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Die Bedeutung des Erdöls für Kuba

Title: Die Bedeutung des Erdöls für Kuba

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages

Autor:in: Björn Barchmann (Author)

Politics - Region: Middle and South America

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Summary Excerpt Details

Durch die wachsende Bedeutung der Energiefrage wird der Focus der Weltöffentlichkeit auf Regionen gerichtet, die dadurch eine stark überbewertete Position in der Politik einnehmen. Man spricht von Petropolitics, zu den Gebieten gehören Staaten, wie Aserbaidschan, Angola, Tschad, Ägypten, Guinea, Iran, Kasachstan, Nigeria, Russland, Saudi Arabien, Sudan, Usbekistan, Venezuela oder zukünftige Konfliktregionen, wie die Spradly Inseln. In der Zukunft muss auch Kuba in diese Staaten mit eingereiht werden. Ein Land, was jahrelang von der UDSSR mit Rohöl subventioniert wurde und sich durch diese Allokationen in eine starke Abhängigkeit zu der UDSSR begeben hatte, was zur Folge hatte, dass Kuba nach Glasnost und Perestroika in den 1990er Jahren fast wirtschaftlich kollabierte. Nach einer Übergangsphase „Periodo Especial“, einer Zeit des Inkrementalismus, konnte ein neues Bündnis aufgebaut werden mit dem 1998/99 gewählten Venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez, der aus seiner Seelenverwandtschaft zu Fidel Castro kein Hehl macht, man spricht von einem „transnationalem Erbe“. Dieser Hugo Chávez hält seit Jahren den sozialistische Staat in der Karibik durch Öllieferungen, die weit unter dem Marktwert geliefert werden und zum größten Teil nicht mit Geld sondern Dienstleistungen vergütet werden, am leben.
Einige sehen Kubas Zukunft in einer Kopie von China, eine Mischung aus autoritärem Staat und einer Konsumgesellschaft. Es könnte sich auch das eher konservative, traditionelle Lager von Felipe Pérez Rogue durchsetzen oder ein „Kleines China“ oder eher der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“....

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wo liegt das Öl?

2.1. Wie sind die einzelnen Bereiche eingeteilt?

2.2. Technische Voraussetzungen

2.3. Ölraffination

3. Momentane Energiesituation auf Kuba

4. Wie stellt sich die Energiefrage im Allgemeinen auf Kuba dar?

5. Wie verhält sich die USA?

5.1. Angst vor China

5.2. Umweltschäden

5.3. Angst, dass das Öl als Druckmittel benutzt wird

5.4. Kuba im Rahmen der „Achse des Öls“

5.5. Schräg bohren

5.6. Erlaubnis selbst zu bohren

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische und geopolitische Bedeutung der Erdölfunde für den kubanischen Staat und analysiert das ambivalente Spannungsfeld zwischen der Energieabhängigkeit von Venezuela sowie der hegemonialen Einflussnahme und Embargo-Politik der USA.

  • Energiepolitische Abhängigkeiten und die Bedeutung von Petrocaribe
  • Technische und wirtschaftliche Herausforderungen der Offshore-Erdölförderung
  • Die Auswirkungen kubanischer Ressourcenfunde auf das geopolitische Verhältnis zu den USA
  • Strategien zur wirtschaftlichen Autarkie und zur Modernisierung der Infrastruktur

Auszug aus dem Buch

Technische Voraussetzungen?

Nach Tina Rosenberg, Journalistin der New York Times, kosten Offshore Oilrigs, sprich Hochseeplattformen, mehr als 95$ Milliionen US-Dollar. Kenner der Materie wendeten jedoch ein, dass man dieses auf keinen Fall pauschalisieren darf, es kommt auf einige Faktoren an.

Es darf nicht einfach von „Tiefe“ beim Bohren gesprochen werden, sondern es gibt zunächst die Wassertiefe, damit ist die Tiefe vom Bohrschiff oder der Bohrplattform bis zum Meeresboden gemeint. Danach spricht man von Gesteinstiefe, diese sagt aus, wie weit es vom Meeresboden bis zum Fund, sprich Lagerstätten des Erdöls sind. Wenn man die Wassertiefe und die Gesteinstiefe zusammen verbindet spricht man von der Bohrtiefe.

Nach Angaben von Experten aus der Maritimenverkehrstechnik existieren sehr große Felder schon in einer Wassertiefe von 100 Metern. Die Bohrtiefe bei diesen Funden war dabei immer größer als 1200 Meter. Die 2004 von CUBPET veröffentlichten Lagerstätten sollen in einer Wassertiefe von 2000-3000 Metern lagern. In einer Wassertiefe von über 5000 Metern wird die Wahrscheinlichkeit von Vorkommen als geringer eingeschätzt.

Je größer die Wassertiefe ist, desto weniger kann man in die Gesteinstiefe gehen, da der statische Druck zu groß wird, weil die darüber liegende Wassersäule und die darüber liegenden Gesteinsformationen den Lagerstättendruck aushalten müssen. Um an diese Vorkommen zu gelangen, die sich im Tiefwasserbereich befinden, kann man nur Bohrschiffe oder Bohrhalbtaucher einsetzen, da Jack-ups nur bis ca. 150 Meter geeignet sind. Auch in einem Hurrikane gefährdeten Gebiet, wie die Karibik, kann man Such-Bohrschiffe, wie auch Such-Bohrhalbtaucher einsetzen. Suchbohrschiffe können sich bei Gefahr abkoppeln und mit Hilfe ihres Eigenantriebs aktiv gegen die Verhältnisse arbeiten. Der Halbtaucher müsste sich bei einem Hurrikan auch abkoppeln und könnte dann in seinem Sicherheitstiefgang abtauchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die wachsende weltweite Bedeutung der „Petropolitics“ und bettet Kuba durch die Energiepartnerschaft mit Venezuela und eigene Ölfunde in diesen globalen Kontext ein.

2. Wo liegt das Öl?: Das Kapitel beschreibt die Geschichte der kubanischen Ölförderung und detailliert die geographische Verteilung sowie die Qualität der jüngsten Offshore-Funde.

2.1. Wie sind die einzelnen Bereiche eingeteilt?: Hier wird die Aufteilung der Wirtschaftszonen in explorierbare Blöcke und deren Vergabe an internationale Ölgesellschaften dargelegt.

2.2. Technische Voraussetzungen: Es werden die notwendigen Technologien wie Bohrschiffe und Halbtaucher erläutert, die für eine erfolgreiche Tiefsee-Erdölförderung unter den spezifischen Bedingungen der Karibik erforderlich sind.

2.3. Ölraffination: Dieses Kapitel behandelt die Inbetriebnahme der Raffinerie „Camilo Cienfuego“ als Gemeinschaftsprojekt zur Stärkung der regionalen Energieautarkie.

3. Momentane Energiesituation auf Kuba: Analysiert wird die kritische Abhängigkeit Kubas von venezolanischen Öllieferungen und die finanzielle Struktur dieser bilateralen Abkommen.

4. Wie stellt sich die Energiefrage im Allgemeinen auf Kuba dar?: Es wird auf die staatlichen Bemühungen zur Stabilisierung der Energieversorgung sowie auf Maßnahmen der Energieeinsparung und Diversifizierung eingegangen.

5. Wie verhält sich die USA?: Untersucht werden die politischen Reaktionen der USA auf die Ölfunde vor der kubanischen Küste, insbesondere unter dem Aspekt des bestehenden Embargos.

5.1. Angst vor China: Die Sorge der US-Politik vor einem wachsenden chinesischen Einfluss im „Vorgarten“ der USA durch Explorationsverträge wird hier beleuchtet.

5.2. Umweltschäden: Dieses Kapitel erörtert die ökologischen Risiken von Offshore-Bohrungen und die damit verbundene politische Debatte innerhalb der USA.

5.3. Angst, dass das Öl als Druckmittel benutzt wird: Es wird die Befürchtung diskutiert, dass Kuba und Venezuela ihre Energieressourcen politisch gegen die USA instrumentalisieren könnten.

5.4. Kuba im Rahmen der „Achse des Öls“: Der Begriff der „Achse des Öls“ wird als potenzielles geopolitisches Gegengewicht zu den USA kritisch hinterfragt.

5.5. Schräg bohren: Erläutert wird die technologische Möglichkeit, Ressourcen unter US-amerikanischem Hoheitsgebiet durch moderne Bohrtechnik anzuzapfen.

5.6. Erlaubnis selbst zu bohren: Dieses Kapitel thematisiert die US-interne Debatte über die Aufhebung von Moratorien zur Förderung im eigenen Kontinentalschelf.

6. Schlussbetrachtung: Ein Ausblick auf die verschiedenen Zukunftsszenarien Kubas, von der „Mini-China“-Entwicklung bis hin zu möglichen demokratischen Reformen unter dem Einfluss der künftigen Öleinnahmen.

Schlüsselwörter

Kuba, Erdöl, Petropolitics, Venezuela, Hugo Chávez, Energiepolitik, Offshore-Bohrung, USA, Embargo, Geopolitik, Petrocaribe, Wirtschaftliche Autarkie, Tiefseeförderung, Energieabhängigkeit, Sozialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Erdölentdeckung vor der kubanischen Küste auf die politische und wirtschaftliche Lage des Inselstaates sowie deren Einfluss auf die Geopolitik in der Region.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Abhängigkeit von venezolanischen Energielieferungen, die technischen Herausforderungen der Tiefsee-Erdölförderung und das gespannte Verhältnis zwischen Kuba und den USA.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung der ökonomischen Ressourcenveränderungen für Kubas Überleben und die mögliche Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, Berichten von Wirtschaftsagenturen und einer vergleichenden Betrachtung geopolitischer Strategien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Ölförderung, die aktuelle Energieabhängigkeit Kubas, die Reaktionen der US-Politik sowie die strategische Rolle Kubas im Bündnis „Petrocaribe“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kuba, Erdöl, Energiepolitik, USA, Petrocaribe, geopolitisches Machtgefüge und wirtschaftliche Transformation.

Warum spielt die Kooperation mit Venezuela eine so zentrale Rolle?

Die Kooperation ermöglicht Kuba durch subventionierte Öllieferungen das ökonomische Überleben und bietet einen Puffer, um infrastrukturelle Modernisierungen und den Aufbau eigener Förderkapazitäten zu finanzieren.

Welche Rolle spielt die US-amerikanische Embargo-Politik in diesem Zusammenhang?

Die USA stehen vor einem Dilemma: Einerseits verhindern Sanktionen die Partizipation ihrer eigenen Ölkonzerne an den kubanischen Funden, andererseits wächst die Sorge vor einem Eindringen anderer Mächte wie China in die Region.

Was bedeutet das „Mini-China-Modell“ für Kuba?

Dieses Szenario beschreibt eine Transformation, bei der Kuba autoritäre politische Strukturen mit marktwirtschaftlichen Reformen kombiniert, um den wirtschaftlichen Fortbestand ohne eine umfassende Demokratisierung zu sichern.

Wie könnten künftige Öleinnahmen die politische Zukunft Kubas beeinflussen?

Der Autor argumentiert, dass eine erfolgreiche eigene Förderung und die damit einhergehende wirtschaftliche Partizipation der Bevölkerung den Druck für demokratische Reformen mindern und das aktuelle System festigen könnten.

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Details

Title
Die Bedeutung des Erdöls für Kuba
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
HS: “Populismus in Lateinamerika“
Author
Björn Barchmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V182042
ISBN (eBook)
9783656056287
ISBN (Book)
9783656056966
Language
German
Tags
Erdöl USA Kuba Castro Erdölförderung Cuba Venezuela
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Barchmann (Author), 2008, Die Bedeutung des Erdöls für Kuba, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182042
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