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Das gute Handeln des Gewaltmonopols

Eine Reflexion zur Frage nach der Möglichkeit gelebter Nächstenliebe im Polizeidienst - aus der Sicht einer spezifisch christlichen Ethik

Title: Das gute Handeln des Gewaltmonopols

Seminar Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: David Jäggi (Author)

Theology - Systematic Theology

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Summary Excerpt Details

Die Polizei als Gewaltmonopol ist das sichtbare Schwert des Staates: „Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.“ (Röm 13,4b). Sie findet somit ihre Legitimation bereits zur Zeit des Neuen Testamentes. Ihr Auftrag und Ziel ist es, für Ruhe, Ordnung und Sicherheit und somit für die Gewährleistung des Friedens zu sorgen. Zur Wichtigkeit der staatlichen Ordnung äussert sich Thomas Schirrmacher wie folgt: „Gott will, dass der Staat wenigstens äusserlich die Ordnung gewährleistet, da Ordnung Frieden für den Bürger bedeutet.“
Die Polizei wiederum untersteht in ihrem Handeln den Gesetzen und Verordnungen des Staates, sowie internationalen Übereinkommen. Diese dienen als Leitplanken und sollen den Schutz der Menschenwürde garantieren. Damit soll der Spagat zwischen der geforderten Repression und der Achtung des Gegenübers überwunden werden. Gerade hier kommt die Notwendigkeit, ja die Unentbehrlichkeit, einer berufsethischen Orientierung für die Polizei zum Ausdruck. Für den einzelnen Polizisten bedeutet dies, dass er die Normen und Werte, welche die Gesellschaft sich setzt, nicht nur in blindem Gehorsam anwendet, sondern diese verantwortlich reflektiert.
Nach einer kurzen Erläuterung zur allgemeinen Ethik, setzt sich die vorliegende Arbeit mit der spezifisch christlichen Ethik auseinander und beschäftigt sich darin mit der Frage, ob das Gebot der biblischen Nächstenliebe im Polizeidienst umgesetzt werden kann oder ob gelebte Nächstenliebe die Arbeit des Gewaltmonopols behindert und dafür andere Institutionen zuständig sind. Könnte gelebte Nächstenliebe sogar am Ende zum Tatbestand der Begünstigung gemäss Strafgesetzbuch führen? Keines der einschlägigen Werke über die Berufsethik bei der Polizei setzt sich eingehender mit dem Aspekt der Nächstenliebe auseinander. Grossmehrheitlich geht es um die Menschenwürde gemäss nationalen und internationalen Konventionen.
Der Verfasser dieser Arbeit ist selber im Teilzeitpensum als uniformierter Polizist tätig und kennt die angesprochenen Probleme aus eigener Erfahrung. Er weiss, wie auch beim christlichen Polizisten in bestimmten Einsätzen ziemlich unchristliche Gefühle gegenüber einem Täter wach werden können. Gegen Ende der Arbeit sollen einige gut merk- und umsetzbare Punkte ergehen, geeignet für den Einsatz, welche dem Polizisten an der Front im Umgang mit dem Täter, dem Opfer oder der Bevölkerung helfen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DAS ETHISCHE HANDELN

2.1 SPEZIFISCH CHRISTLICHE ETHIK

2.2 POLIZEIETHIK ALS BERUFSETHIK

3 MENSCHENRECHTE / NÄCHSTENLIEBE

4 BIBLISCHE NÄCHSTENLIEBE

5 NÄCHSTENLIEBE IM POLIZEIDIENST

5.1 PRAXIS

5.2 PROBLEMFELDER

5.3 CHANCEN

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht aus Sicht einer spezifisch christlichen Ethik, ob und wie das Gebot der biblischen Nächstenliebe im beruflichen Alltag von Polizisten, die als Gewaltmonopol des Staates agieren, umgesetzt werden kann oder ob dieses Handeln in Konflikt mit den beruflichen Pflichten steht.

  • Grundlagen der christlichen Ethik und Berufsethik für die Polizei
  • Spannungsfeld zwischen staatlichem Gewaltmonopol und Nächstenliebe
  • Biblische Fundierung der Nächstenliebe und deren Übertragbarkeit auf den Polizeidienst
  • Praktische Handlungsmöglichkeiten und ethische Herausforderungen im Polizeieinsatz

Auszug aus dem Buch

2 Das ethische Handeln

Der jüdische Professor M. Lazarus stellte anfangs des 20 Jahrhunderts pragmatisch fest: „Die Ethik als Wissenschaft bringt nichts eigentlich und wesentlich Neues.“13 Die Ethik beschäftigt sich mit der „Gestaltung menschlichen Lebens“,14 mit den Kriterien des richtigen Handelns und der sittlichen Lebensführung.15 Sie setzt sich auseinander mit der Frage, welches Verhalten das rechte Verhalten ist. Dies setzt immer voraus, dass der Mensch in seinem Handeln frei ist.16 Denn nur wer frei Handeln kann, ist gefordert und befähigt, seine Handlungen zu hinterfragen und wenn nötig zu korrigieren. In Anlehnung an die Definition von Burkhardt könnte der Begriff Ethik daher folgendermassen definiert werden: Die Ethik ist die Lehre vom Verhalten des Menschen, welcher in Freiheit handeln kann.17

Ethik ist dabei aber nicht deskriptiv, sondern normativ. Sie fragt nicht danach, wie der Mensch sich verhält, sondern wie der Mensch sich verhalten soll.18 Hermann Möllers formuliert diesen Unterschied folgendermassen: „Sie (die Ethik, Anm. d. Verf.) fragt deshalb nicht nach der Regelhaftigkeit eines ‚Verhaltens‘, sondern nach dem Sinn-Verstehen in Motivation, Intention und Begründungszusammenhang des Denkens und Handelns.“19

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Der Autor führt in die Problematik des staatlichen Gewaltmonopols ein und reflektiert die Notwendigkeit einer berufsethischen Orientierung für Polizisten vor dem Hintergrund christlicher Werte.

2 DAS ETHISCHE HANDELN: Es werden die begrifflichen Grundlagen der Ethik als normative Wissenschaft erläutert und die spezifisch christliche Ethik sowie die Polizeiethik als Berufsethik definiert.

2.1 SPEZIFISCH CHRISTLICHE ETHIK: Dieses Kapitel vertieft die theozentrische Ethik und zeigt auf, dass christliche Normen auf dem Willen Gottes basieren und über rein zwischenmenschliche Standards hinausgehen.

2.2 POLIZEIETHIK ALS BERUFSETHIK: Der Fokus liegt hier auf dem Spannungsfeld zwischen der Vollstreckerrolle und dem ethischen Anspruch, das Gegenüber respektvoll und gewaltfrei zu behandeln.

3 MENSCHENRECHTE / NÄCHSTENLIEBE: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Achtung der Menschenwürde und dem weitergehenden Gebot der aktiven Nächstenliebe erörtert.

4 BIBLISCHE NÄCHSTENLIEBE: Die biblische Herleitung des Liebesgebotes wird dargestellt und als zentrales Kriterium für das Handeln von Christen herausgearbeitet.

5 NÄCHSTENLIEBE IM POLIZEIDIENST: Der Autor untersucht die praktische Anwendung der Nächstenliebe im Dienst, wobei er Täter und Opfer als gleichermaßen von Gott geliebte Mitmenschen betrachtet.

5.1 PRAXIS: Dieser Abschnitt bietet konkrete stichwortartige Anregungen, wie Nächstenliebe im polizeilichen Einsatzalltag gelebt werden kann.

5.2 PROBLEMFELDER: Die Herausforderungen wie Systemzwänge, hohe Arbeitsbelastung und der Korpsgeist („Cop Culture“) werden als Hindernisse für eine gelebte Nächstenliebe analysiert.

5.3 CHANCEN: Es wird dargelegt, dass gelebte Nächstenliebe das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Polizei stärken kann und somit staatstragende Bedeutung hat.

6 FAZIT: Der Autor schließt mit dem Ergebnis, dass gelebte Nächstenliebe für den christlichen Polizisten eine unerlässliche und mögliche Aufgabe ist, die einen ständigen Lernprozess erfordert.

Schlüsselwörter

Polizei, Nächstenliebe, Christliche Ethik, Gewaltmonopol, Berufsethik, Menschenwürde, Verantwortung, Täter, Opfer, Bibel, Polizeidienst, Handlungsspielraum, Rechtsstaat, Verhältnismäßigkeit, christliches Menschenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralische Herausforderung für Polizisten, biblische Nächstenliebe innerhalb ihrer beruflichen Tätigkeit im staatlichen Gewaltmonopol umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die christliche Ethik, die Polizeiethik als Berufsethik, das biblische Liebesgebot sowie die praktische Anwendung dieser Werte im polizeilichen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu reflektieren, ob die Umsetzung der biblischen Nächstenliebe durch Polizisten möglich ist, ohne den staatlichen Auftrag oder die Rechtsordnung zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser verbindet eine theoretische Auseinandersetzung mit ethischen Grundsätzen mit seiner eigenen praktischen Erfahrung als Polizist sowie einer empirischen Umfrage unter Berufskollegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die ethischen Grundlagen, die Differenzierung zwischen Menschenwürde und Nächstenliebe sowie die Chancen und Hindernisse für die Umsetzung dieser Werte im Einsatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Polizei, Nächstenliebe, christliche Ethik, Gewaltmonopol, Berufsethik und christliches Menschenbild.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der Wahrung der Menschenwürde und der Nächstenliebe?

Während die Wahrung der Menschenwürde oft passiv durch das Einhalten von Gesetzen erfolgt, wird Nächstenliebe als ein aktives Suchen nach Hilfe und eine Herzenseinstellung beschrieben, die über das formale Recht hinausgeht.

Wie geht die Arbeit mit dem Dilemma um, Verbrecher „nächstenliebend“ zu behandeln?

Die Arbeit betont, dass man Tat und Täter trennen muss; auch der Täter bleibt ein von Gott geschaffener Mensch, dem man trotz notwendiger rechtlicher Sanktionen mit Nächstenliebe begegnen kann.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Cop Culture“ in diesem Kontext?

Die „Cop Culture“ wird als hinderlicher Korpsgeist identifiziert, der dazu führen kann, dass gelebte Nächstenliebe unter Kollegen als Schwäche ausgelegt wird und somit die Karriere gefährden könnte.

Was schlägt der Autor für die Praxis vor?

Der Autor schlägt unter anderem vor, Menschen während der Anfahrt zum Einsatz zu segnen, aktiv zuzuhören, Vorurteile abzubauen und sich fortlaufend über Hilfsangebote zu informieren.

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Details

Title
Das gute Handeln des Gewaltmonopols
Subtitle
Eine Reflexion zur Frage nach der Möglichkeit gelebter Nächstenliebe im Polizeidienst - aus der Sicht einer spezifisch christlichen Ethik
College
WFG Ditzingen
Grade
1
Author
David Jäggi (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V182010
ISBN (eBook)
9783656054474
ISBN (Book)
9783656054856
Language
German
Tags
handeln gewaltmonopols eine reflexion frage möglichkeit nächstenliebe polizeidienst sicht ethik New Covenant International University Florida Akademie für Leiterschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Jäggi (Author), 2011, Das gute Handeln des Gewaltmonopols, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182010
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