Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, aufzuzeigen, dass SF die im Rahmen einer internationalen
Unternehmertätigkeit anfallen können und Auswirkungen auf das IC haben, zu
handhaben sind. Insbesondere für deutsche mittelständische Unternehmen, die international
aktiv sind, müsste dies eine immer wichtiger werdende Problemstellung werden.
Zwar haben schon über 50% dieser Art von Betrieben Schutzvorrichtungen implementiert,
im Endeffekt aber nicht alle. Beachtet werden sollte, das im generellen für diese
Firmen ihre Tätigkeit und Konfrontation mit dem Ausland immer wichtiger wird. So
wird im laufenden Jahr 2011, bis ins Folgejahr mit zuversichtlichem Wachstum bei internationalen
Geschäften gerechnet. Des Weiteren sollte noch angemerkt werden, dass
im vergangenen Jahr nahezu 20% der „Mittelständler“ über einen internationalen
Standort verfügten.1
In dieser Arbeit wird speziell an ausgewählten SF verdeutlicht, mit welchen negativen
Auswirkungen auf die Ziele und Aufgaben des IC gerechnet werden muss, wenn sie
nicht beachtet werden. Dabei werden die drei SF Inflation, Währungsschwankung sowie
Kultur besonders hervorgehoben.
Im Gegenzug werden entsprechende Lösungsansätze geliefert und kritisch betrachtet,
die im Endeffekt die SF des IC ausschließen oder mindern sollen. Insbesondere werden
für die drei ausführlich präsentierten SF mehrere Möglichkeiten zur Handhabung geboten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziel und Problemstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffliche Abgrenzung
1.3.1 Internationales Controlling
1.3.2 Störfaktoren
2 Die Zielvorstellungen und Aufgaben des nationalen sowie internationalen Controllings
2.1 Die Zielvorstellungen und Aufgaben des nationalen Controllings als Grundlage für das internationale Controlling
2.1.1 Strategische Ebene
2.1.2 Operative Ebene
2.2 Die Zielvorstellungen und Aufgaben des internationalen Controllings
2.2.1 Strategische Ebene
2.2.2 Operative Ebene
2.3 Ausgewählte Werkzeuge des Controllings und deren Anpassungen an das internationale Controlling
2.3.1 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.3.2 Balanced Scorecard
2.3.3 Budgetierung
2.4 Die Organisationsmöglichkeiten des Controllings in einem international tätigen Unternehmen
3 Ausgewählte Störfaktoren des internationalen Controllings und deren Auswirkungen
3.1 Die möglichen drohenden Gefahren für ein international tätiges Unternehmen
3.1.1 Ausgewählte Arten der politischen Gefahren und ihre Auswirkungen auf das internationale Controlling
3.1.2 Ausgewählte wirtschaftliche Gefahren und ihre Auswirkungen auf das internationale Controlling
3.2 Inflation als Störfaktor des internationalen Controllings
3.2.1 Definition von Inflation
3.2.2 Die Auswirkungen von Inflation auf das internationale Controlling
3.3 Wechselkursschwankungen als Störfaktor des internationalen Controllings
3.3.1 Definition von Wechselkurs
3.3.2 Die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen auf das internationale Controlling
3.4 Kultureinflüsse als Störfaktor des internationalen Controllings
3.4.1 Definition von Kultur
3.4.2 Aufbau eines Verständnisses für Landeskulturunterschiede und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das internationale Controlling
4 Lösungsansätze zum Umgang mit den Störfaktoren
4.1 Der Prozess des Risikomanagementsystems als eine allgemeine Richtlinie zur Vorbeugung gegen Risiken
4.2 Länderratings als ein Risikoübergreifendes Warnsystem für das Controlling
4.3 Ausgewählte Lösungsansätze zur Berücksichtigung von Inflationseinflüssen im internationalen Controlling
4.3.1 Die Inflationsbereinigung zum Planungszeitpunkt
4.3.2 Die Inflationsbereinigung zum Kontrollzeitpunkt
4.3.3 Die Hartwährungsberichterstattung als Lösungsansatz zur Minderung der Inflationseinflüsse
4.4 Ausgewählte Lösungsansätze zur Berücksichtigung von Währungsschwankungen im internationalen Controlling
4.4.1 Das Kombinationsmodell nach Lessard und Lorange
4.4.2 Maßnahmen zur Absicherung von Wechselkursrisiken
4.5 Ausgewählte Lösungsansätze zur Minderung von Kultureinflüssen auf das internationale Controlling
4.5.1 Verfahren zum Umgang mit Kultureinflüssen
4.5.2 Interkulturelles Training
4.5.3 Das Entsenden von Mitarbeitern
4.5.4 Programmierung
5 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Handhabbarkeit von Störfaktoren (SF) zu verdeutlichen, die bei internationaler Unternehmenstätigkeit auftreten und das internationale Controlling (IC) beeinflussen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der kritischen Analyse der negativen Auswirkungen dieser Faktoren auf die Ziele und Aufgaben des IC sowie auf der Darstellung und kritischen Beurteilung möglicher Lösungsansätze für diese Herausforderungen.
- Analyse der Auswirkungen von Inflation auf internationale Geschäftsprozesse
- Untersuchung von Wechselkursschwankungen als Risikofaktor für das internationale Controlling
- Evaluation von kulturellen Einflüssen und deren Folgen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
- Diskussion von Risikomanagement-Prozessen und Länderratings als Steuerungsinstrumente
- Bewertung spezifischer Lösungsansätze wie Inflationsbereinigung, Währungsabsicherung und interkulturelles Training
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Die Auswirkungen von Inflation auf das internationale Controlling
Die speziellen Auswirkungen der Inflation auf Unternehmen bzw. auf das CT sehen so aus, dass die Gefahr von sogenannten „Scheingewinnen“ entsteht. Dies lässt sich anhand eines Beispiels verdeutlichen.
Angenommen ein Unternehmen stellt Holztische her und verkauft diese zu einem Preis von 90,00€. Um einen Tisch herzustellen, benötigt das Unternehmen Holz. Dieses Rohmaterial kostet dem Unternehmen Mitte des Jahres 60,00€. Dementsprechend erzielt der Betrieb einen Überschuss von 30,00€. Da aber im Laufe des Jahres die Einkaufspreise von 60,00€ auf 95,00€ steigen, erwirtschaftet das Unternehmen einen vermeintlichen Überschuss von 30,00€ je Tisch, aber in der Realität fährt der Tischhersteller einen Verlust von 5,00€ pro verkauftem Teil ein.
Daraus lässt sich für das CT ableiten, dass bei Nicht-Beachten der Inflation der Gewinn in Gefahr steht. Langfristig gesehen ist auch der vom CT zu schützende Fortbestand des Unternehmens in Gefahr. Logischerweise ist der Hersteller bzw. das Unternehmen im Allgemeinen gezwungen, seine Preise anzuheben. Das hat zur Folge, dass die Unternehmen weniger absetzten, weil den Konsumenten die Produkte zu teuer werden. Somit nimmt die Konjunktur wieder ab. In dieser sogenannten „Abschwungphase“ können die Firmen ihre gesetzten Ziele bezüglich ihrer Ergebnisse nicht mehr halten. Für das CT handelt es sich hierbei um einen SF, weil die Steigerung des Unternehmens nicht mehr gewährleistet werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Arbeit ein und verdeutlicht die Relevanz der Auseinandersetzung mit Störfaktoren für international agierende deutsche mittelständische Unternehmen.
2 Die Zielvorstellungen und Aufgaben des nationalen sowie internationalen Controllings: Dieses Kapitel arbeitet das theoretische Fundament auf, indem es Ziele und Aufgaben des Controllings auf strategischer und operativer Ebene definiert und die Instrumente Kennzahlen, Balanced Scorecard und Budgetierung vorstellt.
3 Ausgewählte Störfaktoren des internationalen Controllings und deren Auswirkungen: In diesem Teil werden spezifische Risikofaktoren wie politische Gefahren, Inflation, Wechselkursschwankungen und Kultureinflüsse detailliert analysiert und hinsichtlich ihrer negativen Konsequenzen für das internationale Controlling untersucht.
4 Lösungsansätze zum Umgang mit den Störfaktoren: Dieses Kapitel präsentiert und bewertet verschiedene Strategien und Methoden, um den identifizierten Störfaktoren entgegenzuwirken, darunter Risikomanagementprozesse, Länderratings sowie spezifische Absicherungs- und Anpassungstechniken.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont, dass für die meisten Störfaktoren zwar Lösungswege existieren, diese jedoch selten eine vollständige Eliminierung der Risiken garantieren.
Schlüsselwörter
Internationales Controlling, Störfaktoren, Inflation, Wechselkursschwankungen, Kultureinflüsse, Risikomanagement, Länderrating, Balanced Scorecard, Budgetierung, Scheingewinne, Währungsrisiko, interkulturelles Training, Zinsarbitrage, Unternehmensführung, Mittelstand
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen, mit denen sich das internationale Controlling konfrontiert sieht, wenn internationale Unternehmenstätigkeiten durch unvorhersehbare Störfaktoren beeinflusst werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Steuerung internationaler Standorte, die Analyse spezifischer ökonomischer und politischer Risiken sowie die kulturellen Dimensionen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie internationale Unternehmen diese Störfaktoren methodisch identifizieren, handhaben und deren negative Auswirkungen auf die Unternehmensziele minimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine kritische Analyse- und Literaturmethode, um Controlling-Instrumente und Lösungsansätze anhand theoretischer Modelle und Praxisbeispiele zu bewerten.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Im Hauptteil werden die Wirkungsweisen von Inflation, Wechselkursschwankungen und kulturellen Unterschieden auf das Controlling-System detailliert analysiert und entsprechende Management-Antworten abgeleitet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Internationales Controlling, Störfaktoren, Risikomanagement, Wechselkursabsicherung und interkulturelle Kompetenz.
Wie wirken sich Wechselkursschwankungen konkret auf das Budget aus?
Sie führen zu Planungsunsicherheiten und Vergleichbarkeitsproblemen bei internationalen Standorten, die im Controlling durch spezielle Umrechnungs- und Absicherungsmodelle kompensiert werden müssen.
Warum reicht ein interkulturelles Training nicht aus, um Kultureinflüsse zu eliminieren?
Obwohl Trainings das Verständnis für fremde Kulturen fördern, bleibt die praktische Umsetzung des Erlernten durch das Personal unsicher, weshalb interkulturelle Spannungen lediglich gemindert, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
- Arbeit zitieren
- Patrick Noffz (Autor:in), 2011, Störfaktoren im internationalen Controlling - Eine kritische Analyse der Auswirkungen und möglicher Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181992