundlagen der Emotionspsychologie nach Charles Darwin.
  • Instinkttheoretische Ansätze in William McDougalls Sozialpsychologie.
  • Vergleich der klassischen Ansätze und deren Relevanz für die heutige Wissenschaft.
  • Diskussion über Universalität und Vererbbarkeit von Emotionen und Gesichtsausdrücken.
  • Bedeutung evolutionärer Mechanismen als „Werkzeugkasten“ für das menschliche Handeln.

Auszug aus dem Buch

2.2 Darwins Thesen

Emotionen werden nach Darwins Überzeugung durch kognitive Einschätzungen ausgelöst. Diese Emotionen schlagen sich in Gewohnheiten (Gestiken, Mimiken, im Tonfall und in physiologischen Veränderungen) nieder, die Darwin nach drei verschiedenen Prinzipien unterscheidet:

1. Dem Prinzip zweckmäßiger assozierter Gewohnheiten

Darwin erklärt an dieser Stelle, dass manche komplizierte Handlungen „unter gewissen Seelenzuständen von direktem oder indirektem Nutzen [sind], um gewisse Empfindungen, Wünsche usw. zu erleichtern oder zu befriedigen.“ Sobald derselbe Seelenzustand hergestellt sei (wenngleich auch nur in schwacher Form), sei die Neigung vorhanden, dieselben Bewegungen auszuführen, welche zu dem beschriebenen Nutzen dienen; selbst dann, wenn sie in der augenblicklichen Situation völlig nutzlos seien. Das Phänomen erklärt er mit der „Macht der Gewohnheit“, die insbesondere bei Muskeln zum tragen komme, welche am wenigsten der besonderen Kontrolle des Willens stünden. Beispielsweise reibe sich „der gemeine Mann“ häufig die Augen, wenn er in Verwirrung gerate, als ob er eine unbequeme Empfindung spüren würde. Darwin erklärt, dass insbesondere die Augen besonders leicht durch Assoziationen unter verschiedenen Seelenzuständen beeinflusst werden würden, obgleich sie zumeist die eigentliche Ursache des Seelenzustandes nicht zu fassen vermögen.

Darwins Theorie, dass sich Nervenzellen physikalisch verändern, wenn diese häufig verwendet werden, hat sich als richtig erwiesen. Tatsächlich lassen sich bestimmte Bewegungen einstudieren, bis diese reflexartig (und somit unbewusst) ausgeführt werden können. Auch räumt Darwin ein, dass einige dieser gewohnheitsmäßigen Bewegungen durch den Willen unterdrückt werden könnten, dieses Unterdrücken in manchen Fällen jedoch zu anderen ausdrucksvollen Gesten und Mimiken führen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsfeld der Emotionspsychologie und stellt das Ziel der Arbeit vor, die evolutionstheoretischen Ansätze von Darwin und McDougall zu vergleichen.

2. Charles Darwin in Bezug auf die Emotionspsychologie: Dieses Kapitel erläutert Darwins klassisches Werk, seine drei zentralen Prinzipien der Emotionsentstehung und den Einfluss seiner Thesen auf die moderne Diskussion über Basisemotionen.

3. William McDougalls Emotionspsychologie: Hier wird McDougalls sozialpsychologischer Ansatz sowie sein zentraler Instinktbegriff analysiert und dessen eingeschränkte Rezeption im Vergleich zu Darwin diskutiert.

4. Schluss: Der Schlussteil reflektiert den Nutzen evolutionstheoretischer Ansätze zur Strukturierung komplexer psychologischer Phänomene und zur Untersuchung der Zweckhaftigkeit menschlicher Emotionen.

Schlüsselwörter

Emotionspsychologie, Evolutionstheorie, Charles Darwin, William McDougall, Basisemotionen, Instinkt, Gesichtsausdruck, Vererbbarkeit, psychologische Mechanismen, Sozialpsychologie, Anpassungswert, Verhaltensweisen, Forschungsstand, evolutionärer Ansatz, Universalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen und theoretischen Einzug evolutionstheoretischer Ansätze in die Emotionspsychologie durch die Gegenüberstellung der Werke von Charles Darwin und William McDougall.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Universalität von Emotionen, die Rolle von Instinkten, die Bedeutung von Gesichtsausdrücken sowie die Bewertung dieser Ansätze durch die moderne Psychologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Kernthesen der beiden Klassiker darzustellen, anhand von Beispielen zu erläutern und ihre Relevanz sowie ihren Nutzen für die heutige wissenschaftliche Psychologie zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, die existierende Konzepte der Evolutionstheorie mit aktuellen psychologischen Sichtweisen in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von Darwins Prinzipien der Emotionsentstehung sowie McDougalls Instinktlehre, ergänzt durch eine Diskussion ihrer wissenschaftlichen Bedeutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Emotionspsychologie, Evolutionstheorie, Basisemotionen, Instinktkonzepte und interkulturelle Vergleichsforschung.

Wie unterscheidet Darwin seine drei Prinzipien der Emotionsentstehung?

Darwin differenziert zwischen dem Prinzip zweckmäßiger assoziierter Gewohnheiten, dem Prinzip des Gegensatzes und dem Prinzip der Abhängigkeit der Handlungen vom Nervensystem.

Welche Kritik wird an der heutigen Verwendung von McDougalls Instinktlehre geäußert?

Die Arbeit zeigt auf, dass McDougalls Thesen aufgrund ihrer anekdotischen Belege und des wissenschaftlichen Zeitgeists (Behaviorismus) weniger Akzeptanz fanden als Darwins Ansatz, obwohl sie als Vordenkerrolle dienen.

Warum wird das Beispiel des Ekelgefühls in der Arbeit angeführt?

Ekel dient als ontogenetisches Beispiel, um die Zweckhaftigkeit einer Emotion als Schutzmechanismus für das Individuum in verschiedenen Lebensphasen zu verdeutlichen.

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Details

Title
Der Einzug des evolutionstheoretischen Ansatzes in die Emotionspsychologie
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Emotionspsychologie (42.643)
Grade
1,3
Author
M. A. Aaron Faßbender (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V182588
ISBN (Book)
9783656061564
ISBN (eBook)
9783656061847
Language
German
Tags
Evolution Evolutionspsychologie Psychologie The Expression of Emotions in Man and Animal Gestik Mimik Charles Darwin Darwin Zimbardo McDougall Scham Sozialpsychologie Gefühle Social Psychology Dieter Ulich Gemütsbewegungen Basisemotion zweckmäßig assoziierte Emotion Gesichtsausdruck angepasst Klassiker Ekel Trauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Aaron Faßbender (Author), 2005, Der Einzug des evolutionstheoretischen Ansatzes in die Emotionspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182588
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